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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ......................................................................................................................... 2
1. Eingrenzung des Themas und aktueller Stand 3
1.1 Ziel der Arbeit 3
1.2 Methoden und Techniken der Themenbearbeitung 3
1.3 Begriffsverwendung 4
2. Einführung aktive Medienarbeit mit Jugendlichen 4
3. Vorstellung des Projektes format (vgl JFF 2005b) 5
3.1 Ziele von format 6
3.1.1 Selbstkompetenz 6
3.1.2 Sozialkompetenz 7
3.1.3 Fach- bzw Medienkompetenz: 8
3.2 Zielgruppe von format 9
3.2.1 Zielgruppenspezifische Prämissen 10
3.3 Methodisches Vorgehen und theoretisches Grundverständnis von format 11
3.4 Besonderheit der Workshopsituation 14
4. Zusammenfassung 15
5. Literaturliste 16
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1. Eingrenzung des Themas und aktueller Stand
Ebenso wie es diverse Pädagogiken gibt, existieren unterschiedliche Positionen von Medienpädagogik, die jeweils durch unterschiedliche Wertvorstellungen und Zielsetzungen geprägt sind. Eine dieser Richtungen ist die aktive Medienarbeit mit Jugendlichen als Bestandteil einer Handlungs-/interaktions- bzw. kompetenzorientierten Medienerziehung. Weitere heutzutage relevante Positionen sind die Behütend-pflegende Medienerziehung, die Ästhetisch-kulturorientierte Medienerziehung, die Funktional-systemorientierte Medienerziehung und die Kritisch- Materialistische Medienerziehung (vgl. Tulodziecki, 1997, S. 83 ff.). Die aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, vorgestellt anhand eines konkreten Projektes, soll Thema der folgenden Hausarbeit sein. Nach aktuellem theoretischem Verständnis nimmt diese Art der Medienarbeit eine herausragende Stellung ein. Was vor allem auch durch die hohe Frequenz der Anwendung und den zahlreichen Institutionen 1 , insbesondere in der bayrischen Jugendmedienarbeit, verdeutlicht wird.
1.1 Ziel der Arbeit
Ziel der folgenden Arbeit ist es, am Beispiel des Modellprojektes format – Medienarbeit für Toleranz, stellvertretend für viele andere Projekte im Sinne der aktiven Medienarbeit, die Möglichkeiten eines solchen Ansatzes, bezogen auf ihre Praxisrelevanz, zu betrachten und an gegebener Stelle kritisch zu beleuchten.
1.2 Methoden und Techniken der Themenbearbeitung
Zur Bearbeitung dieses Themas wurden hauptsächlich allgemein zugängliche Publikationen aus den bayrischen Bibliotheksbeständen sowie Veröffentlichungen aus dem Internet benutzt. Ergänzend wurden dazu Daten aus der Sekundärforschung an geeigneter Stelle in die Arbeit eingebracht. Diese daraus gewonnenen Ergebnisse, Thesen und Erkenntnisse wurden durch eigene Erfahrungen, die in der Medienpädagogischen Praxis gemacht wurden ergänzt 1 Die Aktivitäten der aktiven Medienarbeit s ind bundesweit, in einigen Projekten auch europäisch ausgerichtet. Ein Schwerpunkt liegt allerd ings in Bayern. Vier lokale bzw. regio nale Einrichtungen tragen d iese Strukturen JFF,: MZM, MSA, Parabol und die zahlreichen Medienfachberatungen (vgl. JFF, 2005a)
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1.3 Begriffsverwendung
Zur Personenbezeichnung wird hier aus Gründen der Leserlichkeit ausschließlich die männliche Form Pädagoge verwendet. Wobei sich dabei auch gleichermaßen alle Pädagoginnen, Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen, Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen sowie alle Dozenten die im Bereich der aktiven Medienarbeit tätig sind angesprochen fühlen sollen.
