Gliederung
Gliederung. 2
1. Einleitung 3
1.1 Was ist Tourismus? 3
1.2 Entwicklung von Freizeitparks seit dem 19. Jahrhundert 4
1.3 Welche Ziele verfolgen Freizeitparks? 4
1.4 Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie in Freizeitparks 7
2. Der Holiday Park in Hassloch 9
2.1 Geographische Lage. 9
2.2 Allgemeines zum Park 9
2.3 Chronik des Parks 1970-2004 10
2.4 Umweltschutz im Park 11
2.5 Befragung der Parkbesucher 12
2.5.1 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse. 12
2.5.2 Zusammenfassung. 19
3. Fazit. 20
4. Quellen 21
5. Bildnachweise 22
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1. Einleitung
1.1 Was ist Tourismus?
Nach Kaspar (1991, S.18) ist Tourismus die Gesamtheit der Beziehungen und Erscheinungen, die sich aus dem Reisen und dem Aufenthalt von Personen ergeben, für die der Aufenthaltsort weder hauptsächlicher und dauernder Wohn- noch Arbeitsort ist.
Im eigentlichen Sinn des Wortes bedeutet Tourismus den Standortwechsel von einer Ursprungs bzw. Quellregion zu einer Zielregion und wieder zurück (vgl. Abb.1-4).
Die Vorraussetzung für einen Standortwechsel nach WACHTER (2001, S.21) ist allerdings, dass ein Anreiz besteht, um diesen Ort zu besuchen. Als ein Anziehungspunkt des Besuches können Attraktionen, wie sie beispielsweise in Freizeitparks zu finden sind, dienen. „Ein Freizeitpark ist ein dauerhaft angelegter Vergnügungspark, der auf einem größeren Gelände mehrere Attraktionen, wie Fahrgeschäfte, Shows, Museen und Ausstellungen miteinander vereinigt.“(Wikipedia, Internet am 14.05.2005)
Die Anziehungskraft ist meistens sogar so groß, dass von den Besuchern mitunter beträchtliche Strapazen und Kosten in Kauf genommen werden, um etwas zu erleben, was sie zu Hause in der Form nicht haben. Sie haben das Bedürfnis, in etwas großem Ganzen aufzugehen und für eine gewisse Zeit Teil davon zu sein. Abb. 1-1: Attraktion im Legoland
Das liegt daran, dass der Mensch in seinem Naturell einen bestimmten Forschungsdrang besitzt, der ihn dazu verleitet. Dieses Bedürfnis kann durch Freizeitparks verstärkt befriedigt werden. Dort kann er sich austoben und aktiv etwas erleben, was der Alltag ihm nicht bietet. Bedürfnisse erwecken sehr schnell Wünsche bzw. Träume, die in Erfüllung gehen sollen. So kann diese Art von Tourismus in gewisser Weise auch als „Erfüllung von Träumen“ (Wachter 2001,S. 99) betrachtet werden. (vgl. WACHTER 2001, S.90-103)
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1.2 Entwicklung von Freizeitparks seit dem 19. Jahrhundert
Nach SCHERRIEB H.R(1998, S. 3ff) aus Wachter (2001) beginnt die moderne Geschichte der Freizeitparks mit der Eröffnung der „Vauxhall Tivoli Gardens“ in London. Es kam darauf folgend zur Errichtung von Tivolis 1 bzw. Luna-Parks 2 , womit das Zeitalter der „organisierten und kommerziell betriebenen Unterhaltung“ (WACHTER 2001, S. 61) begann. Im Laufe des 19. Jahrhunderts kam es zur Eröffnung von fast einem Freizeitpark in jeder europäischen Hauptstadt. Die ersten Riesenräder wurden um die Jahrhundertwende in den Parks errichtet. Viele Parks siedelten sich auf Grund von Expansion vermehrt
der ein ganz neues „Feeling“ erzeugte und Abb. 1-2: Achterbahn im Holiday Park
somit einen noch stärkeren Anreiz zum Besuch bot. Die ersten mit den heutigen Freizeitparks vergleichbaren Parks entstanden 1955 in Kalifornien sowie in den 70er Jahren in Florida. Die zu diesem Zeitpunkt modernste Technologie verzauberte die Besucher mit einer perfekt inszenierten Welt voller Abenteuer, Erlebnissen und Eindrücken. Durch diese neuartige Form der Inszenierung kam es bald zum Boom weltweit. Seitdem ist ein wachsender Markt vorhanden, der einen anhaltenden Trend dieser Erscheinungsform bis heute aufweist. (vgl. WACHTER 2001, S.62/63)
