Die meisten Schüler nehmen sehr engagiert am Unterricht teil und zeigen sehr viel Freude. Eine Schülerin zeigt besonders viel Spaß am Unterricht, denn sie äußert sich zu jeder Gelegenheit und macht zu dem auch noch sehr schön mit. Bei einem anderen Schüler habe ich allerdings eher das Gegenteil festgestellt, denn er macht zum einen nicht immer richtig mit und zum anderen nutzt er jede Gelegenheit um sich auf den Boden oder auf die Bank zu setzen. Dies ist mir auch schon in den vorherigen Stunden aufgefallen. Ein weiterer Schüler zeigt motorische und koordinative Schwierigkeiten, denn er kann die Übungen zum größten Teil nur erschwert ausführen. Er verhält sich ängstlich, so dass seine Bewegungen unsicher und unkontrolliert werden. Bei einem Mädchen habe ich bemerkt, dass sie besonders talentiert ist. Sie versteht die Übungen sehr schnell und führt diese zudem auch noch richtig aus. Ansonsten sind die Schüler sehr aufgeweckt und zeigen keine Scheue vor neuen Aufgaben. Zudem ist festzustellen, dass das Niveau der Klasse relativ hoch ist.
Die Sporthalle ist sehr gut ausgestattet, so dass das Stundenthema sehr gut umgesetzt werden kann.
VII. Sachanalyse:
Balancieren ist ein Teilbereich der Koordination und bedeutet den eigenen Körper sowie Objekte in Gleichgewicht zu halten. Man unterscheidet zwischen statischem, dynamischem und Objektgleichgewicht. Das statische Gleichgewicht zielt auf die Fähigkeit, den Körper in einer bestimmten Lageposition im Gleichgewichtszustand zu halten (z.B. auf einem Bein stehen, Handstand etc).
Das dynamische Gleichgewicht beschreibt die Fähigkeit, den Körper während einer Bewegung im Gleichgewichtszustand zu halten (z.B. über eine Langbank balancieren, Fahrrad fahren etc).
Die Erhaltung des Objektgleichgewichts bedeutet, einen Gegenstand im Gleichgewicht zu halten (z.B. Balancieren eines Stabes auf einer Handfläche, ein Buch auf dem Kopf transportieren etc).
Um Balancieren zu können sind sensorische Analysatoren nötig. Diese beeinflussen die Herstellung des Gleichgewichtszustandes. Man unterscheidet
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zwischen statico-dynamischen, kinästhetischen, optischen und taktilen sowie akustischen Analysator.
Der statico-dynamische Analysator ist zuständig für die Raumlage des Körpers.
Die kinästhetischen Analysatoren informieren den Körper über die Raum-, Zeit- und Spannungsverhältnisse des Körpers. Diese Analysatoren befinden sich in den Muskelspindeln, Sehnen, Bändern und Gelenken. Der optische Analysator leistet einen wichtigen Beitrag zur
Gleichgewichtsregulierung. Dies wird besonders deutlich, wenn man diesen Sinn ausschaltet.
Der akustische Analysator hat für die Erhaltung des Gleichgewichtszustands eine untergeordnete Rolle.
Eine gut ausgeprägte Gleichgewichtsfähigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für alle motorischen Handlungen.
In dieser Unterrichtsstunde werden insbesondere das dynamische Gleichgewicht sowie das Objektgleichgewicht thematisiert.
VIII. Didaktische Überlegungen:
Balancieren stellt für viele Kinder eine besondere Herausforderung dar. Über ein Hindernis zu balancieren, erweckt bei den Schülern die verschiedensten Gefühle aus und sie können dadurch neue Bewegungserfahrungen sammeln. Die Gleichgewichtsfähigkeit spielt im Leben der Kinder eine sehr große Rolle. Insbesondere im Freizeitsport der Kinder (Skatboarding, Inlineskating, Fahrrad fahren, Schlittschuh laufen etc.) ist sie von großer Bedeutung, deswegen ist es wichtig, dass dies im Schulsport thematisiert wird. Zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr sind die Kinder besonders lernfähig, was die Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten anbelangt. Je umfangreicher und abwechslungsreicher die Bewegungserfahrungen der Kinder in diesem Zeitraum sind, desto höher ist die Bewegungssicherheit im Erwachsenenalter. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass man diesen Aspekt beachtet und den Kindern die Möglichkeit gibt ihre Fähigkeiten zu verbessern. Der gewählte Stationsbetrieb ermöglicht den Kindern individuelle Erfahrungen, denn durch die unterschiedlichen Balancierstationen ist eine Differenzierung gewährleistet. Jedes Kind kann selber entscheiden wie es welche Station
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bewältigt. Dies führt zu Erfolgerlebnissen und zu einer Motivationssteigerung, was somit auch zur Leistungssteigerung führen kann. Ebenfalls können dabei Ängste und Hemmungen abgebaut werden.
IX. Methodische Überlegungen:
Die Unterrichtsstunde beginnt mit einem Fangspiel. Zum einem dient diese Übung zum Aufwärmen des Organismus und zum anderen ist es eine Herausforderung für die Schüler. Die Fänger müssen versuchen das gesamte Spielfeld für sich zu erlangen. Die Schüler die gefangen wurden, müssen sofort stehen bleiben und ihre Beine weit auseinander aufstellen, damit die anderen Schüler zum Erlösen unten durchkriechen/krabbeln können. Bei diesem Fangspiel bleiben durchgängig alle Schüler in Bewegung, deswegen ist es wichtig, dass genügend Fänger gewählt werden und die Spieldauer begrenzt wird.
Nach dem Spiel werde ich im Sitzkreis den weiteren Verlauf der Stunde erläutern und Anweisungen zum Aufbau der Stationen geben. Zwei Stationen habe ich schon vor dem Unterrichtsbeginn aufgebaut, da diese sehr zeitaufwendig sind. Die anderen Stationen werden von ausgewählten Schülern aufgebaut und die anderen bleiben solange im Sitzkreis sitzen, damit sie den Aufbau verfolgen können und somit nicht wild durch die Turnhalle laufen. Im Anschluss daran, werde ich die Stationen erklären und Schüler in fünf Gruppen einteilen. Die Gruppeneinteilung lasse ich weitestgehend von den Kindern selbstständig vornehmen, da ich ein gutes Gruppenklima erzeugen will. Dies ist besonders für die Hilfegebung an den einzelnen Stationen wichtig. Zunächst lasse ich die Schüler alle Stationen einmal ausprobieren. Sie können selber entscheiden, wie sie diese bewältigen. Hier ist also Kreativität und Eigenverantwortung von den Kindern gefragt. Sie haben somit die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad selber festzulegen. Dies mache ich aus diesem Grunde, weil ich die Klasse bzw. die Schüler noch nicht so gut kenne und sie nicht überfordern möchten.
Nachdem alle Schüler die Stationen kennen gelernt haben, werde ich ihnen eine neue Aufgabe stellen. Die Schüler müssen nun die einzelnen Stationen mit Gegenständen (z.B. verschiedene Bälle, Kegel, Frisbee-Scheiben)
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Arbeit zitieren:
Angelique Scholtyssek, 2007, Gleichgewichtsschulung auf labilen Untergründen, München, GRIN Verlag GmbH
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