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Regulierungsmöglichkeiten im Internet

Title: Regulierungsmöglichkeiten im Internet

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl. Verwaltungswissenschaftler Moritz von Münchhausen (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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„Die Jungen sind längst online, die mittleren Altersgruppen vornehmlich auch. Die Älteren sind auf dem Vormarsch: Die Altersgruppen über 50 Jahre haben die höchsten Zuwächse zu verzeichnen!“ (NONliner-Atlas 2004). So beginnt die Analyse der seit 2000 jährlichen Untersuchung vom Meinungsforschungsinstitut Emnid/TNS und der Initiative D21 herausgegebene Untersuchung über die Nutzung des Mediums Internet in Deutschland. Ein Grund mehr, optimistisch in die Zukunft medialer Nutzungsgewohnheiten der Deutschen zu sehen? Die Nutzung des Mediums Internet hat in den letzten Jahren nicht nur bevölkerungsweit zugenommen, auch die Bandbreite der dort befindlichen Angebote hat sich sprunghaft erhöht. Doch zwischen Email-Kommunikation, Web-Recherchen, Filesharing-Netzwerken, kommerziellen Angeboten stellt sich immer wieder die Frage, welchen staatlichen und wirtschaftlichen Kontrollmöglichkeiten der deutsche Onliner während seines Besuches im Web unterliegt. Ist die oft zitierte grenzenlose Kommunikation und Egalität der User im www wirklich gegeben?

In der vorliegenden Arbeit soll deshalb untersucht werden, auf welche Ursachen diese Regelungen zurückzuführen sind welche und Konsequenzen solche Kontrollaktivitäten für den User haben. Unbestritten ist alle Mal, dass Inhalte im www schon jetzt meist trennscharf zwischen kommerziell- und nicht kommerziell, zwischen open-source und kostenpflichtiger Technologie und zwischen öffentlich und geschlossenen Benutzergruppen unterschieden werden können. Zu diesem Thema wurde im Wintersemester 2004/2005 unter der Leitung von Dr. Henk Erik Meier das Seminar „Regulierung des Internets“ durchgeführt; die vorliegende Arbeit soll hierzu den Abschluss bilden. Im Einzelnen beschäftigt sich die Arbeit mit den Möglichkeiten von Regulierung des Mediums Internet. Zuerst wird auf die nationalen Regulierungsmöglichkeiten in Deutschland eingegangen, diese werden vorgestellt und bewertet. Danach geht es vor allem um Wege der Regulierung im technischen Sinne, gerade hier sollen aber auch die verschiedenen Interesseneinflüsse (gerade wirtschaftlicher Art) beleuchtet werden. Zum Schluss wird ein Ausblick gegeben, wohin sich die Regulierung dieses komplexen Mediums bewegt und wo sie nach Meinung des Autors greifen sollte.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Regulierung

II.1 Regulierungswege

II.2 Regulierungsziele

III. Nationale Regulierung des Internets

III.1 Telekommunikationsgesetz (TKG)

III.2 Mediendienste-Staatsvertrag (MDStV)

III.3 Informations- und Kommunikationsdienst-Gesetz (IuKDG)

III.4 Bewertung nationaler Gesetzgebung

IV. Technische Regulierung

IV.1 ICANN

IV.2 Gemeinsame Standards

IV.3 Zugangsbedingungen

IV.4 Erhebung nutzungsbezogener Daten als Kontrollmöglichkeit

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die verschiedenen staatlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Regulierung des Internets. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welchen Kontrollmöglichkeiten der Nutzer im Netz unterliegt und welche Auswirkungen sowie Ursachen diese Regulierungsaktivitäten auf das Medium Internet und dessen Anwender haben.

  • Staatliche Regulierungsansätze in Deutschland (TKG, MDStV, IuKDG)
  • Technische Kontrollinstanzen und deren Einflussnahme (ICANN)
  • Haftungsfragen von Access-, Host- und Content-Providern
  • Ökonomische Interessen und die Erhebung nutzungsbezogener Daten
  • Spannungsfeld zwischen nationaler Regulierung und globaler Struktur des Internets

Auszug aus dem Buch

IV.4 Erhebung nutzungsbezogener Daten als Kontrollmöglichkeit

Konzerne haben ein wirtschaftliches Interesse an der Erhebung und der Kontrolle von Daten- und Datenströmen. Daten werden hier konsequent gesammelt und hinterher ausgewertet und profiliert zu werden. Mit Hilfe von sog. Cookies kann nachvollzogen werden, wie lange sich ein Nutzer mit einer bestimmten Seite / einem bestimmten Produkt beschäftigt hat und wie er sich im Netz bewegt hat.

