Die erkenntnisleitende Fragestellung für die folgende Arbeit lautet:
• Was leistet Personalentwicklung in der Altenhilfe?
• Was sind Elemente der Personalentwicklung?
Die Arbeit gliedert sich in fünf Teile:
1. Einem ersten Teil, der sich mit der Situation in stationären Einrichtungen der
Altenhilfe theoretisch auseinandersetzt.
2. Einem zweiten Teil, der die Theorie der Personalentwicklung genauer beleuchtet.
3. Einem dritten praktischen Teil, in dem die Personalentwicklung einer stationären
diakonischen Einrichtung vorgestellt wird.
4. Einem vierten Teil, in dem der Frage nach der Mitarbeiterförderung der Jünger
durch Jesus Christus und deren Übertragbarkeit auf die Personalentwicklung und –
führung heute nachgegangen wird.
5. Im fünften Teil wird ein Gesamtfazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Die Situation in der stationären Altenhilfe
1.1 Lebenslage alter Menschen in Heimen
1.1.1 Demographie
1.1.2 Der Alltag der Bewohnerinnen im Heim
1.1.3 Demenz im Alter
1.1.3.1 Das Krankheitsbild der Demenz
1.1.3.2 Der Umgang mit Demenzkranken
1.1.4 Grundsätzliche Begründung der Pflege alter Menschen
1.2 Die Personalsituation
1.2.1 Betrachtung der aktuellen Personalsituation
1.2.2 Das Burn-out-Syndrom der Mitarbeiterinnen in der Pflege
1.2.2.1 Begriffsklärung und Merkmale
1.2.2.2 Ursachen des Burn-out
1.3 Rechtliche und finanzielle Aspekte
1.3.1 Das Pflegequalitätssicherungsgesetz
1.3.2 Das Heimgesetz
1.3.3 Die Erhöhung der Pflegesätze und der Personalschlüssel
1.4 Zusammenfassung
2. Personalentwicklung - Die Theorie
2.1 Personalentwicklung – eine Einführung
2.1.1 Begriffsklärung und Bedeutung für die Soziale Arbeit
2.2. Die Personalentwicklungsmaßnahmen
2.2.1 Das Mitarbeitergespräch (MAG)
2.2.2 Die Stellenbeschreibung
2.2.3 Die räumliche Gestaltung der Arbeitsumgebung
2.2.4 Schulungen und Fort- und Weiterbildungen
2.2.5 Job rotation
2.2.6 Supervision und Coaching
2.2.7 Mentorin
2.2.8 Der “richtige” Abschied
2.2.9 „Brief an den Nachfolger“
2.2.10 Spirituelle Angebote
2.3 Das Personalentwicklungskonzept
2.4 Die Zuständigkeiten im Personalentwicklungsprozess
2.5 Hürden im Prozess
2.5.1 Mitarbeiterinnen als bremsendes Element
2.5.2 Personalentwicklung zu Lasten der Bewohnerinnen
2.5.3 Weitere Hürden
2.6 Dauer des Prozesses
2.7 Zusammenfassung
3. Personalentwicklung am Beispiel „Luise-Schleppe-Haus“
3.1 Vorüberlegungen
3.2 Portrait des Heims
3.3 Zuständigkeiten im Personalentwicklungsprozess
3.4 Vorstellung der durchgeführten Maßnahmen
3.4.1 Vom Umgang mit mir selbst
3.4.2 Das Willkommenheißen
3.4.3 Patinnen
3.4.4 Das Mitarbeitergespräch (MAG)
3.4.5 Die Stellenbeschreibung
3.4.6 Bildungsangebote, Coaching und Supervision
3.4.7 Job rotation
3.4.8 Hospitationen
3.4.9 Räumliche Gestaltung
3.4.10 Rückzugsräume für Mitarbeiterinnen
3.4.11 Abschied
3.4.12 Mitarbeiterinnenpflege außerhalb des Dienstes
3.4.13 Haustiere
3.4.14 Arbeitszeitmodelle
3.4.15 Kommunikation
