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Inhaltsverzeichnis:
Einführung: 3
Biographie Nietzsches 3
Epoche: 8
Also sprach Zarathustra 9
Von den drei Verwandlungen 9
Das Kamel 10
Der Löwe 10
Das Kind der Übermensch 11
Bedeutung 12
Aktualiät und Perspektive 13
Schluss 16
Literaturliste 17
Bücher: 17
Internetseiten 17
3
Einführung:
Die vorliegende Studienarbeit soll den Versuch darstellen, Nietzsches Menschenbild von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Dabei soll die Entwicklung hin zum „Übermenschen“ und dessen Verhältnis zu seiner Umwelt und zu Gott dargelegt werden. Ziel ist es die Bedeutung sowie die eventuelle Anwendbarkeit für aktuelle Probleme und Diskussionen seiner Gedanken zu untersuchen. Der Reiz für mich gerade diesen Philosoph auszuwählen, war sein Ruf als Querdenker und die damit verbundene befremdliche so wie populäre Philosophie die von ihm Ausging. Weiterhin war es für mich attraktiv nach den vielen Interpretationenversuchen die es von Nietzsches Gedanken gibt, vielleicht meine ganz eigene Interpretation hinten an zufügen. Bei diesem Versuch beziehe ich mich insbesondere auf das Buch “Also sprach Zarathustra“. Dieses Buch kann man als das zentrale Werk von Nietzsche betrachten, in dem Nietzsche in Gestalt des persischen Propheten und Reformators Zarathustra, den Tod Gottes, den „Übermenschen“ sowie die ewige Wiederkehr des Gleichen predigt. Im Mittelpunkt soll dabei das Kapitel „Von den drei Verwandlungen“ stehen, in dem Nietzsche von der Verwandlung des Geistes hin zum „Übermenschen“ spricht. Um Nietzsche und seine Gedanken besser Verstehen und einordnen zu können setze ich am Anfang dieser Arbeit die Biographie sowie die zeitlichen Umstände in denen Nietzsche gelebt hatte. Bei der Arbeit habe ich nicht nur Literatur der letzten und vergangenen Jahre benutzt, sondern auch Gedanken aufgenommen, die innerhalb der Diskussion über Nietzsche im Rahmen unseres Seminars und der Vorarbeit dazu aufgekommen sind.
Biographie Nietzsches 1
Am 15. Oktober 1844 wurde Friedrich Nietzsche auf einem Pfarrhof in Röcken als Sohn des Pfarrers Carl Ludwig Nietzsche und seiner Frau Franziska geboren. Sein Großvater mütterlicherseits, bei dem Friedrich viel Zeit verbrachte, war Ebenfalls Pfarrer. Sein Großvater, hatte zusätzlich zu seiner Frömmigkeit, Vitalität und fast bäurischen Erdverbundenheit auch umfassende geistige Interessen, welche der Entwicklung Friedrich Nietzsches nachhaltig zu Gute kamen. Als Nietzsche sechs Jahre alt war starb sein Vater, kurz bevor Nietzsches Bruder Joseph knapp zweijährig starb, an einer Hirnerkrankung. Der Verlust des Vaters und Bruders führt dazu, dass Nietzsche in einer vollständig von Frauen dominierten Umgebung aufwächst, zu vermuten ist, dass daher auch sein gespaltenes Verhältnis zu Frauen seinen Ursprung
1 Die Informationen für die Biographie sind hauptsächlich von der Internetseite www.friedrichnietzsche.de
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findet. Nach dem Tod des Vaters zieht Friedrich mit seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester Elisabeth zur Großmutter ins nahegelegene Naumburg. Friedrich ist den Gleichaltrigen mit seinem distanzierten und frühreifen, neunmalklugen wirkenden Verhalten fremd. Von seinen Mitschülern wird er als der 'kleine Pastor' verspottet. Nietzsche reagiert auf dieses Unverständnis schon als Kind auf zwei charakteristische Arten. Einmal der Rückzug in die Einsamkeit. Der zweite Ausweg ist das Eingehen von intensiven Freundschaften. Nietzsche beginnt schon früh eine Art Freundschaftskult zu entwickeln. Grundlage dabei sind immer ähnliche geistige Interessen oder Ideale. Nietzsche sagte über seine ersten beiden Freunde2 „ Freunde sind etwas Hohes, Edles, wahre Freunde zu haben und unser Leben ist von Gott bedeutend verschönert worden, dass er uns Mitgefährten gab, die mit uns dem Ziele zustreben“. Mit diesen beiden Freunden, mit denen er die Liebe zur Dichtung und Musik teilte, verbracht Nietzsche viel Zeit. Im Hause des Gerichtsrats Pinder findet Nietzsche eine große Bibliothek und im Vater seines Freundes so etwas wie eine Ersatzautorität in der Familie seines anderen Freundes bei der er ebenfalls viel Zeit verbrachte pflegte man ein reiches Musikleben. Welche Bedeutung die Musik hat, beweist das Traktat “Über Musik“ des Vierzehnjährigen Nietzsches. Im Frühjahr 1851 besucht Nietzsche in Vorbereitung auf das Domgy mnasium bis zum Herbst 1854 das Privatinstitut des Kandidaten Weber. Ein damaliger Mitschüler berichtet, dass Nietzsche von seinen Mitschülern "bis zur Vergötterung" bewundert, doch