Technische Universität Dresden
Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“
Institut Wirtschaft und Verkehr
Tourismus und Infrastruktur
Seminararbeit
Abgabetermin
17.05.2002
eingereicht von
Andreas Bünnig
Eingereicht an der Professur für Tourismuswirtschaft
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Literaturliste 3
Websites 3
1 Einleitung 4
2 Infrastruktur und Angebot 5
2.1 Definition Infrastruktur und Tourismus 5
2.2 Das Touristische Angebot 6
3 Wettbewerb zwischen Destinationen 7
3.1 Der Verdrängungswettbewerb der Destinationen 8
3.2 Lösungsansätze 9
3.2.1 Netzwerk als Chance 9
3.2.2 Profilierung und Professionalisierung des Angebots 11
4 Die Einflussfaktoren der touristischen Infrastruktur 13
4.1 Die gesellschaftlichen und wirtschaftliche Einflüsse 13
4.2 Der Einfluss von Staat und Politik 14
4.2.1 Die Raumordnung 15
4.2.2 Anforderungen an Kur- und Erholungsorte 16
4.3 Die Privatwirtschaft 17
4.4 Die Nachfrager 17
4.5 Die Umwelt 18
4.5.1 Umwelt als Einflussgröße 18
4.5.2 Einfluss der Infrastruktur auf die Umwelt 18
5 Fazit 20
Anhang 22
1 Einleitung
Unbestritten ist die Tourismuswirtschaft ein ökonomischer und gesellschaftlicher Faktor von hohem Wert. In keiner anderen Branche finden in Deutschland so viele Menschen Arbeit wie in den Kern- und Randbereichen des Tourismus, denn die Dienstleistungen rund um Reisen, Essen, Übernachten, Tagen, Erholen und Vergnügen werden häufig nachgefragt. Reiseveranstalter, Reisebüros, Verkehrsgesellschaften, Hotels, Gaststätten, kulturelle, sportliche und gesundheitsorientierte Einrichtungen bilden das Herz der Tourismuswirtschaft. 1
Die Rahmenbedingungen für den Tourismus haben sich jedoch in den letzten Jahren stark verändert. Einkommenssteigerungen und die Zunahme der arbeitsfreien Zeit sowie der wachsende Stellenwert der Freizeit im Bewusstsein der Menschen führen zu immer höheren Anforderungen an die Entwicklung qualitativer und differenzierter touristischer Infrastruktur in den Destinationen. Dadurch hat sich der Wettbewerb auf den touristischen Märkten verstärkt und es stellt sich die Frage, ob der Staat in den Verdrängungswettbewerb durch die steigende Wettbewerbsintensität und Konkurrenz zwischen Orten und Regionen eingreifen muss oder nicht.
Die Entwicklung touristischer Infrastruktur hängt von mehreren verschiedenen Einflussfaktoren ab, die sich innerhalb des Spannungsfeldes ökonomischer, ökologischer und sozialer Zielsetzungen bewegen. Dadurch entstehen vor allem Konflikte bei der gleichzeitigen Umsetzung umweltschonender und wirtschaftlicher Zielstellungen durch die verschiedenen Akteure in der Tourismuswirtschaft.
Insbesondere bei der Verwirklichung von umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Maßnahmen bei der Infrastrukturentwicklung und den damit im Zusammenhang stehenden Ansätzen zum „Sanften Reisen“ und der „Nachhaltigkeit“ mangelt es weiterhin erheblich.
In das „magische Dreieck“ ordnen sich aber auch verschiedene raumordnerische und regionalplanerische Zielsetzungen ein. Die Entwicklung einer freizeitbezogenen Infrastruktur in einer Destination stellt einen wichtigen, aber bisher zu wenig berücksichtigten Teilaufgabenbereich im Rahmen der gesamten kommunalen Entwicklungsplanung, wobei es nicht nur um neue Konzepte oder eine Optimierung des bisher bestehenden geht, sondern um eine neue Qualität im Denken und Handeln.
2 Infrastruktur und Angebot
Das touristische Angebot umfasst viele Komponenten. Die Kernbereiche in Hotellerie und Gastronomie sind aber nur mit einer funktionierenden kommunalen Infrastruktur und regionalen Mobilitätsbedingungen vermarktbar. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Kommunen und Regionen, die Finanzierbarkeit von Infrastruktur und Dienstleistungen gehören eng zueinander und stehen in einer Wechselwirkung.
2.1 Definition Infrastruktur und Tourismus
Zur Infrastruktur gehören private und öffentliche Einrichtungen als Grundvoraussetzung für das wirtschaftliche Leben und Wirken, wie u.a. Straßen und sonstige Verkehrseinrichtungen, Energie- und Wasserversorgung. Im touristischen Bereich gleichbedeutend mit den Einrichtungen der Leistungsträger, wie Hotel- / Gastronomiebetriebe, Busse, Eisenbahnen, Flugzeuge, Schiffe usw.2
Tourismus umfasst alle Erscheinungen, die mit dem Verlassen des gewöhnlichen Aufenthaltsortes und dem Aufenthalt an einem anderen Ort verbunden sind. Im engeren Sinn wird der Tourismus vor allem hinsichtlich der Zeit / Reisedauer, Ort / Entfernung und der Motive des Ortswechsels sowie der wissenschaftlichen Schwerpunktsetzung eingegrenzt.3
[....]
1 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: Tourismus in Deutschland, März 2000, S. 3 und 6
2 Vgl. Schroeder – Lexikon der Tourismuswirtschaft
3 Vgl. Freyer – Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie, 7. Auflage, S. 4
Arbeit zitieren:
Dipl.-Kaufmann Andreas Bünnig, 2002, Tourismus und Infrastruktur, München, GRIN Verlag GmbH
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