Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Was ist Intelligenz? 4
2.1 Definition des Begriffes Intelligenz 4
2.2 Kriterien für Intelligenz 5
2.3 Sieben Intelligenzen in ihrer Urform 5
3 Was ist der Intelligenzquotient und wie wird er ermittelt? 8
3.1 Definition des Begriffes Intelligenzquotient 8
3.2 Wie wird dieser Intelligenzquotient ermittelt? 8
3.3 Kritikpunkt an Intelligenztests 10
4 Die Anlage - Umwelt - Kontroverse 13
5 Der Einfluss der Anlage 15
6 Der Einfluss der Umwelt 17
7 Multiple Intelligenz in den Schulen 18
7.1 Evaluierung: Der Erste Reflex (von H. Gardner) 18
7.2 Gefahren von Evaluierung 19
8 Ein Rorschachtest 20
8.1 MI-Theorie als Werkzeug 21
8.2 Schritte zur Einrichtung einer MI-Umgebung 21
9 Die Wege zum Verstehen 22
9.1 Vielfache Intelligenz und die Bildungsziele 22
9.2 Verstehen heisst Anwenden 22
9.3 Arbeit mit Analogien 23
9.4 Vielseitige Erfassen des Themenkernes 24
10 Die Multiple Intelligenz ausserhalb der Schule
(am Beispiel des Kindermuseums) 24
11 Fazit 25
Literaturverzeichniz 26
2
1 Einleitung
In der heutigen modernen Gesellschaft gelten hauptsächlich die Mottos: ,,Höher, Schneller, Weiter" oder auch ,,jeder ist seines Glückes Schmied". Egal in welchen Lebenssituationen, ob im Berufsleben, im Sport oder auch im Familienleben, jeder will der Beste sein. Deswegen ist es nicht sehr verwunderlich, dass gerade die Begriffe Intelligenz und Begabung unsere moderne Gesellschaft entscheidend prägen. Dies wird noch weiter verdeutlicht, dass bei den meisten Auswahlverfahren für Bildungs- und Berufsentscheidungen Tests angewandt werden, die die Intelligenz und Begabung messen sollen.
In diesem ständigen Konkurrenzkampf und den ständigen Auswahlverfahren fällt auf, dass es Menschen gibt, denen ohne größere Anstrengungen alles zu gelingen scheint, Menschen, von denen man glaubt, dass sie den Erfolg mit in die Wiege gelegt bekommen haben. Dem gegenüber gibt es Menschen, die trotz größter Anstrengung nicht vorwärts kommen. Auch an Schulen zeigt es sich, dass es Schüler gibt, die ohne viel zu lernen die besten Noten haben, demgegenüber wiederum Schüler stehen, die trotz größter Lernanstrengung die Schule nur mit knapper Müh und Not bestehen.
Mit diesen Phänomenen beschäftigt sich auch die Wissenschaft. Dabei waren anfangs vor allem die Extremfälle von großer Bedeutung. Die Forscher interessierten zum einen die Hochbegabung und andererseits die Schwachbegabung. Dabei versuchen die Forscher zu klären, was überhaupt Intelligenz ist und mit welchen Mitteln man diese messen kann. Eine weitere Frage die sich die Intelligenzforschung stellt, ist die Frage woher die Intelligenz kommt und ob es nur eine Intelligenz gibt. Sowie die Frage, ob die Intelligenz Anlage bedingt ist oder ob sie durch die Umwelt gesteuert wird. Mit diesen Fragen unter anderem werde auch ich mich in meiner folgenden Arbeit beschäftigen und versuchen zu klären.
3
2 Was ist Intelligenz?
Definition des Begriffes Intelligenz 2.1
Die wissenschaftlichen Definitionen sind sehr zahlreich und sehr unterschiedlich. Hier habe ich zwei herraus genommen, die meiner Meinung nach die treffendsten sind. Nach H. Gardner (in seinem Buch Intelligenzen):
„Ich verstehe Intelligenz […] als biopsychologisches Potential zur Verarbeitung von Informationen, das in einem kulturellen Umfeld aktiviert werden kann, um Probleme zu lösen oder geistige oder materielle Güter zu schaffen, die in einer Kultur hohe Wertschätzung genießen.“ 1
Nach dem Wörterbuch der Pädagogik:
„(lat. intelligentia Einsicht, Erkenntnisvermögen, Verstand; engl. intelligence) Es gibt keine allgemein anerkannte wissenschaftliche Definition des Begriffs Intelligenz, wohl aber Gemeinsamkeiten, die in den meisten Definitionen wiederkehren. Im allgemeinen Sinne ist Intelligenz die Anpassungsleistung eines Organismus an seine Umwelt und deren Veränderungen durch Lernen; im engeren Sinne die Fähigkeit des Menschen zur gedanklichen Erfassung und Strukturierung einer neuen Aufgabenstellung und deren zielgerichteten Lösung durch Aktualisierung und Umstrukturierung bereits vorhandener Kenntnisse und Fähigkeiten (Transfer), jedoch nicht durch bloßes Ausprobieren und daraus resultierende Erfahrungen. Welche und wie viele Faktoren zum intelligenten Verhalten gehören, hängt von den zugrunde liegenden Intelligenztheorien ab.“ 2
1 Gardner, H. 2002, S. 46-47
2 Schaub, Horst / Zenke, Karl G. 2004, S. 276
4
Kriterien für Intelligenz 2.2
(Unterteilung nach den wissenschaftlichen Herkünften, nach H. Gardner)
