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67 ,00( /6 86'58 60,77(/
2.1.1 Stimmlage 11
2.1.2 Lautstärke 13
2.1.3 Betonung und Artikulation 14
( NXUV/DFKHQXQG:HLQHQ
2.2.1 Lachen. 17
2.2.2 Weinen 19
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3.1.1 Rapport 23
3.1.2 Freies Sprechen. 24
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3.2.1 Schlaffhorst-Andersen Schule. 28
3.2.2 Kenley-Methode 29
86 00(1) 6681
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Stimme ist Energie. Jeder hat sich schon davon überzeugen können, dass die Stimme ganz entscheidenden Einfluss auf die Umwandlung von Kräften in der zwischenmenschlichen Kommunikation besitzt. Sei es um diese Kräfte zu generieren und weiterzugeben oder um selbige abzuschwächen. Ganz offensichtlich muss die menschliche Stimme, als „Abfallprodukt“ des Ausatmens, weit mehr Anwendungsmöglichkeiten als die bloße Entwicklung von Geräuschen besitzen. Durch die Stimme teilen wir uns mit und nehmen andere wahr. Unabhängig von der Verständlichkeit der genutzten Sprache informiert man über seinen Gemütszustand, lehnt ab oder befürwortet, warnt oder besänftigt, motiviert oder langweilt. Diese Beobachtung lässt sich sogar auf das Tierreich, wo der Inhalt des Gesagten unberücksichtigt werden kann, erweitern. Es ist unwahrscheinlich, dass beispielsweise Hunde menschliche Worte verstehen. Trotzdem lassen sie sich so abrichten, dass sie auf bestimmte, unterschiedliche Kommandos reagieren. Wer sich einem, möglicherweise aggressiven Tier nähert, versucht es dabei zu beruhigen. Das geschieht nicht nur durch die Körpersprache, sondern hauptsächlich über den Klang der Stimme.
Die folgenden Kapitel widmen sich dieser Thematik. Es soll aufgezeigt werden, wie sich Kommunikation effizienter gestalten lässt. Ausgehend vom Sender - Empfänger Modell nach Schulz von Thun wird der stimmliche Aspekt dieser Interaktion betrachtet, um im folgenden Möglichkeiten des bewussten Agierens aufzuzeigen.
%LOGGrundmodell der zwischenmenschlichen Kommunikation (nach: Friedemann Schulz von Thun: Miteinander reden 1, 1998)
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Die begriffliche Trennung zwischen Sprechen und Hören wird dabei überschritten: zur Form des Stimmeinsatzes soll die erzielte Wirkung beim Rezipienten, Möglichkeiten des bewussten Einsatzes und die sensitive Wahrnehmung angesprochen werden. Die Stimme ist ein Instrument im menschlichen Miteinander und als solche, wird sie angewendet: intuitiv, ohne Bedienungsanleitung, durch Nachahmung, bewusst und unbewusst, authentisch oder manipulativ. Man könnte ein ganzes Buch verwenden, um die brillanten Umwege der Stimme aufzuzeigen, ihren Besitzer davor zu schützen, erkannt zu werden. Menschen und ihre Stimmen haben sich darin zu Experten entwickelt, einen harten, aggressiven Gewinner zu verkünden, um einen verängstigten, unsicheren kleinen Jungen abzuschirmen; Stimmen, die seufzen oder flüstern, um die Stärke einer Frau zu verkleiden, die unbewusst weiß, dass sie in einer Männerwelt Schwäche vortäuschen muss, um etwas zu erreichen; Stimmen, die reich, entspannt und tief sind, um Leistung und Vertrauen zu signalisieren. 1 Die falsche Stimme kann auf eine vorzügliche Doppelzüngigkeit abgestimmt sein. Die richtige Stimme kann falsch und die Wahrnehmung gestört sein.
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Der genannte Sachverhalt macht eine umfangreiche Abgrenzung notwendig. Obwohl es zum breiteren Verständnis beitragen würde, kann und soll auf anatomisch-organische Bestandteile und Vorgänge nicht eingegangen werden. Genauso wenig sollen rhetorische und semantische Aspekte untersucht werden, wobei außer Frage steht, dass diese ganzen entscheidenden Einfluss auf die Kommunikativität haben. Gleiches gilt für den Einsatz körpersprachlicher Mittel, wie Mimik, Gestik oder Körperhaltung und Distanz zum Kommunikationspartner, die in jedem Fall die übermittelte Botschaft beeinflussen.
