INHALTSVERZEICHNIS II
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Geschichtliche Entwicklung der IT-Revolution 1
3 Die IT - Hypothese und grundlegende Annahmen 2
4 Die Modelle 3
4.1 Lucas Asset Pricing Model 3
4.2 Semmler - Greiner Modell 5
5 Vergleich zwischen Modell und Aktienmarkt 6
6 Industrielebenszyklen 7
6.1 Jovanovic - MacDonald Modell 8
6.2 Klepper Modell 8
7 Die Rolle des
Olpreisschocks 8
8 Modellbewertung 9
8.1 Mazzucato - Semmler Modell 10
9 Fazit 10
Literatur 11
1 EINLEITUNG 1
1 Einleitung
Der Titel dieses Papers ist: Die IT - Revolution und der Aktienmarkt. Die Frage, die sich bei diesem Titel stellt ist, in welcher Beziehung diese beiden Begriffe zueinander stehen. Genau dies soll im Folgenden dargestellt werden. Es wird in dieser Arbeit darauf eingegangen, wie der Effekt der Evolution neuer Technologien, sich auf die Aktienpreise bzw. Aktienkurse auswirkt. Im Wesentlichen wird dabei auf die Artikel von Greenwood und Jovanovic (1999), Hobijn und Jovanovic (1999) sowie auf das Modell von Semmler und Greiner (1996) eingegangen. Die jeweiligen Modelle basieren auf unterschiedlichen Annahmen, auf die zu gegebenen Zeitpunkt genauer eingegangen wird.
2 Geschichtliche Entwicklung der IT-Revolution
Nach der Beendigung des zweiten Weltkrieges waren nur wenige Menschen der Ansicht, dass elektronische Computer eine Zukunft haben w¨ urden. Selbst auf dem US-Markt waren f¨ uhrende Hersteller von B¨ uromaschinen und Datenverarbeitungsanlagen wie IBM und Remington Rand desinteressiert was die Innovation von neuen Technologien anging. Im Jahr 1946 waren John Eckert und John Mauchly jedoch davon ¨ uberzeugt, dass elektronische Rechenanlagen auch universell sinnvoll eingesetzt werden k¨ onnen, d.h. sowohl f¨ ur wissenschaftliche, als auch f¨ ur Wirtschafts- und Verwaltungsaufgaben. Sie gr¨ undeten daraufhin die Electric Control Company. Da zu dieser Zeit keine weiteren Unternehmen bereit waren, sich mit Wagniskapital zu beteiligen, haben Eckert und Mauchly ihre Idee von elektronischen Computern an verschiedene Kunden herangetragen. Nachdem Sie ihre ersten Computer erfolgreich verkauft hatten, entwickelten sie den UNIVAC. Die Revolution an diesem Computer war neben seiner Geschwindigkeit das neue Verfahren f¨ ur die Ein- und Ausgabe: statt bislang Lochkarten wurden erstmals Magnetb¨ ander f¨ ur die Speicherung von Daten eingesetzt. Allerdings verursachte diese Entwicklung sehr hohe Kosten, die nicht mehr allein von Eckert und Mauchly getragen werden konnten. So wurde die Firma 1950 an Remington Rand verkauft. Hohe Preise f¨ ur Computer von bis zu einer Mio $ waren normal, aber die ersten Schritte in der IT - Revolution waren getan. Als IBM den Trend erkannte und mit in das Gesch¨ aft einstieg, wurde als erstes an der Benutzerfreundlichkeit gearbeitet. Der erste UNIVAC war riesig, deshalb arbeitete IBM daran die Computer kleiner zu gestalten. Des Weiteren wurde das Design modulierbar und es wurden Trainingskurse f¨ ur die Bedienung der Ger¨ ate angeboten. W¨ ahrend der 60’er Jahre erfuhr IBM ein enormes Wachstum bez¨ uglich der Besch¨ aftigung und des Umsatzes. Diese Dominanz ließ sich jedoch aufgrund der sp¨ ateren Einf¨ uh- rung des Minicomputers und des noch sp¨ ateren PC’s nicht auf lange Sicht halten.
3 DIE IT - HYPOTHESE UND GRUNDLEGENDE ANNAHMEN 2
Anfang der 70’er Jahre erfand Intel den Mikroprozessor, was Jovanovic treffend als: ” the date in which the news about IT arrived“ bezeichnete. Zusammen mit einer franz¨ osischen Firma wurde der MICRAL entwickelt und produziert. Dieser konnte bereits einfache Kontrollfunktionen durchf¨ uhren. Die Ausstattung dieses Computers war vergleichsweise einfach zu heutigen PC’s (kein Monitor, keine Tastatur). Von nun an gewann die IT - Branche in der Wirtschaft stark an Bedeutung und hatte ein starkes Wachstum vor sich. Innerhalb k¨ urzester Zeit wurden neue Mikroprozessoren entwickelt, wodurch die Preise fielen und damit auch eine Nutzbarkeit der Computer im privaten Bereich m¨ oglich wurde. All dies gibt jedoch nur einen kleinen Einblick in die Geschichte der IT - Revolution, wenn man bedenkt, wie groß der heutige Wettbewerb unter allen namhaften Computerherstellern geworden ist.
3 Die IT - Hypothese und grundlegende Annah-
men
F¨ ur das im Folgenden weiter betrachtete Lukas Asset Pricing Model wurden drei wesentliche Annahmen bzw. Voraussetzungen getroffen.
Die erste Annahme geht davon aus, dass der Beginn der IT Revolution in den fr¨ uhen 70’er Jahren lag. Wie man zuvor bereits lesen konnte, ist diese Annahme durchaus plausibel. Denn vor 1971 war eine Nutzung von Computern undenkbar, außer in großen Unternehmungen wie beispielsweise der NASA oder dem Verteidigungsministerium. Als wichtigster Punkt wird die Erfindung des Mikroprozessors angesehen, wodurch eine sp¨ atere Entwicklung der heutigen PC’s ¨ uberhaupt m¨ oglich wurde.
In der zweiten Annahme geht man davon aus, dass die IT - Revolution junge Firmen favorisiert. Dies wird von Jovanovic zum Einen durch das ” sunk cost“ Argument (Jennifer Reinganum (1983)) begr¨ undet, welches besagt, dass alte Firmen altes Humankapital, sowie altes physisches Kapital aufweisen und daher nicht in der Lage sind, die neue Technologie zu adaptieren. Der wichtigere zweite Grund besagt, dass Angestellte von großen etablierten Firmen ¨ uberdurchschnittlich gut bezahlt werden und zus¨ atzlich mit einem ” goldenen Fallschirm“ ausgestattet sind,
d.h. eine gute Absicherung besitzen und deshalb kein Interesse haben, etwas neues zu lernen. Die Angestellten werden daher versuchen die neuen Technologien abzulehnen, damit ihre F¨ ahigkeiten nicht auf den Pr¨ ufstand gestellt werden.
Arbeit zitieren:
Daniel Saak, 2005, Die IT-Revolution und der Aktienmarkt, München, GRIN Verlag GmbH
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