Universität Freiburg Historisches Seminar Proseminar: „Amerikanische Revolution“ Hausarbeit: Organisation und Disziplinierung der Kontinentalarmee Roland Sonntag Note: 3,0
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1. Einleitung S 3
Organisation der Kriegsführung S 4
a) Organisation der Truppenversorgung 1775 76 S 4 5
b) Dezentralisierung der Organisation S 5 6
c) Scheitern der Reform S 6
d) Gründe für das Scheitern der Reform S 6 7
e) Neuerliche Reform der Organisation S 7 8
f) Gründe für das Scheitern der 2 Reform S 8 9
g) Die Reform von 1779 80 S 9 10
h) National Movement 1780 83 S 10 12
i) Beschlagnahmungen: Notwehr und Willkür S 12 13
3. Disziplin und Disziplinierung S 14
a) Disziplin innerhalb der amerikanischen Streitkräfte S 14 15
b) Versuche der Disziplinierung S 15 16
c) General von Steuben S 16 17
4. Fazit S 18
5. Literaturverzeichnis S 19
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Im ersten Teil, der den größten Part meiner Hausarbeit ausmachen wird, werde ich mich der Organisation der Versorgung der Kontinentalarmee widmen. Untersuchungsgegenstand werden die verschieden Reformen, mit denen der Kongress versuchte eine angemessene Versorgung der Truppen zu gewährleisten und deren Scheitern sein, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Gründe des Scheiterns gelegt werden soll.
Zusätzlich soll die Praxis der Beschlagnahmungen von Privateigentum zum Wohle der Armee beleuchtet werden.
Im zweiten Teil werde ich mich zunächst, der nur wenig vorhandenen Disziplin innerhalb der Truppen Washingtons widmen, um anschließend die Versuche der Disziplinierung aufzuzeigen, wobei eine besondere Beachtung der Person des General von Steubens zugemessen werden wird.
Ein Fazit wird meine Arbeit abschließen.
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Nach den Anfangserfolgen der Revolutionäre im Kampf gegen die Briten, in denen viele Amerikaner schon das baldige Ende einer erfolgreichen Revolution gegen das Empire sahen, sahen sich die amerikanischen Streitkräfte einer regelrechten Niederlagenserie gegenüber. Auf Long Island und um New Jersey mussten die Revolutionäre unter großen Verlusten den Rückzug antreten. Die Gründe dafür waren einerseits in einer mangelhaften Disziplinierung und Ausbildung der revolutionären Truppen, dem Mangel an guten Befehlshabern, aber auch an der schlechten Versorgungslage der Soldaten zu suchen.
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Die Kolonien waren in einen Krieg eingetreten, ohne vorher eine dafür notwendige, effiziente Verwaltung aufzubauen, welche die Versorgung der eigenen Truppen sicherstellen konnte. Vor allem die Angst der Revolutionäre, eine mächtige Behörde könnte die Quelle einer neuen Tyrannei werden, aber auch die Selbstüberschätzung der eigenen Kräfte, auch der Kongress rechnete mit einem baldigen Sieg gegen die Briten, hatte zu diesem Fehlverhalten geführt. Durch die plötzliche, unerwartete Nachfrage nach Kriegsgerät, Kleidung, Ausrüstung für die Camps, Arzneien überfordert, wurde vom Kongress zunächst Priorität auf den Import und die Herstellung von Waffen und Munition gelegt.
Der Mangel an anderen für die Kriegsführung notwendige Mittel sollte durch vom Kongress, oder, auf dessen Geheiß, von den einzelnen Kolonien dafür eingerichtete Ausschüsse behoben werden. Diese hatten sich ausschließlich um die Besorgung eines gestimmten Gebrauchsgegenstand, z. B. Stiefel, zu kümmern. Sobald die Nachfrage befriedigt war, wurde der entsprechende Ausschuss, von wenigen Ausnahmen abgesehen, wieder aufgelöst. Es wurde also nicht geplant bzw. gekauft, was benötigt werden könnte, sondern erst gehandelt, wenn eine entsprechende Anfrage vorlag.
