INHALTSVERZEICHNIS
II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV
Abk urzungsverzeichnis V
1 Einleitung 1
2 Leasingbilanzierung nach IAS 17 2
2.1 Allgemeines 2
2.2 Klassifizierung von Leasingverh altnissen 2
2.3 Beurteilungshilfen nach IAS 17 3
2.3.1 Kritik an den Beurteilungshilfen 5
2.3.2 Die zus atzlichen Indikatoren des IAS 17 9
2.4 Ansatz 11
2.4.1 Ansatz von Finanzierungsleasing 11
2.4.2 Ansatz und Erstbewertung von Operating-Leasing 12
2.5 Erstbewertung 12
2.5.1 Finanzierungsleasing beim Leasingnehmer 12
2.5.2 Finanzierungsleasing beim Leasinggeber 14
2.6 Folgebewertung 15
2.6.1 Finanzierungsleasing beim Leasingnehmer 15
2.6.2 Finanzierungsleasing beim Leasinggeber 17
2.6.3 Operating-Leasing 18
2.7 Anhangsangaben 18
2.7.1 Finanzierungsleasing 18
2.7.2 Operating-Leasing 19
2.8 Sonderformen der Leasingbilanzierung 20
2.8.1 Hersteller oder H andler als Leasinggeber 20
2.8.2 Sale-and-leaseback Transaktionen 21
2.8.3 Sonstige Sonderformen 22
3 Leasingobjektgesellchaften im Konzernabschluss 23
3.1 Off-Balance-Sheet Finanzierung durch Objektgesellschaften 24
3.2 Pr ufung der Konsolidierungspflicht bei Leasingtransaktionen mit SPE’s 25
4 Geplante Neuregulierung der Bilanzierung nach IAS 17 26
4.1 McGregor-Ansatz 27
4.2 Financial Components Approach 30
4.3 Whole Asset Approach 31
INHALTSVERZEICHNIS
III
5 Auswirkungen einer On-Balance-Sheet Bilanzierung 33
5.1 Allgemeine Annahmen des Modells 34
5.2 Ergebnisse des Modells der konstruktiven Aktivierung und Auswirkungen
auf Bilanzkennzahlen 34
6 Abschließende Betrachtung und kritische W urdigung 37
Literaturverzeichnis 39
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
Abbildungsverzeichnis
1 Bilanzierung nach dem derzeitigen Alles-oder-Nichts Ansatz . . . . . . . . 11 2 Bestandteile der Nettoinvestition bei einem Leasingverh¨ altnis . . . . . . . . 14 3 Leasingnehmerbeteiligungsmodell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Tabellenverzeichnis
1 Bestandteile der Mindestleasingzahlungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 2 Berechnung des Zinsaufwands nach der Effektivzinsmethode . . . . . . . . 16 3 Nichtaus¨ ubung der Option beim Whole Asset Approach . . . . . . . . . . . 33 4 Auszug aus den Jahresabschlussdaten der McDonalds AG . . . . . . . . . . 35 5 Auswirkungen der konstr. Aktivierung auf die Bilanz der McDonalds AG . 35 6 Auswirkungen auf ausgew¨ ahlte Bilanzkennzahlen . . . . . . . . . . . . . . 36
ABK ¨ URZUNGSVERZEICHNIS V
Abk¨ urzungsverzeichnis
Abs. . . . . . . . . . Absatz
Abschn. . . . . . . Abschnitt AG . . . . . . . . . . Aktiengesellschaft ASB . . . . . . . . . Accounting Standards Board bspw. . . . . . . . . beispielsweise ca. . . . . . . . . . . . circa CSA . . . . . . . . . Clean Surplus Accounting d.h. . . . . . . . . . . das heißt D/E . . . . . . . . . Debt to Equity Ratio EBIT . . . . . . . . Earnings Before Interest and Taxes etc. . . . . . . . . . . et cetera FASB . . . . . . . . Financial Accounting Standards Board FCA . . . . . . . . . Financial Components Approach ff. . . . . . . . . . . . . folgende (Seiten) Fn. . . . . . . . . . . Fußnote ggf. . . . . . . . . . . gegebenenfalls GuV . . . . . . . . . Gewinn- und Verlustrechnung HGB . . . . . . . . . Handelsgesetzbuch i.H.v. . . . . . . . . in H¨ ohe von