1.3 Welche Ziele verfolgen Freizeitparks?
Freizeitparks gehören zu den zunehmend vom Menschen geschaffenen künstlichen Freizeitwelten (WACHTER 2001,S. 63-74). Immer mehr Menschen
1 Tivoli ist die aus dem italienischen stammende Bezeichnung für verschiedene
Vergnügungsparks
2 Luna-Parks sind stationäre Rummelplätze in städtischen Ballungsgebieten ohne
landschaftsgärtnerische Tätigkeiten
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suchen in ihrer freien Zeit nicht nur die Erholung und das passive Genießen der Ferien in der Sonne am Strand, sondern haben vermehrt das Bedürfnis, aktiv etwas zu erleben. Diesem Bedürfnis kommen nach WACHTER (2001, S.13) verschiedene Akteure mit dem Ziel nach, den wachsenden Erlebnis-Bedarf zu decken. Eine besondere Vorreiterrolle übernimmt hierbei der Erlebnispark des Walt Disney-Konzerns in den USA. Für Befürworter solcher Anlagen ist der Park das beste Beispiel für die perfekte Erfüllung von Träumen, wohingegen Kritiker eher den perfekten Albtraum erkennen, der den Menschen die „vorgefertigte, sterile und geschönte Inszenierung einer heilen Welt“ (WACHTER 2001, S.13) vorgaukelt.
Der Trend, so scheint es, hat auch schon längst Europa erreicht. So gibt es im gesamten europäischen Raum die verschiedensten Arten von Freizeitparks. Darunter fällt natürlich auch Deutschland. Die Park-Landschaft Deutschlands möchte ich als Karte im Überblick in Abb. 1-3 zeigen.
Es wird ein wirtschaftlicher Erfolg seitens der Betreiber erwartet und die Investition größerer Unternehmen. Ein zweites Hauptziel neben der Bedürfnisbefriedigung der Besucher ist demnach auch die Schaffung eines bedeutenden Wirtschaftssektors. Denn abgesehen von den Einnahmen durch Eintrittspreise ist es auch für die umliegende Region bedeutend, wie erfolgreich der Park ist und wie viele Besucher von ihm angezogen werden. Durch Schaffung verschiedener Zusatzanreize können weitere positive wirtschaftliche Effekte erzielt werden. Nach WACHTER (2001, S.16) sollte jedoch darauf geachtet werden, die Kultur und natürliche Umwelt mit einzubeziehen. Kritiker befürchten, die Parkanlagen könnten sich sonst verselbständigen und die umliegende Region hätte nichts davon, da sie keinen Profit machen würde. Wie es bestenfalls laufen kann soll Abb. 1-4 zeigen. Wie bereits in Kap. 1.1 erläutert, verlässt der Tourist hier sein alltägliches Leben aus der Quellregion, bis er sein Hauptziel (Zielregion 1) erreicht. Auf dem Weg dorthin oder auch zurück durchläuft er einen Durchgangsraum, in dem sich nebenrangige Attraktionen abspielen, die er, wenn er schon mal unterwegs ist, mitbesucht (Zielregion 2,3). Nach Wachter (2001, S.27) bewirken diese Interaktionen sehr häufig Synergieeffekte: Die Nebenattraktionen (Zielregion 2,3) können als Schlechtwettereinrichtungen dienen, die die Hauptattraktionen in der Zielregion 1 wunderbar ergänzen. Andersherum profitieren diese Nebenattraktionen wiederum vom Bekanntheitsgrad und der Anziehungskraft der Hauptattraktion (Zielregion 1). Diese ist umgeben von einer ausgebauten Infrastruktur, die dem Touristen die Reise so bequem wie möglich machen soll. Bei der Hauptattraktion kann es sich beispielsweise um einen Freizeitpark handeln, der allerdings ständig weiterentwickelt werden sollte, um langfristig eine Motivation des Besuchs darzustellen.
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Arbeit zitieren:
Silvia Ohms, 2005, Tourismus in Freizeitparks am Beispiel einer Umfrage im Holiday Park in Haßloch, München, GRIN Verlag GmbH
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Die Entwicklung der Freizeitparks
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