Inhaltsverzeichnis
Resumen 1
1 Einleitung 3
2 Karneval der Kulturen 7
2.1 Kulturelles Großevent. 8
2.2 regionale Rahmenbedingungen in Berlin 10
2.3 öffentliche Wahrnehmung und Medien 11
2.4 Nachhaltigkeit. 13
3 Kultur 15
3.1 Definition 15
3.2 Kultur und Karneval 17
3.3 Integration. 18
4 Das „Andere“ 20
4.1 Fremdwahrnehmung 20
4.2 Stereotype und Vorurteile. 22
4.3 Kommunikation und interkulturelle Kompetenz 24
5 Interkulturalität 27
5.1 Globalisierung. 28
5.2 Identität 29
5.3 Medien 31
6 Schlusswort 33
Literatur 36
Monographien , Sammelbände, Aufsätze in Sammelwerken: 36
Dokumentationsverzeichnis / Zeitungen 38
Abk ürzungsverzeichnis 41
Resumen
En Berlín se puede constatar una diversidad y una mezcla de las culturas. Esto resulta por el proceso mundial llamado globalización. Alemania es un país de inmigrantes y desde muchos años vivimos juntos con personas extranjeras. Especialmente en las grandes ciudades como Berlín se pueden ver los efectos de la llamada multiculturalidad. Un producto de esa interculturalidad vivida es el „carnaval de las culturales“ que tiene lugar desde 1996 cada año en las calles de Berlín. Es un evento que incluye un festival de la calle y al final se realiza un desfile festivo donde diferentes culturas se presentan. Es una fiesta del pueblo para ver la diversidad que se vive en Berlín. Se pueden probar comidas y bebidas típicas y quien quiera puede participar en los bailes y disfraces. En este trabajo el carnaval está analizado desde muchos aspectos. El concepto de cultura que se funda en el carnaval se refiere a cultura como un sistema de orientación, la cual los miembros de una misma cultura usan para poder situarse en la sociedad. Otro aspecto se refiere a la situación de migración, sus causas, la integración y los problemas de la misma. Un efecto de la globalización es la interculturalidad, que tiene de consecuencia un cambio de identidad. Los medios informativos también tienen un gran impacto en los puntos de vista de la gente. La percepción siempre incluye una imagen del otro que está influida por estereotipos. Es necesario comunicarse e interactuar con gente de diferentes culturas. Así se puede desarollar lo que se llama la competencia intercultural. Esto es la capacidad de entender y comunicarse con gente de diferentes culturas en una forma adecuada de sus normas y estilos de comunicación. Vimos que eso es un proceso contínuo el cual se realiza en cada interacción intercultural. También analizamos el carnaval como un producto que está hecho por personas; con el propósito de enseñar la diversidad cultural de Berlín. Pero vemos que no refleja la verdadera situación multicultural de Berlin porque la mayoría de inmigrantes de la ciudad no están representados en el carnaval, por ejemplo los turcos y los rusos. Un aspecto muy importante es que la interacción cultural y con ello el proceso de entendimiento es solamente posible en los protagonistas y tanto en los visitantes. Ellos no necesariamente tienen que participar en el acto festivo, pero en todo caso tienen la oportunidad de hacerlo. Entonces el intercambio cultural es dependiente de cada individuo y su interés en el mismo. Sin embargo el carnaval puede ser visto como posibilidad de intercambiar
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conceptos, conocimientos y valores entre culturas y festejar juntos para tener experiencias afirmativas las cuales inflyuen la conducta en una forma más abierta y tolerante.
