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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Lagerfunktionen
3. Lagerungsablauf
1. Materialannahme und Identitätsprüfung
2. Materialprüfung
3. Materialein- und Umlagerung
4. Materialauslagerung und -ausgabe
4. Lagerhaltungskosten
5. Zusammenfassung
6. Quellen
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1.Einleitung
Die Lagerhaltung beschäftigt sich mit der Materiallagerung und dem dazu gehörigen Lagerungsablauf. Der Lagerungsablauf in sich umfasst alle Vorgänge von der Materialannahme bis zur Materialausgabe. Während des Lagerungsablaufes durchläuft die Ware in der Regel folgende Schritte:
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Materialannahme und Identitätsprüfung
Dabei sind die Materialannahme und Materialprüfung Aufgabenkomplexe, die ineinander übergehen können. Die Vertiefung der einzelnen Schritte des Lagerungsablaufes erfolgt im 3. Abschnitt. (vgl. [HART] S. 528 ff)
2. Lagerfunktionen
Der Lagerhaltung kommt eine sehr große Bedeutung bei der Herstellung bzw. Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft zu. Es wird eine kontinuierliche Produktion und eine wirtschaftliche Fertigung mit hoher Auslastung gewährleistet und damit die Kundenbefriedigung maximiert (z.B. bei der Liefertreue). (vgl. [EHRMANN] S. 356) Die wichtigsten Einzelfunktionen der Lagerhaltung lassen sich wie folgt darstellen:
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Zur Beseitigung der Dissonanzen (Unstimmigkeiten) von Materialbedarf und Materialzufluss übernimmt das Lager eine Ausgleichsfunktion. Die Dissonanzen können dabei sowohl zeitlich als auch mengenmäßig auftreten. Zeitlich ergeben sich Dissonanzen, wenn bestimmte Materialen während des ganzen Jahres zur Verarbeitung bzw. Produktion benötigt werden, die Beschaffung aber nur zu einem bestimmten Zeitpunkt oder während eines beschränkten Zeitraums möglich ist. Dieser Fall trifft zum Beispiel auf die Obstverarbeitung zu. Obst wird zwar während des ganzen Jahres verarbeitet, kann aber nur in der Ernteperiode bezogen werden. Dies erfordert eine Lagerung des genannten Gutes in einem Lager, dem somit eine Pufferfunktion zukommt. Eine mengenmäßige Dissonanz liegt vor, wenn bei bestimmten
Chargenproduktionen nur eine bestimmte Mindestmenge produziert werden kann. Die Mindestmenge stimmt dann aber oft nicht mit der benötigten Menge überein, somit werden die auftretenden Dissonanzen durch die Lagerhaltung ausgeglichen bzw. kompensiert.
Eine Verpflichtung mit einem Lieferanten bzw. Zulieferer zur Abnahme bestimmter vertraglich festgelegter Mindestmengen kann auch zu Dissonanzen in mengenmäßiger Hinsicht führen. (vgl. [EHRMANN] S. 357) In all diesen Fällen übernimmt die Lagerhaltung durch seine Kapazität eine Ausgleichsfunktion, indem nicht benötigtes Material wieder eingelagert bzw. eingelagertes Material zur Produktion oder Verarbeitung hinzu gezogen werden kann.
Der Sicherungsfunktion kommt insofern eine große Bedeutung zu, da in den Unternehmen häufig ein Informationsdefizit über die exakten Bedarfsmengen zukünftiger Perioden, Liefermengen, Bedarfszeitpunkte, Lieferzeitpunkte
Lagerschwund u.Ä. besteht. Diese Unsicherheit der Informationen zwingen zu einer Lagerhaltung. (vgl. [EHRMANN] S. 357)
Preiserhöhungen auf dem Beschaffungsmarkt, wie zum Beispiel bei Stahl zu beobachten war, können ebenfalls Motivation zu einer vorsorglichen Eindeckung bei noch nicht aktuellem Bedarf sein. Ebenso kann eine befürchtete Qualitätsverschlechterung der Materialien, welche sich dann auf die eigenen
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Erzeugnisse niederschlagen würde, Anlass zu einer Lagerhaltung geben. Spekulationen auf günstige Sonderangebote verursachen auch eine Lagerung. (vgl. [EHRMANN] S. 357)
Zusammenfassend ist damit zu sagen: „Spekulativlager können als Folge unternehmerischer Dispositionen Vorräte aufnehmen, die in ihrer Höhe weder sicherungs- noch verbrauchsbedingt sind und auch nicht der Überbrückung zeitlicher oder mengenmäßiger Abweichungen zwischen Beschaffung und Produktion auf der einen oder Produktion und Absatz auf der anderen Seite dienen.“ (Zitat: [HART] S. 510)
Als letzte wichtige Lagerfunktion ist die Veredlungsfunktion zu nennen. Im Gegensatz zu den Anderen wird diese auch als Produktionsfunktion bezeichnet und kommt dann zum Tragen, wenn die Lagerung der Güter eine Qualitätsverbesserung der Lagergüter bewirkt. Somit ist die Lagerung in diesem Fall ein Teil des Produktionsvorganges. Als Beispiele wären hier zu nennen die Alterung, Trocknung, Reifung oder Gärung etwa bei Cognac, Holz, Käse, Wein. (vgl. [EHRMANN] S. 358)
3. Lagerungsablauf
Wie in der Einleitung vorweg genommen, gliedert sich der Lagerungsablauf in Materialannahme und Identitätsprüfung, Materialprüfung, Materialeinlagerung und Umlagerung sowie Materialauslagerung und -ausgabe. In der Praxis lassen sich eine Fülle unterschiedlichster ablauforganisatorischer Regelungen finden, dennoch vollzieht sich der Lagerungsablauf im Regelfall in oben genannten Schritten. (vgl. [HART] S. 528 ff)
3.1. Materialannahme und Identitätsprüfung
Eine funktionsfähige Wareneingangssteuerung ist für jedes Unternehmen lebenswichtig. Die Materialeingangsstelle ist somit für eine schnelle und korrekte Materialannahme und -kontrolle sowie die Weiterleitung der Lieferung an die Materialprüfstelle, das Lager, die Fertigung oder an den Vertrieb verantwortlich. Des
Arbeit zitieren:
Jan Borsdow, 2004, Lagerhaltung, München, GRIN Verlag GmbH
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