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Asset Backed Securities

Titel: Asset Backed Securities

Seminararbeit , 2005 , 36 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Dipl.-Kfm. Detlef Fitzner (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei der herkömmlichen Kredit- und Eigenkapitalfinanzierung ergeben sich derzeit für viele kleinere und mittlere Unternehmen Schwierigkeiten, wenn sie durch Unternehmenswachstum ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit sichern wollen. Der Wettbewerb
zwischen Banken und Sparkassen drückt auf die Kreditzinsen. Die in der Vergangenheit gewachsene Zahl von Kreditausfällen hat zu einer immer restriktiveren Kreditvergabe der Geldhäuser geführt. Zunehmend lassen Banken die Bonität der Kreditnehmer in die Kalkulation der Zinsmarge einfließen, was u.a. mit den ab 2006 in Kraft tretenden
neuen Eigenkapitalvorschriften für Banken (Basel II) begründet wird. Schlechte Zahlungsmoral der Kunden reißt vielen Mittelständlern ein tiefes Loch in die oft ohnehin bereits dünne Eigenkapitaldecke. Im Ergebnis führt diese Entwicklung dazu, dass gerade kleinere und mittlere Unternehmen schwerer Kredite bekommen oder höhere
Zinsen zahlen müssen. Bei einem hohen Forderungsbestand stellen Asset Backed Securities (ABS) hier eine mögliche Finanzierungsalternative für den Mittelstand dar.
[...]
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Grundidee und das Transaktionskonzept des Finanzierungsinstruments ABS zu erläutern. Zunächst erfolgt in Kapitel 2 eine Begriffsbestimmung,
eine Beschreibung der Anforderungen an die zu verbriefenden Vermögenswerte, eine Darstellung der historischen Entwicklung und die Vorstellung der beteiligten Akteure. Kapitel 3 widmet sich den Konstruktionsmerkmalen der Asset Securitisation,
dem Zahlungsstrommanagement, stellt Vor- und Nachteile aus Sicht der
Beteiligten vor und beschreibt die möglichen Risiken. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, die die Asset Securitisation kritisch würdigt und einen Ausblick auf die zukünftige Relevanz von ABS als Finanzierungsalternative gibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Transaktionskonzept von Asset-Backed Securities

2.1. Begriffsbestimmung und Ablauf der Transaktion

2.2. Entstehungsgründe und historische Entwicklung

2.3. Beteiligte und ihre Funktion

2.4. Abgrenzung zum Factoring

3. Asset Securitisation in der Detailbetrachtung

3.1. Einteilung der ABS nach Art des Zahlungsstrommanagement

3.1.1. Pass-Throughs-Konstruktion

3.1.2. Pay-Throughs-Konstruktion

3.1.2.1. Tranchen - ABS Emission in mehrere Klassen

3.1.2.2. Revolvierender Ankauf von Forderungen

3.2. Wahl der rechtlichen Strukturierung des Special Purpose Vehicle

3.2.1. Der Trust - das Fondszertifikats-Konzept

3.2.2. Die Corporation - das Anleihe-Konzept

3.3. Vor- und Nachteile der Asset Securitisation

3.3.1. Aus Sicht des Originators

3.3.2. Aus Sicht der Investoren

3.4. Besicherung der Asset Securitisation - Credit Enhancements

3.5. Rating von ABS Emission

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Seminararbeit ist die fundierte Erläuterung der Grundidee sowie des spezifischen Transaktionskonzepts von Asset-Backed Securities (ABS) als alternative Finanzierungsform, insbesondere für mittelständische Unternehmen, unter Berücksichtigung der damit verbundenen Chancen und Risiken.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Verbriefung von Finanzaktiva
  • Strukturelle Gestaltung und beteiligte Akteure einer ABS-Transaktion
  • Vergleich und Einteilung verschiedener Zahlungsstromkonzepte
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Wahl des Special Purpose Vehicle (SPV)
  • Bedeutung von Credit Enhancements und Ratingverfahren

Auszug aus dem Buch

2.1. Begriffsbestimmung und Ablauf der Transaktion

Asset Backed Securities bezeichnet die Verbriefung bereits bestehender Finanzaktiva als Wertpapiere, wobei mit Finanzaktiva („assets“) besicherte („backed“), handelbare Wertpapiere („securities“) entstehen. Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) hat mit seinem Rundschreiben vom 20.5.1997 ABS definiert als Wertpapiere, „die Zahlungsansprüche gegen eine ausschließlich dem Zweck der ABS-Transaktion dienende Zweckgesellschaft zum Gegenstand haben. Die Zahlungsansprüche werden durch einen Bestand unverbriefter Forderungen („assets“) gedeckt („backed“), die auf eine Zweckgesellschaft übertragen werden und im wesentlichen den Inhabern der ABS (Investoren) als Haftungsgrundlage zur Verfügung stehen.“

