Inhaltsverzeichnis
Vorwort 3
Einleitung 5
„Ein Mordfall ohne Leiche?“ - Auf der Suche nach den Opfern 6
Die Bauernschaft. 6
Das ukrainische Volk. 9
„Sozialismus um jeden Preis“ - Zwangskollektivierung und Dekulakisierung 13
„Verdammte dieser Erde“ - Die Hungerkatastrophe. 17
„Die Welt schweigt“ - Die Verleugnung der Katastrophe. 21
Schlussbetrachtung 23
Verzeichnis der benützten Quellen und Literatur. 25
Gedruckte Quellen 25
Darstellungen 27
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Vorwort
Im Herbst 2004 flimmerten Bilder über die heimischen Fernsehrschirme, die hunderttausende Menschen in Kiev zeigten, die, eingetaucht in einem blau - gelben Fahnenmeer, lautstark für Demokratie und Freiheit demonstrierten. 2 Die so genannte „Orange Revolution“ hat die Welt wieder an ein Land erinnert, welches sie trotz seiner Rolle als zweit größtes Land Europas 3 , allzu gerne nur als russische Peripherie ansieht - die Ukraine.
Obwohl die friedliche Revolution heute viel von ihrem Antrieb eingebüßt, und das Land nach wie vor große innen- und außenpolitische Probleme zu bewältigen hat 4 , wird mit der Ukraine sowohl politisch als auch vor allem wirtschaftlich in Zukunft zu rechnen sein. 5 Schon aufgrund dieser Tatsache wäre eine intensivere Auseinandersetzung mit dem neuen Nachbarn 6 der Europäischen Union nicht nur wünschenswert, sondern auch für künftige bilaterale Verbindungen notwendig. Dazu gehört auch die Beschäftigung mit der ukrainischen Geschichte, die bisher in Europa sträflich vernachlässigt wurde. 7 Denn abgesehen von den Reaktorunglück in Tschernobyl vor rund 20 Jahren, welches aufgrund seiner globalen Bedeutung und seiner traumatischen Wirkung Eingang in das allgemeine Geschichtsbewusstsein erlangt hat 8 , wissen wir über die restliche Historie dieses Landes recht wenig.
1 zit. na. Je. S. Sabliovskyj, Der Humanismus Ševčenko und unsere Gegenwart. In: Der revolutionäre Demokrat Taras Ševčenko. 1814 - 1861. Beiträge zum Wirken des ukrainischen Dichters und Denkers sowie zur Rezeption seines Werkes im deutschen und im westslawischen Sprachgebiet, ed. Eduard Winter / Günther Jarosch (= Quellen und Studien zur Geschichte Osteuropas 22, Berlin 1976), S 3 - 12, S 6.
2 vgl. Ernst Lüdemann, Ukraine (München ³2006), S 109 - 119.
3 vgl. Günter Friedlein, Grundzüge der Raumstruktur der Ukraine. In: Ukraine, edd. Peter Jordan u.a. (= Osthefte Sonderband 15, Wien u. a. 2001), S 11 - 42, S 11.
4 vgl. Vicken Ceterian, Traurige Ukraine. Wie Wiktor Juschtschenko und Julia Timoschenko die Dynamik der orangen Revolution verspielten. In: Le Monde diplomatique 9 (2006), S 5.
5 vgl. Der Fischer Weltalmanach 2007. Zahlen - Daten - Fakten, edd. Eva Berié und Heide Kobert (Frankfurt 2006), 489ff.
6 Auch eine unabhängige Ukraine wird gegenwärtig ihren Namen gerecht, da Ukraine eigentlich soviel wie „Grenzland“ bedeutet. Vgl. J. Rudnyckyi, Der Name „Ukrajina“ - Ukraine. In: Handbuch der Ukraine, ed. J. Mirtschuk (Leipzig 1941), S 57 - 62.
7 vgl. Andreas Kappeler, Kleine Geschichte der Ukraine (Bremen ²2000), S 14 bzw. Andreas Kappeler, Die Ukraine in der deutschsprachigen Historiographie. In: Ukraine, edd. Peter Jordan u.a. (= Osthefte Sonderband 15, Wien u. a. 2001), S 161 - 177.
8 vgl. Vasilij Nesterenko, Mauern der Ignoranz. Protokoll einer Katastrophe. In: Osteuropa 4 (2006), S 27 - 37.