Ein Konzern, der so sehr konkrete Daten über die Gewohnheiten eines Nutzers sammelt, kann diese einsetzen, um diesem Nutzer gezielt Werbung zu unterbreiten. Er kann dieses Profil auch an andere Konzerne weitergeben und letztendlich einen Handel mit Userprofilen betreiben. Der Nutzer hat in den wenigsten Fällen Kenntnis solcher Vorgänge und läuft Gefahr, seine Privatsphäre zu verlieren. Die Nutzer haben nur wenig Möglichkeiten, dass Sammelverhalten solcher Unternehmen einzuschätzen und sind auf Absichtserklärungen angewiesen. So besitzen viele kommerzielle Unternehmen auf Ihrer Seite den Hinweis auf den datenschutzrecht-gemäßen Umgang mit erhobenen Daten; eine vollkommene Absicherung ist das aber nicht. Das allgegenwärtige Datensammeln, offensichtlich oder nicht, ist eines der Hauptprobleme kommerzieller Nutzung des Internets.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Internetnutzung in Deutschland ein und skizziert das Spannungsfeld zwischen technischer Freiheit und dem Bedürfnis nach staatlicher sowie wirtschaftlicher Kontrolle.

II. Regulierung: Das Kapitel definiert den Begriff der Regulierung im Kontext eines dezentralen Mediums und erläutert die verschiedenen Wege und Zielsetzungen regulatorischer Maßnahmen.

III. Nationale Regulierung des Internets: Hier werden die wichtigsten deutschen Gesetze wie das TKG, der MDStV und das IuKDG vorgestellt und hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Rechtssicherheit für Nutzer und Anbieter bewertet.

IV. Technische Regulierung: Dieses Kapitel analysiert technische Einflussfaktoren wie die Rolle der ICANN, die Bedeutung gemeinsamer Standards, Zugangsbedingungen durch Provider und die Problematik der Datenprofilbildung.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Schwierigkeiten der Regulierung zusammen und plädiert für einen Konsens unter der Nutzerschaft, der das Allgemeinwohl und die Egalität im Netz stärker gewichtet als reine Profitinteressen.

Schlüsselwörter

Regulierung, Internet, Telekommunikationsgesetz, Datenschutz, ICANN, Content-Provider, Host-Provider, Zugriffskontrolle, Userprofile, Privatsphäre, technische Standards, Online-Recht, digitale Signatur, Marktwirtschaft, Internetregulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Regulierung des Mediums Internet durch staatliche und wirtschaftliche Akteure.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, die technische Infrastruktur des Netzes und die Auswirkungen kommerzieller Datensammlung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist zu klären, welchen staatlichen und wirtschaftlichen Kontrollmechanismen der Nutzer im Netz unterliegt und wie sich diese auf die Freiheit des Mediums auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit verfolgt eine analytische Herangehensweise, bei der bestehende rechtliche Normen und technische Strukturen vorgestellt und kritisch bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der nationalen Gesetzgebung (TKG, IuKDG etc.) sowie eine Untersuchung der technischen Steuerungselemente und ökonomischen Kontrollpraktiken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Internetregulierung, Datenschutz, Content-Provider, ICANN und die Debatte um die Balance zwischen Sicherheit und Nutzerfreiheit.

Warum ist eine globale Regulierung des Internets schwierig?

Aufgrund der dezentralen Architektur des Internets stoßen nationale Gesetze an ihre Grenzen, da Daten über Ländergrenzen hinweg mobil sind und die Rechtslage international divergiert.

Welche Rolle spielt die ICANN bei der technischen Regulierung?

ICANN verwaltet den zentralen "Namensraum" (DNS) des Internets, koordiniert technische Standards und hat damit maßgeblichen Einfluss auf die Identifizierbarkeit von Nutzern und den Umgang mit Webadressen.

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Details

Title
Regulierungsmöglichkeiten im Internet
College
University of Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
Regulierung des Internets
Grade
2,0
Author
Dipl. Verwaltungswissenschaftler Moritz von Münchhausen (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V69254
ISBN (eBook)
9783638613279
ISBN (Book)
9783640129652
Language
German
Tags
Regulierungsmöglichkeiten Internet Regulierung Internets
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Verwaltungswissenschaftler Moritz von Münchhausen (Author), 2005, Regulierungsmöglichkeiten im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69254
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