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The North-South-divide in Great Britain

Title: The North-South-divide in Great Britain

Seminar Paper , 2004 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Johannes Weber (Author)

English Language and Literature Studies - Culture and Applied Geography
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“When you go into the industrial North, you are entering a strange country. This is partly because of certain real differences which do exist, but still more because of the North - South antithesis which has been rubbed into us for such a long time past.” 1 Auch wenn diese Aussage George Orwells bereits über 65 Jahre alt ist, so ist sie noch heute Spiegelbild der Situation, in der sich Großbritannien befindet. Schon lange ist die britische Insel sowohl wirtschaftlich, als auch politisch und gesellschaftlich in zwei Teile gespalten. Der florierende Süden, hier besonders der Südosten Englands steht dem düsteren, durch vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit geprägten Norden gegenüber. Zu dieser Thematik existiert bereits eine Reihe von Aufsätzen, die sich bei genauerer Betrachtung jedoch oft in der jeweiligen regionalen Perspektive der zumeist britischen Verfasser unterscheiden. Dementsprechend soll diese Seminararbeit dazu dienen, einen objektiv neutralen Blick über das Nord - Süd - Gefälle zu verschaffen, ohne dass eigene regionale Erfahrungen des Autors mit einfließen. Es soll untersucht werden, was die Hintergründe dieser Teilung sind, wobei auf die Folgen der Industriellen Revolution eingegangen und die Wirtschaftsförderung in und seit der Zwischenkriegszeit dargestellt wird. Hierbei bedarf es auch einer Erläuterung der Auswirkung der Staatspolitik unter Margaret Thatcher und der Entwicklung hin zur Dominanz des Südens in Zeiten der Deindustrialisierung. Des Weiteren sollen grundlegende Probleme des Nord -Süd- Gefälles diskutiert werden. Vor allem die Problematik der regional sehr unterschiedlichen Erwerbstätigkeitsquote, die damit verbundenen demographischen und sozialen Differenzen und schließlich die räumliche Gefahr der Hyperurbanisierung in den südlichen Regionen Großbritanniens sind diesbezüglich zu nennen. Gegen Ende der Studienarbeit wird auf die Perspektiven des „North - South - divide“ eingegangen, die sich unter anderem in den Versuchen der Regierung, der regionalen Spaltung entgegenzuwirken und den zukünftigen Entwicklungstrends hinsichtlich des Gefälles darstellen lassen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. VORWORT

2. Hintergrund des Nord – Süd – Gefälles

2.1 Die Industrielle Revolution und ihre damaligen Folgen

2.2 Staatliche Wirtschaftsförderung in und seit der Zwischenkriegszeit

2.3 Auswirkungen der Politik unter Margaret Thatcher

2.4 Die Dominanz des Südens Großbritanniens

3. Problematik des Nord - Süd – Gefälles

3.1 Regional differierende Arbeitslosigkeit

3.2 Demographische Unterschiede und soziale Versorgung

3.3 Grenzen des Südens (am Beispiel von Milton Keynes)

4. Perspektiven des Nord – Süd – Gefälle

4.1 Egalisierungsmaßnahmen der Regierungen

4.2 Zukünftige Entwicklungstrends

5. Schlusswort

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, einen objektiv neutralen Blick auf das Nord-Süd-Gefälle in Großbritannien zu werfen und dessen historische Hintergründe sowie aktuelle soziale und wirtschaftliche Auswirkungen zu untersuchen, ohne dabei durch eigene regionale Erfahrungen voreingenommen zu sein.

  • Historische Einflüsse der Industriellen Revolution auf die regionale wirtschaftliche Entwicklung.
  • Analyse der staatlichen Wirtschaftsförderung seit der Zwischenkriegszeit bis hin zur Ära Thatcher.
  • Untersuchung regionaler Disparitäten hinsichtlich Arbeitsmarkt, Demografie und Lebensqualität.
  • Evaluation der räumlichen Konsequenzen durch Hyperurbanisierung am Beispiel von Milton Keynes.
  • Diskussion politischer Strategien zur Minderung des Wohlstandsgefälles und zukünftige Entwicklungsprognosen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Industrielle Revolution und ihre damaligen Folgen