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So verwunderte es auch nicht, wenn uns bislang eine der größten humanitären Katastrophen der Menschheitsgeschichte gänzlich verborgen geblieben ist. Gemeint ist jene große Hungersnot, welche im kollektiven Gedächtnis der Ukraine als Holodomor bekannt ist und in den Jahren 1932 bis 1933 für Millionen von Menschen den sicheren Tod bedeutet hat. 9 Mit dieser schrecklichen Tragödie wird sich nun die vorliegende Arbeit auseinandersetzen. Die Zielsetzung ist jedoch primär nicht nur darauf ausgerichtet, dass damalige menschliche Leiden in einer historiografischen Art und Weise darzustellen, sondern vor allem eine Antwort auf eine Frage zu erlangen, die noch schwerer wiegt, als die Tatsache sowenig von diesem historischen Ereignis zu wissen:
Haben wir einen der größten Genozide der menschlichen Geschichte übersehen?
9 vgl. Josef Nussbaumer, Hungernde, Unwetter und Kannibalen. Gewalt. Macht. Hunger. 2 (= Geschichte &
Ökonomie 14, ed. Josef Nussbaumer, Innsbruck 2004), S 126 - 138.
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Einleitung
Dass der Holodomor Millionen von Menschleben forderte, wird heute seitens der seriösen Geschichtswissenschaft in keiner Weise bestritten. Auch ist man sich darüber einig, dass das Ereignis keine fatalistischen Züge hatte und auf jeden Fall vermeidbar gewesen wäre. Ob hingegen die große ukrainische Hungersnot jedoch unter dem Begriff Genozid firmieren sollte, ist bis dato ein heftig umstrittenes Thema. 11
Da sich eines der grundlegenden Dokumente für die Definition eines Genozides, und zwar die „Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes“ 12 der Vereinten Nationen, in diesem Fall, sowohl analytisch als auch methodisch, als unbefriedigend erweist, wird in der vorliegenden Arbeit auf das Phasen Modell von Gregory Stanton zurückgegriffen. 13 Dieser Entwurf umfasst acht Stufen, die ein klassischer Genozid durchlaufen sollte:
1. Klassifikation zur Definierung eines potentiellen Genozidopfers 2. Symbolisierung der klassifizierten Gruppe 3. Dehumanisierung, also die Verleugnung menschlicher Züge des Opfers 4. Organisation des Genozides 5. Polarisation der beteiligten Gruppen 6. Identifikation und offensichtliche Stigmatisierung der Opfer 7. Extermination, also der eigentliche Massenmord 8. Verleugnung des Geschehenen
Anhand dieses Muster wird nun in Folge zu klären sein, ob der Holodomor die Kriterien für den Sachverhalt eines Genozides erfüllt, oder ob es sich hierbei „einfach“ um eine verbrecherische Wirtschaftspolitik respektive um eine Verkettung von traurigen Zufällen handelte.
10 Wolf Biermann, Großes Gebet der alten Kommunistin Oma Meume in Hamburg. In: Wolf Biermann, Mit Marx- und Engelszungen. Gedichte - Balladen - Lieder (München 2000), S 69.
11 vgl. Rudolf Mark / Gerhard Simon, Die Hungersnot in der Ukraine und anderen Regionen der UdSSR 1932 und 1933. In: Osteuropa 12 (2004), S 5 - 11, S 5f.
12 vgl. Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes. In: William Schabas, Genozid im Völkerrecht (Hamburg 2003), 720 - 724.
13 vgl. Gregory Stanton, Wie wir Genozid verhindern können. Der Aufbau einer Internationalen Kampagne zur Beendigung von Genoziden. In: Genozide und staatliche Gewaltverbrechen im 20. Jahrhundert, edd. Verena Radkau / Eduard Fuchs / Thomas Lutz (Wien 2004), S 29 - 39, S 31ff.
5
„Ein Mordfall ohne Leiche?“ - Auf der Suche nach den
Opfern
Folgt man Stantons acht Phasen Modell, drängt sich für die ersten drei Stufen - Klassifikation, Symbolisierung und Dehumanisierung - die zwingende, auch innerhalb der Fachliteratur immer wieder gestellte Frage auf, wer nun als eigentliches Opfer der großen Hungersnot bezeichnete werden kann. Waren es nun primär Bauern oder Ukrainer, die an der Lebensmittelknappheit und den ihr folgenden Begleiterscheinungen zugrunde gingen? Auch wenn diese Frage aus moralischer Sicht nicht von Belangen ist, für die Definition dieses Ereignisses als Genozid hingegen ist sie von immenser Bedeutung. Daher ist es zweckmäßig sich gleich am Beginn mit beiden Opferkategorien, im Kontext mit Stantons Modell, auseinanderzusetzen.