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1 Einleitung
Die kulturelle Weltkarte ist geprägt von Vielfältigkeit. Durch globale Angleichungsprozesse und Kontaktzunahme intensivieren sich die interkulturellen Beziehungen, was dazu führt, dass nationale Grenzen mehr und mehr an Bedeutung verlieren. Dadurch kommt es zu einem Zusammenleben verschiedenster Kulturen an einem Ort. Menschen verlassen ihre Heimat aus unterschiedlichsten Gründen, so zum Beispiel aus Armut, Krieg oder einfach, um andernorts ein besseres Leben zu finden. Migration ist heute „ein globales, im Sinne des Wortes transnationales Phänomen“ (Welz 1996:100). In Deutschland wurden nach dem 2. Weltkrieg viele Migranten, hauptsächlich aus der Türkei und Osteuropa, als Arbeitskräfte ins Land geholt (vgl. Dok. 6:4). In Berlin leben besonders viele Menschen nicht-deutscher Herkunft, so war 2004 jede achte Person nicht im Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit, was 13,5% der Gesamtbevölkerung ausmacht (vgl. Dok. 6:4). Es ist daher erforderlich, sich mit Themen wie Integration, Fremdheit und dem Verhältnis zu anderen Kulturen auseinanderzusetzen. Geschieht dies nicht, können, aufgrund von fehlenden positiven Kontakten und Erfahrungen, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und diverse soziale sowie wirtschaftliche Nachteile für die Migranten zunehmen. Die Konsequenz daraus ist eine erschwerte Eingliederung in die Gesellschaft, die mit dem Rückzug der Migranten in den Kreis ihrer Kultur einhergeht. Solch eine Separation ist nicht wünschenswert, da sie für die gesamte Ent-wicklung Deutschlands Folgen hat. So wirkt sich nicht erfolgte Integration zum Beispiel negativ auf die Reduzierung der Arbeitslosigkeit, das Bildungsniveau sowie den wirtschaftlichen Fortschritt allgemein aus. Die Migranten haben zum Beispiel durch fehlende Sprachkenntnisse und nicht vorhandenen Kenntnissen der Normen und Werte des Einwandererlandes einen schlechteren Zugang zu Bildung und zum Arbeitsmarkt.
Wie ein Aufnahmeland mit Migranten umgeht, hängt maßgeblich von ihrer Grundeinstellung ab. Es geht um die Selbstkonzepte der jeweiligen Gesellschaften, um ihr Verständnis im Umgang mit gesellschaftlicher Identität und ihrer Auffassung von nationaler Kultur (vgl. Welz 1996:111). In den USA gilt zum Beispiel das Staatsbürgerrecht nach Geburt. Wer dort geboren ist, erhält die amerikanische Staatsbürgerschaft. In Deutschland gilt das Staatsangehörigkeitsgesetz, d.h. man ist
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Deutscher durch Geburt und durch deutsche Eltern (vgl. Dok. 12). Es zeigen sich hier zwei grundlegend verschiedene Einstellungen, welche durch die Politik mitbestimmt und umgesetzt werden.
Die Bundesregierung hat für die speziellen Aufgaben, welche durch Migration entstehen, eigens das „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ (BAMF) geschaffen. Es versteht sich als „Kompetenzzentrum für Migration, Integration und Asyl“ (Dok. 13) und hat in diesem Rahmen verschiedene Aufgaben inne. Dazu gehören die Entscheidung über Asylanträge, Abschiebeschutz von Flüchtlingen sowie die Förderung von sprachlicher, sozialer und gesellschaftlicher Integration von Zuwanderern. Die Integration von Migranten findet auf zwei Ebenen statt. Zum Einen die rein formal-rechtliche Ebene, welche durch das BAMF von staatlicher Seite geregelt wird. Zum Anderen findet eine kulturell-gesellschaftliche Eingliederung statt. Dabei geht es um die Eingewöhnung in den kulturellen Habitus des Einwandererlandes und das Erlernen gesellschaftlicher Normen und Werte. Dieser Prozess soll uns hier in erster Linie interessieren.
Die Stadt Berlin hat in ihrem Integrationskonzept klare Maßnahmen festgelegt, die positiv zur Integration und Interkulturalität beitragen sollen. Ein Punkt ist die Förderung internationaler Kulturinitiativen sowie interkultureller Projekte (vgl. Dok. 6:72 ff.). Eines dieser Projekte ist der seit 11 Jahren stattfindende Karneval der Kulturen (KdK), welcher jährlich am Pfingstwochenende in den Straßen Kreuzbergs und Neuköllns stattfindet. Der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit bezieht sich auf die kausalen Zusammenhänge dieser kulturellen Veranstaltung, welche die multikulturelle Gesellschaft Berlins repräsentieren soll. Dabei wird der KdK aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Der Zusammenhang mit der migrationspolitischen Situation in Berlin soll aufgezeigt und analysiert werden. Kann ein Projekt wie der KdK zur interkulturellen Verständigung und Annäherung beitragen? Wenn ja, wie und wodurch wird dies erreicht? Inwiefern können Kulturprojekte einen Beitrag leisten, bestehende Strukturen zu lösen und neue inter-kulturelle Verbindungen und Kommunikationsformen zu eröffnen? Es wird nach der Intention der Veranstalter gefragt, sowie die Wirkung auf die Zuschauer untersucht. Kann bei Teilnehmern sowie Zuschauern eine Veränderung im Denk- und Wahrnehmungsprozess stattfinden? Oder wird einfach nur eine große Open-Air-Party gefeiert?