3.4.15.1 Kommunikation zwischen den Kolleginnen
3.4.15.2 Kommunikation zwischen Mitarbeiterinnen und Vorgesetzten
3.4.15.3 Mitarbeiterinnen-Zeitschrift als Kommunikationsorgan
3.4.16 Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens
3.4.17 Spiritualität
3.4.17 1. Spiritualität im Alltag
3.4.17.2 Spiritualität im Umgang mit dem Tod
3.4.18 Rolle der Führung
3.5 Der christliche Hintergrund
3.5.1 Die Botschaft Jesu Christi im Arbeitsalltag
3.5.2 „Der barmherzige Samariter“ – eine Grundlage der Arbeit
3.6 Hürden im Personalentwicklungsprozess
3.7 Bisherige Ergebnisse der Personalentwicklung
3.7.1 Auswirkung auf die Motivation der Mitarbeiterinnen
3.7.2 Auswirkung auf die Gesundheit der Mitarbeiterinnen
3.7.3 Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit
3.8 Blick in die Zukunft: Geplante Maßnahmen
3.9 Zusammenfassung
4. Biblisch begründete Personalentwicklung
4.1 Vorüberlegungen
4.2 Führung, Förderung und Entwicklung durch Jesus Christus
4.2.1 Unterstützung für den Gesamtprozess
4.2.2 Spiritualität und Klausur
4.2.3 Der „innere Kreis“
4.2.4 Mitarbeitergespräche
4.2.5 Rückzug und Entspannung
4.2.6 Lehre und Fortbildung
4.2.7 Mitarbeiterinnenpflege außerhalb des Dienstes
4.2.8 Transparenz der Arbeit
4.2.9 Abschied
4.3 Rolle der Führung
4.4 Frauen in Jesu Umfeld
4.5 Zusammenfassung
5. Gesamtfazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung der Personalentwicklung in stationären Einrichtungen der Altenhilfe, um der hohen Arbeitsbelastung und der sinkenden Mitarbeiterzufriedenheit entgegenzuwirken und eine qualitativ hochwertige Pflege sicherzustellen.
- Analyse der aktuellen Situation und Belastungsfaktoren in der stationären Altenpflege
- Erarbeitung theoretischer Grundlagen zur Personalentwicklung in sozialen Organisationen
- Praktische Untersuchung von Personalentwicklungsmaßnahmen am Beispiel des „Luise-Schleppe-Hauses“
- Reflexion biblischer Impulse zur Mitarbeiterförderung und deren Übertragbarkeit auf die moderne Führung
- Entwicklung von Perspektiven für eine nachhaltige Qualitäts- und Motivationssteigerung
Auszug aus dem Buch
3.4.1 Vom Umgang mit mir selbst
Für Pflegekräfte, die tagtäglich für anderen Menschen da sind und sich für einen Beruf, in dem das Geben im Vordergrund steht, entschieden haben, ist es umso wichtiger, sich um das eigene Wohlergehen zu kümmern. Das Luise-Schleppe-Haus stellt da den biblischen Vers „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Mt 19, 19) in den Vordergrund. Ich kümmere mich um die Pflegebedürftigen, trage aber auch Sorge für mich selbst. Petzold/Petzold sprechen an dieser Stelle von der Notwendigkeit einer „Anleitung zum sorgfältigen Umgang mit sich selbst“ (Seite 261). Ein weiteres Motto, das zum biblischen Vers in Mt 19,19 passt, ist „leben, wohnen, wohl fühlen“ (http://www.seah.de). Dieser Spruch ist sowohl auf die Bewohnerinnen als auch auf die Mitarbeiterinnen bezogen.
