Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung
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2. Jean-Jacques Rousseau
2.1 Vita 4
2.2 Rousseaus Identitätstheorie der Demokratie 5
2.3 „Du Contract Sozial“ 5
2.4 Gesellschaftsvertrag 5
2.5 Menschenbild 6
2.6 Volksouveränität 6
2.7 Der Gemeinwille 7
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3. Joseph A. Schumpeter
3.1 Vita 9
3.2 Capitalism, Socialism and Democray 10
3.3 Kritik Schumpeters an der klassischen Demokratietheorie 11
3.4 Schumpeters „realistische“ Demokratietheorie 12
3.5 Rolle des Volkes 13
3.6 Konkurrierende Eliten als Führungskräfte 14
3.7 Interpretation Schumpeters Demokratieverständnisses 15
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4. Fazit
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1. Einleitung
„Das Wort Demokratie stammt aus der politischen Ordnungsformlehre der griechischen Antike und diente der Klassifizierung einer politischen Ordnung, in der
das Volk (demos) herrscht (kratein).“ 1
Ich möchte mich mit dieser Arbeit zweier Demokratietheorien widmen und deren verschiedenen Ansichten von Demokratie gegenüberstellen und versuchen, sie genauer zu beleuchten.
Zum einen möchte ich mich mit einem Vertreter der Aufklärung im 18. Jahrhundert befassen, nämlich mit Jean-Jacques Rousseau. Seine Theorie stützt sich vor allem auf die Säule der Volkssouveränität und ist geprägt von seinem Lebensweg. Rousseau zählt mit seinen Werken zu einem der bedeutendsten Denker seiner Zeit, vor allem der Vielfältigkeit seines Schaffens wegen.
Die Ansichten Rousseaus von Demokratie und gesellschaftlicher Ordnung sollen als „Basis“ für den zweiten Vertreter meiner Arbeit dienen. Denn auch der ehemalige österreichische Wirtschaftswissenschaftler Joseph Anton Schumpeter befasste sich mit dem Begriff Demokratie und entwickelte seine eigene Theorie dazu.
Schumpeter galt und gilt auch nach seinem Tode 1950 als einer der der angesehensten und einflussreichsten Volkswirtschafter der Neuzeit. Als Ökonom gilt er bis heute als Vordenker des kapitalistischen Unternehmertums, wie ihn „Die Zeit“ in einem ihrer Artikel bezeichnet. 2 Schon während seines Studiums an der Universität in Wien beschäftigte sich Schumpeter mit soziologischen und demokratietheoretischen Themen.
Speziell die Aspekte der politischen Führung und die Bildung von Eliten sollen dabei im Focus meiner Ausführungen stehen.
Einleitend möchte ich mich dem normativen Demokratieverständnisses Rousseaus widmen, gefolgt von Schumpeters „realistischen Demokratietheorie, wie er sie selbst bezeichnet.
1 Göhler, Gerhard/ Iser; Matthias/ Kerner, Ina [Hrsg.]: Politische Theorie: 22 umkämpfte Begriffe zur
Einführung 2004. Seite 47
Vgl. 2 Geißler, Cornelia: Lob der Konzerne: Joseph A. Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und
Demokratie, in: ZEIT online - Wirtschaft: Lob der Konzerne 1999
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2. Jean-Jacques Rousseau
2.1 Vita
Jean-Jacques Rousseau wurde am 28. Juni 1712 im heute schweizerischen Genf als Kind einer Hugenottenfamilie französischen Ursprungs geboren. Seine Mutter starb bei seiner Geburt.
Seine calvinistische Bürgerfamilie verließ er im Alter von 15 Jahren, vagabundierte durch die Lande und blieb ohne systematische Schulausbildung oder Studium. Sein Leben war gekennzeichnet durch Wanderungen und Lebensabschnitte in den verschiedenartigsten Schichten der Gesellschaft.
In Turin trat in einem Heim für Konvertiten zum Katholizismus über, um später wieder zu seinem alten Glauben als Calvinist zurückzukehren. Rousseau begleitete im Laufe seines Lebens unter anderem Tätigkeiten als Schreiber in einer kleinstädtischen Verwaltung, Musik- und Hauslehrer, Privatsekretär, Sekretär der französischern Botschaft in Venedig und übte sich sogleich im Selbststudium der Philosophie und Musik.
