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Einleitung 3
2 Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Kurzbiographie 4
3 Idealismus und Deutscher Idealismus 4
4 Enzyklopädie der der philosophischen Wissenschaften 5
5 Die Phänomenologie des Geistes 5
6 Die Dialektik 6
7 Die Dialektik in der Phänomenologie des Geistes: Der Weg des Bewussteins durch die
Erfahrung 7
8 Die Selbstständigkeit und Unselbstständigkeit des Selbstbewusstseins Herrschaft und
Knechtschaft 8
8. 1. Innerliche und äusserliche Perspektive oder das Schlachtfeld 8
8.2 Verdoppelung des Selbstbewussteins oder die Genese der Kontrahenten 9
8.3 Die reine Bewegung Anerkennung oder Das Ziel des Kampfes 9
8.4 Die Bewegung der absoluten Abstraktion oder die Entstehung des Kampfes 10
8.5 Die Regeln des Kampfes oder die Negation der Gegenständlichen Weise 11
8.6 Der Verlauf des Kampfes oder Tod und Unterwerfung 12
8.6.1 Der Tod 12
8.6.2. Herr und Knecht 12
8.7 Das Selbstständigwerden des Knechts oder die Irrelevanz des Sieges 15
8.7.1 Todesfurcht 15
8.7.2 Dienen 16
8.7.3 Bilden 16
8.7.4 Notwendigkeit der Furcht im Verhältnis zur Arbeit 17
8.8 Die Folge des Knechtsprinzips: Das allgemeine Selbstbewusstsein oder die Kultur der
Anerkennung 17
9 Aktualisierung und Veranschaulichung 18
9.1 Das Beispiel einer zwischenmenschliche Beziehung 18
9.2 Die Bezugnahme von Karl Marx 20
10 Fazit und Ausblick 22
11 Literaturverzeichnis: 24
Internet: 24
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1 Einleitung
Ich werde in der folgenden Hausarbeit Georg Wilhelm Friedrich Hegels Begriff von „Unselbstständigkeit und Selbstständigkeit des Selbstbewusstseins“ bzw. „Herrschaft und Knechtschaft“ in seiner Begründung, Herleitung und Bewegung erläutern, mit dem Ziel diese verständlich darzustellen. Angesichts der vielfach behaupteten „Unverständlichkeit“ seiner Werke (auch Hegels eigenen Behauptungen nach) schien mir das eine gewisse Herausforderung und möglicherweise auch ein kleiner Beitrag zum besseren Verständnis seines Textes. Hierbei beziehe ich mich auf das Kapitel „Unselbstständigkeit und Selbstständigkeit des Selbstbewusstseins: Herrschaft und Knechtschaft“ in der Phänomenologie des Geistes. Dieses wird als eines der meistrezipierten Kapitel innerhalb Hegels Werk bezeichnet, welches das Thema in seiner Interessanz unterstreicht. Als Ergänzung ziehe die Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften hinzu. Um den Abstraktionsgrad möglichst wenig zu gefährden, bleibe ich nahe bei denen von Hegel verwendeten Grundbegriffen.
In einer abschliessenden Konkretisierung werde ich versuchen, die Wirkzusammenhänge aus ihrer Abstrakheit in eine fassbare Realität zu übertragen und zu veranschaulichen. Dabei beziehe mich dabei auf eigene Beispiele und auf die Rezeptionen von Karl Marx. Vorranstellen werde ich die nötigen Grundlagen.
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2 Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Kurzbiographie
Georg Wilhelm Friedrich Hegel ist 1770 in Stuttgart geboren und 1831 in Berlin verstorben. Sein beruflicher Werdegang begann 1788 mit dem Studium der Philosophie und Theologie in Tübingen. Nach der Tätigkeit als Hauslehrer habilitierte er und wurde Privatdozent in Jena, wirkte anschliessend als Zeitungsredakteur, Schulrektor und schließlich als Universitätslehrer und -rektor in Berlin. Er übernahm dort 1818 den Lehrstuhl Fichtes. Seine Vorlesungen entwickelten hier eine so breite Wirkung, so dass er 1829 zum Rektor der Universität berufen wurde. Diese Phase sorgte dafür, dass er zeitlebens zu einer der führenden Persönlichkeiten der deutschen Philosophie wurde. Die Phänomenologie des Geistes erschien während seiner ersten Dozententätigkeit in Jena im Jahr 1807. (vgl. http://www.hegel-system.de/de/v333333_leben.htm)
3 Idealismus und Deutscher Idealismus
Der Begriff des Idealismus geht von Platon und seiner Ideenlehre aus, nach der die Idee das wahre Urbild der Dinge bedeutet.