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Ein besonderer Blick wird auf die „Inszenierung“ von Interkulturalität gerichtet. Der KdK ist ein öffentliches Ereignis, welches durch Kulturmanager der „Werkstatt der Kulturen“ (WdK) in Berlin organisiert wird. Er soll zeigen, wie bunt und vielfältig die Berliner Kulturlandschaft ist, und gleichzeitig ein Zeichen setzen für ein friedliches Mit-einander. Eine Plattform der Präsentation ermöglicht kulturelle Aktionen, die auf ihre Authentizität und Wirksamkeit geprüft und untersucht werden.
Diese Arbeit wäre ohne interdisziplinäre Bezüge nicht möglich. Die fächerübergreifende Thematik führte dazu, dass Disziplinen wie die Linguistik, Sozialwissenschaften, Philosophie und Psychologie inhaltlichen Einfluss gefunden haben. Der inhaltliche Aufbau ist folgendermaßen gegliedert: Zu Beginn steht eine Einführung in die Arbeit der WdK. Deren Projekt, der KdK wird in seinen Ziel-vorstellungen und seiner Arbeitsweise erläutert. Aufgrund der Bekanntheit und großen Wirkung, die er bei Teilnehmern und Zuschauern erzielt, ist er als kulturelles Großevent einzustufen. Welche Auswirkungen hat das auf ihn selbst und auf Berlin? Als praxis-orientiertes Beispiel soll er verdeutlichen, wie sich in Berlin Multikulturalität ausdrückt und einen gestalterischen Rahmen findet. Es wird Bezug genommen auf die speziellen Bedingungen in Berlin. Die öffentliche Wahrnehmung wird anhand von Presseberichten und die Rolle der Medien generell untersucht. Weiterführend wird geschaut, inwiefern diese urbane Veranstaltung Nachhaltigkeit besitzt, und was die realen Effekte in der Kulturlandschaft sein könnten. Welchen Beitrag kann der KdK leisten, in Berlin ein Optimum an Ausgestaltung und das Ausleben der kulturellen Vielfältigkeit zu schaffen? In diesem Zusammenhang wird sein Potenzial als „Integrationswerkstatt“ (vgl. Dok. 11) untersucht. Inwiefern und in welchen Zusammenhängen kann er Integration begünstigen und fördern? Der KdK ist ein Produkt der kulturellen Vielfalt Berlins. Daher werden einige grundlegende Überlegungen zum Aspekt Kultur gemacht. Kultur prägt das Individuum in besonderem Maße und bestimmt zum großen Teil seine Norm- und Wertvorstellungen. Es wird geschaut, wo sich die erläuterten Aspekte von Kultur im Konzept des KdK wiederfinden.
Im Zusammenleben verschiedener Kulturen ergibt sich eine besondere Wahrnehmung und Betrachtungsweise des „Anderen“. In Kapitel 4 wird die Entstehung der Wahrnehmung des Anderen, der Umgang damit und die Folgen für die Gemeinschaft untersucht. Wodurch zeichnet sich die Zuordnung „fremd“ aus, und welche Folgen hat sie? Wo
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findet Fremdwahrnehmung beim KdK statt, wie wird damit umgegangen und können durch ihn Veränderungen in der Einstellung zum Anderen stattfinden? In diesem Zusammenhang wird die Funktion von Stereotypen und Vorurteilen näher betrachtet, da sie eine wichtige Funktion im sozialen Miteinander haben. In der Kommunikation werden Vorurteile nicht nur konstituiert, sondern können auch abgebaut werden. Daher wird der kommunikative Aspekt näher betrachtet, denn durch ihn besteht die Chance einer Zunahme an Kenntnissen und Wissen anderer Kulturen. Eine direkte Interaktion zwischen den Kulturen hat Auswirkungen auf die eigene Kultur und die Einstellung der Menschen zu anderen Kulturen. Es wird untersucht, inwiefern der KdK zur Steigerung der interkulturellen Kompetenz beitragen kann und wie sich diese definiert. Die aus der Migration resultierende Interkulturalität ist Thema des 5. Kapitels. Diese wird im Zusammenhang mit der Globalisierung erläutert, welche aufgrund der zunehmenden Verflechtungen in allen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens (wie zum Beispiel in Gesellschaft, Wirtschaft oder Kommunikation), neue Formen des Zusammenlebens erforderlich macht. Übt der KdK einen Einfluss auf die Identität einerseits der Migranten und andererseits der Deutschen aus? Worin lässt sich bei ihm Interkulturalität fest machen?
