Seamus Heaney′s Punishment
von Christian Sauer
Inhaltsverzeichnis
1. Biographische Skizze Heaneys 4
2. Grundzüge von Heaneys Lyrik 4
3. Punishment 5
3.1 Inhalt 5
3.1.1 Das Windeby-Mädchen 6
3.1.2 Parallelen Jütland - Irland 7
3.2 The Artful Voyeur 9
3.3 Sprache 11
3.3.1 Religiöse Metaphorik 12
3.3.2 bog-Metaphern 13
3.3.3 Weitere sprachliche Auffälligkeiten 14
4. Heaneys Rolle in der Literatur und das anglo-irische Problem 14
Literaturverzeichnis 16
Anhang 17
1. Biographische Skizze Heaneys
Geboren wurde der wohl bekannteste zeitgenössische englischsprachige Dichter am 13. April 1939 auf dem Bauernhof der Familie im County Derry. Das älteste von neun Kindern, besuchte er zunächst die örtliche Schule. Mit 18 schrieb er sich am Queen′s College in Belfast ein, machte dort vier Jahre später einen Abschluß in Englisch und legte ein Jahr später eine Lehramtsprüfung am St. John′s College, Belfast, ab.
Zu dieser Zeit begann Heaney zu schreiben und seine Werke unter einem Pseudonym zu veröffentlichen. Im Jahr nach seiner Hochzeit mit Marie Devlin, die 1965 stattfand, wurde er als Dozent ans Queen′s College nach Belfast gerufen; Death of a Naturalist erschien. 1969 wurde sein zweiter Band, Door into the Dark, veröffentlicht. Anschließend nahm er einen zweijährigen Lehrauftrag an der University of California wahr um ein Jahr nach seiner Rückkehr zusammen mit seiner Familie in die Republik Irland umzusiedeln.
Kurz darauf erschien sein dritter Band Wintering Out, zwei Jahre später North. 1975 begann er eine Lehrtätigkeit am Carysfort College in Dublin. Field Work erschien 1979. Einige Jahre später gab er die Tätigkeit in Dublin auf und erhielt einen Lehrauftrag in Harvard. Station Island ist der Titel eines 1984 veröffentlichen Gedichtbandes, 1987 folgte The Haw Lantern. Sein bisher letzter Band Seeing Things erschien 1991. Alle seine Bände wurden mehrfach von den verschiedensten Institutionen ausgezeichnet.
Aufmerksamkeit erregte Heaney auch mit seiner Version des Beowulf, die 1999 erschien.
Seit 1976 lebt Heaney mit seiner Frau in Dublin.
2. Grundzüge von Heaneys Lyrik
Bei der Lektüre von Heaneys frühem Werk, vor allem von Death of a Naturalist oder Door into the Dark, aber auch darüber hinaus, stellt man sehr schnell fest, daß Heaney in ausgeprägtem Maße mit seiner ländlichen Heimat verwurzelt ist. Dies erkennt man bereits an "Digging", dem ersten Gedicht in Death of a Naturalist. Hier definiert Heaney seine Rolle als Dichter, der sich von seinen Vorfahren abhebt und doch Parallelen zieht: Mit seinem Großvater verbindet er das Stechen von Torf, mit seinem Vater die Arbeit im Garten; anders als er wußten sie mit einem Spaten umzugehen (Vers 28: "But I′ve no spade to follow men like them."), gleichwohl zieht er eine Analogie Spaten-Stift wenn er schreibt "Between my finger and my thumb / The squat pen rests. / I′ll dig with it." (V. 29-31). Trotz der Unterschiede ordnet sich Heaney so in die ländlich-bäuerliche Familientradition ein.
Ein weiteres Merkmal seines Schaffens ist gleichfalls schon in "Digging" präsent, nämlich die Auseinandersetzung mit den Troubles, die bei irischen Autoren ja fast schon obligat erscheint. Auch in diesem Punkt sucht Heaney seiner Rolle als Dichter zu entsprechen: der Stift wird mit einer Waffe verglichen (V. 1-2: "Between my finger and my thumb / The squat pen rests; snug as a gun.").
Das letzte Hauptmerkmal, neben vielen mystischen Elementen und seiner für die Verhältnisse zeitgenössischer Lyrik leicht verständlichen Sprache, ist die ausgeprägte Sexualmetaphorik, die ebenfalls bereits in "Digging" augenscheinlich wird (V. 8: "Stooping in rhythm [...]"; V. 23: "[...] going down and down"), die jedoch an anderer Stelle in Zusammenhang mit der Untersuchung von "Punishment" genauer betrachtet werden wird.
[...]
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Christian Sauer, 2001, Seamus Heaney's Punishment, Munich, GRIN Publishing GmbH
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