Was das vorliegende Werk dagegen bieten möchte, ist eine grundlegende und vorwiegend auf den Quellen beruhende Einführung in die Mechanismen der Wahrnehmung der Stimme. Trotzdem dürfen meine Ausführungen nicht als erschöpfende und vollständige Aufzählung betrachtet werden. Hingegen eröffnet sich
1 Linklater, K., 1997, S. 31
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dem begabten Leser die Möglichkeit, eigenes und fremdes Verhalten bewusster wahrzunehmen, sowie selbstverständlich auch den eigenen Stil zu entwickeln. Ähnlich der Unterteilung der Kommunikation in die Sach- und Beziehungsebene (nach Schulz von Thun) wird der Stimmeinsatz in drei Bereiche untergliedert. Die linguistische Ebene 2 repräsentiert das digitale Prinzip der Codierung in der Schriftsprache. In der deutschen Sprache bspw. existieren 30 Buchstaben, die je nach Anordnung verschiedene Aussagen ergeben. Diese Anordnungen sind eindeutig, denn wenn z.B. das Wort „*DUWHQ³ um den ersten Buchstaben reduziert wird, verbleibt „DUWHQ³. Je nach Kontext kann das aber auch das Fragment eines anderen Wortes, wie „.DUWHQ³ sein und damit einen völlig andern Sinn aufweisen. Das Fragment als ein bisschen „*DUWHQ³ auszulegen funktioniert nicht, da eben diskrete Zuordnungen (ohne Zwischenräume) existieren.
Die paralinguistische Ebene ist im Gegensatz dazu stufenlos regelbar, denn deren Elemente werden in der direkten Kommunikation individuell moduliert. Der Satz „Kannst Du bitte einparken.“ verändert mit dem Wechsel des paralinguistischen Mittels Lautstärke auch seine Bedeutung, die über den Informationsgehalt der linguistischen Ebene hinausgeht. Charakteristisch für diese Elemente ist der Ausdruck von Emotionen und Stimmungen, die zeitliche enge Eingrenzung, die Bindung an das gewählte Medium (gesprochene paralinguistische Mittel lassen sich nur schwer schriftlich darstellen) und die bereits erwähnte, stufenlos regelbare Informationsvermittlung.
Es verbleibt die extralinguistische Ebene, die unabhängig von der Sach- und Beziehungsebene, immer gegenwärtige Stimmeigenschaften beschreibt. Neben den individuellen Eigenschaften, wie näseln oder knarrender Klang gehört dazu auch der Dialekt oder die anatomischen Gegebenheiten von Bass, Tenor bzw. Männer- und Frauenstimme.
Wichtig ist dabei unterscheiden zu können, dass auch ein identisches Merkmal auf allen drei Ebenen erklärt werden kann. So ist die Veränderung der Stimmhöhe auf der linguistischen Ebene sinnvoll zur Unterscheidung einer Frage von einer Aussage, verdeutlicht auf der paralinguistischen Ebene jedoch den Zustand von Erregung. Die
2 Eckert, H., 1994, S. 24 ff
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gewohnheitsmäßig hohe Stimme eines Sprechers gehört dagegen zur extralinguistischen Ebene.
Eng damit verbunden sind sogenannte Akueme 3 (Anhang III), die emotionelle Regungen hörbar machen. Es sind Schallbilder, die im Sprechverbund unselbständig als phonisch-artikulatorische Zeichen auftreten. Sie gehen mit Sprache oder Interjektionen (Empfindungswörtern) eine innige Fusion ein und geben zusammen mit der Körpersprache den emotionellen Ausdruck und Hintergrund. Durch die akuemische Einbindung in den Sprechprozess werden dabei Atmung, Dynamik, Rhythmus, Stimmregister, Enge und Weite der Stimme, Artikulationsweise, Vokalisation, Tonhöhe und -tiefe, Melodieablauf und Volumen beeinflusst. Synchron mit dem akuemischen Ausdrucksgeschehen laufen Mimik, Gestik und Körperbewegung. Mit ihrem Bewegungsablauf interpretieren und unterstützen sie das in der stimmlichen Verlautbarung Auszudrückende je nach Temperament, Können und Vermögen.