2. Einführung „aktive Medienarbeit“ mit Jugendlichen
Die medienpädagogische Kernfrage dieses Ansatzes heißt, gegenüber anderen medienpädagogischen Konzepten, nun nicht mehr: Was machen die Medien mit den Bürgern, sondern: was können die Bürger mit den Medien machen. Diese Art der Medienarbeit verfolgt das Ziel, Medien auch zur Veränderung von Handeln und Verhalten einzusetzen, indem sie die Möglichkeit der Erkenntnisgewinnung und Bedürfnisartikulation durch aktive, praktisch-reflexive Medienarbeit fördert (vgl. Hüther, 1997, S.124). Grundlage ist hierbei die Annahme, dass Lernwirkung nicht nur durch das Reden über eine Sache erwartet werden kann und deshalb erfolgreiches Lernen einen handelnden Umgang mit der Sache erforderlich macht. Wobei dem Lernenden Entscheidungsfreiheit und Selbsttätigkeit zugebilligt werden müssen (vgl. Schröder, 2000, S.26). Dementsprechend werden im Rahmen dieses Ansatzes Jugendlichen und jungen Erwachsenen Medien als Werkzeuge an die Hand gegeben, mittels derer sie eigene Interessen artikulieren und persönliche Erfahrungen machen können. Gemeinhin werden in der aktiven Medienarbeit vier Zielbereiche unterschieden die sich in der Praxis jedoch oft vermischen (vgl. Schell, 1993):
¾Medien als Mittel der Reflexion eigenen bzw. Gruppenverhaltens ¾Medien als Mittel der Exploration ¾Medien als Mittel zur Herstellung von Öffentlichkeit ¾Medien als Mittel der Analyse und Kritik der Massenmedien
Wichtiges Element der aktiven Medienarbeit ist die Arbeit in Gruppen. Beim Erstellen von Medienprodukten soll kein Einzelkämpfertum gefördert werden, sondern das gemeinsame erstellen eines Produkts im Mittelpunkt stehen. Es wird von der Fähigkeit zur aktiven Teilnahme an Kommunikationsgemeinschaften und von einem aktiven Rezipienten ausgegangen, das heißt jeder Teilnehmer kann und soll einen Part im Geschehen übernehmen. Aufgabe der Pädagogen ist es dabei, kooperative Arbeitsformen zu gewährleisten und zu unterstützen, sich jedoch gleichzeitig
5 selbst zurückzunehmen und die Rolle eines Moderators einzunehmen. Machtkämpfe sind dabei nicht die Lösung oder das Ziel, sondern die Gleichberechtigte Zusammenarbeit, innerhalb derer jeder seine eigenen Fähigkeiten entdecken und entfalten kann. In diesem Prozess soll sowohl das Verhältnis der Jugendlichen untereinander, als auch zu den Pädagogen partnerschaftlich geprägt sein.
3. Vorstellung des Projektes format (vgl. JFF, 2005b)
Eines der zahlreichen Projekte in der aktiven Medienarbeit mit Jugendlichen ist format, mit ganzem Titel: format – Medienarbeit für Toleranz. format war von November 2001 bis Oktober 2004 eines der Projekte des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Finanziert wurde format aus dem Xenos Fördertopf des Europäischen Sozialfonds (ESF), aus Bundesmitteln sowie Landesmitteln des Bayrischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Gemäß den Zielvorgaben von Xenos sollten durch format deutsche und ausländische Jugendliche gemeinsam im Umgang mit Medien qualifiziert und auf ihr zukünftiges Berufsleben vorbereitet werden. Eine zentrale Rolle nimmt dabei das Thema Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ein. Innerhalb des Themenkomplexes „Toleranz – Intoleranz“ können sich die Jugendlichen mit eigenen sowie fremden Erfahrungen und Standpunkten auseinandersetzen. format wendet sich dabei an Berufsschulen, Betriebe und Einrichtungen der berufsbezogenen Jugendhilfe in Bayern. In format Seminaren erwerben Jugendliche Schlüsselqualifikationen, die in ihrer beruflichen Orientierung bzw. Laufbahn richtungsweisend sein können.
format Seminare bieten Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit ihren Alltagserfahrungen, Sichtweisen und Standpunkten zum Themenkomplex "Toleranz - Intoleranz" auseinander zu setzen. Meinungen und Erlebnisse der Jugendlichen über Toleranz werden aufgegriffen, in Kleingruppen reflektiert und bilden die Basis für Video-, Radio- und Internetbeiträge. Die Aufteilung in Kleingruppen, in die Bereiche Video, Audio und Multimedia, findet je nach Interessensgebiet der Jugendlichen statt. Wie diese Medienbeitrage erstellt werden, wird im Folgenden kurz aufgelistet.
Video
Die Jugendlichen die sich für die Erstellung eines Videobeitrages entschieden haben werden mit professionellem Aufnahme- und Schnittequipment ausgestattet und können nach einer technischen Einführung des Pädagogen, ihre Ideen zum Thema Toleranz in Form eines Kurzfilmes bzw. eines Dokumentarfilmes umsetzen.
Radio
Quote paper:
Dipl. Sozialpädagoge Sascha Jochum, 2006, Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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