Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Zum Begriff Non-Governmental Organization. 2
2.1. Definition 2
2.2. Struktur. 3
2.3. Differenzierung der entwicklungspolitischen NGOs 4
2.3.1. Die Nord-NGOs 4
2.3.2. Süd-NGOs und GONGOS 5
2.3.3. Zusammenschlüsse von NGOs. 6
3. Möglichkeiten und Vorteile 7
3.1. Spezifische Vorteile in der Entwicklungszusammenarbeit 7
3.2. Politische Macht und Einflussnahme 8
4. Grenzen und Gefahren für entwicklungspolitische NGOs. 9
4.1. Bürokratie und Professionalität 9
4.2. Staatliche Abhängigkeit und Finanzierung 10
4.3. Rückgang der öffentlichen Debatte über die EZA 11
5. Resümee und Ausblick. 12
6. Literatur- und Quellenverzeichnis. 15
II
Abkürzungsverzeichnis
CONCORD European Non-Governmental Organization (NGO) Confederation for Relief and Development CONGO Conference of NGOs in Consultative Status EZA Entwicklungszusammenarbeit GONGO Government Organised Non-governmental Organisation NGO Non-governmental Organisation NRO Nicht-Regierungsorganisation QUANGO Quasi Non-governmental Organization UNDP United Nations Development Programme VENRO Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e. V.
III
1. Einleitung
Ich habe mich in dieser Arbeit für ein Thema abseits der vielen aktuellen Krisen und Konflikte entschieden, denn ich halte auch den Bereich der Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit für äußerst relevant, auch wenn dieser immer mehr ins Hintertreffen zu geraten scheint. Doch gerade im Zuge der aktuellen Globalisierungsdebatte sollte diese Thematik nicht vernachlässigt werden, und die Öffentlichkeit sollte darüber nicht im Dunkeln bleiben.
Der sogenannte Nord-Süd-Konflikt bezeichnet in seiner Gesamtheit die Interessensgegensätze zwischen der ersten und dritten Welt, zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Auch heute noch stehen den wenigen, hochentwickelten und reichen Industriestaaten noch eine sehr große Anzahl an armen Ländern gegenüber und die Kluft wird zusehends größer. Während die Industriestaaten immer reicher werden, werden die Staaten der Dritten Welt zusehends ärmer. Die Anzahl der Akteure im Nord-Süd-Konflikt hat sich im Verlauf der vier Entwicklungsdekaden vervielfacht. Heute treten neben den Regierungen auch zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NRO) aus dem Norden sowie aus dem Süden als Interessenvertreter bestimmter gesellschaftlicher Gruppen auf, die sich vor allem aus Kirchen und der Zivilgesellschaft gebildet haben.
NGOs, zu deutsch „Nichtregierungsorganisationen“ (NRO) spielen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) eine sehr bedeutende Rolle, sie haben beträchtliche Vorteile gegenüber der staatlichen EZA auf die ich in meiner Arbeit auch eingehen werde. Ich habe mich aber dafür entschieden, hier auch die Grenzen und Gefahren, auf welche die NGOs in der EZA stoßen aufzuzeigen, allerdings habe ich versucht, nur die aktuellsten Probleme dafür auszuwählen.
Meine Arbeit gliedert sich in vier Kapitel, im ersten werden ich versuchen, den Begriff der entwicklungspolitischen NGO genauer zu definieren und schließlich kurz auf die Unterschiede zwischen den wichtigsten entwicklungspolitischen NGOs eingehen. Im darauffolgenden Kapitel beschreibe ich kurz die spezifischen Vorteile, die NGOs gegenüber staatlichen Organisationen auszeichnen, wie zum Beispiel die Nähe zur Basis oder die effektive Hilfe zur Selbsthilfe.
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Im dritten Kapitel möchte ich schließlich auf Gefahren, Probleme und Grenzen der entwicklungspolitischen NGOs eingehen, die Finanzierung, den Mangel an professionellem Personal und vor allem auf den Rückgang der öffentlichen Debatte - denn gerade die Zivilgesellschaft bildet ja den größten Rückhalt für diese privaten Organisationen. Es muss den NGOs gelingen, das Augenmerk der Öffentlichkeit wieder verstärkt auf die EZA zu richten, sind NGOs ohne staatliche Unterstützung überhaupt noch überlebensfähig und was müssen die NGOs tun um langfristig als unabhängige Organisationen überleben zu können? Ich abschließenden Resümee werde ich versuchen, Antworten auf diese Fragen zu geben.