i.S.v. . . . . . . . . . im Sinne von IAS . . . . . . . . . . International Accounting Standard IASB . . . . . . . . International Accounting Standards Board IASC . . . . . . . . International Accounting Standards Committee IASCF . . . . . . . International Accounting Standards Committee Foundation IFRIC . . . . . . . International Financial Reporting Interpretations Committee KoR . . . . . . . . . Kapitalmarktorientierte Rechnungslegung LG . . . . . . . . . . . Leasinggeber LN . . . . . . . . . . . Leasingnehmer Mio. . . . . . . . . . Millionen MLZ . . . . . . . . . Mindestleasingzahlungen Rdn. . . . . . . . . . Randnotiz ROA . . . . . . . . . Return on Assets ROCE . . . . . . . Return on Capital Employed SFAS . . . . . . . . Statement of Financial Accounting Standards SIC . . . . . . . . . . Standing Interpretations Committee SPE . . . . . . . . . Special Purpose Entity Tz. . . . . . . . . . . . Textziffer u.a. . . . . . . . . . . unter anderem
US-GAAP . . . United States-Generally Accepted Accounting Principles Verb. . . . . . . . . . Verbindlichkeit VFE-Lage . . . . Verm¨ ogens-, Finanz- und Ertragslage VG . . . . . . . . . . Verm¨ ogensgegenstand vgl. . . . . . . . . . . vergleiche WAA . . . . . . . . Whole Asset Approach z.B. . . . . . . . . . . zum Beispiel
1 EINLEITUNG 1
1 Einleitung
Eine aktuelle Studie belegt 1 , dass Leasing in der heutigen Volkswirtschaft eine bedeu-
tende Rolle spielt und mittlerweile nicht mehr wegzudenken ist. Innerhalb der deutschen Wirtschaft wurden in 2005 insgesamt 264 Milliarden Euro investiert. Der Anteil des Leasings bel¨ auft sich auf rund 50 Milliarden Euro, dies entspricht damit nahezu 20% und das mit steigender Tendenz. Die Investitionen durch Leasing in angels¨ achsischen L¨ andern betragen dazu im Vergleich bereits bis zu 30%, ausgehend von der jeweiligen Gesamt-Investitionssumme.
Die Form der Finanzierung durch einen Leasingvertrag gewinnt immer mehr an Attraktivit¨ at und ist eine interessante Alternative im Vergleich zum klassischen Bankkredit ge-worden. Nicht zuletzt deshalb, weil sich mittlerweile so gut wie jeder Gegenstand auch leasen l¨ asst, anstatt ihn gleich zu kaufen. Es sprechen viele Gr¨ unde f¨ ur das Leasing, von denen im Folgenden nur einige genannt werden sollen:
• Off-Balance-Sheet Finanzierung f¨ uhrt dazu, dass der Verschuldungsgrad des Lea-singnehmers nicht belastet wird.
• Eine flexible Vertragsgestaltung, die eine Anpassung an die Bed¨ urfnisse des Leasing-nehmers erm¨ oglicht.
• Steuereffekte: Leasingraten sind als Betriebsausgaben steuerlich voll abzugsf¨ ahig,
bei einer Eigenkapitalfinanzierung sind dagegen nur die Abschreibungen steuermindernd.
• Dadurch, dass die Leasingraten von vornherein feststehen, erh¨ oht dies die Planungs-
sicherheit des Leasingnehmers.
• Es entstehen Liquidit¨ atseffekte, da eine Vorfinanzierung durch den Leasinggeber und
nicht durch den Leasingnehmer stattfindet.
Innerhalb des Leasing wird einem Leasingnehmer das Recht auf Nutzung an einem Verm¨ o-gensgegenstand einger¨ aumt, wof¨ ur der Leasinggeber entsprechend periodische Zahlungen vom Leasingnehmer erh¨ alt. Dreh- und Angelpunkt der Leasingbilanzierung ist die Frage, welche Vertragspartei den Leasinggegenstand zu bilanzieren hat und auf welche Art und Weise dies erfolgen muss.
Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser die Bilanzierung der unterschiedlichen Leasingverh¨ altnisse im Abschluss nach IFRS n¨ aher zu erl¨ autern. Dies erfolgt anhand des Leasingstandards IAS 17 sowie entsprechender Interpretationen im folgenden zweiten Kapitel. Erweitert wird diese Betrachtung durch die Hinzunahme der Behandlung von Leasingobjektgesellschaften im IFRS Abschluss in Kapitel drei. Im vierten Kapitel dieser Arbeit werden die Vorschl¨ age zur geplanten Neuregulierung der Bilanzierung von Leasingverh¨ altnissen nach IFRS unterbreitet. Das f¨ unfte Kapitel stellt die Auswirkungen einer On-Balance-Sheet Betrachtung auf ausgew¨ ahlte Bilanzkennzahlen dar. Mit einer abschließenden Betrachtung und kritischen W¨ urdigung im sechsten Kapitel schließt diese Arbeit.
1 Vgl. FAZ (2005), vom 01.12.2005, S. 15.
2 LEASINGBILANZIERUNG NACH IAS 17 2
2 Leasingbilanzierung nach IAS 17
2.1 Allgemeines
Im Oktober 1980 wurde erstmals der Entwurf E19 - Rechnungslegung f¨ ur Leasingverh¨ altnisse vorgestellt und zwei Jahre sp¨ ater erfolgte im September die Pr¨ asentation als IAS 17. Im Januar 1984 trat der IAS 17 zum ersten Mal in Kraft und wurde 1994 neu ¨ uberarbeitet.
Danach wurde an der Entwicklung eines neuen Entwurfs (E56) mit Verbesserungsvorschl¨ agen gearbeitet, welcher im Dezember 1997 als reformierter IAS 17 ver¨ offentlicht wurde und Anwendung f¨ ur Zeitpunkte ab dem 1. Januar 1999 fand. Am 18. Dezember 2003 wurde eine erneute ¨ Uberarbeitung des Standards durch das IASB herausgegeben, welche erstmals f¨ ur Gesch¨ aftsjahre ab dem 1. Januar 2005 anzuwenden war. 2
Im Rahmen dieser zahlreichen Ver¨ anderungen und Verbesserungen wurde stets das Ziel verfolgt, die Kritik von Aufsichtsbeh¨ orden, Wirtschaftspr¨ ufern und sonstigen dritten Personen, dass es zu viele Alternativen, Unklarheiten und sonstige Konflikte in diesem Standard gegeben hat, zu beseitigen. Der f¨ ur diese Arbeit als Grundlage dienende Standard in der Fassung von 2006 3 , beinhaltet keine ¨ Anderungen hinsichtlich eines neuen Ansatzes
zur Bilanzierung von Leasingverh¨ altnissen, da dieses als ein langfristiges Projekt auf dem Arbeitsplan des IASB steht.
Zweck des IAS 17 ist es, dem Leasingnehmer (Lessee) und dem Leasinggeber (Lessor) eine qualifizierte Grundlage f¨ ur alle Bilanzierungsfragen wie Ansatz und Bewertung, Folgebewertung sowie Angabepflichten zu sein, die im Zusammenhang mit Leasingverh¨ altnissen auftreten k¨ onnen. Der Begriff Leasingverh¨ altnis wird nach IAS 17.4 definiert als ” eine
Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Verm¨ ogenswertes f¨ ur einen vereinbarten Zeitraum ¨ ubertr¨ agt.“ Die wesentliche Eigenschaft, die bei einer solchen Vereinbarungen gegeben sein muss, ist die ¨ Ubertragung eines Nutzungsrechtes an einem Verm¨ ogensgegen-stand.
Zum Anwendungsbereich des IAS 17 geh¨ oren alle Leasingverh¨ altnisse bis auf:
• Nicht regenerative Ressourcen, wie z.B. ¨ Ol, Erdgas, Mineralien
• Immaterielle Verm¨ ogenswerte, wie bspw. Patente oder Urheberrechte
Des Weiteren geh¨ oren zur negativen Abgrenzung des Anwendungsbereichs Leasingverh¨ altnisse, die in einem eigenen Standard geregelt werden, wie derzeit IAS 40 ” Als Finanzin-Landwirtschaft“. 4 vestition gehaltenen Immobilien“ und IAS 41 ”
2.2 Klassifizierung von Leasingverh¨ altnissen
Um ein Leasingverh¨ altnis nach IAS 17 korrekt abbilden zu k¨ onnen, ist es notwendig herauszufinden, wie und in welcher H¨ ohe die Verm¨ ogenswerte und Schulden jeweils beim Leasingnehmer und Leasinggeber anzusetzen sind. Damit dies eindeutig beantwortet werden kann, muss die Frage nach dem wirtschaftlichen Eigentum eindeutig gekl¨ art sein. IAS
