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Gliederung
Gliederung 2
1 Einleitung 3
2 Die Entwicklung regionaler Disparitäten 4
2.1 Die ausgleichende Politik der Vorreformperiode. 4
2.2 Die 80er Jahre : Im Zeichen der Wirtschaftsreform. 5
2.3 Die 90er Jahre : Verschärfung des regionalen Ungleichgewichts. 7
3 Empirische Analyse der regionalen Disparitäten 10
Tabelle 3.1 : BIP- Disparitäten zwischen den Provinzen 1978 - 1995 10
Tabelle 3.2 : Rang der chinesischen Provinzen nach BIP/Kopf 11
Tabelle 3.3 : Unterschied zwischen den stärksten und schwächsten 5 Provinzen (BIP/Kopf)12
Tabelle 3. 4 : Prozentuale Verteilung der ADI in den drei Großregionen (1978 - 2001) 13
Graphik 3.1 : Relation des BIP/Kopf zum nationalen Mittel in den drei Großregionen (1978
- 2001) 14
4 Die regionale Ungleichheit und ihre Folgen 15
Abbildung 4.1 : Wanderungsströme in die Küstenregionen der VR China 16
5 Der Westen gelangt in den Fokus 18
6 Fazit 20
Literaturverzeichnis. 21
Internetressourcen: 22
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1 Einleitung
Die Transformation des Wirtschaftssektors seit Ende der 70er Jahre führte die Volksrepublik China in eine Phase der zunehmenden Marktorientierung und Globalisierung. Der enorme Erfolg statuiert sich in dem Beinamen „Wirtschaftswunder“ China. Jedoch plagt die Volksrepublik ein massives Problem: Der wirtschaftliche Aufschwung hat zu einem regionalen Ungleichgewicht der Wirtschaftsentwicklung beigetragen und somit die vorher schon bestehenden Gegensätze innerhalb des Landes verschärft. Die vorliegende Arbeit soll die Entwicklung der regionalen Disparitäten zwischen den prosperierenden Küstenregionen und dem unterentwickelten westlichen Hinterland Chinas darstellen. Der Schwerpunkt liegt in der Bedeutung der stark variierenden Regionalpolitik. In wiefern wurden die Disparitäten von der chinesischen Regierung akzeptiert oder bekämpft? Wie kam es zu dem explosionsartigen Anstieg der Disparitäten zwischen West- und Ostchina seit Anfang der 90er Jahre? Welche Folgen bringt das Regionalgefälle mit sich? Im zweiten Teil der Arbeit steht die empirische Analyse der regionalen Disparitäten im Mittelpunkt der Betrachtung. Hier soll noch einmal an Zahlen und spezifischen Indikatoren das Regionalgefälle demonstriert werden.
Abschließend wird auf die neue Regionalpolitik eingegangen. Wie versucht die chinesische Regierung die regionalen Disparitäten im 21. Jahrhundert abzubauen? Was für eine Politik kann zur Lösung des Problems beitragen?
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2 Die Entwicklung regionaler Disparitäten
2.1 Die ausgleichende Politik der Vorreformperiode
In den ersten Jahren nach Ausrufung der VR China (1.Oktober 1949) waren die Ungleichheiten innerhalb des Landes relativ gering und konstant [vgl. KANBUR 2004, S.4]. Im Verlauf der fortschreitenden Industrialisierung veränderten sich diese Verhältnisse. Verantwortlich für die Ausbildung von Ungleichheiten war die Konzentration der Arbeits-und Wohnbevölkerung in den Städten, die zu Zentren des Wirtschaftswachstums aufstiegen. Das Resultat der divergierenden Wirtschaftskraft der verschiedenen Regionen waren vor allem Disparitäten in der Einkommensverteilung [vgl. SCHÜLLER 1997, S.130]. Mitte der 60er Jahre geben zwei wichtige Faktoren Anlass zu einem Umbruch in der Regionalpolitik. Zum einen ist das angesprochene Ungleichgewicht der Einkommensverteilung unvereinbar mit den sozialistischen Gerechtigkeitsvorstellungen Mao Zedongs und zum anderen veranlasst die wachsende militärische Präsenz der USA den politischen Führer zum Aufbau des Drei-Fronten-Systems (1.Front: Küste, 2.Front: Zentrum, 3.Front: Westen) [vgl. DEMURGER 2002, S.13]. Die sogenannte „3.Front-Politik“ setzte sich das Ziel große autarke Projekte der Schwer- und Rüstungsindustrie im „sicheren“ Landesinneren zu errichten um somit den Ausgleich der regionalen Unterschiede zwischen der Küstenregion und den Inlandsregionen zu fördern. Die staatliche Förderung beschränkte sich zunächst auf die südwestlichen Provinzen Sichuan, Yunnan und Guizhou. Jedoch erweiterte die chinesische Regierung ihre Unterstützung im Folgenden auf die Provinzen Gansu, Ningxia und Qinghais. Im 3. Fünfjahresplan (1966 - 70) beliefen sich die staatlichen Investitionen in Zentral- und Westchina auf 70,6%, wobei die Küstenregionen nur 29,4% beanspruchen konnten. Allerdings verringerten sich die Investitionen im Inland in den folgenden Jahren drastisch [vgl. TAUBMANN 2001, S.13].