Die Bauernschaft
Wie die Geschichte alle europäischen Bauern, war auch jene der ukrainischen Landbevölkerung jahrhundertelang von Ausbeutung und Unterdrückung geprägt. Zwar entluden sich die erduldeten Pressionen in mehreren größeren Aufstände, wie beispielsweise 1648 15 , und mit der Etablierung eines unabhängigen Kosakenstaates im 17. Jahrhundert erlangte die Bauernschaft auch einige positive Konzessionen 16 , ein wirklicher Aufwärtstrend, für eine verbesserte Lebensgrundlage der agrarischen Bevölkerung, ist jedoch erst mit der Abschaffung der Leibeigenschaft im Jahre 1861 zu verzeichnen. 17 Ein vorläufiger Höhepunkt
14 Marie Fürstin Gagarin, Blond war der Weizen der Ukraine. Erinnerungen (Bergisch Gladbach 1991), S 82.
15 vgl. Paul Robert Magocsi, A History of Ukraine (Toronto 1996), S 195 - 206. Gerade bei diesen Bauernerhebungen hatte insbesondere die jüdische Bevölkerung zu leiden. In diesem Zusammenhang ist immer wieder die Rede von einem traditionellen ukrainischen Antisemitismus. Dies lässt sich jedoch insofern widerlegen, da die Juden vor allem deshalb Ziel der Angriffe von Bauern wurden, da sie als greifbare Vertreter der ausbeuterischen Grundherren galten. Vgl. Alexis Hofmeister, Die Juden in der ukrainischen Geschichte. In: Ukraine, edd. Peter Jordan u.a. (= Osthefte Sonderband 15, Wien u. a. 2001), S 259 - 278.
16 vgl. Philip Longworth, Die Kosaken. Legende und Geschichte (Wiesbaden 1971), S 81 - 104.
17 vgl. Kappeler, Ukraine, S 125.
Für die ukrainischen Gebiete in der österreichisch-ungarischen Monarchie, kann man bereits im Zuge der Ereignisse der Revolution von 1848 von einer Verbesserung sprechen. Vgl. Helmut Rumpler, Eine Chance für Mitteleuropa. Bürgerliche Emanzipation und Staatsverfall in der Habsburgermonarchie (= Österreichische Geschichte 11, ed. Herwig Wolfram (Wien 2005), S 347 - 351.
6
dieser Tendenz war mit Sicherheit die spontane Agrarevolution der Jahre 1917 / 1918, aus der, in Folge von Expropriationen, eine gerechtere Landaufteilung resultierte. 18 Doch nicht nur der Erste Weltkrieg und der russische Bürgerkrieg machten dieser prosperierenden Entwicklung ein jähes Ende, sondern vor allem auch die Machtübernahme der Bolschewiki.
Gerade die Bauernfrage war ein großes ideologisches Problem der marxistischen Doktrin, welches fließend in die Praxis überging.
Anders als der spätere Maoismus, der zumindest von der theoretischen Konzeption aus gesehen in den „Klassenkämpfen der Bauernschaft ... die wahren Triebkräfte der historischen Entwicklung“ 19 sah, hatte der klassische Marxismus ein überaus ambivalentes Verhältnis zur agrarischen Bevölkerung. Karl Marx und Friedrich Engels bezeichneten die Bauernschaft beispielsweise als „konservativ“, wenn nicht sogar „reaktionär“. 20 Der Landwirt war jedoch aus marxistisch - ideologischer Sicht nicht von großem Belangen, da man davon ausging, dass die Revolution in „zivilisierten Ländern“ 21 mit einem hohen Industrialisierungsgrad, wie beispielsweise England, beginnen wird.
Anders sah dies hingegen Lenin, der in realistischer Weise die Rolle der Bauern in einem Agrarland, wie es Russland nun einmal war, als überaus hoch einschätzte und propagierte, dass man „der Mittelbauernschaft zu Hilfe kommen müsse.“ 22
Aus historischer Perspektive erfolgte in jenen ereignisreichen Jahren des russischen Bürgerkrieges und der sich etablierenden bolschewistischen Herrschaft, eine sukzessive Verschlechterung für die ukrainischen Bauern, die im so genannten
“Kriegskommunismus“ einen vorläufigen Tiefpunkt erreichte. Die zunehmende Verelendung der Bauernschaft entstand nicht nur ausschließlich aus den Folgen des Krieges, sondern mit Sicherheit auch aus dem überhasteten Versuch den Sozialismus praktisch über Nacht zu verwirklichen. 23 Daraus resultierte die wahrscheinlich größte Agrarkrise, die die Ukraine bis zu diesem Zeitpunkt gekannt hatte. Die darauf folgende Hungersnot forderte bereits Menschenopfer im Millionenbereich. Anders als es jedoch später der Fall sein sollte,
18 vgl. Robert Conquest, Ernte des Todes. Stalins Holocaust in der Ukraine 1929 - 1933 (Wien ²1992), S 56ff.