2 Vgl. Deloitte Touche Tohmatsu (2006).
3 Vgl. IAS 17 (2006).
4 Vgl. IAS 17 (2006), 17.2.
2 LEASINGBILANZIERUNG NACH IAS 17 3
17 gibt zwei verschiedene Arten der Klassifizierung f¨ ur ein Leasingverh¨ altnis an. Sie unterscheiden sich dadurch, bei welchem Vertragspartner das wirtschaftliche Eigentum am Verm¨ ogensgegenstand liegt. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es f¨ ur die weitere Betrachtung unerheblich ist, ob das rechtliche Eigentum faktisch ¨ ubertragen wird.
Die zwei zu unterscheidenden Leasingarten sind:
• Operating-Leasing (operating lease)
• Finanzierungsleasing (finance oder capital lease (US-GAAP))
Damit das wirtschaftliche Eigentum und somit eine Klassifizierung in eine der beiden genannten Arten von Leasingverh¨ altnissen vorgenommen werden kann, muss festgestellt werden, bei welchem Vertragspartner die wesentlichen Risiken und Chancen aus einer wirtschaftlichen Eigentums¨ ubertragung liegen. Dieser Ansatz wird deshalb auch als so genannter ” Risk and Reward Approach“ bezeichnet. Unter den Risiken versteht man nach IAS 17.7 die Verlustm¨ oglichkeiten durch etwaige nicht genutzte Kapazit¨ aten oder technische Veralterung. Die Chancen charakterisieren sich durch potentielle Gewinnaussichten durch Nutzung innerhalb des Gesch¨ aftsbetriebes zur Generierung von Cashflows w¨ ahrend der vertraglich vereinbarten Nutzungsdauer sowie eines Gewinns durch Wertezuwachs. Eine derartige Pr¨ ufung zur Klassifizierung auf Operating-Leasing oder Finanzierungsleasing ist bei Vertragsentstehung vorzunehmen und gegebenenfalls erneut zu ¨ uberpr¨ ufen bei essentiellen Vertrags¨ anderungen. 5
Wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Verm¨ ogens-gegenstand verbunden sind, an den Leasingnehmer ¨ ubertragen werden, dann liegt die
Definition f¨ ur ein Finanzierungsleasing vor und wird auch als solches im Sinne von IAS 17 klassifiziert. Im Sinne einer Negativdefinition liegt dann ein Operating-Leasingverh¨ altnis vor, wenn nicht alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Verm¨ o-gensgegenstand verbunden sind, an den Leasingnehmer ¨ ubertragen werden, sondern beim
Leasinggeber verbleiben. 6 Allerdings erscheint eine Klassifizierung nur auf den ersten Blick
als einfach. Der gestalterischen Kreativit¨ at sind in der Praxis nur wenig Grenzen gesetzt und deshalb ist es oftmals sehr schwierig festzustellen, ob es sich nun um ein Operating-oder ein Finanzierungsleasing handelt. Infolgedessen gibt es faktische Kriterien, welche sowohl als Hilfestellung zur Identifikation eines Finanzierungsleasing nach IAS, als auch nach US-GAAP herangezogen werden. Im Gegensatz zu den US-GAAP, bei denen nach SFAS 13 das Leasingobjekt dann dem Leasingnehmer zuzuordnen ist, wenn ein oder mehrere Kriterien zutreffend sind, ist eine derartige trennscharfe Klassifizierung bei IAS 17 nicht vorzufinden. Dessen ungeachtet ist eine Auslegung der im nachfolgenden Kapitel genannten Beurteilungshilfen f¨ ur die Praxis von hoher Maßgeblichkeit. 7
2.3 Beurteilungshilfen nach IAS 17
Wie schon zuvor erw¨ ahnt, ist die Klassifizierung in ein Operating- oder ein Finanzierungsleasing abh¨ angig davon, bei wem im Wesentlichen das wirtschaftliche Eigentum am Verm¨ ogensgegenstand liegt. Daher werden im Folgenden die in IAS 17.10 kodifizierten
