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Franziska Meier
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1. Einleitung
2. Definitionen von Angst 3. Angeborene und erworbene Ängste 4. Angstauslöser 5. Erwartungsangst 6. Soziale Angst 7. Symptome der Angst 8. Literaturverzeichnis
3
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Im Schwimmunterricht nähert sich ein Schüler dem Wasserbecken. Er geht zügig nach vorn, dort verharrt er, schaut in das Wasser, zu Mitschülern und Lehrer und wieder auf das Wasser unter ihm. Wenn man annimmt, dass in diesem Fall die zum Gelingen der Aufgabe notwendigen sportmotorischen Voraussetzungen gegeben sind, liegt es nahe zu vermuten, dass Angstgefühle die Ursache des Vermeidens der gestellten Aufgabe, sich in das Wasser zu begeben, sind. Der Lehrer steht auch nicht mit Notenbuch an seiner Seite. Ganz im Gegenteil, er ist bestrebt, dem Schüler bei der Überwindung seiner Angst behilflich zu sein. Dieser Lehrer wird sich zunächst fragen, wovor der Schüler Angst hat und was in ihm vorgeht, denn nur wenn er die angstauslösenden Momente kennt, kann er ihm effektiv helfen.
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Unter Angst versteht man im Allgemeinen als negative emotionale Zustände, die durch Bedrohung, starke Erregung, Überforderung, übergroße Spannung oder Unlust gekennzeichnet sind. 1 Diese werden als unangenehm erlebt, in der Regel wirken sie leistungsmindernd und veranlassen den Menschen, diese negativen Gefühlszustände zu vermeiden, zu beenden oder zu umgehen.
Ralf Schwarzer betrachtet die Angst als einen „Gefühlszustand, der als unangenehm erlebt wird“. 2 Dabei sei die Angstemotion ein „Ergebnis von kognitiven Prozessen“, die bewirken, dass auf Grund der Einschätzung eines Ereignisses als bedrohlich, sich Erregung ausbreite, „die vom Individuum in Übereinstimmung mit dem Bedeutungsgehalt der Situation als ängstliche Erregung interpretiert wird. Die Bedrohung kann auf die körperliche Unversehrtheit oder auf das Selbstkonzept gerichtet sein. [ …] Es gibt Wissenschaftler, die zusätzlich eine Abgrenzung von Angst und Furcht vornehmen. Die Furcht bezieht sich auf einen konkreten Gegenstand, ein Ereignis. Die Angst bringt mehr die subjektbezogene Unsicherheit zum Ausdruck. 3 Furcht habe also einen Gegenstand, Angst aber nicht. Furcht ist ein einzelnes Gefühl (Affekt), sie bezieht
1
Baumann, Sigurd: Psychologie im Sport. Aachen 1998, S. 237
2 Schwarzer, Ralf: Stress, Angst und Hilflosigkeit: die Bedeutung von Kognitionen und Emotionen die Regulation von Belastungssituationen. Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1981, S. 80
3 Rókusfalvy, Pál: Sportpsychologie. Berlin 1980, S. 123
4
Arbeit zitieren:
Franziska Reichel, 2002, Bedeutung und Maßnahmen zur Bewältigung von Ängsten im Sportunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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