Das Wort „Idee“ direkt aus dem griechischen übersetzt bedeutet „Gestalt, Bild“, in seiner Definition Gedanke und Vorstellung (vgl. www.wissen.de/idee). Idee im Sinne des Idealismus beschreibt also die geistige Welt der Vorstellungen. Diese wird als das Wesentliche, als das einzig Existierende innerhalb der Wirklichkeit angesehen. Der Geist (die Idee) wird nicht auf materielle Dinge oder Vorgänge zurückgeführt, sondern umgekehrt, ausserdem existiere nichts, was nicht vom Geist wahrnehmbar sei. Der Geist ist somit massgeblich für jede Realität.
Kant gilt als Begründer des Deutschen Idealismus, zu dem neben Fichte und Schelling auch Hegel gezählt wird.
Kennzeichend für den Deutschen Idealismus sind die Systembildungen. Darin wird sowohl die gesamte Wirklichkeit als Folge des Geistes abgeleitet, als auch eine Begriffsform geschaffen, mit der sich das spekulative Denken selbst organisieren, d.h. selbständig fortbewegen kann. Der Tod Hegels 1831 bedeutete gleichzeitig das Ende des Deutschen Idealismus als vorherrschende Denkweise. (vgl. http://lexikon.meyers.de/meyers/Deutscher_Idealismus)
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4 Enzyklopädie der der philosophischen Wissenschaften
Die „Enzyklopädie der Philosophischen Wissenschaften im Grundrisse“ ist 1817 in Heidelberg erschienen. Es war als umfassendes System der Philosophie Hegels konzipiert. Ausserdem war es als Vorlesungskompendium für seinen Unterricht gedacht. (vgl. www. wikipedia.de/Enzyklopädie der Philosophischen Wissenschaften) Dementsprechend fasst es die in meiner Arbeit im Mittelpunkt stehende Theorie von Herrschaft und Knechtschaft und auch die Entwicklung des Bewusstseins weitaus knapper als die Phänomänologie des Geistes. So ist der Weg zwischen Anfang und Endpunkt des Bewusstseins in der Enzyklopädie viel kürzer und schneller vollzogen, als in der Phänomenologie.
Auch ist die Einteilung der Entwicklungsschritte etwas anders. Die Gliederung der Erfahrungen des Bewusstseins setzt sich zusammen aus Bewusstsein, Selbstbewusstsein und Vernunft, und ist damit reduziert im Verhältnis zur Phänomenologie (vgl. Schnädelbach, 1999, S. 78). Auch sind die Begrifflichkeiten in der Begründung und die Abfolge der einzelnen Entwicklungschritte unterschiedlich. Durch die Konzentration innerhalb der Enyklopädie wird sie auch als Ablösung der Phänomenologie als einleitender Systemteil betrachtet, und lässt ihr so eine etwas ungeklärte Rolle im Gesamtwerk zukommen. Durch die Verknappung innerhalb der Enzyklopädie stellt diese eine gute Ergänzung zu dem von mir gewählten Thema dar.
5 Die Phänomenologie des Geistes
Im Gesamtwerk ist die Phänomenologie als die Grundlage des Wissens konzipiert gewesen, als dass sie die Vorraussetzungen für die Entstehung eines „reinen Wissens“ beschreibt. Sie wurde 1807 veröffentlicht und war das erste Hauptwerk Hegels. Es stellt den ersten Teil seines „Systems der Wissenschaft“ dar.
