Das Deutsche Kaiserreich und
der Boxeraufstand in China 1900
《德意志帝国与义和团起义在中国1900年》
von: Gordon Niegisch
Wintersemester 2005/2006
Inhaltsverzeichnis ( 目录)
1. Geschichte ( 历史) 1
1.1 Antike Geschichte ( 神话传说) 1
1.2 Kaiserzeit ( 皇帝时期) 2
2. Einleitung ( 序言) 5
3. China am Vorabend des Boxeraufstandes ( 中国义和团起义的前夕) 7
3.1 Das Deutsche Kaiserreich in China ( 德意志帝国在中国) 7
3.2 Ursachen für die Entstehung der Yihequan ( 义和拳产生的原因) 9
3.3 Hintergründe der Boxerbewegung ( 义和团起义的背景) 10
4. Der „Boxerkrieg“ und das Deutsche Kaiserreich ( 义和团战争和德意志帝国) 12
4.1 Die Ereignisse in China ( 在中国的时件) 12
4.2 Kaiser Wilhelm II. und die ostasiatischen Wirren „Pardon wird nicht gegeben“ ( 皇帝威廉二号和东亚的混乱) 13
4.3 Der „Weltmarschall“ Waldersee ( 由瓦德西) 14
5. Der Friedensschluß ( 和平协议) 15
6. Bilanz ( 数据) 17
7. Literaturnachweis ( 文学证明) 19
7.1 Quellen ( 出处说明) 19
7.2 Literatur ( 文学) 19
Abbildungsverzeichnis ( 插图目录)
1. Geschichte 历史
China gehört zu den ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Menschheit. Als Träger dieser Kultur und dominierende Volksgruppe haben sich in der Geschichte Chinas die Han- Chinesen etabliert. Schriftliche Aufzeichnungen über die chinesische Zivilisation reichen über 3.500 Jahre zurück. Im Mythos geht sie ursprünglich auf die drei Urkaiser zurück: Shen- Nong, Fu-Xi und schließlich der „gelbe Kaiser“ Huang-Di, als eigentlicher Kulturschöpfer. Den 3 Kaiseren voran gingen 16 irdische und eine Reihe himmlischer Kaiser. Historische Belege für die Existenz dieser Persönlichkeiten gibt es allerdings keine, sie sollen laut Überlieferung vor 5.000 bis 6.000 Jahren gelebt haben.
1.1 Antike Geschichte 神话传说
Xia-Dynastie (ca. 4000 v. Chr.)
Vor etwa 4000 Jahren existierte die Xia-Dynastie, die angeblich auf den Kaiser Yu zurückgeht.
Shang-Dynastie (ca. 1570 - 1066 v. Chr.)
Abgelöst wurde die Xia-Dynastie von der Shang-Dynastie (auch Yin genannt). Aus dieser Zeit stammen die ersten Funde von Schriftzeugnissen; es wurde bereits Bronze verarbeitet, Wälle gebaut und es gab Pferde-Streitwagen.
Zhou-Dynastie (1045 - 221 v. Chr.)
Die Zhou-Dynastie wird in die beiden Perioden „Westliche Zhou-Dynastie“ und „Östliche Zhou-Dynastie“ aufgeteilt. Durch den durch die Aufteilung verursachten Machtverlust der Zhou-Herrscher fand gleichzeitig eine zunehmende Zentralisierung statt. Anfangs gab es etwa 170 kleinere Königreiche, unter denen es zwar nur einen lockeren Zusammenhalt gab, sie sich allerdings schon als ein Volk betrachteten. Durch Kriege, Heirat und Diplomatie schlossen sich die Königreiche immer weiter zusammen. Zur Zeit der Periode der kämpfenden Staaten existierten nur noch sieben Königreiche. In jener Zeit wuchsen die Bevölkerungszahlen durch verbesserte landwirtschaftliche Anbaumethoden stark an. Die Zhou-Zeit war auch die Blütezeit der großen Philosophen Chinas.
