Inhaltsverzeichnis:
INHALTSVERZEICHNIS: 2
ABBILDUNGSVERZEICHNIS: 3
1) EINLEITUNG 4
2) DEFINITION UND DIE ENTWICKLUNG DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS 4
3) ZIELE POLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN KONTROLLEN SOWIE DIE
MAßNAHMEN UND DIE FORSCHUNG DURCH DIE POLITIK 6
3.1) RAHMENBEDINGUNGEN UND ZIELE 6
EU-Ebene: 6
Bundes-Ebene: 8
Länder-Ebene: 9
Kommunal-Ebene: 10
3.2)MAßNAHMEN ZUR UMSETZUNG DER ZIELE SOWIE DIE KONTROLLEN UND DIE FORSCHUNG 10
4) FOLGEN DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS FÜR DIE NATUR UND KULTUR 13
4.1) PRO BIO 13
4.2) CONTRA BIO 15
5) DER BIO-MARKT 16
6) ERGEBNIS UND SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT 18
LITERATURVERZEICHNIS: 22
INTERNETSEITEN: 22
2
Abbildungsverzeichnis:
Abbildung 1: Der Strukturwandel in der Land und Forstwirtschaft 5
Abbildung 2: Der Wandel der Agrarpolitik 9
Abbildung 3: Die Verteilung der Öko-Bauern in Deutschland 10
Abbildung 4: Der Pflanzenschutzmittelabsatz in Deutschland 15
Abbildung 5: Der Bio-Markt Absatz 18
Abbildung 6: Vergleich der ökologischen und der konventionellen Betriebe 20
3
1) Einleitung
Der ökologische Landbau hat genau, wie die Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Produkten, in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum genossen. 2004 wurde ein Umsatz von 3,5 Milliarden Euro mit Bio-Produkten erzielt, welches eine Steigerung zum Vorjahr um 13% bedeutet. Laut dem Ökobarometer des Bundesverbraucherministeriums kaufen 60% der Befragten gelegentlich Bio- Produkte ein, weil sie die Sicherheit und die Gesundheit der Bio-Lebensmittel überzeugt hat. Es wollen 23% der Befragten in den nächsten Jahren mehr ökologisch erzeugte Lebensmittel kaufen. Zwar hat sich die Kulturlandschaft, die Landwirtschaft und somit der ländliche Raum seit 2000 Jahren in Mitteleuropa durch die Menschen ständig verändert, jedoch stellen sich auch viele Fragen. Wieso dieser Wandel der Wertevorstellung von einer gewinnorientierten Landwirtschaft hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft? Aber auch was ist überhaupt ökologischer Landbau? Welche Ziele werden von der Politik angestrebt? Welche Vor- und Nachteile besitzen der ökologische Landbau und seine Bio-Produkte? Wie sieht der heutige Bio-Markt aus und wie stehen die Zukunftschancen des ökologischen Landbaus gegenüber der konventionellen Landwirtschaft? Dies sind Fragen welche im Laufe dieser Hausarbeit geklärt werden.
2) Definition und die Entwicklung des ökologischen Landbaus
Der Ökologische Landbau ist ein Teilbereich der Nachhaltigen Landwirtschaft. Zu ihr gehört der naturnahe-, der integrierte-, der biologisch-dynamische- und der organisch-biologische Landbau. Diese verschiedenen Bereiche der Nachhaltigen Landwirtschaft sind alle im Laufe der Zeit durch das Entstehen der negativen Folgen der Industrialisierung, Urbanisierung, Umweltprobleme etc. entstanden.
Der Ökologische Landbau ist jedoch kein fest definierter Fachbegriff, der sich von einer „nicht- ökologischen Landwirtschaft“ klar abgrenzen ließe. Aber es gibt Unterschiede gegenüber anderen landwirtschaftlichen Verfahren in Bezug auf die theoretischen Grundlagen, praktischen Ziele und die Methoden. So arbeitet der Ökologische Landbau gemäß den Richtlinien des kontrollierten Anbaus.
„Im ökologischen Landbau werden möglichst geschlossene betriebliche Kreisläufe angestrebt. Futter und Nährstoffe für Tier und Pflanze sollen möglichst vollständig auf eigener Betriebsfläche erzeugt werden, ein Zukauf externer Betriebsmittel wird bis auf wenige Ausnahmen beschränkt. Der ökologische Landbau verfolgt das Ziel, besonders bodenschonend und tiergerecht zu wirtschaften.“ Quelle: Was zeichnet den ökologischen Landbau aus.
