Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis.................................................................................................. 2
1. Einleitung 3
2. Geländeklimatologische Aspekte 4
3. Jahreszeitlicher Witterungsgang 7
4. Klimaprovinzen der Alpen 10
4.1 Westalpen 11
4.1 Westalpen 12
4.2 Nordalpen 13
4.3 Südalpen 14
4.4 Ostalpen 15
4.5 Alpine Innenzone 16
5. Schluss 17
Literaturverzeichnis 19
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1. Einleitung
Die Alpen sind das höchste Gebirge Europas. Sie sind vor rund 100 Mio. Jahren durch einen immer noch nicht abgeschlossenen Kollisionsprozess zwischen der afrikanischen und der europäischen Platte entstanden. Noch heute heben sich die Zentralalpen um ca. 1 mm pro Jahr. Die Alpen befinden sich zwischen 44° und 48° nördlicher Breite und zwischen 6° und 16° östlicher Länge. Insgesamt erstreckt sich dieses Gebirge über eine Fläche von 181500 km² von ihrem Westrand am Golf von Genua bis zu ihrem Ostrand nahe der Ungarischen Tiefebene, haben die Alpen eine Länge von 1200 km. Im Westen ist der Gebirgszug der Alpen gekrümmt und mit 150 km Breite ziemlich schmal. Dennoch befinden sich hier mit dem Mont Blanc (4807 m) und dem Monte Rosa (4634 m) die höchste Gipfel Europas. Nach Osten wird das Gebirge breiter und erreicht in Tirol seine größte Ausdehnung mit 250 km. Jedoch ist in diesem Teil der Alpen die durchschnittliche Höhe der Berggipfel niedriger als sie es im Westteil ist. Die Grenzlinie zwischen den West- und den Ostalpen wird im Groben entlang der Linie vom Bodensee durch das Rheintal bis zum Como See gezogen. Insgesamt sind die Alpen stark von der „ Gliederung in Becken und Täler bis hin zur Größenordnung ganzer Landschaften wie etwa Kärnten und dem Wallis“ (Weischet, 2000, 78) bestimmt. Heute leben in den Alpen etwa 11 Mio. Menschen in ungefähr 6000 Gemeinden und verteilt über die Staatsgebiete von Frankreich, Italien, der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland und Slowenien. Daran lässt sich erkennen, dass die Alpen keinen Raum mit einer einheitlichen Kultur verkörperen. Nicht nur in kultureller, sondern auch in klimatologischer Sicht bedürfen die Alpen einer Untergliederung. Da dieses Gebirge im „Übergangsbereich zwischen dem Atlantischen Ozean, dem Mittelmeer und der großen europäischen Landmasse“ (Wanner, 2000, 31) liegt , führt das zu einer notwendigen Unterscheidung der Alpen in mehrere Klimaräume.
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2. Geländeklimatologische Aspekte
Die starke Reliefierung der Alpen führt dazu, dass zahlreiche geländeklimatologische Aspekte eine wesentliche Rolle für die Besiedlung und Bewirtschaftung dieses Hochgebirgsraums spielen. Die dem Boden durch Sonnenstrahlen zugestrahlte Energie wird von diesem an die darüberliegende Luftschichten weitergegeben und führt demnach auch zu einer Erwärmung der Luft. Je höher man sich im Gebirge befindet umso dünner wird die Luft. Dünne Luft kann weniger langwellige Strahlung ab-sorbieren und kann daher nicht so viel Wärme aufnehmen wie die Luft im Flachland. Dies ist ein wesentlicher Grund für die Abnahme der Temperatur mit steigender Höhe. In den Alpen nehmen die Jahresdurchschnittstemperaturen mit 100 m Höhenzunahme um 0,5 bis 0,8°C ab. Das bedeutet, dass die jährliche Durchschnittstemperatur vom Alpenvorland mit 8-9°C auf 0°C in 2000 m Höhe sinkt. Dieses Temperaturgefälle dreht sich im Winter häufig um. Die oben gelegene kalte Luft fließt von den Hängen in die Täler und Becken hinab. Dort entstehen so genannte Kaltluftseen, in denen Temperaturminimas von bis zu -35°C erreicht werden (z. B. Klagenfurter Becken). Diese Anhäufung von Kaltluft wird durch einen nach oben begrenzten Bodennebel sichtbar. Deswegen treten in den Kaltluftsammelgebieten auch eine besonders große Zahl an Nebeltagen, v. a. im Herbst und Winter, auf. Allerdings besteht auch im Frühjahr noch die Gefahr von Nachtfrost in den Tälern. Selbst im Sommer können nach Sonnenuntergang Temperaturen von unter 8°C erreicht werden.
