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Das Pferd in der Erlebnispädagogik

Title: Das Pferd in der Erlebnispädagogik

Seminar Paper , 2006 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nadine Berbuir (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Summary Excerpt Details

Die Idee zu meiner Hausarbeit bekam ich, da ich seit mittlerweile 13 Jahren reite und seit 10 Jahren meine eigenen Pferde versorge. Welche positive Wirkung Pferde auf den Menschen haben können ist mir schon lange bewusst. Schon in meiner Reitschulzeit half ich regelmäßig einer Hippotherapeutin bei ihrer Arbeit. Seither habe ich mehrfach praktisch erlebt, was der Umgang mit Pferden bewirken kann. Ich selber mache seit ungefähr einem Jahr, mit zwei Mädchen ein Training sozialen Verhaltens bei meinen Pferden. Theoretisch beschäftige ich mich ebenfalls seit einiger Zeit mit den Einsatzmöglichkeiten und der Wirkungsweise von Pferden in der Pädagogik und Therapie.
Durch das erlebnispädagogische Seminar stellte ich mir die Frage ob der Umgang mit dem Pferd nicht schon erlebnispädagogische Elemente beinhaltet und ob das Pferd nicht ein sinnvolles Medium für erlebnispädagogische Maßnahmen sein kann.
Beginnen möchte ich die Hausarbeit im allgemeinen Teil, mit Definitionsversuchen der Begriffe Erlebnis, Pädagogik und schließlich der Erlebnispädagogik, um zu verdeutlichen was ich im Rahmen meiner Hausarbeit unter diesen Begriffen verstehe. Danach folgt ein Abriss der geschichtlichen Entwicklung, hin zur Erlebnispädagogik um schließlich zum heutigen Verständnis zu kommen. Dort werde ich das erlebnispädagogischen Säulenmodell erläutern, um zu klären wann es sich um erlebnispädagogische Maßnahmen handelt. Die bereits genutzten Medien der Erlebnispädagogik, die methodischen Prinzipien und übergeordnete Zielsetzungen werde ich dort ebenfalls kurz umreißen. Auslassen möchte ich die Lerndimensionen, sowie die verschiedenen Lernmodelle, da sie für die Fragestellungen meiner Arbeit von geringer Bedeutung sind. Abschließen werde ich den allgemeinen Teil, mit einer kurzen Erläuterung von Erlebnispädagogik und Erlebnistherapie.
Im speziellen Teil möchte ich als erstes kurz darauf eingehen, wie das Pferd in der Therapie und Heilpädagogik genutzt wird und welche Stellung das Pferd als Medium, in erlebnispädagogischen Aktionen einnehmen kann. Mögliche Lernerfahrungen, die beim Umgang mit dem Pferd gefördert werden können, werde ich in Punkt sieben erläutern. Mögliche Lernerfahrungen und Wirkungsweisen, die ich zuvor beschrieben habe, beziehe ich danach konkret auf das heutige Verständnis von Erlebnispädagogik, um zu zeigen das es Erlebnispädagogik mit dem Pferd durchaus geben kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1. Erlebnis

2.2. Pädagogik

2.3. Erlebnispädagogik

3. Geschichte und Begründer der Erlebnispädagogik

3.1. Vordenker

3.2. Die Reformpädagogik

3.3. Kurt Hahn

3.4. Erlebnispädagogik bis heute

4. Erlebnispädagogik heute

4.1. Grundprinzipien

4.2. Erlebnispädagogisches Säulenmodell

4.3. Medien

4.4. Ziele

5. Erlebnispädagogik und Erlebnistherapie

6. Das Pferd als Medium

6.1. In der Therapie

6.2. In der Heilpädagogik

6.3. In der Erlebnispädagogik

7. Lernmöglichkeiten am, um und mit dem Pferd

8. Erlebnispädagogische Elemente im Umgang mit dem Pferd

8.1. in Bezug auf die methodischen Prinzipien

Handlungsorientierung:

Herausforderung und Grenzerfahrung:

Ganzheitlichkeit:

Aktion und Reflektion:

Gruppenorientierung:

Freiwilligkeit

8.2. in Bezug auf das erlebnispädagogische Säulenmodell

8.3. in Bezug auf die Ziele der Erlebnispädagogik

9. Kritik

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Pferdes als Medium in der Erlebnispädagogik. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob der Umgang mit dem Pferd erlebnispädagogische Elemente enthält und unter welchen Bedingungen das Pferd sinnvoll als Medium für erlebnispädagogische Maßnahmen eingesetzt werden kann, um soziale und persönliche Lernprozesse zu fördern.

  • Theoretische Grundlagen und historische Entwicklung der Erlebnispädagogik.
  • Abgrenzung zwischen Erlebnispädagogik und Erlebnistherapie.
  • Analyse der therapeutischen und heilpädagogischen Nutzung des Pferdes.
  • Konkretisierung der Lernerfahrungen und methodischen Prinzipien beim Umgang mit dem Pferd.
  • Kritische Reflexion der Einsatzmöglichkeiten und Voraussetzungen für die erlebnispädagogische Praxis.

Auszug aus dem Buch

7. Lernmöglichkeiten am, um und mit dem Pferd

Das Pferd fasziniert die Menschen schon jeher. Früher domestiziert und als Lastenträger und Zugtier genutzt, ist es heute Haustier, Freund und Partner in der Freizeitgestaltung.

Die positiven Eigenschaften, die dem Pferd inne wohnen und die Gemeinsamkeiten, die es mit dem Menschen teilt, werden sich auch in der Therapie und in pädagogischen Settings zu nutze gemacht. „Reiten und der Umgang mit dem Pferd kann in idealer Weise dazu beitragen, positive Sozialisationsprozesse in Gang zu setzten.“

Pferde sind Herdentiere, d.h. sie sind soziale Wesen. Sie nehmen zu ihrem Gegenüber Beziehung auf und kommunizieren ständig. Sie schließen Freundschaften und fühlen sich ohne Artgenossen nicht wohl. Pferde haben ein feines Gespür für die Stimmungen ihres Gegenübers. Sie reagieren auf falsche Behandlung und zeigen Angst, Unbehagen, Ungeduld und Unruhe. Sie verhalten sich immer authentisch. Pferde machen durch ihre Körpersprache deutlich, was ihnen gefällt und was sie nicht zulassen. Auf falsche oder unangemessene Verhaltensweisen folgt beim Pferd die direkte Reaktion. Dieses Ursache/ Wirkungs- Prinzip bietet viele Möglichkeiten des Lernens und der Verhaltenskorrektur.

Das Pferd ist immer offen für Kontakt, es drängt sich aber nicht auf. Seine Zuneigung und sein Vertrauen müssen erarbeitet werden. Jedoch schafft es selbst bereits eine Beziehungsbasis, da es dem Menschen einen Vertrauensvorschub entgegen bringt, indem es beispielsweise eine Möhre an nimmt. Die Motivation sich mit dem Tier auseinander zu setzten kommt meistens daher, weil man mit ihm verschiedene Assoziationen verbindet. Es steht z.B. für Freiheit und Unabhängigkeit, wodurch es für viele Menschen attraktiv wird. Außerdem ist der Umgang mit etwas ästhetisch Schönem (und das ist ein Pferd zweifellos) ein Reiz für sich und kann ganz neben bei dem Selbstwertgefühl zuträglich sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt ihre persönliche Motivation dar und definiert den Forschungsgegenstand sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Definitionen: Zentrale Begriffe wie Erlebnis, Pädagogik und Erlebnispädagogik werden im Kontext der Hausarbeit definiert.

3. Geschichte und Begründer der Erlebnispädagogik: Ein historischer Abriss von den philosophischen Vordenkern über die Reformpädagogik bis hin zum Wirken von Kurt Hahn.

4. Erlebnispädagogik heute: Darstellung aktueller Prinzipien, des Säulenmodells, gängiger Medien und der Zielsetzungen der modernen Erlebnispädagogik.