zugleich aber auch als Sonderling geneckt worden sei. Nietzsche ist ein sehr guter Schüler und so führt seine außergewöhnliche Begabung schließlich dazu, dass er für einen Freiplatz an dem Naumburg nahe gelegenen Internat, der Königlichen Landesschule zu Pforta3, vorgeschlagen wird. Mit knapp vierzehn Jahren, beginnt für Friedrich Nietzsche, nun getrennt von seinen Freunden und der Familie, das neue Schuljahr in Pforta. In diesen Jahren ist der spätere Nietzsche schon zu erahnen, das Gefühl, auserwählt zu sein und das Schreiben als entscheidendes Erkenntnismittel und der Wille Kunst zu schaffen begleiten ihn schon damals. Aber ein Wesenszug bleibt vollkommen im Verborgenen - nirgends ist von Widerspruch, Widerstand gegen Traditionen, Werte und Regeln zu lesen. Das Programm der Schule war an dem Humboldtschen Erziehungsideal einer ganzheitlichen Charakterbildung aus dem Geiste der Antike ausgerichtet. Hervorragende Pädagogen sollten die Schüler in einem durchaus freundschaftlichen Mentorensinne "zum Gehorsam gegen das Gesetz und den Willen der Vorgesetzten, an Strenge und pünktliche Pflichterfüllung, an Selbstbeherrschung, an ernstes Arbeiten, an frische Selbsttätigkeit aus eigener Wahl und Liebe zur Sache,
2 Wilhelm Pinder und Gustav Krug
3 galt als erste Stätte wissenschaftlich fundierter und humanistischer Bildung.
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an Gründlichkeit und Methode in den Studien, an Regel in der Zeiteinteilung, an sicheren Takt und selbstbewusste Festigkeit im Umgang mit ihresgleichen gewöhnt werden. Die Zeit in Pforta ist neben dem Schulstoff geprägt von Lektüre der antiken sowie moderneren Philosophen und der griechischen Sprache. Nietzsche ist in seiner Urteilskraft zu diesem Zeitpunkt seiner Umgebung schon weit überlegen. Als siebzehnjähriger sind die Spuren seines unzeitgemäßen Denkens schon zu erkennen. Hier greift er in seinen Schriften das Christentum an und kommt auf den Atheismus zu sprechen. Er spricht dabei die Relativität der Moral an, vorgebildet ist die Philosophie des Werdens und der Unschuld des Werdens, der Gedanke, dass der Mensch etwas sei, das untergeht und zu überwinden ist. Der Gedanke der ewigen Wiederkehr und des Philosophen und Historikers als Propheten und Gesetzgebers, der die Weltvergangenheit umstürzt, ist hier schon zu erkennen. Erkennbar ist hier auch schon die Kritik des Bewusstseins und des Geistes und die Problematik des Individuums in Gesellschaft und Geschichte. Klar ausgedrückt ist auch schon der Hass auf die Idee von der Gleichheit der Menschen. Am 7. September 1864 endet Nietzsches Schulzeit mit der erfolgreich abgeschlossenen Reifeprüfung. Der damals neunzehnjährige Friedrich Nietzsche ist sich nach der Zeit in Pforta, trotz aller Neigung zur Kunst, bewusst, dass seine erste Begabung in der Philologie liegt. Deshalb beginnt er 1865 das Studium der Theologie und der klassischen Philologie in Bonn. Am wichtigsten im ersten Studienjahr Nietzsches in Bonn ist eine fundamentale geistige Entscheidung, nämlich die Abwendung vom Christentum und damit vom Studienfach Theologie. Nietzsche gibt also das Studium der Theologie auf, weigert sich sogar beim Osterbesuch 1865 in Naumburg demonstrativ, am Abendmahl teilzunehmen. Nach dieser Entscheidung kennt Nietzsche seinen Weg, er will Philologe werden. Aus diesem Grund wechselte er nach Leipzig wo er seine kommenden Studienjahre verbringt, die den Denker Nietzsche fortan prägen. Für Nietzsche ist die Zeit in Leipzig aus verschiedenen Gründen von entscheidender Bedeutung. Professor Ritschl, der kurz nach Nietzsche ebenfalls nach Leipzig wechselte, erkennt die philologische Ausnahmebegabung Nietzsches und wird ein für ihn erfolgreich wirkender Mentor. Ritschl erklärt ihm nach einigen Nachfragen, "dass er noch nie von einem Studierenden des 3. Semesters etwas Ähnliches der strengen Methode nach, der Sicherheit der Kombination nach gesehen habe." Nietzsche, der nach dem Treffen wie "im Taumel umhergeht", schreibt diesem Lob seine eigentliche Geburt als Philologe zu. Nietzsche sucht jedoch trotz aller Erfolge auf dem Gebiet der Philologie, Genuss in philosophischen Erkenntnissen. Hier sieht er schon früh die Distanz zu dem Wissenschaftsideal Ritschl`s, das für Nietzsche von Selbstbeschränkung geprägt ist. Nietzsche, der so begabt und präzise philologische Probleme löst, will die Ergebnisse
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Dipl. Sozialpädagoge Sascha Jochum, 2005, Das Menschenbild Nietzsches, Munich, GRIN Publishing GmbH
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