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Katastropheneinsatz und Entwicklungsarbeit als komplementäre Instrumente der Außenpolitik am Beispiel von Tadschikistan

Titel: Katastropheneinsatz und Entwicklungsarbeit als komplementäre Instrumente der Außenpolitik am Beispiel von Tadschikistan

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 39 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Goulnaz Abdoullaeva (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Klimaveränderung, Bevölkerungswachstum, wachsende Armut und politische Instabilität in vielen Teilen der Welt haben dazu geführt, dass Anzahl der Katastrophen in der Welt eher zu- als abnehmen.

Insbesondere die Zahl der Naturkatastrophen und der darunter leidenden Menschen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Für das Jahr 2005 berichten die Vereinten Nationen, dass 157 Mio. Menschen von Naturkatastrophen betroffen waren, davon 96 Prozent durch Überschwemmungen, Dürren und Wirbelstürme. In den letzten zehn Jahren habe sich die durchschnittliche Zahl der Todesopfer nach Naturkatastrophen verdoppelt (Das Auswärtige Amt 2006, 12).

Die Zahl der gewaltsam ausgetragenen Konflikte ist dagegen rückläufig. Die meisten Auseinandersetzungen sind heute innerstaatliche Konflikte (Das Auswärtige Amt 2006, 13).
Bei der Bewältigung von Naturkatastrophen und Konflikten mit katastrophalen humanitären Konsequenzen werden Hilfsmaßnahmen mit kurz-, mittel- und langfristiger Zielsetzung eingesetzt. Man unterscheidet zwischen den Instrumenten Katastropheneinsatz (kurzfristig) und Entwicklungsarbeit (mittel- und langfristig).

Das Ziel dieser Arbeit ist zu klären, welche Unterschiede sowie welche Schnittpunkte zwischen dem Katastropheneinsatz und der Entwicklungsarbeit bestehen. Die Komplementarität bzw. gegenseitige Ergänzung der beiden Instrumente wird anhand des Beispiels der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Tadschikistan verdeutlicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Katastropheneinsatz und Entwicklungsarbeit der deutschen Außenpolitik

2.1 Die Abgrenzung der Begriffe

2.2 Akteure und Maßnahmen

2.3 Koordinationsprobleme bei den Hilfsmaßnahmen

3 Tadschikistan

3.1 Geopolitische Lage und naturräumliche Gliederung

3.2 Wirtschafts- und Sozialstruktur bis 1991

3.3 Auslösende Faktoren, Verlauf und Folgen des Bürgerkrieges 1992-1997

4. Katastropheneinsatz und Entwicklungsarbeit der Bundesrepublik Deutschland in Tadschikistan

4.1 Ein Überblick über Ziele, Akteure und Maßnahmen

4.2 Das Beispiel der deutschen Welthungerhilfe (DWHH)

5 Aktuelle Wirtschaftslage und Entwicklungsprobleme in Tadschikistan

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Komplementarität zwischen kurzfristigem Katastropheneinsatz und langfristiger Entwicklungsarbeit der Bundesrepublik Deutschland. Anhand des Beispiels Tadschikistan wird analysiert, wie diese Instrumente aufeinander abgestimmt werden können, um akute Not zu lindern und gleichzeitig nachhaltige Strukturen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu schaffen.

  • Abgrenzung der Instrumente Katastropheneinsatz und Entwicklungsarbeit.
  • Analyse der Akteure und Koordinationsstrukturen der deutschen Außenpolitik.
  • Geopolitische und sozioökonomische Rahmenbedingungen Tadschikistans.
  • Bewertung von Hilfsprojekten (insbesondere durch die DWHH).
  • Diskussion aktueller Armutsursachen und notwendiger Kurskorrekturen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Abgrenzung der Begriffe

Der Katastropheneinsatz (auch Humanitäre Hilfe oder Soforthilfe genannt) und die Entwicklungsarbeit unterscheiden sich sowohl in ihren Ansatzpunkten als auch in ihrem Planungsverlauf.

Der Katastropheneinsatz hat zum Ziel, die humanitären Grundbedürfnisse der Menschen zu sichern (Das Auswärtige Amt 2006, 15). Der Katastropheneinsatz beabsichtigt die schnelle Beseitigung oder Linderung einer akuten Notlage, die von dem betroffenen Land nicht oder nicht umgehend gemeistert werden kann. Der Katastropheneinsatz setzt weitgehende Gestaltungsfreiheit voraus, um angesichts der Notlage kurzfristig Ergebnisse zu erzielen (BMZ 1993, 68f). Weitere Charakteristika des Katastropheneinsatzes in Katastrophen und Konflikten sind politische Vorgaben unter hohem Zeitdruck, Unvorhersehbarkeit notwendiger Maßnahmen und eine rasche Ressourcenübertragung mit geringer Planbarkeit (BMZ 1997, 4). Das Ziel der Entwicklungsarbeit ist, durch Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts die Lebensbedingungen der Menschen in den Entwicklungsländern auf Dauer zu verbessern. Sie ist in die gesamtwirtschaftliche Zielprojektion der Empfängerländer eingebettet (BMZ 1993, 68f).

