Wortschatzdidaktik in Theorie und Praxis
Gliederung
1. Einleitung. 3
2. Grundlagen der Wortschatzdidaktik 3
2.1 Zentrale Begriffe. 3
2.2 Grundwortschatz. 4
2.3 Wortschatzerwerb (mentales Lexikon) 6
3. Methodik der Wortschatzvermittlung 6
3.1 Präsentationen von Vokabeln. 7
3.2 Einprägen, Üben und Abfragen von Vokabeln 8
4. Abschluss. 9
5. Literaturverzeichnis. 10
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Wortschatzdidaktik in Theorie und Praxis
1. Einleitung
Die Sprachlehr- und lernmethoden im Verlauf der letzten Jahrzehnte zeigen, dass sich die Relevanz der Wortschatzdidaktik in den letzten Jahren sehr verändert hat. Die Grammatik- Übersetzungsmethode, beschränkt sich auf den „Literarischen Wortschatz“. Das Ziel dieser Methode ist den Einblick in das Sprachsystem, vor allem über das Schriftbild, zu erhalten. Über die Direkte Methode, die sich mit dem „Konkreten Wortschatz“ beschäftigt, die Audio- orale Methode, die sich auf den „Frequenten Alttagswortschatz“ beschränkt und die Audio- visuelle Methode, die sich dem „Situativ gebundenen frequenten Wortschatz“ bedient, kommen wir zur Kommunikationsmethode, die sich seit Mitte der 70er Jahre verfestigt hat (vgl. Leupold 2002. 119). Das Ziel der Kommunikationsmethode ist die „Kommunikation im situativen Kontext“ (vgl. ebd.). Seit dieser Zeit hat der Wortschatz gegenüber der Grammatik im Fremdsprachenunterricht an Bedeutung gewonnen (vgl. Nieweler 2006. 174).
Die Relevanz, die der Wortschatzarbeit zu gesprochen wurde, führte auch zu einer so genannten Wortschatzwende, in dem sich die Wortschatzarbeit nun nach den Lernenden und ihren Bedürfnissen richten sollte. D.h. handlungsorientierter Spanischunterricht spielt auch in der Wortschatzdidaktik eine zentrale Rolle.
In dieser Arbeit werde ich auf die Grundlagen der Wortschatzdidaktik, den zentralen Begriffen und den Wortschatzerwerb eingehen. Außerdem werde ich die Methodik der Wortschatzvermittlung behandeln. Bei der Wortschatzvermittlung werde ich die Methoden nicht nach Jahrgangsstufen differenzieren.
2. Grundlagen der Wortschatzdidaktik
2.1 Zentrale Begriffe
Der Wortschatz ist die Gesamtheit der lexikalischen Strukturen einer Sprache, die sich nach dem aktiven und passiven Wortschatz aufteilen lässt (vgl. Leupold 2003. 249). Auch der potenzielle Wortschatz ist von grundlegender Bedeutung.
Der passive Wortschatz (rezeptiv) ist die Gesamtheit der Wörter einer Sprache, die ohne Lernhandlung im Gespräch oder im Text verstanden werden kann (vgl. Beilharz, Köhring 1973. 186).
Der aktive Wortschatz (produktiv) ist die Gesamtheit der Wörter einer Sprache, die verstanden und auch mündlich oder schriftlich wiedergeben wird (vgl. Leupold 2003. 249).
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Wortschatzdidaktik in Theorie und Praxis
Der potenzielle Wortschatz kann als der Wortschatz bezeichnet werden, der sich dem Schüler durch Wortverwandtschaften erschließen lässt (vgl. Nieweler 2006. 175). Das Verstehen des potenziellen Wortschatzes wird durch Analogien unter Hinzuziehung der Wortbildungsregeln (z.B. einfache Konjugation von -er- Verben werden auf alle er- Verben angewendet) oder durch Internationalismen, z.B. inteligente = intelligent, vereinfacht (vgl. Leupold 2003. 249). Die Didaktik ist als die Theorie des Unterrichts bzw. die Lehre des Unterrichts zu verstehen. Zusammengesetzt folgt daraus, dass die Wortschatzdidaktik insbesondere didaktische und methodische Grundsatzentscheidungen der Wortschatzvermittlung umfasst (vgl. Schneider 2006. 46) und sich mit folgenden Themen beschäftigt: mentales Lexikon, Verarbeitungstiefe, Wörterbücher, Korpora/Konkordanzen, Mehrwortlexeme, Strategien, Wortschatztests, Semantisierungstechniken und dem Grundwortschatz (vgl. Schneider 2006. 61ff.).
2.2 Grundwortschatz
Der Wortschatz allgemein wurde oben definiert. Im Folgenden gehe ich auf die Definition des Grundwortschatzes und die Schwierigkeiten, die sich dabei ergeben, ein. Um zu einem Grundwortschatz zu gelangen, ist zu beachten, dass der Wortschatz in Allgemeinwortschätze und Fachwortschätze aufgeteilt werden kann (vgl. Schneider 2006. 98), hierbei möchte ich mich aber auf den Grundwortschatz im allgemeinen Bereich beschränken.
Die Unterscheidung des Wortschatzes in drei Bereiche: aktiver, passiver und potenzieller Wortschatz, ist von großer Bedeutung und sollte dem Schüler/ der Schülerin bei jeder Wortschatzübung deutlich werden. In den jeweiligen Lehrplänen für Spanisch (z.B. Niedersachsen, Bremen, Schleswig- Holstein) erfolgt keine weitere Differenzierung in Bezug auf den Wortschatz. Im Bildungsplan für das Gymnasium „Französisch/Spanisch als 2. Fremdsprache“ in Bremen wird die Weiterentwicklung des Wortschatzes in angegebenen Themenbereichen wie z.B. Wohnen, In der Freizeit etc. gefördert (vgl. Senator für Bildung und Wissenschaft 2006. 8ff), ohne diesen Wortschatz konkret in aktiven und passiven einzuteilen. Wie ist dieser Grundwortschatz aber genau zu definieren? Die Auswahl des konkret zu erlernenden Wortschatzes wird durch folgende Kriterien bestimmt: Gebrauchswert, die Häufigkeit und die rezeptive Disponibilität (vgl. Nieweler 2006. 174). Der Gebrauchswert besagt, dass die Schüler notwendige Redemittel für sprachliche Handlungen außerhalb des Unterrichts erlangen, so dass sie sich in bestimmten Alltagssituationen verständigen können (vgl. Nieweler 2006. 175). Wie oft bestimmte Wörter
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Arbeit zitieren:
Tanja Köster, 2007, Wortschatzdidaktik in Theorie und Praxis, München, GRIN Verlag GmbH
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