Die einzigen in den Alpen ackerbaulich nutzbaren Flächen befinden sich in Tälern mit West- Ost- Erstreckung auf deren südexponierten Hängen und Terrassen, insofern die Hangneigung nicht zu steil ist. Diese Südhänge sind außerdem auf Grund der längeren Sonnenbestrahlung im Vergleich mit den Talböden für die Bewirtschaftung von größeren Vorteil. Die im Schatten der Sonne gelegenen Nordhänge sind dagegen meist von Nadelwäldern bedeckt und eignen sich v. a. für die Nutzung für den Wintersporttourismus. Steht die Sonne, gerade im Hochwinter, nur niedrig über dem Horizont, sind tief eingeschnittene Täler „mehrere Wochen ohne direkte Bestrahlung und erhalten nur ¾ der normalen direkten Zustrahlung“ (Weischet, 2000, 79).
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Diese für alle Hochgebirge geltenden Klimaregeln werden vom örtlichen Relief so stark beeinflusst, dass sich dabei regionale Klimaeigenheiten wie die sog. Lokalwinde entwickeln können. Zu diesen Lokalwinden gehören der Tal- und der Bergwind, deren Wechsel man als Lokalwindzirkulaton bezeichnet. Der oft bis in den Vormittag anhaltende Bergwind, entsteht durch kalte, während der Nacht in die Täler abfließende Luftschichten. Darauf folgt der Talwind, der aus erwärmten und somit aufsteigenden Luftmassen der Täler besteht. Talwinde bringen daher oft verschmutzte Luft, aus Ballungsräumen am Alpenrand, ins Gebirge, die Bergwinde hingegen sorgen für den Transport sauberer Bergluft ins Flachland. Ein bekanntes Beispiel für eine solche Lokalwindzirkulaton bilden die Winde Ora (= Talwind) und Sover (= Bergwind) am Gardasee. Aufgrund dieser Winde ist dieser oberitalienische See auch unter Surfern sehr beliebt.
Wegen ihrer Lage im Westwindgürtel der Nordhalbkugel, unterliegen die Alpen einem häufigen Wechsel von Hoch- und Tiefdruckgebieten. Die auf das Gebirge treffenden atlantischen Luftmassen werden hier zum Aufsteigen gezwungen. Dabei werden diese Luftmassen abgekühlt, kondensieren zu Wolken und regnen schließlich ab. Dies führt v. a. an der windzugewandten Luv- Seite zu hohen Niederschlägen, während die windabgewandte Lee- Seite im Regenschatten liegt und deshalb deutlich weniger Niederschläge verzeichnet.
Eine weitere klimatische Besonderheit der Alpen stellt der Föhn- Wind dar. Der Föhn ist ein sehr warmer und trockener Fallwind, der Wolkenauflösung herbeiführt und meist im Herbst oder Frühling auftritt. Dabei wird zwischen dem an der Alpensüdseite auftretenden Nordföhn und dem an der Alpennordseite auftretenden Südföhn unterschieden. Weitere im Alpenraum auftretende Starkwindlagen sind die Bise, der Mistral und die Bora, die folgendermaßen entstehen. Zu Beginn nähert sich eine Zyklone mit einer Kaltluftfront von Norden her den Alpen, was zu einem leichten Südföhn führt. Nähert sich nun diese Kaltfront dem Gebirge, wird sie verformt und schiebt sich in einzelne Alpentäler vor. Die nachströmende Kaltluft hat nicht mehr genug Energie um die Alpen zu überströmen.
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Darum kommt es zu einem Aufteilen der Kaltluft, die nun die Alpen sowohl im Westen als auch im Osten umfließt. Dabei entstehen im Bereich des Rhone- Tals der Mistral, zwischen Alpen und Schweizer Jura die Bise und zwischen Alpen und Dinaren die Bora. Die Kaltluftfront schiebt sich nur mühsam über die Alpen und stellt erst über der Poebene wieder ein einheitliches Gebilde dar.
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Arbeit zitieren:
Steffen Kruppa, 2002, Das Klima der Alpen, München, GRIN Verlag GmbH
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