Als Anfang und Mitte des 18. Jahrhunderts erste Erfindungen wie beispielsweise die Dampfmaschine (1712) oder die weltberühmte „Spinning-Jenny“ (1764) auf den Markt kamen, leitete England die industrielle Revolution ein. Die Eisen- und ganz besonders die Baumwollindustrie galten als entscheidende Triebkräfte für das Wachstum der britischen Wirtschaft. Zahlreiche Weiterentwicklungen und Verbesserungen der Erfindungen führten dazu, dass England schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum technischen und wirtschaftlichen Vorbild für die Welt heranwuchs. So war es ab1769 mit Arkwrights „water – frame“ möglich, mit Wasser- und später mit Dampfantrieb sehr große Mengen an fester leinenfreier Baumwolle herzustellen, was die Wertschöpfung um ein Vielfaches beschleunigte. Ziemlich schnell entwickelten sich auf Grundlage sehr großer Ressourcenbestände, vornehmlich Eisenerz und Kohlelager, die ersten Ballungsgebiete von Bevölkerung, Schiffsbau, Schwer- und Textilindustrie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. VORWORT: Diese Einleitung skizziert die anhaltende Relevanz der Nord-Süd-Antithese in Großbritannien und legt den neutralen Untersuchungsrahmen der Arbeit fest.

2. Hintergrund des Nord – Süd – Gefälles: Das Kapitel erläutert den historischen Ursprung des Gefälles durch die Industrielle Revolution, staatliche Interventionsmaßnahmen der Zwischenkriegszeit und die strukturellen Veränderungen unter der Regierung Thatcher.

3. Problematik des Nord - Süd – Gefälles: Hier werden die aktuellen Herausforderungen wie regionale Arbeitslosenunterschiede, demografische Disparitäten und die räumlichen Grenzen des prosperierenden Südens am Beispiel von Milton Keynes thematisiert.

4. Perspektiven des Nord – Süd – Gefälle: Dieses Kapitel bewertet staatliche Egalisierungsmaßnahmen sowie zukünftige ökonomische Entwicklungstrends in den verschiedenen Regionen Großbritanniens.

5. Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert zukunftsweisende Möglichkeiten wie Teleworking als potenzielle Ansätze zur Minderung des regionalen Ungleichgewichts.

Schlüsselwörter

Nord-Süd-Gefälle, Großbritannien, Industrielle Revolution, Wirtschaftsförderung, Arbeitslosigkeit, Deindustrialisierung, Binnenwanderung, Milton Keynes, Regionalpolitik, Strukturwandel, Thatcherismus, Demografie, Lebensstandard, Dienstleistungssektor.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das historisch gewachsene wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Ungleichgewicht zwischen dem industriell geprägten Norden und dem florierenden Süden Großbritanniens.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung seit der Industriellen Revolution, den Einfluss politischer Entscheidungen (insb. Thatcher-Ära) sowie sozioökonomische Faktoren wie Arbeitslosigkeit, Bevölkerungswanderung und soziale Versorgung.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, einen objektiv neutralen Überblick über die Hintergründe der regionalen Spaltung zu geben und den aktuellen Stand der Diskussion sowie zukünftige Perspektiven wissenschaftlich fundiert darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine systematische Analyse bestehender Studien, statistischer Daten (z.B. vom Office for National Statistics) und Fachliteratur zur Raumstrukturentwicklung, um die Thematik neutral aufzubereiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Hintergrundbetrachtung, eine Diskussion der aktuellen Probleme der regionalen Spaltung sowie eine Bewertung von Regierungsmaßnahmen und Zukunftsprognosen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nord-Süd-Gefälle (North-South divide), Strukturwandel, Deindustrialisierung, regionale Wirtschaftsförderung und Binnenwanderung.

Warum wird Milton Keynes als konkretes Fallbeispiel angeführt?

Milton Keynes dient als Beispiel für eine "New Town", um die räumliche Problematik der Hyperurbanisierung im Süden und die damit verbundenen infrastrukturellen und sozialen Grenzen aufzuzeigen.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit politischer Egalisierungsmaßnahmen?

Der Autor stellt fest, dass Maßnahmen wie "Enterprise Zones" zwar zur regionalen Verlagerung beigetragen haben, die Kluft zwischen Nord und Süd jedoch weiterhin besteht und zukünftige operative Erfolge der aktuellen Regierung noch abzuwarten sind.

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Details

Title
The North-South-divide in Great Britain
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
Geographische Dimension: Raumentwicklung
Grade
1,3
Author
Johannes Weber (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V69924
ISBN (eBook)
9783638622097
Language
German
Tags
North-South-divide Great Britain Geographische Dimension Raumentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Weber (Author), 2004, The North-South-divide in Great Britain, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69924
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