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1.3.1 Phantastische Reisen
1.3.2 Einbruch der Vergangenheit in die Gegenwart
1.3.3 Gut gegen Böse
1.3.4 Fremde Welten
1.3.5 Gäste aus dem Unbekannten
1.3.6 Miniaturgesellschaften
1.3.7 Technik
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2.2.1 Inhaltliche Ansatzpunkte
2.2.2 Methodische Ideen zu Härtlings Werk
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3.3.1 „Alle verfolgen Jakob“- das Kapitel zusammengefaßt
3.3.2 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
3.3.3 Soziales Lehr-/ Lernziel: Gewaltlosigkeit (und Toleranz)
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3.4.1 Erste Handlungssituation: Lesen
3.4.2 Zweite Handlungssituation: Gruppeneiteilung
3.4.3 Dritte Handlungssituation: Gruppenarbeit
3.4.3.1 Gruppe 1: Imaginäres Gespräch der Mitschüler
3.4.3.2 Gruppe 2: Standbild; `Schlägerei´
3.4.3.3 Gruppe 3: Tagebuchabschnitt
3.4.3.4 Gruppe 4: Hörspiel eines imaginären Telefongesprächs
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Literaturliste
4
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Die phantastische Literatur hatte Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre einen regelrechten Boom und spätestens seit dieser Zeit seinen `festen´ Platz in der literarischen Landschaft. 1 Nicht unwesentlich beteiligt an dieser Entwicklung waren Autoren wie R.R. Tolkien („Der kleine Hobbit“/1937, „Der Herr der Ringe“/1955) oder Michael Ende („Die unendliche Geschichte“/1979). Jedoch können solche Einzelerfolge ein derartiges Aufleben dieser Gattung nicht alleine erklären.
In der deutschen Literaturtradition herrscht seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Stilprinzip vor, daß sich durch eine Nähe zur greifbaren, erfahrbaren Wirklichkeit beschreiben läßt. Zumeist fand das phantastische Element keinen Platz. Desweiteren hat in Bezug auf Kinder- und Jugendliteratur besonders die starke Didaktisierung der siebziger Jahre zum späteren Erfolg der phantastischen Literatur geführt. Der Versuch der Aufklärung und der Indoktrination durch realistische Literatur führte zu einem verstärktem Verlangen nach irrationalen Welten. Dieses Verlangen wurde weiter gestärkt durch einen vorrangig auf rationale Methoden der Wirklichkeitserfassung ausgerichteten Bildungsprozeß. Durch die rationale Vermittlung von Bildung wächst der Wunsch, sich in irreale Bereiche zu flüchten. Eine weitere These zur Ursache des jungen Booms phantastischer Literatur beruht auf der Verarmung an `inneren Bildern´ in der heutigen Gesellschaft. Demnach suchen Menschen heute oftmals Orientierung an greifbaren `inneren Bildern´ , da sie durch Massenkommunikationsmittel und unüberschaubare Medienlandschaften mit `äußeren Bildern´ überschüttet werden.
Ich denke, daß Kinder und Jugendliche sich schon früher über außergewöhnliche und unerklärbare Fiktionen gefreut hätten. Aber erst die
genannten Gründe haben dazu geführt, daß auch Autoren, Eltern und Lehrer verstärkt auf phantastische Kinder- und Jugendliteratur zurückgegriffen haben.
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Gerhard Haas und Göte Klingberg erwähnen in ihrem Aufsatz 2 mehrere Definitionen unterschiedlicher Autoren und Wissenschaftler, die sich zwar ähneln, jedoch unterschiedlich gewichtet sind. Sie beginnen mit einem eigenen, allgemeinen Bestimmungsversuch: „ In der einfachsten Definition phantastischer Texte steht einer realistisch gezeichneten, empirisch-alltäglich bestimmbaren Welt eine Welt des Irrational-Unerklärbaren gegenüber, in der das Außergewöhnliche geschieht.“ 3 Das Zusammenkommen dieser beiden Welten bewirkt in phantastischer Kinder- und Jugendliteratur nicht „ Schrecken, Angst (oder) Schauder“ , sondern auch „ Komik, Spiel und satirische Pointierung“ . 4 Wenn man nun berücksichtigt, daß alle erzählende Literatur fiktional ist, d.h. der Autor schafft sich eine eigene fiktionale Wirklichkeit, die durch persönliche Erfahrungen und Stimmungen geprägt ist, stellt sich die Frage nach einer Abgrenzung zur phantastischen Literatur. Eine Antwort darauf hat Zgorzelski: „ Phantastik erscheint, wenn die inneren Gesetze der fiktiven Welt zerbrochen werden.“ 5 Demnach müssen die fiktiven Personen ein Geschehen oder Weltbild als unbegreiflich empfinden. Nach Todrovs Auffassung kommt es auf das Verständnis des Lesers an. Kann er das Geschehen weder einer übernatürlichen, noch einer natürlichen Welt zuordnen, so liegt ein phantastischer Text vor. Demgegenüber steht der phänomenologischinhaltliche Bestimmungsversuch von Klingberg: „ Phantastisch im [...] engeren Sinne sind Texte, in denen eine realistische und eine ` fremde´ Wirklichkeit aufeinanderstoßen, nebeneinander stehen oder ineinander übergehen.“ 6 Ich
2 Klingberg/ Haas: Erscheinungsformen, Strukturen und Funktionen der phantastischen Kinder-und Jugendliteratur. In: G. Haas (Hrsg.): Kinder- und Jugendliteratur. Ein Handbuch. Stuttgart 3 1984 3 Ebd. S. 269 4 Ebd. S. 269 5 Ebd. S. 270 6 Ebd. S. 272
6
möchte mich dieser letzten Definition aufgrund ihrer Einfachheit und Offenheit anschließen.
Die Motive phantastischer Kinder- und Jugendliteratur ähneln zwar denen der phantastischen Literatur für Erwachsene, haben jedoch ihre eigene Spezifik. Göte Klingberg faßt diese folgendermaßen zusammen:
„ - lebendige Spielsachen agieren in der alltäglichen Welt;
- Kinder aus einer anderen Welt treten in der alltäglichen Welt auf;
- fremde Gesellschaften existieren in und neben der alltäglichen Welt, z.B. als Gesellschaften von Miniaturmenschen;
- übernatürliche, hilfreiche Tiere erscheinen in Zusammenhang mit der Alltagswelt;
- Gestalten aus einer magischen oder mythischen Welt werden zu handelnden Figuren der alltäglichen Gegenwart;
- Personen aus der Alltagswelt werden in eine magisch-mythische Welt versetzt;
- Personen der Alltagsgegenwart kommen auf magische Weise in andere Zeiten oder - auch reale - Räume;
- magisch-mythische Gestalten, die in der alltäglichen Welt oder in einer mythischen Welt auftreten, repräsentieren den Kampf zwischen Gut und Böse.“ 7
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Die Palette der Themen der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur ist zwar relativ groß, jedoch läßt sich eine spezifische Gruppe von Inhalten ausmachen. Die im Folgenden aufgeführten Themen sind also weder vollständig, noch müssen sie in genau diesem Rahmen auftreten, d.h. sie können auch abgeschwächt oder in Verbindungen erscheinen.
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Thomas Springub, 1996, Phantastische Kinder- und Jugendliteratur - Jakob hinter der blauen Tür als Unterrichtsgegenstand, Munich, GRIN Publishing GmbH
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