Es ergibt sich aus diesem Kontext heraus eine besondere Betrachtung der Konstituierung sowie Veränderung von Identität. Es wird daher näher betrachtet, welchen Einfluss sie im interkulturellen Kontext hat, welche Veränderungen sich ergeben und wie diese sich auf das Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft auswirken. Die besondere Funktion der Medien wird dabei besonders betrachtet. Gerade junge Menschen, die sich im identitätsbildenden Prozess befinden, sind oft empfänglich für medial vermittelte Meinungen. Es wird deshalb untersucht, inwiefern die Medien das Bild vom „Anderen“ konstituieren.
Abschließend werden mit dem Schlusswort alle angesprochenen miteinander ver-bunden und deren Wechselwirkungen und Zusammenhänge aufgezeigt. Denn alle angesprochenen Themen (Kultur, das „Andere“ und Interkulturalität) sind den KdK beeinflussende und ihn konstituierende Faktoren.
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2 Karneval der Kulturen
Seit 1996 wird der KdK von der WdK in Berlin veranstaltet. Er entwickelte sich aufgrund der zunehmenden Zahl an Zuwanderern aus allen Regionen der Welt, die eine Internationalisierung Berlins mit sich führte. In seinem offiziellen Selbstverständnis heisst es: „Der Karneval schafft einen integrierenden Handlungsrahmen für unterschiedliche kulturelle Initiativen“. Er bietet eine „Plattform, auf der die Akteure selbstbewußt ihre eigene kulturelle Identität präsentieren“ (Dok. 11) können. Diese Präsentation gilt es näher zu betrachten. Als öffentlich inszeniertes Fest ist der KdK ein Gegenpol zum Alltag. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Feiern und Erleben kultureller Vielfalt. Grundsätzlich ist niemand ausgeschlossen, beteiligen kann sich jeder, der Interesse hat. Die WdK weist durch die jährlich stattfindende Veranstaltung eine Kontinuität in der Selbstdarstellung der Stadt Berlin und seiner multikulturellen Gesellschaft auf, die den KdK weit über die Stadtgrenzen hinweg bekannt und beliebt gemacht hat. Das Besondere an ihm: Er spricht nicht wie zum Beispiel die Love Parade eine bestimmte subkulturelle Gruppe an, sondern die ganze Bevölkerung. Dies ist auch jedes Jahr neu zu erleben: Alt und Jung, Deutsche und Nicht-Deutsche, Touristen und Einheimische feiern und erleben das Event friedlich zusammen.
Neben dem Karnevalsumzug, der als abschließender Höhepunkt des KdK gilt, gibt es auch ein Straßenfest. Es sind Bühnen aufgebaut, auf denen Musik aus aller Welt dargeboten wird. Die kulinarische Vielfalt sowie kunsthandwerkliche Produkte diverser Kulturen können kennengelernt werden. Vor dem eigentlichen Umzug findet ein Kinderkarneval statt, der für die kleinsten Mitglieder der Gesellschaft eine angemessene Veranstaltung bietet. Sie sind die Gesellschaft von morgen, daher ist es wichtig, sie nicht auszuschliessen, sondern ihnen eine Möglichkeit zu bieten, eigene interkulturelle Erfahrungen zu machen.
Capoeira1 Workshops und diverse Parties bilden ein weites Angebotsspektrum um den Karneval. Auch käuflich zu erwerbende Produkte wurden entworfen. So gibt es zum Karneval T-Shirts mit Aufdrucken wie „Mehrheitskulturträger“ oder „be part of the Leitkultur“. Hier beziehen die Veranstalter Stellung zur politischen Debatte um Mi- 1 dies ist ein afro-brasilianischer Kampftanz, der von Musik begleitet wird und von afrikanischen Bantu-
Stämmen aus Angola nach Brasilien gebracht wurde (vgl. Dok. 14).
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Arbeit zitieren:
Linda Dithmer, 2007, Fremde Kulturen sind bunt - Die Inszenierung des Umgangs mit Interkulturaliät am Beispiel des "Karnevals der Kulturen" in Berlin, München, GRIN Verlag GmbH
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