Inhaltsverzeichnis:
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Abbildungsverzeichnis 2
1. Quellenproblematik, Historie und Einordnung des alten Aramäisch. 3
2. Das Altaramäisch 5
2.1. Historische Entwicklung des Altaramäischen. 5
2.2. Die Grammatik des Ja’udischen 5
3. Das Reichsaramäisch. 6
3.1. Historische Entwicklung des Reichsaramäischen. 6
3.2. Die Grammatik des Reichsaramäischen 7
3.2.1. Die aramäische Lautverschiebung 7
3.2.2. Pronomen im Aramäischen 8
3.2.3. Der bestimmte Artikel 10
3.2.4. Die Verben 10
3.2.5. Perfekt und Imperfekt. 10
3.2.6. Die Femininendung 10
4. Das Altostaramäisch. 10
4.1. Das Altsyrische und seine mittelaramäische Fortsetzung. 11
4.2. Die Grammatik des Syrischen 12
5. Literaturverzeichnis. 12
Abbildungsverzeichnis
Abbildung1 : Semitische Sprachfamilie 4
Abbildung 2: Aramäische Lautenverschiebung 7
Abbildung 3: Aramäisches Alphabet. 8
Abbildung 4: Personalpronomen und suffigierte Personalpronomen 9
Abbildung 5: Perfekt- und Imperfektformen 10
2
1. Quellenproblematik,
Historie und Einordnung des alten Aramäisch
„Die ältesten gesicherten Kenntnisse über die Geschichte und die Existenz der Aramäer stammen aus den akkadischen Keilschriften, in denen durch die Bezeichnung „aramâja“ auf aramäische Volksgruppen hingewiesen wird.“ 1 Die meisten auf Pergament, Papyrus, Holz und Scherben geschriebenen aramäischen Texte wurden am Westufer des Toten Meeres in den Höhlen von Qumran, Hurabba’at, Nahal Hever und der Bergfestung Masada gefunden. Diese erhielten Privaturkunden, literarische Texte und Abschriften. Außerdem sind Inschriften auf Gräbern, in Synagogen, Kirchen und auf Amuletten zu finden. Weitere aramäische Dokumente sind Aussprüche von Schriftgelehrten, das Testament Levis aus der Kairoer Genisa (der Rumpelkammer der Synagoge von Alt-Kairo), einige Tempelaufschriften und der aramäische Teil des Danielbuches. 2
Im 12 Jh. v. Chr. siedelten in Syrien, Mesopotamien und Babylonien bereits Aramäer, die erstmalig in assyrischen Quellen von 1112 v. Chr. erwähnt wurden. Vom 11. Jh. v. Chr. an bildeten sie Staaten bei Sam’al, Arpad, Hamat und Damaskus in Westsyrien und Gosan in Nordostsyrien. Die Aramäer übernahmen von den Phöniziern die Alphabetschrift und verbesserten sie durch die Vokalschreibung. Diese Weiterentwicklung wurde im darauf folgenden Jahrhundert an die Israeliten, Ammonieter und Gileaditer weitergegeben. Damit nahm das Aramäische großen Einfluss auf andere Sprachentwicklungen und die Einfachheit des Aramäischen führte dazu, dass das Akkadische und das Kanaaneische verdrängt wurde. 3 Dieser Prozess wurde außerdem durch die Umsiedlungspolitik des neubabylonischen Reiches im 9. - 6. Jh. v. Chr. beschleunigt, sodass man zu Zeiten Jesu Christi in fast allen semitischen Kulturländern Aramäisch sprach. 4
Das Problem einer sprachlichen Zuordnung des Aramäischen besteht wie in jeder semitischen Sprache in der Phonologie. Da es keine fassbare Ursprungssprache des Semitischen gibt, benutzt die Wissenschaft den Begriff „protosemitisch“, der die Gemeinsamkeit der semitischen Sprachen beschreibt, und eine Rekonstruktion des ursprünglichen Semitischen ist.
1 Rosenthal, Franz: „Die aramaistische Forschung“, S. 23
2 vgl. Beyer, Klaus: „Die aramäischen Texte vom Toten Meer“, S. 21
3 vgl. Beyer, Klaus: „The Aramaic language“, S.9
4 vgl. ebd. S.10
3
Die Eingliederung des Aramäischen in die semitische Sprachfamilie ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Wie aus der Abbildung 1 zu erkennen ist, unterteilt sich das Aramäisch abermals in Altaramäisch, Mittelaramäisch und Neuaramäisch der Gegenwart. Das alte Aramäische ist außerdem in Altaramäisch, Reichsaramäisch, Altwestaramäisch und Altostaramäisch gegliedert. Der größte Einschnitt in der Sprachentwicklung zwischen dem Altaramäischen und dem Reichsaramäischen, beides sind einheitliche Schriftsprachen, liegt im 5. Jh. v. Chr.. Das Altwest- und Altostaramäische waren zunächst schriftlose Dialekte, die jedoch nach dem Reichsaramäisch zu örtlichen Schriftsprachen aufstiegen. 5
5 vgl. ebd. S.11
4
Arbeit zitieren:
Christian Müller-Thomas, 2004, Einführung in die Geschichte und Grammatik der alten aramäischen Sprache, München, GRIN Verlag GmbH
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