1. Allgemeine Beobachtungen: 3
2. Das Gedicht 4
2.1. Worum geht es? 5
2.2. Worum es nicht geht 5
3. Die Metapher eines gespiegelten und direkten Mädchen für Ferdinand
Saussure 5
4. Kunst als Macht 6
5. Wirklich unbeantwortbar? 6
6. Urvater Goehte 7
2
Das Gedicht Satzbau von Gottfried Benn wurde im Jahre 1950 veröffentlicht. Das Gedicht steht im ersten Moment nicht in der Tradition der expressionistischen Literatur/Lyrik, die sich in den meisten Fällen mit Krieg, Großstadt, Zerfall, Verlust, Angst, Ich-Verlust und Apokalypse befasst. Der sehr nüchterne und sprachwissenschaftliche Titel Satzbau erweckt den Eindruck einer wissenschaftlichen formalen Arbeit, dessen Aufgabe und Inhalt die Abgrenzung der Semantik gegenüber der Syntax (also der allgemeinen Satzstruktur) ist. 1 So scheint Benn die Form wichtiger zu sein als der Inhalt. Denn die Form ergibt den Inhalt.
1. Allgemeine Beobachtungen:
Auch wenn der Titel zunächst kein Gedicht vermuten lässt, so ist die Form schnell einem Gedicht zuzuordnen. Das Gedicht besteht aus vier Strophen. Die Strophen gliedern sich in Verse, die jedoch niemals die gleiche Versanzahl aufweisen. So besteht die erste Strophe aus sechs Versen, die Zweite aus sieben Versen, die Dritte aus zehn Versen und die Letzte aus drei Versen. Insgesamt umfasst das Gedicht 26 Verse in vier Strophen. Der sehr trockene und nüchterne Schreibstil ist für Benn charakteristisch, jedoch eher einem Essay zuzuordnen. Trotz allem beinhaltet das Gedicht Satzbau auch formale Anhaltspunkte eines Gedichtes wie Alliteration. Eine Alliteration findet man gleich in der ersten und zweiten Strophe. So wird in Vers vier, sechs und sieben mit W-Fragen begonnen.
Auch das charakteristischste eines Gedichtes, die Reimform, ist nicht vorhanden. Dies bedeutet aber nicht, dass es kein Gedicht ist. Denn trotz allem nicht vorhanden sein, achtet Benn auf Metrum (fünf-hebiger Jambus mit Blankvers im ersten Vers) und Metaphern (Mauern,[...] als dicke Raupen mit Schildkrötenkopf).
Es befindet sich auch eine langsame Entwicklung eines allgemein Wir-Begriffes zu einem lyrischen Ich statt. Zu Beginn ist noch die Rede von einem „Wir“, dass sich gemeinsam der Frage des Gedichtes stellen soll. Jedoch zum Schluss ist es nur dem lyrischen Ich möglich eine Antwort zu finden.
1 Stoehr, Ingo. Das Gedicht Satzbau als Wendepunkt in Gottfried Benns Lyrik und Selbstreflexion. In.: Rölleke,
Heinz (Hrsg.). Wirkendes Wort 40. Deutsche Sprache und Literatur in Forschung Lehre. 40. Jahrgang. Bonn
1990. S. 224.
3
Arbeit zitieren:
Kerstin Steinert, 2006, Eine Analyse und Interpretation des Gedichtes Satzbau von Gottfried Benn, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Kunsthonig, Feinkost und Zwiebeln - Das Nahrungsmittel-Motiv bei der D...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 16 Seiten
Zum Phänomen der Kriminalität, insbesondere der Jugendkriminalität
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 17 Seiten
Grundlegende Aspekte der Mitarbeitermotivation auf psychologischer Gru...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 107 Seiten
Zeitgemäßes Motivationsmanagement: Die Nutzung motivationspsychologisc...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 200 Seiten
Das Rechtsstaatsprinzip des Grundgesetzes und die freiheitlich-demokra...
Ist das Grundgesetz eine Anlei...
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Hausarbeit, 18 Seiten
Kerstin Steinert hat den Text Eine Analyse und Interpretation des Gedichtes Satzbau von Gottfried Benn veröffentlicht
Kerstin Steinert hat einen neuen Text hochgeladen
Gottfried Benn's Static Poetry: Aesthetic and Intellectual-Historical ...
Mark William Roche
German Expressionist Plays: Gottfried Benn, Georg Kaiser, Ernst Toller...
Gottfried Benn, Ernst Schurer, Georg Kaiser
0 Kommentare