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Auf Grund der in den 80er und 90er Jahren explodierenden Umweltprobleme, wachsenden Arbeitslosigkeit (besonders im Primären Sektor), Tschernobyl etc. wurde der Ruf nach einer umweltgerechten und nachhaltigen Landwirtschaft immer größer.
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU, welche die Politik der Landwirtschaft machte, besaß jedoch zu diesem Zeitpunkt veraltete Ziele. Bis dato waren die Ziele den Landwirten einen angemessenen Lebensstandard zu ermöglichen, die Märkte zu stabilisieren, den Verbrauchern angemessene Preise zu sichern, die landwirtschaftlichen Strukturen zu modernisieren und stabile unabhängige Preise trotz Schwankungen der Weltmarktpreise zu erreichen.
So wurde die GAP zum Opfer ihres eigenen Erfolges. Die Modernisierung der landwirtschaftlichen Verfahren und die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit der EU ließen den Anteil der Beschäftigten im Primären Sektor in Deutschland von ca. 80% im Jahre 1800 auf ca. 35% im Jahre 1900 und auf unter 3% im Jahre 2000 sinken (siehe Abbildung 1). Heute arbeiten etwa noch 20% der Beschäftigten im Ländlichen Raum im Primären Sektor. Das heißt es hat ein Strukturwandel von einem Agrarland über das Industrieland hin zu einem Dienstleistungsland stattgefunden, wie man der Abb. 1 entnehmen kann.
Die Folge des Strukturwandels und des technischen Fortschrittes war, dass ein Überschuss an Lebensmitteln erwirtschaftet wurde, welcher von der EU, zur Erreichung der oben genannten Ziele, subventioniert wurde. Diese enormen Kosten musste der EU-Haushalt bewältigen. Hinzu kamen Kosten der Erzeugung, welche ebenfalls subventioniert wurden. Die Folge war eine dringend notwendige Reform der GAP, die mit der Agenda 2000 verwirklicht werden sollte. (vgl. Reform der GAP. http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/l04000.htm (05.06.06))
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„Mit der Reform, die in der Agenda 2000 vorgesehen ist, werden die Bedingungen geschaffen für die Entwicklung einer multifunktionalen, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft in der EU. Darüber hinaus werden ihre langfristigen Ziele sich nicht nur für die neuen Mitgliedstaaten positiv auswirken, sondern auch den künftigen Generationen zugute kommen.“ Quelle: Agenda 2000. http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/l04000.htm (12.05.2006)
3) Ziele, Politische Rahmenbedingungen, Kontrollen sowie die
Maßnahmen und die Forschung durch die Politik
3.1) Rahmenbedingungen und Ziele
Es gibt vier Ebenen auf denen die Politik der Landwirtschaft beschlossen wird. Die erste Ebene ist die EU-, die zweite ist die Bundes-, gefolgt von der Länder- und der Kommunen-Ebene. Diese müssen „im Rahmen ihrer Zuständigkeiten zum Schutz der Umwelt beitragen und dabei mit den anderen Handlungsebenen kooperieren. Die Kompetenzen sollen möglichst bürgernah angesiedelt sein.“ (vgl. Heinemann, F./ Schmuck, O.(2003): S. 34) Dabei gilt das Subsidiaritätsprinzip. Dies bedeutet, dass eine höher gestellte Ebene nur dann die Aufgabe der niedrigergestellten Ebene übernehemen darf, wenn diese die Aufgabe nicht mehr alleine wahrnehmen kann.
-EU-Ebene:
Die EU gibt die grobe Richtung und die Ziele der Landwirtschaft an. „Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) umfasst eine Reihe von Bestimmungen und Mechanismen, die die Erzeugung und Verarbeitung von sowie den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten in der Europäischen Union (EU) regeln, wobei der Schwerpunkt inzwischen zunehmend auf der ländlichen Entwicklung liegt.“ Quelle: Definition und Instrumente.
Trotzdem ist die Gemeinsame Agrarpolitik unter den Politikbereichen der EU der umfangreichste, umstrittenste und der mit den größten Mitteln ausgestattete Bereich. Früher entfielen 70% des EU- Haushaltes auf die Landwirtschaft. 2002 waren etwa 50 % vorgesehen. Diese große finanzielle Bedeutung der GAP steht eigentlich im Gegensatz zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung des landwirtschaftlichen Sektors, denn der Durchschnitt der Beschäftigten im Agrarsektor lag 2000 nur noch bei 4,3% aller Beschäftigten in der EU. (vgl. Definition und Instrumente. http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/l04000.htm (05.06.06))
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Tobias Gorges, 2006, Ökologischer Landbau - Pro und Contra Bio, Munich, GRIN Publishing GmbH
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