Es bestehen weitere Unterschiede zwischen dem Katastropheneinsatz und der Entwicklungsarbeit (Das Auswärtige Amt, 4f):

- das Konzept der Nachhaltigkeit, das in der Entwicklungsarbeit eine wichtige Rolle spielt, verliert in dem Katastropheneinsatz seine Bedeutung, wenn auch darauf zu achten ist, dass humanitäre Hilfsmaßnahmen nicht schädigend in Strukturen eingreifen und Entwicklungsbemühungen behindern;

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die weltweite Zunahme von Katastrophen und die Notwendigkeit, kurzfristige Hilfsinstrumente mit langfristiger Entwicklungsarbeit zu verknüpfen.

2 Katastropheneinsatz und Entwicklungsarbeit der deutschen Außenpolitik: Dieses Kapitel definiert und differenziert die Instrumente Katastropheneinsatz und Entwicklungsarbeit und erörtert die komplexen Koordinationsprobleme innerhalb der deutschen Verwaltungsstruktur.

3 Tadschikistan: Hier werden die geografischen, ökonomischen und sozialen Grundlagen Tadschikistans sowie die Ursachen und Folgen des Bürgerkrieges in den 90er Jahren dargelegt.

4. Katastropheneinsatz und Entwicklungsarbeit der Bundesrepublik Deutschland in Tadschikistan: Das Kapitel bietet einen Überblick über deutsche Hilfsprojekte im Land und analysiert das Modell der deutschen Welthungerhilfe als Beispiel für erfolgreiche Übergangsprozesse.

5 Aktuelle Wirtschaftslage und Entwicklungsprobleme in Tadschikistan: Die Analyse der aktuellen Situation zeigt trotz makroökonomischem Wachstum eine fortbestehende Armutsproblematik und strukturelle Defizite in der Regierungsführung auf.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer verstärkten politischen Prioritätensetzung des BMZ für die Region Tadschikistan.

Schlüsselwörter

Katastropheneinsatz, Entwicklungsarbeit, Deutschland, Tadschikistan, Humanitäre Hilfe, Armutsbekämpfung, Bürgerkrieg, Transformationsprozess, Koordinationsprobleme, DWHH, Wiederaufbau, Strukturhilfe, Wirtschaftswachstum, Geberabstimmung, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die deutsche Außenpolitik in Krisenregionen, wobei der Fokus auf der Komplementarität zwischen kurzfristigen Hilfseinsätzen und langfristiger Entwicklungszusammenarbeit liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit, die Problematik institutioneller Koordination sowie die sozioökonomische Lage Tadschikistans.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Unterschiede und Schnittpunkte zwischen Katastropheneinsatz und Entwicklungsarbeit zu identifizieren und deren gegenseitige Ergänzung am Fallbeispiel Tadschikistan aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Wirtschaftsindikatoren sowie der Untersuchung offizieller Berichte und Konzepte deutscher Geberinstitutionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische begriffliche Abgrenzung, die Analyse der Gegebenheiten in Tadschikistan sowie die konkrete Darstellung deutscher Hilfsprojekte vor Ort.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Katastropheneinsatz, Entwicklungsarbeit, Tadschikistan, Armutsbekämpfung und Geberkoordination.

Warum ist die Koordination der Geber in Tadschikistan laut Autorin problematisch?

Die Autorin weist darauf hin, dass eine pluralistische deutsche Organisationsstruktur sowie ein fehlendes Interesse mancher Geber an der Region zu ineffizienten Abstimmungsprozessen führt.

Welche Rolle spielt die Welthungerhilfe in Tadschikistan?

Die DWHH wird als Modell für den erfolgreichen Übergang von der materiellen Not- und Überlebenshilfe hin zu entwicklungsorientierten Projekten der Kapazitätsbildung und Infrastruktursanierung beschrieben.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Katastropheneinsatz und Entwicklungsarbeit als komplementäre Instrumente der Außenpolitik am Beispiel von Tadschikistan
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,0
Autor
Goulnaz Abdoullaeva (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
39
Katalognummer
V72103
ISBN (eBook)
9783638689922
ISBN (Buch)
9783638831000
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Katastropheneinsatz Entwicklungsarbeit Instrumente Außenpolitik Beispiel Tadschikistan Hauptseminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Goulnaz Abdoullaeva (Autor:in), 2007, Katastropheneinsatz und Entwicklungsarbeit als komplementäre Instrumente der Außenpolitik am Beispiel von Tadschikistan, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72103
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Leseprobe aus  39  Seiten
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