Es kam zu keiner klaren Kompetenzverteilung, Koordinierung oder Strukturierung in der Versorgung der Truppen., was zu einem ineffizienten, konfusen System führte, unter dem die Streitkräfte sehr zu leiden hatten.
Weil der Kongress alle Kompetenzen behalten wollte versank er förmlich in den Herausforderungen, die an ihn gestellt wurden und scheiterte an den Entscheidungen, welcher Aufgabe Priorität zugemessen werden sollte. Es wurde, um dem Eindruck entgegenzuwirken, Kriegsgewinnler zu produzieren, auch oft an der Ausgabe notwendiger Finanzmittel gegeizt, was sich in den geringen Löhnen der Soldaten und Zivilbeschäftigten, die ebenfalls für die
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Kriegsführung unabdingbar war, wiederspiegelte. Aber auch die geringen Steuereinnahmen waren dafür verantwortlich
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Als der Kongress sich der ausufernden Probleme der Truppe Ende 1776 immer mehr bewusst wurde, kam es zu einer ersten Reorganisation der bestehenden Administration. Zunächst ging man davon ab, für jede neue Krise ein neues Komitee zu gründen. Man verließ sich jetzt vielmehr auf langfristig angelegte neu gegründete Ausschüsse.
Aber auch andere Trends bestimmten diese Reform. So wurden den „Staff Departments“, welche für die verschieden Aspekte der Versorgung der Truppenteile zuständig waren, eine größere Verantwortung zugestanden. Sie konnten von nun an unabhängiger handeln. Doch diese Umstrukturierungen waren nicht eine Folge weitreichender Planung, sondern vielmehr Konsequenz militärischer Niederlagen.
Hauptbestandteil der Reformen des Jahres 1777 waren die Neuorganisation der einzelnen Departments.
Im April 1777 begann man mit der vollkommenen Reorganisation der „Hospital Departments“, das mit der Versorgung und Pflege der verwundeten Soldaten beauftragt war.. Man teilte es in vier geographisch festgelegte Teilgebiete auf, die besser zu organisieren waren. Außerdem wurden eindeutigere Hierarchien aufgebaut, die eine bessere Kontrolle der einzelnen Teilbereiche gewährleisten sollten. Ähnlich wurde auch bei der Reform der „Quartermaster Departments“ vorgegangen. Zudem wurden neue Stellen geschaffen, um die in ihrer Arbeit versinkenden Quartiermeister zu entlasten.
Die Arbeit der „Comissary Departments“ wurde ebenfalls reformiert. Aufgabenbereiche wurden aufgeteilt und ebenfalls neue Posten eingerichtet. Der „Comissary General of Purchases“, war jetzt für die Einkäufe zuständig, während der „Comissary General of Issues“ sich mit den Ausgaben dafür zu beschäftigen hatte, was vorher von einer Person erledigt worden war. Die Behörde sollte so leichter steuerbar werden, außerdem sah diese Neuerung vor, dass sich die beiden Generals nun gegenseitig kontrollieren. Auch konnte so der Furcht des Kongresses entgegengewirkt werden, einer einzelnen Person zu viel Macht zuzugestehen. Weiterer Bestandteil der Reform war die Einführung einer genauen Buchführung. Um unsachgemäßem Umgang mit Vorräten und der Korruption entgegenzuwirken, legte der Kongress großen Wert darauf, dass über ausgegebene Güter und Vorräte genau Buch geführt werden musste, und monatliche Berichte angefertigt wurden, um die Leiter der Departments und damit auch den Kongress auf dem laufenden zu halten. Jeder Kauf musste schriftlich
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Quote paper:
Magister Artium Roland Sonntag, 2001, Organisation und Disziplinierung der Kontinentalarmee, Munich, GRIN Publishing GmbH
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DOI
Wozu Politikwissenschaft - Sinn und Nutzen einer Disziplin
Politics - Didactics, Political Education
Scholary Paper (Seminar), 18 Pages
Das Poldermodell - Bedeutung für die Schweiz?
Business economics - Economic Policy
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 21 Pages
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