2.3 Sieben Intelligenzen in ihrer Urform
H. Gardner hat sieben autonome menschliche Intelligenzen statuiert.
Die ersten zwei Intelligenzen (die sprachliche und logisch-mathematische) sind vor allem in der schulischen Bildung sehr von Bedeutung.
Die sprachliche Intelligenz zeichnet sich besonders durch die Sensibilität des Sprechaktes, sowie des Schreibens von Wörtern aus und „… die Fähigkeit, Sprachen zu lernen, Sprachen zu
3 Gardner, H. 2002, S.49
4 Gardner, H. 2002, S.49
5 Gardner, H. 2002, S.50
6 Gardner, H. 2002, S.51
7 Gardner, H. 2002, S.52
8 Gardner, H. 2002, S.52
9 Gardner, H. 2002, S.54
10 Gardner, H. 2002, S.54
5
bestimmten Zwecken zu gebrauchen.“ 11 Vor allem Rechtsanwälte, Dichter, Poeten, Autoren und Rhetoriker sollten eine hohe sprachliche Intelligenz besitzen um „Erfolgreich“ zu sein. Die Logisch-mathematische Intelligenz dagegen besitzt die Abilität, „… Probleme logisch zu analysieren, mathematische Operationen durchzuführen und wissenschaftliche Fragen zu untersuchen.“ 12 Naturwissenschaftler, Mathematiker, Informatiker und Logiker zählen zu dem Kreis der Menschen mit einer hohen logisch-mathematischen Intelligenz. „Die Verbindung von sprachlicher und logisch-mathematischer Intelligenz ist zweifellos
ein Segen für Schüler/innen und Stundenten/innen wie überhaupt für jeden, der
regelmäßig Tests absolvieren muß.“ 13
Die anderen 4 Intelligenzen nach H. Gardner sind:
11 Gardner, H. 2002, S.55
12 Gardner, H. 2002, S.56
13 Gardner, H. 2002, S.56
14 Gardner, H. 2002, S.56
15 Gardner, H. 2002, S.57
6
Aber ich erwähnte ja Sieben Intelligenzen, die siebte Intelligenz ist die soziale (Interpersonale) Intelligenz. Die Soziale Intelligenz unterteilt sich in zwei Aspekte, erstens das soziale Bewusstsein, dieses impliziert ein unmittelbares Gespür für die Befindlichkeit anderer Personen, „…ein Verständnis ihrer Gefühle und Gedanken und ein intuitves Erfassen sozial schwieriger Situationen.“ 16
Wichtige Aspekte des sozialen Bewusstseins sind nach Goleman:
• Zugewandtheit, das bedeutet, dass diese Menschen aufmerksam zuhören und ihrem Gesprächspartner zugewandt sind.
• Primäre Empathie, das heißt, das diese Menschen sich in andere gut hineinfülhen können und die nonverbalen emotionalen Signale ihres Gegenübers verstehen.
• Empathische Genauigkeit
• Soziale Kognition
Zweitens die sozialen Fertigkeiten, diese „…basieren auf dem sozialen Bewusstsein und sind die Voraussetzung für eine ungestörte, erfolgreiche Interaktion.“ 17 Aber was sind das für Fertigkeiten?
• Synchronie, bedeutet: einwandfreie Interagtion auf der nonverbalen Stufe.
• Selbstdarstellung, heißt: effektive Darstellung der eigenen Person
• Einflussnahme: Steuerung von dem Ereignis sozialer Interagtion
• Fürsorglichkeit: Beachtung der Bedürfnisse anderer Menschen und das entsprechende verhalten dazu zeigen
16 Goleman, D. 2006, S.134
17 Goleman, D. 2006, S.134
7
Arbeit zitieren:
Stefanie Leonhardi, 2007, Intelligenz - Lehr-/Lernvorgänge aus neurowissenschaftlicher, evolutionsbiologischer und genetischer Perspektive, München, GRIN Verlag GmbH
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