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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. 2
1. Einleitung. 3
2. Die Wahlverhandlungen 3
3. Kandidatenwechsel der Luxemburger - Ludwig als Gegenkandidat zu Friedrich dem
Schönen 5
3.1 Der Einfluss Peters von Mainz auf Ludwigs Kandidatur. 5
3.2 Die Wahlversprechen Ludwigs an der Mainzer Erzbischof. 6
4. Die Doppelwahl vom Oktober 1314 6
5. Die Doppelkrönung vom 25.11.1314. 7
6. Fazit 7
7. Quellen- und Literaturverzeichnis 8
Gedruckte Quellen: 8
Literatur: 8
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1. Einleitung
Am 24.8.1313 starb Kaiser Heinrich VII. und daraufhin begann die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. An Bewerbern um die Königskrone mangelte es nicht und so begannen ab September 1313 langwierige und komplizierte Verhandlungen. Das Ergebnis war schließlich eine Doppelwahl und Doppelkrönung Ludwigs des Bayern und Friedrichs des Schönen.
Trotz zahlreicher Publikationen zu Ludwig dem Bayern und seiner Zeit, sind sich die Forscher in manchen Punkten die die Wahl von 1313 betreffen noch nicht ganz einig. So zum Beispiel bei der Frage, inwiefern Ludwig seine Kandidatur selbst vorangetrieben hat oder was die Luxemburger letztendlich zur Aufgabe ihres ursprünglichen Kandidaten Johanns von Böhmen bewegte.
Im Folgenden soll nun geschildert werden wie es überhaupt zu einer Doppelwahl kam und welchen maßgeblichen Einfluss die Erzbischöfe an dieser Entwicklung hatten, insbesondere Peter von Mainz.
2. Die Wahlverhandlungen
Nach dem Tod seines Vaters Kaiser Heinrich VII. bewarb sich Johann von Böhmen als Erster um dessen Nachfolge. Während der Abwesenheit Heinrichs hatte Johann die Regierungsgeschäfte in Deutschland übernommen und für die Luxemburger war es die logische Konsequenz sich nun um die Königskrone zu bewerben. Für die Habsburger hingegen erschien Friedrich der Schöne als geeigneter Kandidat, war er doch der Sohn König Albrechts I. bzw. der Enkel König Rudolfs von Habsburg. 1 Im September kam es zu einer ersten Unterredung zwischen Peter von Mainz und Johann von Böhmen, in der der Luxemburger um die Unterstützung des Erzbischofs warb. Die Tatsache, dass Johann sich zu aller erst mit dem Mainzer beriet, zeigt wie wichtig der Zuspruch des Erzbischofs bei der Königswahl war. 2 Während Johann im Westen des Reiches für seine Kandidatur warb, übernahm Peter von Mainz die Regierungsgeschäfte in Böhmen.
Zwischen dem 29.9. und 6.10.1313 kam es in Rhens zu einer ersten Wahlbesprechung zwischen den Erzbischöfen Peter von Mainz, Balduin von Trier und Heinrich von Köln.
1 Vgl. Hundt, Barbara: Ludwig der Bayer. Der Kaiser aus dem Hause Wittelsbach. 1282-1347. München
1989, S. 88.
2 Vgl. Huber, Alexander: Das Verhältnis Ludwigs des Bayern zu den Erzkanzlern von Mainz, Köln und
Trier. 1314 - 1347. Kallmünz, Opf. 1983, S. 10.
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Man konnte sich jedoch nicht auf einen Kandidaten einigen. Der Mainzer wie auch der Trierer unterstützten die Kandidatur Johanns von Böhmen, da sie durch den Habsburger Friedrich den Schönen als neuen König um ihren Einfluss auf das Reich fürchteten. Der Kölner hingegen tendierte zu Friedrich, da er unter Heinrich VII. von den drei Erzbischöfen die geringste Bedeutung gehabt hatte und unter Johann eine Fortsetzung der Politik dessen Vaters fürchtete. 3
Eine zweite Besprechung am 2.1.1314 in Rhens blieb ebenfalls ohne Ergebnis, da Peter von Mainz nicht anwesend war und eine Entscheidung von Balduin von Trier und Heinrich von Köln nicht alleine gefällt werden konnte.
Nachdem die Rhenser Beratungen zu keinem Ergebnis geführt hatten, warben nun die Habsburger wie die Luxemburger um Stimmen bei den Kurfürsten. Diese Werbungen führten dazu, dass Johann von Böhmen auf die Stimmen von Markgraf Woldemar von Brandenburg, Herzog Johann von Sachsen-Lauenberg, der Erzbischöfe von Mainz und Trier und natürlich auf seine eigene zählen konnte. Peter von Mainz hatte auch hier wieder seinen großen Einfluss geltend gemacht. Er war es, der Woldemar von Brandenburg von Heinrich von Köln abwarb und Johann von Böhmen somit gleichzeitig die Stimme des Herzogs von Sachsen-Lauenberg sicherte, der sich dem Brandenburger anschloss. 4
Friedrich der Schöne konnte Rudolf von Sachsen-Wittenberg, Pfalzgraf Rudolf- der von der luxemburgischen Partei zu den Habsburgern gewechselt hatte, Heinrich von Kärnten- der unrechtmäßig die böhmische Kurstimme für sich beanspruchte, und den Kölner Erzbischof für sich gewinnen.
Eine dritte Wahlbesprechung in Rhens führte abermals zu keinem Ergebnis und so setzte Peter von Mainz schließlich den 19.10.1314 als Tag für die Königswahl fest. 5
3 Vgl. Thomas, Heinz: Ludwig der Bayer (1282 - 1347). Kaiser und Ketzer. Regensburg 1993, S. 53.
4 Vgl. Huber: Verhältnis, S. 13.
5 Vgl. Huber: Verhältnis, S. 15.
Arbeit zitieren:
Regina Eberle, 2006, Der Einfluss des Erzbischofs Peter von Mainz, München, GRIN Verlag GmbH
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