Der von Hegel verwendete Begriff Phänomen steht hier in der Tradition Lamberts, der das Wort Phänomen mit dem Begriff der Beziehung zwischen Schein und Wahrheit in Verhältnis setzt bzw. definiert.(vgl. Schnädelbach, 1999, S. 48 ) So beschreibt Hegel in der Phänomenologie des Geistes die Entwicklung des Bewusstseins vom Zustand des Scheins hin zu dem der Wahrheit. Sie beschreibt sowohl die Erfahrungen des Bewusstseins als auch dementsprechend das Erscheinen des Wissens an sich (vgl. Schnädelbach, 1999, S.49). Der Ausgangspunkt als Urzustand des Geistes ist das unmittelbare, geistlose und sinnliche Bewusstsein.(vgl. Schnädelbach, 1999, S. 48) Der Endpunkt der Entwicklung findet sich im
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absoluten Wissen, an dem das Wissen zum reinen Begriff der Wissenschaft geworden ist. (vgl. Schnädelbach, 1999, S. 49)
Mit den Worten „dies Werden der Wissenschaft überhaupt oder des Wissens ist es, was diese Phänomenologie des Geistes darstellt“. (Hegel zitiert in: Schnädelbach, 1999, S. 48) fasst Hegel die grundlegende Bedeutung seines Werks zusammen.
Die einzelnen Stationen auf diesem Wege sind: Bewusstsein, Selbstbewusstsein, die beobachtende und handelnde Vernunft und der Geist als sittlicher, moralischer, gebildeter und letztlich religiöser. (vgl. Hegel, 1807, Einleitung).
Das im Focus meiner Arbeit stehende Kapitel „Selbständigkeit und Unselbstständigkeit des Selbstbewusstseins“ ist der Stufe „Selbstbewusstsein“ zuzuordnen. Es beschreibt, dem Titel schon entnehmbar, den Übergang eines bestehenden Selbstbewusstseins in seiner nun folgenden Aufeinandertreffen mit einem anderen Selbstbewusstsein zu einem selbstständigen bzw. unselbstständigen Selbstbewusstsein und die damit verbundenen Folgen.
6 Die Dialektik
Dialektik ist entstanden aus dem griechischen Wort dialgein und Dialegestahi. Letzteres wird übersetzt mit „überlegen, die argumente ordnen“ und „unterhalten“, und als dialektike techne als „Kunst der Unterredung“. So kann man Dialektik, entsprechend einer Diskussion, als Methode von Rede und Widerspruch übersetzen, die zu einem neuen Schluss führt. (vgl. Ludwig, 1997, S. 37). Im Sinne der Philosphie bedeutet Dialektik soviel wie „Einheit und Gegensatz“. Dies sowohl als Zustand, aber auch als Entwicklung von Gegensatz zu neuer Einheit, und umgekehrt. Als dialektische Zusammenhänge könnte man z.b Sonne/Regen, Leben/Tod oder
Freude/Trauer bezeichnen. Alle diese Begriffe zeichnet aus, dass sie in ihrer Gegensätzlichkeit notwendig sind, und, wie z.B. im Falle Trauer und Freude, sich auf einen Mittelpunkt beziehen, z.B. die Anwesenheit eines geliebten Menschen. Dieser Zusammenhang wird auch als „Identität von Identität und Nichtidentität“ bezeichnet, wobei erste Identität „Liebe“ die Identität „Freude“ und Nichidentität „Trauer“ vereinen würde. Hegel sieht nun die Wirklichkeit in einer dialektischen Bewegung mit der sie fortschreitet. Das Leben entwickelt sich durch Widersprüche und darausfolgenden Einheiten, und bleibt gleichzeitig auch immer Widerspruch und Einheit. Die Dialetik ist so „der Motor der Wirklichkeit“ ( Ludwig, 1997, S. 37).
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Quote paper:
Karsten Lenz, 2007, Georg Wilhelm Friedrich Hegels Begriff von "Selbstständigkeit und Unselbstständigkeit des Selbstbewusstseins" bzw. "Herrschaft und Knechtschaft", Munich, GRIN Publishing GmbH
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