Als Quellen für diese Arbeit dienten mir diverse Fach- und Handbücher zur Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit, Fachzeitschriften und Journale. Da es leider sehr wenig aktuellere Literatur zu diesem Thema gab, suchte ich auch einige Quellen aus dem Internet, vor allem von Seiten der privaten entwicklungspolitischen NGOs, die ich auch im Quellenverzeichnis aufführen werde.
2. Zum Begriff Non-Governmental Organization
2.1. Definition
Für Organisationen, die weder in der Staatssphäre, noch im Marktgeschehen tätig sind, hat sich der englische Begriff non-governmental organization, kurz NGO, auch im deutschen Sprachraum eingebürgert. Ursprünglich waren mit diesem Begriff internationale Organisationen im Umfeld der Vereinten Nationen, die nicht auf Initiative von Regierungen und Staaten entstanden, gemeint. Im deutschen Sprachraum findet man für diese Organisationen oft auch die Abkürzung NRO, Nicht-Regierungs-Organisationen, des weiteren gibt es noch Begriffe wie Non-Profit Organization, Private Voluntary Organization, Altruistic Organization und viele mehr. Ich werde in meiner Arbeit den auch bei uns häufig verwendeten Begriff NGO verwenden. NGOs, die in der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) tätig sind, sind weder Teil des Regierungsapparates noch von ihm abhängig. Sie sind nicht gewinnorientiert und insofern als privat einzustufen, als sie nicht zur Staatssphäre gehören. Non-Governmental Organizations gelten als dritter Sektor zwischen Markt und Staat. Ihr Steuerungsmodus ist dabei die Solidarität, während Staat und Markt durch die Steuerungsmodi Hierarchie und Tausch definiert sind. Ein wichtiges Stichwort bei diesen NGOs ist die Freiwilligkeit. Diese Freiwilligkeit betrifft hier nicht nur die Mitgliedschaft, sondern vor allem die Übertragung von Ressourcen an die Organisation, worunter man die
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Zuwendung von Spenden, unbezahlte bzw. unterbezahlte Mitarbeit sowie soziale und politische Legitimation auf dem Prinzip der Freiwilligkeit verstehen kann. (Glagow 1993, 307) NGOs definieren sich selbst als nicht bürokratisch, nicht rigide und nicht als Richtlinie. Die UNDP (United Nations Development Programme) grenzt den Terminus NGO auf freiwillige Organisationen ein, die sehr oft mit der Hilfe anderer arbeiten. (Raffer 1996, 134) Günter Teuber definiert NGOs in seinem Buch wie folgt: „Eine NGO ist eine auf Basis der Freiwilligkeit formal organisierte Gruppe oder Gesellschaft im nichtstaatlichen Bereich, die einem Gewinnverteilungsverbot unterliegt und deren Ziel es ist, die Entwicklung der Gesamtgesellschaft oder bestimmter Zielgruppen in den Entwicklungsländern zu fördern.“ (Teuber 1993, 6)
Eine Selbstdefinition für entwicklungspolitische NGOs lässt sich auf der Homepage von VENRO (Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e. V.) finden:
„Entwicklungspolitische NRO sind ein wichtiger Bestandteil der Zivilgesellschaft. Sie erheben Einspruch und mischen sich ein, setzen auf Dialog und Kooperation. In den NRO formieren sich Verantwortungsbewusstsein und Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, das in hohem Maße ehrenamtlich geleistet wird.“ (http://www.venro.de, 18. April 2003)
2.2. Struktur
Auch strukturell gibt es bei den NGOs eine Besonderheit: Sie weisen zwei unterschiedliche Dimensionierungen auf, zum einen die interne Organisationsstruktur und zum anderen das spezifische Organisation-Umwelt-Verhältnis. NGO sind Organisationen, dass bedeutet, sie sind intern durch formale Regelwerke, Zwecksetzungen, Kompetenzzuweisungen und Hierarchiestränge strukturiert. (Glagow 1993, 308) Als spezifische Gemeinsamkeiten, welche die NGOs von anderen Organisationen (staatlichen und marktorientierten) unterscheiden, sind die Tatsachen, dass NGOs weder hoheitliche Aufgaben zu erledigen haben, noch profitorientierte Verkäufe tätigen. Viele NGOs stehen jedoch nicht mehr in einem sehr engen Verhältnis mit der Umwelt, dies wird klar, wenn die eigentliche Finanzierung einer NGO vorwiegend durch staatliche Zuschüsse erfolgt. Diese Probleme treten sowohl in den Geberals auch in den Entwicklungsländern selbst auf, wo es fast keine NGOs gibt, die sich in finanzieller Hinsicht völlig autonom reproduzieren könnte (Glagow 1993, 309)
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Arbeit zitieren:
Regina Bianchi, 2003, Die Rolle der Non-Governmental Organizations in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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