1.2 Kaiserzeit 皇帝时期
In den über 2000 Jahren des chinesischen Kaiserreichs wechseln sich Zeiten relativer Stabilität mit unruhigen Zeiten. Nachfolgend findet eine Auflistung aller Epochen, in zeitlicher Rangfolge, mit den jeweiligen Dynastien statt.
Qin-Dynastie (221 - 207 v. Chr.): Einigung des Reiches
Das Reich Qin war eines der sieben Königreiche am Ende der Zhou-Dynastie.. In mehreren Feldzügen unterwarf Zhao Zheng die anderen Reiche und führte dadurch 221 v. Chr. die Reichseinigung herbei. Er ließ sich als erster Kaiser krönen und nannte sich Qin Shi Huangdi – „Erster Gottkaiser Qin′“ Gegen die Nomadenstämme im Norden und Westen ließ er in Zwangsarbeit die große chinesische Mauer durch die Verbindung bereits bestehender Mauern der sieben Reiche errichten. 210 v. Chr. starb Kaiser Qin Shi Huangdi. Er wurde in einer großen Anlage beigesetzt, die berühmte Terrakottaarmee ist eine seiner Grabbeigaben.
Han-Dynastie (206 v. Chr. - 220 n. Chr.): Konsolidierung des Kaiserreichs
Die Hanj-Zeit wird als die Blütezeit der Kaiserperiode bezeichnet. Es entstand unteranderem eine, allerdings nicht direkte, Handelsbeziehung mit dem Römischen Reich. Zur Staatsphilosophie erhoben die Han-Kaiser jedoch den Konfuzianismus. Er sollte in dieser Funktion in den nächsten zwei Jahrtausenden Gültigkeit behalten.
Die Drei Königreiche (220 - 280 n. Chr.): Kampf um das Han-Erbe
Im Jahre 220, als der letzte Han-Kaiser abtreten musste, hatten sich drei regionale Mächte aus diesen Kämpfen herauskristallisiert und das Reich zerbrach in 3 Teile.
Jin-Dynastie (265 - 420): Die kurze Vereinigung
Die Jin-Dynastie wurde nach kurzer Zeit von inneren Machtkämpfen erschüttert, als zwischen den Brüdern des Kaisers bewaffnete Auseinandersetzungen ausbrachen. Diese Schwäche konnten die Nomaden aus dem Norden (Hsiung-nu) ausnutzen. Mit der Gefangennahme und Hinrichtung des Jin-Kaisers endete die Westliche Jin-Dynastie.
Die Südlichen und Nördlichen Dynastien (420 - 589)
Am Ende der Jin-Dynastie hatten sich zwei Machtblöcke etabliert: Am Lauf des Gelben Flusses die fremde Nördliche Dynastie und entlang des Yangtse eine nationalchinesische südliche Dynastie. Beide Machtblöcke kämpften in wechselnder Intensivität um das ganze Land, keiner von beiden konnte es jedoch einen. In dieser Periode der Unruhe erlebte eine fremde Religion ihre erste Blütezeit: der Buddhismus verbreitete sich in China. Im Norden waren einige Königreiche sogar dazu übergegangen, ihn als Staatsreligion zu installieren. Auch stammen viele Klöster aus dieser Zeit.
Sui-Dynastie (589-618): Ein kurzes Intermezzo
Die kurzlebige Sui-Dynastie stellte eine Vereinigung des Landes nach einer fast 300-jährigen Teilung dar. Allerdings führten hohe Steuern und schwere Fronarbeiten, die der Sui-Kaiser den Bauern auferlegte, schnell zu Aufständen, die den Weg für die Tang-Dynastie ebneten.
Tang-Dynastie (618-907): Der Höhepunkt der Kaiserzeit
Die Tang-Dynastie stellt einen Höhepunkt der chinesischen Kaiserzeit dar. Es folgten 150 Jahre friedlicher und prosperierender Zeit. Die Rebellion von An Lushan (756-763) stürzte Tang-China ins Chaos und schwächte die Dynastie auf Dauer.
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Gordon Niegisch, 2005, Das Deutsche Kaiserreich und der Boxeraufstand in China 1900, Munich, GRIN Publishing GmbH
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