Die Lebensordnung Gottes in Bibel und Koran
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 3
2. DER DEKALOG 3
2.1. Definition 3
2.2. Bedeutung 4
2.3. Aufteilung und Zählungen 4
2.4. Koranische Entsprechungen 6
3. WEITERE GEBOTE UND VERBOTE 9
3.1. Parallelen in Bibel und Koran 9
3.1.1. Rachemord 9
3.1.2. Speisegesetze 10
3.1.3. Ehevorschriften 10
4. DIE LEBENSORDNUNG ALLAHS 11
4.1. Koranspezifische Gebote 11
4.1.1.Dschihad 11
4.1.2.Polygynie und Überlegenheit des Mannes 12
4.1.3.Weitere Besonderheiten 12
4.2. Verschleierung der Frau 13
5. ZUSAMMENFASSUNG 13
6. VERWENDETE LITERATUR 14
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1. EINLEITUNG
Wenn man an die Lebensordnung Gottes denkt, sind es wahrscheinlich zunächst die Zehn Gebote, an die man sich erinnert. Christen ebenso wie Juden empfinden sie als Leitfaden Gottes für den Menschen und versuchen, diesem zu folgen. Besonders der zweite Teil der Zehn Gebote (5-10) gilt nicht nur Gläubigen als Richtlinie: Auch Atheisten und Anhänger anderer Religionen versuchen ihnen zu folgen, da sie den zwischenmenschlichen Umgang allgemein betreffen und somit als generelle Ethikregeln betrachtet werden können. Im Rahmen des Proseminars Koran und Bibel wurden diverse Unterschiede und Parallelen in beiden Schriften betrachtet und verglichen. Auch bezüglich der Lebensordnung gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber auch gewisse Unterschiede. Inwiefern hat sich der Prophet Mohammed an den Zehn Geboten der Bibel orientiert? Welche biblischen Gebote und Verbote haben ihren Weg in den Koran gefunden? Worin unterscheidet sich die Lebensordnung in den drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam? All diesen Fragen wird nachstehende Arbeit auf den Grund gehen und versuchen, sie anschaulich zu erklären.
2. DER DEKALOG
2.1. Definition
Die Zehn Gebote werden häufig auch als Dekalog bezeichnet; dieses setzt sich aus den griechischen Wörtern deka (zehn) und logos (Wort) zusammen (Artikel Zehn Gebote unter http://de.wikipedia. org/wiki/Zehn_Gebote vom 10.12.05). Dem Dekalog wird von Christen und Juden eine fundamental wichtige Bedeutung zugesprochen, er gilt als Forderung Gottes an die Lebensweise des Menschen. Im Alten Testament findet sich der Dekalog an zwei Stellen, mit einigen Unterschieden in der Formulierung, im 2. Buch Mose (Exodus) 20, 1-17 sowie im 5. Buch Mose (Deuteronomium) 5, 6-21.
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2.2. Bedeutung
Der Dekalog wird als eine direkte Niederschrift Gottes angesehen, was sich mit Ex 31, 18 begründen lässt: „Und als der HERR mit Mose zu Ende geredet hatte auf dem Berge Sinai, gab er ihm die beiden Tafeln des Gesetzes; die waren aus Stein und beschrieben von dem Finger Gottes“. Bezüglich der religiösen Ethik haben die Zehn Gebote im Judentum und Christentum eine zentrale Stellung eingenommen; im neuen Testament jedoch werden jeweils nur einzelne Stellen des Dekalogs zitiert. Eine bedeutendere Rolle wird hier dem Doppelgebot von Gottesliebe und Nächstenliebe zugesprochen, in dem es heißt „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“ sowie „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Mt 22, 37-40). Viele Christen verstehen dieses Doppelgebot als eine Art „Kurzfassung“ der Zehn Gebote: Der erste Teil fordert zur Gottesliebe auf, der zweite Teil zur Nächstenliebe (Artikel Zehn Gebote unter http://de.wikipedia. org/wiki/Zehn_Gebote vom 10.12.05). 2.3. Aufteilung und Zählungen
Quelle: Artikel Zehn Gebote unter http://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote vom 10.12.05 Bezüglich der Nummerierung der Zehn Gebote gibt es verschiedene Traditionen. Der erste Teil der Bestimmungen betrifft in jedem Fall die exklusive Verehrung Gottes. Am Anfang steht Gottes Selbstvorstellung „Ich bin Jahwe (bzw. der HERR), dein Gott“, die die jüdische Tora als eigenständiges erstes Gebot behandelt (Artikel Zehn Gebote unter http://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote vom 10.12.05).
Es folgt „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ und „Du sollst dir kein Bildnis […] machen“. Die Zählweise der orthodoxen und reformierten Kirche (A) trennt das Monotheismusgebot und Bilderverbot. Die katholische und lutherische Kirche (B) fasst diese beiden zum ersten Gebot zusammen, wobei Gottes Selbstvorstellung „Ich bin der HERR, dein Gott“ in beiden Fällen als die Voraussetzung aller folgenden Imperative verstanden wird und nicht als eigenständiges Gebot (Artikel Zehn Gebote unter http://de.wikipedia.org/ wiki/Zehn_Gebote vom 10.12.05).
Schließlich gibt es auch noch die Möglichkeit, den Dekalog in zwei Blöcke zu unterteilen, wobei der erste die Gottesliebe und der zweite die Nächstenliebe betrifft. Der erste Block wird dann abgerundet durch das Verbot, den Jahwe-Namen zu missbrauchen sowie dann das Gebot, den Sabbat zu heiligen. Da sich das Sabbatgebot sowohl auf den Gottesdienst als auch auf die Welt des Menschen bezieht, steht es am Übergang zum zweiten Block der Gebote, die allgemein das zwischenmenschliche Verhalten betreffen: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“, „Du sollst nicht töten“, „Du sollst nicht ehebrechen“, „Du sollst nicht stehlen“ und „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“. Das letzte Gebot betrifft den Neid des Menschen: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat“. Dieses Neidverbot wird sowohl in der Zählweise der jüdischen Tora als auch von der orthodoxen und reformierten Kirche (A) als zusammengehörig und deshalb als das letzte Gebot betrachtet; die
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Arbeit zitieren:
2006, Die Lebensordnung Gottes in Bibel und Koran, München, GRIN Verlag GmbH
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