Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................................... 2
1. Einleitung 3
2. Bulimie 4
2.1. Definition der Bulimie 4
2.2. Häufigkeit. 4
2.3 Ursachen. 4
2.4. Symptome. 7
2.5. Formen 8
3. Therapie. 9
3.1. Therapie - Ziele 9
3.2 Vorbereitung der Therapie 10
3.2.1. Erstgespräch 10
3.2.2. Medizinische Diagnose 10
3.2.3. Psychologische Diagnose. 11
3.2.4. Kognitive Vorbereitung. 11
3.3. Vorgehen der Behandlung. 12
3.3.1. Rahmenbedingungen 12
3.3.2. Regeln der Gesprächsführung 12
3.3.3. Ernährungstraining 13
3.3.4. Exposition gegenüber dem eigenen Körper und dessen Gewicht 14
3.3.5. Exposition gegenüber den Nahrungsmitteln und Belastungssituationen 14
3.3.6. Ein idealtypischer Ablauf der Intensivtherapie 14
4. Therapieformen 17
5. Wirksamkeit der Behandlungen 19
6. Fazit 19
7. Literaturverzeichnis. 20
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1. Einleitung
Die Zufuhr von Nahrung ist für den Menschen essentiell lebensnotwendig und deshalb auch ein wichtiges Thema mit dem der Mensch sich zwangsläufig immer auseinanderzusetzen hat. Welche Nahrungsmittel gesund für ihn sind, wie sie richtig und delikat zubereitet werden, sind nur einige Fragen, die die Menschen immer noch sehr beschäftigen. Dabei wurden mit dem Essen auch indirekte Assoziationen geschaffen. Im Mittelalter, zum Beispiel, war es ein Zeichen von Wohlstand, viel essen zu können, denn Lebensmittel waren sehr teuer und nicht jeder konnte sich diesen Luxus leisten. So stellte die Figur einer Person da, ob sie viel oder wenig Geld hatte. Umso Stämmiger, desto Wohlhabender. Doch in einer Zeit, wo sich nahezu jeder Lebensmittel ohne größere Probleme in ausreichender Menge leisten kann, funktioniert der Vergleich von damals nicht mehr, er wird sogar durch andere ersetzt. Heute, in Zeiten des Überflusses, ist es jedoch besser, wenn man sich zurückhalten kann. In unserer Gesellschaft hat sich nun dadurch die Assoziation gebildet, dass schlanke Menschen disziplinierter sind als „dicke“ Menschen. Das bedeutet, dass dünne Menschen sich selbst und auch ihre Umwelt unter „Kontrolle“ haben. Sie gelten als vitaler, gesünder, stärker und auch als lebensfroher. Dazu bekommen wir dieses Bild täglich von den Medien suggeriert. Dagegen gelten „korpulentere“ Menschen als faul, unbeherrscht und auch schwach.
Es verwundert uns also nicht, dass ein großer Teil der Gesellschaft dem Schlankheitsideal/ Wahn nacheifert. Aber wo liegt die Grenze zwischen gesundem Essverhalten und einer Essstörung?
In der folgenden Arbeit werde ich mich nun konkret auf die Essstörung Bulimia nervosa beziehen. Was verstehen wir eigentlich unter Bulimie und welche Faktoren führen zu dieser Erkrankung? Was kann man heutzutage gegen diese Krankheit ausrichten, wie kann man sie heilen?
Diese Fragen möchte ich unter anderen in meiner vorliegenden Hausarbeit näher betrachten und Denkanstösse geben, über eine Krankheit, die die Gesellschaft selbst geschaffen hat und nicht unterschätzen sollte.
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2. Bulimie
2.1. Definition der Bulimie
Die Bulimie zu definieren gestaltet sich nicht sehr einfach, da in der Literatur keine einheitliche Definition vorhanden ist. Am häufigsten aber werden die Begriffe Bulimie, Bulimia, Bulimia nervosa oder auch der Begriff Bulimie-Syndrom verwendet. Alle diese Begriffe sind abgeleitet von den griechischen Wörtern „Bous“ = Stier, Bulle und „Limos“= Hunger, d. h. also, dass Bulimie wörtlich übersetzt Stierhunger bedeutet. Jedoch Umgangssprachlich reden die Menschen von der Ess-Brech-Sucht.