Das Ziel der Asset Securitisation besteht darin, gegenwärtig illiquide Aktiva, z.B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in liquide Wertpapiere umzuwandeln und die neu geschaffenen Titel an einen Markt bzw. bei Anlegern zu platzieren. Dies wird unter Verwendung einer Zweckgesellschaft, dem Special Purpose Vehicle (SPV) erreicht, welches die Vermögensgegenstände erwirbt. Den Kaufpreis refinanziert das SPV durch Emission von Wertpapieren, wobei der Forderungspool als Haftungsmasse dient. Die von der Zweckgesellschaft angekauften Forderungen müssen hinreichend bestimmt oder bestimmbar sein, um die Übertragung der Forderungen aus bilanz- und steuerrechtlichen Gesichtspunkten (§398 BGB) abzusichern. Der Forderungsverkäufer, Originator genannt, erhält sofort den vereinbarten Kaufpreis. Die Zins- und Tilgungsansprüche der Investoren werden nicht aus dem allgemeinen Cash-flow des Originators bedient, sondern aus den Cash-flows der zugrundeliegenden Assets.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten der herkömmlichen Unternehmensfinanzierung und stellt Asset-Backed Securities als eine innovative und mögliche Alternative für den Mittelstand vor.

2. Das Transaktionskonzept von Asset-Backed Securities: Dieses Kapitel definiert den Begriff der ABS, erläutert den Ablauf einer Verbriefungstransaktion und stellt die historische Entwicklung sowie die Rollen der beteiligten Akteure dar.

3. Asset Securitisation in der Detailbetrachtung: Hier werden die verschiedenen Konstruktionsmerkmale, wie das Zahlungsstrommanagement, die rechtliche Strukturierung des SPV, Vor- und Nachteile, die Besicherungstechniken sowie die Bedeutung des Ratings eingehend analysiert.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der Ergebnisse, der ökonomischen Bedeutung von ABS und einem Ausblick auf die zukünftige Relevanz dieses Instruments.

Schlüsselwörter

Asset-Backed Securities, ABS, Verbriefung, Finanzaktiva, Forderungsverbriefung, Special Purpose Vehicle, SPV, Originator, Investoren, Credit Enhancements, Rating, Kapitalmarkt, Finanzierung, Zahlungsstrommanagement, Forderungspool.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Asset-Backed Securities?

Asset-Backed Securities (ABS) sind Wertpapiere, die durch einen Bestand bereits existierender, meist illiquider Finanzaktiva oder Forderungen gedeckt (besichert) sind.

Welche Akteure sind an einer solchen Transaktion beteiligt?

Die Hauptakteure sind der Originator (der Forderungsverkäufer), das Special Purpose Vehicle (SPV), der Servicer, der Treuhänder (Trustee), der Arrangeur und die Rating-Agenturen.

Was ist das primäre Ziel der Verbriefung?

Das Hauptziel besteht darin, illiquide Aktiva in handelbare Wertpapiere umzuwandeln, um dem Unternehmen frische Liquidität zuzuführen und die Abhängigkeit von klassischen Bankkrediten zu verringern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Transaktionskonzepte, Marktanalysen sowie regulatorischer Definitionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Konstruktionsmerkmalen von ABS, wie dem Zahlungsstrommanagement, der rechtlichen Strukturierung des SPV, den Vor- und Nachteilen für die Beteiligten sowie den Methoden zur Kreditverbesserung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Verbriefung, Forderungspool, Special Purpose Vehicle (SPV), Credit Enhancements und Rating.

Warum wird das SPV oft auf den Cayman Islands angesiedelt?

Das SPV wird bevorzugt in steuerlich begünstigten Gebieten wie den Cayman Islands angesiedelt, um die steuerliche Belastung der Zweckgesellschaft zu minimieren.

Was ist der Unterschied zwischen einem Pass-Through und einem Pay-Through?

Bei Pass-Throughs werden die Zahlungsströme direkt an die Investoren weitergeleitet, während Pay-Throughs eine interne Umstrukturierung der Zahlungsströme durch das SPV ermöglichen.

Welche Rolle spielt das Rating für eine ABS-Emission?

Das Rating ist für den Erfolg der Emission entscheidend, da es die Transparenz über das Ausfallrisiko erhöht und damit die Marktfähigkeit der Papiere sowie die Kosten der Finanzierung beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Asset Backed Securities
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule  (Fachhochschule)
Veranstaltung
Hauptstudium - Finanzierung
Note
2,3
Autor
Dipl.-Kfm. Detlef Fitzner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
36
Katalognummer
V72300
ISBN (eBook)
9783638621687
ISBN (Buch)
9783656561873
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Asset Backed Securities Hauptstudium Finanzierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Kfm. Detlef Fitzner (Autor:in), 2005, Asset Backed Securities, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72300
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Leseprobe aus  36  Seiten
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