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Entwickelt die gesetzliche Krankenversicherung bei ihren Versicherten ein Selbstverständnis für Gesundheit?

Title: Entwickelt die gesetzliche Krankenversicherung bei ihren  Versicherten ein Selbstverständnis für Gesundheit?

Term Paper , 2006 , 12 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Ziel der Hausarbeit soll es sein, zu erörtern, inwieweit bestimmte Mechanismen der gesetzlichen Krankenversicherung (im Folgenden: GKV) in Deutschland dafür verantwortlich sind, dass sich bei den Menschen ein Selbstverständnis für das Gut Gesundheit entwickelt. Mit Selbstverständnis ist gemeint, gewisse Dinge vorauszusetzen oder als gegeben zu nehmen, ohne den eigentlichen Wert zu erkennen. Auf vorsätzlichen Missbrauch soll nicht eingegangen werden. In anbetracht der aktuellen Diskussionen um die PISA Studie und des vorbildlich abschneidenden Schulsystems Finnlands, soll diese Hausarbeit immer wieder Verweise und Vergleiche mit dem finnischen Gesundheitssystem anstellen. Interessant ist immerhin die Tatsache, dass die öffentlichen Gesamtausgaben für Gesundheit in Deutschland rund 8,7%, in Finnland aber nur rund 5,7% des Bruttoinlandprodukts betragen. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist jedoch nahezu gleich. Werden also in Deutschland Leistungen über das medizinisch Notwenige hinaus beansprucht?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Untersuchung der Fragestellung

2.1 Ausgangsthese

2.2 Gründe für ein Selbstverständnis

2.2.1 Moral Harzard

2.2.2 Entmündigung des Bürgers

2.2.3 Tolerierung von gesundheitsschädlichem Verhalten

2.2.4 Informationsasymmetrien

2.2.5 Unsolidarische Regelungen

2.3 Gründe gegen ein Selbstverständnis

2.3.1 Systemimmanente Faktoren

2.3.2 Alkohol- und Tabaksteuer

2.3.3 Einkommensverteilung eines Landes

2.3.4 Körperkult

2.3.5 Art der Lebensführung

3. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob die Mechanismen der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland bei den Versicherten zu einem problematischen Selbstverständnis führen, das eine vernachlässigende Haltung gegenüber der eigenen Gesundheit begünstigt.

  • Analyse von Anreizstrukturen und Moral-Hazard-Phänomenen im Gesundheitssystem
  • Vergleich zwischen dem deutschen GKV-System und finnischen Versorgungsansätzen
  • Untersuchung von Systemfaktoren wie Zuzahlungen und Informationsasymmetrien
  • Evaluation von externen Lifestyle-Einflüssen auf das Gesundheitsbewusstsein
  • Diskussion des Spannungsfeldes zwischen Solidaritätsprinzip und Eigenverantwortung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Moral Harzard

In Versicherungssystemen trifft man grundsätzlich auf das so genannte Moral-Hazard Phänomen. Darunter versteht man eine Änderung des Verhaltens in dem Bewusstsein, Versicherungsschutz zu haben und frei von den eigenen Handlungen gegen Risiken abgesichert zu sein. Da der Versicherte unabhängig von seiner eigenen Mitwirkung, jedoch bei Erfüllung bestimmter Zugangsvoraussetzungen, in den Genuss der Versicherungsleistung kommt, bestehen kaum Anreize der Mitwirkung nachzukommen. In der GKV tritt das gleiche Phänomen auf. Da Gesundheitsleistungen, abgesehen von Zuzahlungen oder Selbstbeteiligungen nichts kosten, kommt der Krankheitsvermeidung keine große Bedeutung zu. Möglicherweise werden Maßnahmen, die der Gesundheit zu Gute kommen, unterlassen oder Gesundheitsgefährdungen in Kauf genommen. Außerdem steigt die Nachfrage nach diesen Gesundheitsleistungen, da keine Rücksicht auf die Kosten genommen wird.