Bei dieser Krankheitsform zeigt sich meist, dass bei den Betroffenen eine extreme Angst vor einer Gewichtszunahme vorliegt. Bei der Bulimie wird die Gewichtsreduktion/ Gleichbleibung durch wiederholtes Auftreten von Fressattacken und darauf folgenden aktiv herbeigeführten Erbrechen/ Einnahme von Abführmitteln bewirkt. Anders wie bei Anorexia nervosa Erkrankten liegt das Körpergewicht der Bulimie Patienten meist noch im Normalbereich.
2.2. Häufigkeit
Die Bulimia nervosa gilt allgemein als eine Frauenerkrankung, dennoch erkranken zunehmend auch Männer daran. Auffällig ist auch, dass diese Symptomatik häufig in der Mittel- und auch in der Oberschicht auftritt. Circa 2,5% der Frauen, der Altersgruppe 18 - 35 Jahre, leiden an dieser Krankheit. Dennoch in der Dunkelziffer weisen viel mehr Frauen die Symptome der Bulimie auf.
Die Bulimie Erkrankungen haben in den letzten Jahren massiv zugenommen, was durch das Schlankheitsideal erklärt wird.
2.3 Ursachen
Zurzeit sind die Ursachen der Bulimie noch nicht endgültig geklärt. Man vermutet, dass es sich bei der Entstehung der Krankheit um eine Kombination von verschiedenen Faktoren handelt.
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Diese Einflüsse sind unter anderen:
• Kulturelle Einflüsse
In unserer heutigen Gesellschaft zeichnet sich das Schönheitsideal so dar, dass insbesondere Frauen einen schlanken, gesunden und schönen Körber haben sollten. Dieses Ideal wird meist von den Medien suggeriert (durch Werbung, Zeitungen, usw. wird der Eindruck vermittelt, dass nur schlanke Frauen erfolgreich und beliebt sind). Bedingt dadurch führen 20% aller Frauen regelmäßig eine Diät durch. Wenn die Diät erfolgreich zur Gewichtsreduktion verholfen hat, so erfährt die Person zunächst Bewunderung und Anerkennung für ihren Durchhaltewillen und ihrer Selbstbeherrschung. Daraus entsteht ein höheres Selbstwertgefühl. Die Betroffenen sind Stolz auf jene Willenstärke und deren Gewichtskontrolle wird zu einer Quelle für ihr Selbstgefühl. Daraus resultiert das verhäuft junge Frauen, die während der Pubertät bezüglich ihres Körpers noch Unsicherheit ausstrahlen, am anfälligsten sind für Essstörungen.
• Erfahrungen
Frühe Erfahrungen im Umgang mit den Nahrungsmitteln, kann bei der Entstehung der Bulimie eine entscheidende Rolle spielen. So ist es möglich, dass z.B. ein Kind welches oft mit Essen (z.B. Schnuller mit Honig, wenn es schreit) getröstet wird, in seinen späteren Leben auf schlechter Stimmung mit Fressattacken reagiert. Problematisch wird es auch, wenn die Nahrungsaufnahme losgelöst von dem Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme erlernt wird (zum Beispiel, wenn einem Kind beigebracht wird, dass es alles, auch wenn kein Bedürfnis besteht, Aufessen muss) kann das normale Hunger- / Sättigungsgefühl bei zu viel Wiederholung verlernt werden. Dies hat zur Folge, dass eine Störung des Essverhaltens entsteht.
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• Familiäre Einflüsse
Im Allgemeinen begünstigen bestimmte Familienverhältnisse die Bulimie. Wie zum Beispiel:
• Biologische Faktoren
Ein genetisch bedingter, relativ niedriger Energieverbrauch ist ein wesentlicher Risikofaktor für die Entwicklung einer Essstörung. Die Person neigt trotz normalen Essverhaltens zu einem höheren Körpergewicht. Diese können nur schlank werden, wenn sie Maßnahmen der Gewichtskontrolle erbringen. Bei Bulimie Erkrankten tritt häufig ein reduzierter Spiegel von Botenstoffen des Gehirns auf, dies nimmt Einfluss auf das Sättigungsgefühl und die Emotionen.
• Psychische Faktoren
Heutzutage ist bekannt, dass psychische und auch physische Faktoren das Essverhalten beeinflussen können. Psychische sind zum Beispiel:
- Stimmungen, psychische Belastungen
- Stress der nicht bewältigt werden kann
- Unangenehmer Gefühlszustand
- Gestörtes Selbstwertgefühl
- Zu starke Beschäftigung mit dem Essen
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Arbeit zitieren:
Stefanie Leonhardi, 2006, Erläuterung der Essstörung Bulimia nervosa und ihre Therapie, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Essstörungen: Bulimie - Bulimia nervosa
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