Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Inhaltsverzeichnis. 2
1. Einleitung 3
2. Historisch 3
3. Vorzeichen 4
4. Symptomatik 5
4.1 Positivsymptome 6
4.2 Negativsymptome. 7
5. Formen der Schizophrenie 8
5.1 Paranoide Schizophrenie 8
5.2 Hebephrene Schizophrenie. 8
5.3 Katatone Schizophrenie. 9
5.4 Schizophrenia Simplex. 9
5.5 weitere psychotische Störungen 10
6. Häufigkeit und Ursachen. 10
6.1 Vulnerabilität - Stress - Konzept. 11
7. Behandlung. 13
7.1 Medikamentöse Behandlung 13
7.3 Psychotherapie und Psychoedukation 15
Literaturverzeichnis. 16
2
1. Einleitung
Die Ausdrücke “Geisteskrankheit, Verrücktheit, Irresein oder Wahnsinn“ hat jeder schon einmal gehört und sie gehen bis ins Altertum zurück, doch noch heute herrscht noch eine große Unwissenheit darüber an was für Erkrankungen die mit solchen Ausdrücken beschimpften Menschen leiden. Das geringe Wissen der Öffentlichkeit ist Ursache für viele Vorurteile und sind u.a. zurückzuführen auf die Stigmatisierung dieser Krankheit, die auf mittelalterliche Vorstellungen von Besessenheit und die gottgewollte Bestrafung eines Sünders durch Krankheit beruhen. Ein Aspekt meiner Arbeit war es diese Vorteile aus dem Weg zu räumen, denn ich kann mir vorstellen, dass die Betroffenen damit zu kämpfen haben, dass ein großer Teil der Gesellschaft ihnen ihre durch die Krankheit bedingten sozialen Probleme als eigenes Versäumnis vorwerfen und nicht wissen, wie sie mit psychisch Erkrankten umgehen sollen. Das dramatische ist, dass die fehlende Akzeptanz und Ablehnung den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen können. Die soziale Integration kann also ein weitaus größeres Problem sein als die medizinische Behandlung.
2. Historisch
Die oben genannten Beschreibungen sind einige der Bezeichnungen für Psychosen 1 , die heute als Schizophrenien oder Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis 2 , eine Art Stoffwechselerkrankung des Gehirns, bezeichnet werden.
Der Begriff der Schizophrenie bedeutet soviel wie “Spaltung des Geistes“ 3 und wurde erstmals im Jahr 1908 durch den Schweizer Nervenarzt und Forscher Eugen Bleuler (1857-1939) eingeführt. Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass nicht, wie noch heute oft
1 Der Begriff Psychose bezeichnet eine Gruppe schwerer psychischer Störungen, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergehen.
2 die Bezeichnung „Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis“ ist angemessener, weil es nicht die eine Schizophrenie gibt, sondern eine ganze Reihe von Erkrankungsbildern. Es handelt sich nämlich hierbei um eine psychische Störung die sich von Person zu Person unterscheiden kann, sehr vielschichtig ist und selbst bei einer einzigen Person verschiedene Ausprägungen und Formen zeigt. In der meisten Fachliteratur wird aber der Begriff „Schizophrenie“ verwendet und einfachheitshalber werde ich diesen Begriff in meiner Arbeit beibehalten.
3 von griechisch σχίζειν "abspalten" und φρήν „Zwerchfell, Seele“
3
fälschlich angenommen, eine Persönlichkeitsspaltung vorliegt. Bleuler wollte mit der Wahl des Wortes verdeutlichen, dass eine Art Spaltung der eigenen Gefühle vorliegt. Dies bezieht er auf das Handeln, die Wahrnehmung und das Erleben der betroffenen Menschen. Zu Zeit Bleulers war der Begriff “Dementia praecox“, also vorzeitige Demenz, gebräuchlich, geprägt durch Emil Kraeplin (1856-1926), ein Münchener Nervenarzt und Psychiatrieforscher. Der Begriff “vorzeitig“ in dieser Bezeichnung verweist auf die früher übliche Annahme, dass Schizophrenie sich bereits in der Jugend entwickele und eine Krankheit sei, die das Gehirn unaufhaltsam zerstöre und somit unheilbar sei. Bleuler wollte mit der neuen Bezeichnung dieser eher pessimistischen Annahme entgegenwirken, denn er erkannte die Vielschichtigkeit dieser Erkrankung. Das Alter bei Krankheitsbeginn ist aber von Bedeutung, denn die Schwere der Erkrankung nimmt zu, je jünger die Patienten bei Krankheitsbeginn sind.
Medizinisch gesehen zählt Schizophrenie zu den endogenen 4 Psychosen. 5
3. Vorzeichen
Viele Betroffenen leiden schon von dem ersten Ausbruch an Frühsymptomen. Oft verlieren sie scheinbar plötzlich das Interesse an Dingen die einmal von großer Bedeutung für sie waren oder ihr tägliches Leben wird durch das Gefühl von Angst begleitet. Viele ziehen sich zurück, ändern ihre persönlichen Gewohnheiten und Dinge wie Pünktlichkeit, Hygiene oder ein gepflegtes Äußeres spielen keine große Rolle mehr. Diese Symptome ähneln häufig einer Depression und werden somit auch oft als eine depressive Störung verkannt. Nur in den seltensten Fällen erkennen Angehörige, Freunde oder die betroffenen selbst diese Veränderungen als Frühzeichen einer schizophrenen Psychose.
Das richtige Deuten dieser Vorzeichen ist aber von großer Bedeutung, denn eine schizophrene Psychose lässt sich schon im Frühstadium effektiv behandeln und den Krankheitsverlauf somit positiv beeinflussen. 6 Obwohl Sozialarbeiter keine medizinischen Diagnosen stellen dürfen oder können, könnten sie sich aber über die Symptome von psychischen Krankheiten
4 endogen bedeutet, dass die Ursachen nur bedingt erklärbar sind
5 vgl. Rahn, Mahnkopf, 2000 S. 232f
6 vgl. Leitfaden für Patienten und Angehörige
4
informieren und auch darüber, dass der Missbrauch von Drogen psychotische Krisen auslösen können, den Krankheitsverlauf verschlimmern oder weitere Episoden fördern können. Der Sozialarbeiter kann dem Betroffenen im gegebenen Fall beratend zur Seite stehen und dem Trugschluss, dass Drogen wie z.B. Haschisch die Beschwerden lindern können, entlarven.
4. Symptomatik
Um die Diagnose einer Schizophrenie stellen zu können muss zunächst eine körperliche Ursache ausgeschlossen werden. Dazu zählen z.B. Gehirnentzündungen oder ein Drogen- und Alkoholeinfluss. Außerdem müssen bestimmte Symptome vorliegen:
7 Zerfahrenheit
8 Neologismen
9 Verstummen
10 Regungslosigkeit bei klarem Bewusstsein
11 Teilnahmslosigkeit
12 Affekte sind Stimmungen und Emotionen einer Person
5
Arbeit zitieren:
Vanessa Hültenschmidt, 2006, Schizophrenie oder die Erkrankungen aus den schizophrenen Formenkreis, München, GRIN Verlag GmbH
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