Ein gutes Beispiel für Moral Hazard ist das Problem der Verschwendung von Arzneimitteln. In manchen Fällen wird ein verordnetes Arzneimittel, abgesehen von einer eventuellen Zuzahlung, kostenlos in der Apotheke beschafft, aus Angst vor Nebenwirkungen oder wegen einer unverständlichen Packungsbeilage jedoch nicht verwendet. Müsste der Patient das Arzneimittel jedoch komplett selbst bezahlen, würde er das Medikament entweder erst gar nicht kaufen oder trotz etwaiger Risiken verbrauchen. So ist anzunehmen, dass in Deutschland jährlich Massen von ärztlich verordneten Medikamenten von den Patienten nicht verbraucht, sondern gehortet und letztendlich weggeworfen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition des Untersuchungsgegenstandes und Einleitung in die Fragestellung unter Einbezug von Vergleichen zum finnischen Gesundheitssystem.

2. Untersuchung der Fragestellung: Detaillierte Analyse der Mechanismen, die entweder ein Selbstverständnis für Gesundheit verhindern oder fördern, einschließlich ökonomischer und psychologischer Aspekte.

3. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse, wobei festgestellt wird, dass systemfremde Lifestyle-Einflüsse stärker auf das Gesundheitsverhalten wirken als die reinen GKV-Strukturen.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Krankenversicherung, GKV, Moral Hazard, Selbstverständnis, Gesundheit, Eigenverantwortung, Solidaritätsprinzip, Informationsasymmetrien, Lifestyle, Prävention, Zuzahlungen, Gesundheitsökonomie, Arzneimittelverschwendung, Anreizstrukturen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Ausgestaltung der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland bei den Versicherten dazu führt, dass Gesundheit als gegeben vorausgesetzt wird und Eigenverantwortung zugunsten einer Inanspruchnahme von Leistungen vernachlässigt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen ökonomische Anreizmechanismen wie Moral Hazard, das Prinzip der Eigenverantwortung, die Rolle von Zuzahlungen und der Einfluss von Lifestyle-Faktoren auf das Gesundheitsverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erörterung, inwieweit bestimmte Mechanismen der GKV die Entwicklung eines Selbstverständnisses für das Gut Gesundheit fördern oder hemmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Erörterung und Literaturanalyse, ergänzt durch komparative Vergleiche mit dem Gesundheitssystem in Finnland.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Gründe für ein solches Selbstverständnis (wie Moral Hazard und Entmündigung) sowie Gegenargumente, die die Eigenverantwortung fördern (wie Zuzahlungen und systemimmanente Faktoren).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Moral Hazard, Solidaritätsprinzip, GKV, Eigenverantwortung und Gesundheitsökonomie.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit Finnland?

Finnland dient als Referenzsystem, um Unterschiede in der Finanzierung und Steuerung, insbesondere durch Hausarzt-Modelle, im Kontrast zum deutschen System aufzuzeigen.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der GKV auf die Lebensweise?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass systemfremde Größen, wie der individuelle Lifestyle und soziale Einflüsse, einen stärkeren Einfluss auf das Gesundheitsverhalten haben als die reinen Strukturen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Was sind systemimmanente Faktoren zur Stärkung der Eigenverantwortung?

Dazu zählen insbesondere Zuzahlungsregelungen, Eigenbeteiligungen bei Medikamenten sowie die Transparenz durch die Beitragsfinanzierung, die den Versicherten die Kosten von Gesundheitsleistungen bewusst machen soll.

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Details

Title
Entwickelt die gesetzliche Krankenversicherung bei ihren Versicherten ein Selbstverständnis für Gesundheit?
College
University of Hamburg
Course
Interdisziplinärer Grundkurs
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2006
Pages
12
Catalog Number
V70435
ISBN (eBook)
9783638615976
Language
German
Tags
Entwickelt Krankenversicherung Versicherten Selbstverständnis Gesundheit Interdisziplinärer Grundkurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2006, Entwickelt die gesetzliche Krankenversicherung bei ihren Versicherten ein Selbstverständnis für Gesundheit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70435
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