5. Erlebnispädagogik und Erlebnistherapie: Die Arbeit beleuchtet die therapeutische Wirkungsweise erlebnispädagogischer Elemente und zieht die Grenze zwischen pädagogischem und therapeutischem Handeln.

6. Das Pferd als Medium: Überblick über die Nutzung von Pferden in der Therapie, Heilpädagogik und Erlebnispädagogik.

7. Lernmöglichkeiten am, um und mit dem Pferd: Analyse der spezifischen sozialen, kognitiven und motorischen Lernchancen, die der Kontakt mit Pferden bietet.

8. Erlebnispädagogische Elemente im Umgang mit dem Pferd: Anwendung der erlebnispädagogischen Prinzipien und des Säulenmodells auf die praktische Tätigkeit mit Pferden, illustriert am Beispiel eines Wanderritts.

9. Kritik: Reflexion über notwendige Voraussetzungen, Kosten, Herausforderungen und Risiken bei der erlebnispädagogischen Arbeit mit Pferden.

10. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung des Pferdes als wertvolles Medium, sofern eine fundierte pädagogische Planung und Anleitung gewährleistet sind.

Schlüsselwörter

Erlebnispädagogik, Pferd, Erlebnistherapie, Pädagogik, Persönlichkeitsentwicklung, Soziale Kompetenzen, Heilpädagogisches Reiten, Wanderritt, Handlungsorientierung, Naturerleben, Kurt Hahn, Erlebnispädagogisches Säulenmodell, Selbstvertrauen, Beziehungsarbeit, Tiergestützte Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Potenzial des Pferdes als Medium im erlebnispädagogischen Kontext und prüft, ob die Arbeit mit Pferden den Kriterien der Erlebnispädagogik entspricht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Feldern gehören die theoretische Fundierung der Erlebnispädagogik, die Historie, die pädagogische und therapeutische Nutzung des Mediums Pferd sowie eine kritische Reflexion der Praxisanwendung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen der Umgang mit Pferden als erlebnispädagogische Maßnahme gelten kann und wie er zur Förderung von Kompetenzen beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Anwendung theoretischer erlebnispädagogischer Konzepte auf die praktische Interaktion mit dem Pferd.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Erlebnispädagogik und einen speziellen Teil, der die Interaktion mit dem Pferd in verschiedenen pädagogischen und therapeutischen Settings detailliert betrachtet.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Kernbegriffe sind Erlebnispädagogik, Persönlichkeitsentwicklung, soziale Kompetenzförderung, Tiergestützte Pädagogik und das erlebnispädagogische Säulenmodell.

Welche Abgrenzung zieht die Autorin zwischen Pädagogik und Therapie?

Die Pädagogik zielt auf personelle Mündigkeit und Bildung ab, während die Therapie auf die Heilung psychischer oder physischer Störungen und die Wiederherstellung der Gesundheit ausgerichtet ist.

Warum wird ein Wanderritt als Beispiel herangezogen?

Der Wanderritt dient als praxisnahes Beispiel, um zu zeigen, wie ein solches Setting alle erlebnispädagogischen Säulen und Prinzipien (wie Naturerleben, Gemeinschaft und Verantwortung) integrieren kann.

Welche Rolle spielt die Anleitung bei der Arbeit mit Pferden?

Die Anleitung ist entscheidend, da ohne pädagogische Intention und fachliche Begleitung die Gefahr besteht, dass die Maßnahme zu bloßer Freizeitgestaltung verkommt und die therapeutischen Potenziale nicht genutzt werden.

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Details

Title
Das Pferd in der Erlebnispädagogik
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln
Course
Forum der Erlebnispädagogik
Grade
2,0
Author
Nadine Berbuir (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V70182
ISBN (eBook)
9783638614993
Language
German
Tags
Pferd Erlebnispädagogik Forum Erlebnispädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Berbuir (Author), 2006, Das Pferd in der Erlebnispädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70182
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