Im zweiten Teil der theoretischen Betrachtung wurde zusammengetragen, wie Möglichkeiten einer erfolgreichen Personalentwicklung aussehen könnten. Daran schließt sich nun die Betrachtung der Praxis an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Situation in der stationären Altenhilfe: Das Kapitel beleuchtet die demografische Entwicklung sowie die schwierige Arbeits- und Personalsituation in Altenheimen, die häufig durch Zeitdruck und hohe Belastungen geprägt ist.
2. Personalentwicklung - Die Theorie: Hier wird der theoretische Rahmen der Personalentwicklung als Führungsinstrument definiert und verschiedene Maßnahmen wie Mitarbeitergespräche und Qualifizierungsangebote vorgestellt.
3. Personalentwicklung am Beispiel „Luise-Schleppe-Haus“: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Implementierung von Personalentwicklungskonzepten in einer diakonischen Einrichtung und die damit verbundenen Erfolge.
4. Biblisch begründete Personalentwicklung: Es wird untersucht, inwiefern die Führung und Förderung der Jünger durch Jesus Christus als Vorbild für eine christlich motivierte Mitarbeiterführung heute dienen kann.
5. Gesamtfazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz ab, die Personalentwicklung als notwendigen Weg zur Qualitätsverbesserung bestätigt, jedoch betont, dass dies nur in Verbindung mit besseren Rahmenbedingungen für die Pflegeberufe gelingen kann.
Schlüsselwörter
Personalentwicklung, Altenhilfe, Mitarbeiterzufriedenheit, Pflegesektor, Burn-out, Pflegequalität, christliche Diakonie, Mitarbeitergespräch, Führungskultur, Arbeitszeitmodelle, Qualitätsmanagement, demografischer Wandel, Pflegefachkräfte, Motivation, Personalnotstand
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit thematisiert die Notwendigkeit und Umsetzung von Personalentwicklung in stationären Altenpflegeeinrichtungen, um sowohl die Qualität der Pflege als auch die Arbeitsbedingungen des Personals nachhaltig zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Personalsituation in Heimen, das Burn-out-Syndrom, die Theorie der Personalentwicklung, die Rolle der Führung und die christliche Motivation für die Arbeit in diakonischen Einrichtungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist zu erforschen, wie durch gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen die Arbeitszufriedenheit gesteigert, der Krankenstand gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit einer Einrichtung gesichert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen und eine qualitative Forschungsmethode, bestehend aus Einzelinterviews mit der Heimleitung, einer Pflegekraft und einer Personalentwicklungsreferentin.
Was wird im praktischen Hauptteil behandelt?
Der praktische Teil untersucht konkret das „Luise-Schleppe-Haus“, dessen Führungskräfte ein spezielles Konzept zur Personalentwicklung unter dem Titel „Pflege für die Pflegenden“ eingeführt haben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Personalentwicklung, Altenhilfe, Mitarbeiterzufriedenheit, Pflegequalität, Führungskultur und diakonische Ethik sind die tragenden Begriffe der Arbeit.
Was ist das "Luise-Schleppe-Haus" in diesem Kontext?
Es fungiert als Best-Practice-Beispiel einer diakonischen Einrichtung, die durch ein strukturiertes Personalentwicklungskonzept den renommierten Altenpflegepreis "Pflege für die Pflegenden" gewann.
Wie wird das Konzept "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" in der Praxis umgesetzt?
In der Arbeit wird dies auf die Mitarbeiterinnen bezogen: Nur wer sich auch selbst sorgt und seine eigenen Bedürfnisse (im Rahmen der Personalentwicklung) ernst nimmt, kann langfristig gute Pflege am Bewohner leisten.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Schulung, Fortbildung und Weiterbildung wichtig?
Die Autorin differenziert diese Begriffe, um aufzuzeigen, dass Personalentwicklung über einfache Pflichtschulungen hinausgeht und eine zielgerichtete, langfristige Qualifizierung für die Bindung von Fachkräften erfordert.
- Arbeit zitieren
- Heidi Christina Kohlstock (Autor:in), 2003, Personalentwicklung in der Altenhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71517