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Wesentliches Medium für die unmittelbare Kommunikation ist die Stimme. Neben der Körpersprache ist sie die einzige Mitteilungsform des Menschen, die ohne zusätzliche Hilfsmittel einsetzbar ist. Durch den technischen Fortschritt (Erfindung des Telefons) hat sich darüber hinaus die geografische Reichweite der oralen Kommunikation nahezu unbegrenzt erweitert. Der ursprüngliche Einsatz von Stimme und Sprache gilt im Gegensatz zur Schrift als sehr flüchtige Kommunikation. Dieses „ Material“ jeglicher Kommunikation sind keineswegs nur Worte, sondern umfasst auch alle paralinguistischen Phänomene (wie z.B. Tonfall, Schnelligkeit oder Langsamkeit der Sprache, Pausen, Lachen und Seufzen), Körperhaltung, Ausdrucksbewegungen (Körpersprache) usw. innerhalb eines bestimmten Kontextes
- kurz, Verhalten jeder Art. 4 Bevor an dieser Stelle auf die Stimme als Ausdrucksmittel eingegangen wird, soll der Begriff „ Ausdruck“ einer näheren Betrachtung unterzogen werden.
3 Handerer, H., 1994, S. 10 f
4 Watzlawick, P., 2000, S. 51
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Die Webseite des Brockhaus (www.brockhaus.de) definiert $XVGUXFN als das
Sichtbarwerden seelischer Zustände oder Vorgänge in körperlichen Erscheinungen, Verhaltensweisen, Handlungen und in Resultaten menschlicher Tätigkeit. Simpel ausgedrückt ist es die körperliche Darstellung des seelischen Zustandes durch sichtbare und hörbare Ereignisse. Darunter fallen natürlich Mimik, Gestik, aber eben auch persönliche Charakteristika wie, Gang, Schrift und auch die Stimme. Wird sie also aus einem inneren Zustand heraus und nicht zur Erreichung eines äußeren Ziels eingesetzt, kann jede Bewegung als Ausdrucksbewegung bezeichnet werden. Der innere Zustand aus dem heraus die Bewegung Gestalt gewinnt, ist ein sinnvolles Erlebnis, dessen Sinn in der Ausdrucksbewegung erscheint. Als Subjekt der Ausdruckserscheinung gelten die Bewegungen der Seele, Gemütsbewegungen, geistige Aktivität oder aggressive Empfindungen 5 . Damit unterstellen wir, dass die Stimme im ungestörten Einsatz intuitiv die zu übertragende Botschaft moduliert. Dazu stehen dem Individuum verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Nicht nur die Variation von Lautstärke, Tempo und Tonhöhe, sondern auch der Einsatz von Stilmitteln, wie Pausen, oder bewussten Sprachfehlern ist hier zu nennen.
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Wie eingangs schon erwähnt, ist es nicht immer notwendig zu verstehen, ZDV gesagt
wird. In vielen Fällen erschließt sich der Inhalt der Botschaft durch die Art und
Weise, ZLH etwas gesagt wird. Mehr noch, lässt sich der Beziehungsaspekt einer
Mitteilung durch die Form des Sprechens erkennen und die etymologische Nähe von „ Stimme“ zu „ Stimmung“ wird in diesem Zusammenhang besonders gut sichtbar. Wissenschaftler haben ermittelt, in welchem Umfang der durchschnittliche Zuhörer auf einzelne Aspekte der Botschaft eingeht. Demnach 6 achtet ein Zuhörer:
- zu 50% auf die Art und Weise, wie etwas vorgebracht wird - also auf Gestik, Mimik, Aussprache, Klangfarbe und Stimmlage, Körperhaltung, inneres Engagement;
5 Habermann, G., 1996, S. 21
6 Cramer, A., 1998, S. 18 f
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Arbeit zitieren:
Daniel Büchner, 2002, Stimme und Wahrnehmung - über die o(h)rale Kommunikation, München, GRIN Verlag GmbH
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