Ab dem Jahre 1778 lebte Rousseau auf dem Landgut Ermenonville bei Paris, wo er am 2. Juli 1778 im Alter von 66 Jahren starb. Günther Nonnenmacher bezeichnet ihn als „[…]Wanderer zwischen den Ländergrenzen, den gesellschaftlichen Klassen und den Konfessionen“ 3 .
Rousseaus bedeutendsten Abhandlungen entstanden in der Zeit nach 1750. Er schrieb dabei neben autobiographischen Werken auch welche zu den Themen Musik sowie einige Romane.
Aus politikwissenschaftlicher Perspektive sind die politisch-philosophischen und moralphilosophischen Werke Rousseaus von großem Interesse. Dazu zählen die beiden Diskurse Discours sur les Sciences et les Arts (1750, Abhandlung über die Wissenschaften und Künste),Discours sur l’origine et les fondements de l’inègaliè parmi les hommes (1775, Abhandlung über den Ursprung und die Grundlage der Ungleichheit über die Menschen) und Du contract social ou principes du droit politique (1762, Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts).
3 Nonnenmacher; Günther: Die Ordnung der Gesellschaft. Mangel und Herrschaft in der politischen
Philosophie der Neuzeit: Hobbes, Locke, Adam Smith, Rousseau. 1989
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2.2 Rousseaus Identitätstheorie der Demokratie
Dem Demokratieverständnis von Rousseau liegen eine tief pessimistische Geschichtsphilosophie und eigene Erfahrungswerte der Gesellschaft zu Grunde. Er selber hält die primitiven Gesellschaften für die besten Zivilisationen und kritisiert zugleich aufstrebende bürgerliche Gesellschaften sowie den Absolutismus. In seinen Ausführungen propagiert er immer wieder eine politische, soziale und ökonomische Gleichheit der Gesellschaft und verabscheut vehement die Machtteilungslehre 4 .
Der Name Identitätstheorie kommt von der weitgehenden Identität von Herrschenden und Beherrschten - sprich das Volk ist gleichzeitig sein eigener Souverän.
2.3 „Du Contract Sozial“
In seinem Werk „Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätzen des Staatsrechts“ manifestiert er sein Staatsverständnis und seine „optimale“ Form von Demokratie. Erschienen ist das Werk, welches sich mit der vertragstheoretischen Grundlegung der Gesellschaft befasst, im Jahre 1762. Bereits zu diesem Zeitpunkt war Rousseau einer der berühmtesten Figuren der Aufklärung 5 . Gestützt wird dieses Verständnis vor allem auf die Säulen Vertragsgedanke bzw. den Gesellschaftsvertrag, Volksouveränität und Gemeinwille.
2.4 Gesellschaftsvertrag
Nach Rousseau schafft der Gesellschaftsvertrag eine „sittliche Gesamtkörperschaft“ sprich eine „öffentliche Person“ 6 . Er distanziert sich in seiner Theorie von einer vorgegeben Ordnung - sei es durch religiöse oder gesellschaftliche Tradition, das Naturrecht oder durch monarchische Prinzipien - dessen sich der Mensch sich zu beugen hat und somit seine individuelle Freiheit abgibt. Damit grenzt er sich strikt von Thomas Hobbes und John Locke ab.
Als Staatsform kommt für Rousseaus ausschließlich ein Gemeinwesen in Betracht, welches sich durch einen Gesellschaftsvertrag selber legitimiert.
4 Vgl. Schmidt, Manfred G.: Demokratietheorien: Eine Einführung 2000 Seite 93
5 Breit, Gotthard/ Massing, Peter [Hrsg.]: Demokratie-Theorien - Von der Antike bis zur Gegenwart
2002 Seite 121
6 Vgl. Schmidt Seite 96 ff.
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Arbeit zitieren:
Christoph Sicars, 2006, Die Demokratietheorien von Jean-Jacques Rousseau und Joseph A. Schumpeter im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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