Das Ende der 3.Front-Politik begründete sich in den enormen Kosten und der allmählichen Entspannung der außenpolitischen Lage Anfang der 70er Jahre. Die in entlegenen Gebieten angesiedelten Industrieunternehmen waren aufgrund ihrer unzureichenden infrastrukturellen Erschließung viel zu teuer im Unterhalt und ineffizient in der Produktion [vgl. TAUBMANN 2001, S.13]. Höchstens 50 % der geplanten Fabriken und Fertigungsstätten konnten überhaupt gewinnbringend arbeiten [vgl. DEMURGER 2002, S.13].
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Im Endeffekt konnte trotz den Grundzügen einer gleichgewichtigen Regionalpolitik keine Entschärfung in Bezug auf die regionalen Disparitäten festgestellt werden.
2.2 Die 80er Jahre : Im Zeichen der Wirtschaftsreform
Im Dezember 1978 beschloss die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die neue Reformpolitik. Inhaltlich hatte dies die Errichtung von Sonderwirtschaftszonen zur Folge. Die Sonderrechte dieser Provinzen sollten dem Zweck dienen, einen „räumlich beschränkten Zufluss an ausländischem Kapital [der] nötigen Devisen für die Modernisierung und Umgestaltung des Wirtschaftssystems ins Land zu holen“ [TAUBMANN 2001, S.14]. Der 6. Fünfjahresplan (1981 - 1986) sah eine verschärfte Küstenentwicklungsstrategie vor. Für die Regionalpolitik hatte dies ein Ungleichgewicht zwischen den Provinzen zur Folge [vgl. SCHÜLLER 2002, S.1144].
Allerdings bewirkten ausgleichende Mechanismen im Rahmen der wirtschaftlichen Reform einen leichten Rückgang, bzw. eine Bremsung, der negativen Regionalentwicklung. Die Gründe für die Angleichung der regionalen Disparitäten sollen im Folgenden dargestellt werden:
1. Der wohl entscheidende Punkt für den vorübergehenden Aufholeffekt der
2. Die Fiskalpolitik sah in den 80er Jahren einen erhöhten Transfer von
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3. Zudem erreichte die staatliche Investitionspolitik durch Zahlungen, die abhängig
4. Des weiteren kompensierten Zuschüsse der Weltbank und internationaler
Diese Aspekte verschleierten in den 80er Jahren die fortschreitende Divergenz der regionalen Disparitäten. Zwar wirkten diese vier Punkte bis Mitte der 80er Jahre den Ungleichheiten innerhalb des Landes entgegen, jedoch verloren sie allmählich an Bedeutung. Die Regierung zeigte in der folgenden Regionalpolitik auf, worin sie die Prioritäten der wirtschaftlichen Entwicklung für die Zukunft sah. Der 7. Fünfjahresplan und der Zehnjahresplan (1986 - `96) beinhalteten die Einteilung Chinas in drei Großregionen. Abbildung 2.1 : Die Wirtschaftsregionen Chinas Quelle: SCHÜLLER 1997, S.132
Arbeit zitieren:
Martin Töttger, 2006, Entwicklung regionaler Disparitäten in China , München, GRIN Verlag GmbH
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