5 Vgl. IAS 17 (2006), 17.13.
6 Vgl. IAS 17 (2006), 17.8.
7 Vgl. K¨ uting, K./ Hellen, H./ Brankensiek, S. (1998), S. 1468 ff.
2 LEASINGBILANZIERUNG NACH IAS 17 4
Kriterien, die ¨ ublicherweise auf ein Finanzierungsleasing und somit auch auf das wirtschaftliche Eigentum hinweisen, dargestellt:
• Vereinbarter Eigentums¨ ubergang (Transfer of ownership):
Es handelt sich dann um ein Finanzierungsleasing, wenn am Ende der Vertragslaufzeit 8
das juristische Eigentum am Verm¨ ogensgegenstand auf den Leasingnehmer ¨ ubertragen wird. 9
• G¨ unstige Kaufoption (Bargain purchase option):
Das in IAS 17.10 (b) kodifizierte Kriterium besagt, f¨ ur den Fall, dass bei Vertragsabschluss eine Kaufoption vorliegt, wodurch der geleaste Verm¨ ogensgegenstand zu einem Preis er-worben werden kann, der deutlich unter dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zum m¨ oglichen Optionsaus¨ ubungszeitpunkt liegt, ist es hinreichend sicher, dass diese Option auch ausge¨ ubt wird und somit ein Finanzierungsleasing vorliegt.
• Wirtschaftliche Nutzungsdauer (Economic life):
Nahezu jeder Verm¨ ogenswert hat eine endliche Nutzungsdauer. Die Definition von IAS 17.10 (c) besagt, sofern die Vertragslaufzeit des Leasinggegenstandes den ¨ uberwiegenden
Teil (Major part) der wirtschaftlichen Nutzungsdauer ausmacht, so befinden sich ebenfalls die wesentlichen Risiken und Chancen beim Leasingnehmer, auch wenn das Recht am Eigentum des Verm¨ ogensgegenstandes letztendlich nicht ¨ ubertragen wird.
• Barwerttest (Recovery of investment):
Mit diesem so genannten Barwerttest wird ebenfalls festgestellt, ob ein Finanzierungsleasing vorliegt, unabh¨ angig davon, ob am Ende der Vertragslaufzeit das Eigentum am Leasingobjekt auf den Leasingnehmer ¨ ubertragen wird. Dies ist der Fall, wenn der Barwert der Mindestleasingzahlungen im Wesentlichen mindestens dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) am Ende der Vertragslaufzeit entspricht. 10
• Spezialleasing:
Ist ein Leasinggegenstand in seinen Eigenschaften so spezifisch, dass er nicht ohne wesentliche Ver¨ anderungen von einer dritten Person genutzt werden kann, so liegt das gesamte Nutzenpotential beim Leasingnehmer und deutet damit ebenfalls entsprechend IAS 17.10 (e) auf ein Finanzierungsleasing hin.
In IAS 17.11 werden zus¨ atzliche Indikatoren genannt, welche ebenso Konstellationen aufzeigen, die zu einer Klassifizierung als Finanzierungsleasing f¨ uhren. An dieser Stelle sei auf Kapitel 2.3.2 verwiesen, wo diese ausf¨ uhrlicher erl¨ autert werden.
An dieser Stelle werden zusammenfassend die wichtigsten vier Ergebnisse zur Klassifizierung von Leasingverh¨ altnissen dargestellt:
1. Wichtigstes Kriterium - Aufteilung der Risiken und Chancen.
8 Unter der Laufzeit eines Leasingverh¨ altnisses ist die vertraglich vereinbarte unk¨ undbare Grundmiet-
zeit zu verstehen, bei Ber¨ ucksichtigung weiterer Zeitr¨ aume, welche der Leasingnehmer mit oder ohne Zahlung in Form einer Option in Anspruch nehmen kann, dessen Aus¨ ubung zu Beginn des Leasingvertrages hinreichend sicher ist. Vgl. IAS 17 (2006), 17.4.
9 Vgl. IAS 17 (2006), 17.10 (a).
10 Dazu IAS 17 (2006), 17.10 (d).
Arbeit zitieren:
Daniel Saak, 2006, Leasing - Unterschiedliche Leasingverhältnisse und deren Behandlung im Abschluss nach IFRS, München, GRIN Verlag GmbH
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