19 Mao Tsetung, Worte des Vorsitzenden Mao Tsetung. Erste Miniatur - Ausgabe 1968 (Essen ²2003), S 12.
20 Karl Marx / Friedrich Engels, Manifest der Kommunistischen Partei. In: Marx / Engels Werke 4 (Berlin 1971), S 459 - 493, S 472.
21 Friedrich Engels, Grundsätze des Kommunismus. In: Marx / Engels Werke 4 (Berlin 1971), S 361 - 380, S 374.
22 Wladimir Iljitsch Lenin, Bericht über die Arbeit auf dem Lande. 23. März 1919. In: Lenin, Ausgewählte Werke 3 (Berlin 1961), S 213 - 228, S 221.
23 vgl. Heiko Haumann, Sozialismus als Ziel. Probleme beim Aufbau einer neuen Gesellschaftsordnung. In: Handbuch der Gesichte Russlands III. 1, ed. Gottfried Schramm (Stuttgart 1983), S 623 - 780.
7
akzeptierte die Führung der Sowjetunion, wenn auch widerwillig, ausländische Hilfe, die einen noch größeren Schaden abwenden konnte. 24
Der zu recht als Pragmatiker bezeichnete Lenin 25 erkannte die wirtschaftliche Problematik und initialisierte die so genannte „Neue ökonomische Politik“ (NÖP), welche durch eine vorsichtige Forcierung der Marktwirtschaft eine spürbare Verbesserung der Lebensbedingungen, insbesondere eben auch der Landbevölkerung, zur Folge hatte. 26 Dennoch blieb auch in dieser Phase das Verhältnis zwischen den Bolschewiken und der Landwirtschaft latent ambivalent, vor allem aus ideologischer Hinsicht. 27 Dieser dogmatische Widerspruch wurde jedoch unter der Herrschaft Stalins zu lösen versucht, indem man einen alten Klassenfeind wieder zum Leben erweckte, der für die gesamte Misere zur Verantwortung gezogen werden konnte - den Kulak.
Doch wer sind nun diese nebulösen Kulaken, deren „Liquidierung als Klasse“ von Stalin so vehement gefordert wurde. 28 Die Beantwortung diese Frage fällt nicht leicht, da sich selbst die Zeitgenossen schwer taten eine klare Definition zu finden. So kann man in einer sowjetischen Dorfzeitung resignierend nachlesen, dass „der Begriff Kulak sehr vage ist, [und] es fällt den Bauern schwer, festzustellen, wo der Kultur- und Mittelbauer aufhört und wo der
Kulak anfängt.“ 29
Trotz der vorherrschenden Irritation war der Begriff des Kulaken, aus propagandistischer Sicht, seitens der politischen Führung der UdSSR überaus geschickt gewählt, da er für die meisten Bauern einen bitteren Beigeschmack aus längst vergangenen Tagen mit sich führte. So bezeichnete das Wort Kulak schon über Generationen hinweg einen Landwirt, der seine
24 vgl. Conquest, Ernte des Todes. S 69 - 74.
Karl Popper hat darauf hingewiesen, dass diese Hilfsaktion eine der großen Taten des Völkerbundes war, die Millionen von Menschen das Leben gerettet hat, bis heute jedoch zunehmend in Vergessenheit geraten ist. Vgl. Karl Popper, Von der Notwendigkeit des Friedens. In: Karl Popper, Alles Leben ist Problemlösen. Über Erkenntnis, Geschichte und Politik (München 5 2000), S 319 - 326, S 324f.
25 vgl. Hans - Martin Lohmann, Marxismus (Frankfurt 2001), S 80 - 85.
26 vgl. Edgar Hösch, Geschichte Rußlands. Vom Kiever Reich bis zum Zerfall des Sowjetimperiums (Stuttgart / Berlin / Köln 1996), S 356 - 362.
27 vgl. Helmut Altrichter, Insoluble Conflicts. Village Life between Revolution and Collectivization. In: Russia in the Era of NEP. Explorations in Soviet Society and Culture, edd. Sheila Fitzpatrick / Alexander Rabinowitch / Richard Stites (Indiana 1991), S 192 - 209.
28 vgl. Dimitri Wolkogonow, Stalin. Triumph und Tragödie. Ein politisches Porträt (Düsseldorf / Wien 1993), S 248.
29 Wer ist ein Kulak? Beitrag eines Dorfkorrespondenten zur laufenden Diskussion in der Tverer Dorfzeitung „Tverskaja derevnja“ vom 29. September 1927. In: Die Sowjetunion. Von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod. Band 2. Wirtschaft und Gesellschaft, edd. Helmut Altrichter / Heiko Haumann (München 1987), S 197 -199, S 197.
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2006, Hunger als Waffe - War die große ukrainische Hungersnot der Jahre 1932 und 1933 ein Genozid?, München, GRIN Verlag GmbH
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