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Bei der Veröffentlichung von Hans Paul Bahrdt handelt es sich um ein einführendes Lehrbuch in die Schlüsselbegriffe der Soziologie. In seinem Vorwort verdeutlicht der Autor, dass es sich bei dieser Studie ausschließlich um ein Lehrbuch handelt und aus diesem Grund keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt (s. S. 7). Hans Paul Bahrdt setzt sich ein klares Ziel, welches er mit dem Buch erreichen will. Studenten, die diese Einführung lesen, sollen an erster Stelle Kenntnisse vermittelt bekommen und eine Beurteilungsfähigkeit erreichen. Das Werk soll dazu dienen mit dem angeeigneten Wissen selbstständig weiterarbeiten zu können (s. S. 7). Der Autor plädiert dafür, dass die Leser sowie theoretische als auch empirische Publikationen verstehen und anschließend auch kritisch unter die Lupe nehmen können. Wie der Buchtitel schon erahnen lässt, handelt es sich bei „Schlüsselbegriffen“ um zentrale und wichtige Begriffe aus der Soziologie. In seinem Vorwort hebt der Autor hervor, dass die Kapitel keine systematische Reihenfolge haben (s. S. 7). Hans Paul Bahrdt möchte ausschließlich die zentralen Begriffe vorstellen und anschließend klären. Dabei möchte der Autor auch auf weitere Begriffe eingehen, die zwar nicht als „Schlüsselbegriffe“ angesehen werden können, jedoch mit dem Hauptbegriff in einem Zusammenhang stehen. Um die Begriffserläuterungen verständlicher zu machen, beabsichtigt der Autor auch Beispiele aus den unterschiedlichsten Situationen mit heranzuziehen. Der letzte Abschnitt jedes Kapitels soll den Lehrbeispielen gewidmet werden, die ja schon der Untertitel der Studie ankündigt (s. S. 8). Der Autor erhebt den Anspruch, dass diese Lehrbeispiele eine Vereinfachung für den Leser sein sollen. Sie sollen außerdem zum Nachdenken anregen und es soll eine Möglichkeit sein zu überprüfen, ob man das Gelesene auch verstanden hat. Man kann als Leser mit den Lehrbeispielen auf die unterschiedlichste Art vorgehen. Man kann über die Fragen in einer größeren Runde diskutieren, die Fragen zu Klausurthemen machen oder sie zur Übung einfach schriftlich beantworten (s. S. 8). Der Autor sagt auch in seinem Vorwort deutlich, dass man ein paar Vorkenntnisse besitzen sollte, bevor man dieses Buch liest. Er beschreibt seine Zielgruppe als „fortgeschrittene Anfänger“ (s. S. 8).
Alles in allem erhebt der Autor, Hans Paul Bahrdt, den Anspruch, dass diese Studie ausschließlich ein Lehrbuch sein soll, welches einen informationsreichen Überblick über die zentralen und wichtigen Begriffe aus der Soziologie geben soll. Bahrdt möchte die „Schlüsselbegriffe“ möglichst offen und in einer unvoreingenommenen Lesart präsentieren und somit keine Gewichtung der Begriffe vornehmen.
Hans Paul Bahrdt geht zunächst in seinem ersten Kapitel auf „Begriffe in der Soziologie“ ein (s. S. 11). Jedes seiner Kapitel beginnt mit einem Reim, welcher die Leser auf die Kapitel und
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Begriffe einstimmen soll. In dem ersten Kapitel wird zunächst die Begriffsthematik ganz allgemein gehalten und es werden Fragen beantwortet, wie zum Beispiel „Wozu dient der Beg-riffsformalismus?“ (s. S. 11). Weitere inhaltliche Schwerpunkte des ersten Kapitels sind „Begriffe als Elemente von Aussagen“ (s. S. 14), „Terminus“ (s. S. 15), „statistische Kategorien“ (s. S. 17), „operationelle Begriffe“ (s. S. 18), „Modelle und Modellbegriffe“ (s. S. 19), „idealtypische Begriffe“ (s. S. 21) sowie „analytische Begriffe“ (s. S. 24). Die Bandbreite der Studie erstreckt sich über Schlüsselbegriffe wie soziales Handeln, soziale Normen, soziale Rolle, soziale Gruppe, soziale Struktur und soziales System, Schichten, Klassen, Stände; Macht, Herrschaft, Autorität, politisches Handeln, Politik sowie Bemerkungen zum Begriff der Gesellschaft. Das letzte Kapitel bildet eine Ausnahme, denn es ist nicht so aufgebaut wie die anderen neun Kapitel und es wird dabei auch kein „Schlüsselbegriff“ vorgestellt, sondern es werden „Ratschläge zum Studium soziologische Theorien“ (s. S. 188) erteilt.
Hierbei auf jedes Kapitel und auf alle Begriffe einzugehen, würde den Rahmen dieser Rezension sprengen. Aus diesem Grund habe ich mich dafür entscheiden auf das dritte Kapitel genauer einzugehen. Dabei werde ich den Aufbau des Kapitels beschreiben sowie zusammenfassend auf den Inhalt eingehen.
In dem dritten Kapitel geht es um soziale Normen. Hierbei soll jedoch nicht nur der Begriff der Normen erläutert werden, sondern auch Begriffe, die mit Normen in Zusammenhang stehen. Dies sind zum Beispiel Verhaltenserwartungen, Normenkonflikte, Normenwandel und Werte. Nach dem einstimmenden Reim schließt sich die Vorbemerkung an. Dort schreibt der Autor ganz allgemein über den zu erklärenden Begriff, in diesem Fall über Normen, ohne schon eine Definition zu geben. Hans Paul Bahrdt will durch die Vorbemerkung auf den Begriff hinführen und zeigen, was uns im Kapitel zu erwarten hat. Als nächstes gibt der Autor eine Begriffsbestimmung. Durch eine klare Definition kann es zu keinen Unstimmigkeiten kommen, denn der Leser weiß, was genau der Autor unter einer Norm versteht. In dieser Definition sind erneut Wörter enthalten, auf die der Autor im weiteren Verlauf eingeht. So redet er von Wertvorstellungen, welches sein nächster Unterpunkt ist. Zum Anfang geht er auf folgende Redewendung ein: „Man sagt vielfach, Normen bezögen sich auf ‘Werte‘“ (s. S. 49). Diese erläutert er und schließt sofort Meinungen aus, die irreführen könnten. Er sagt auch, dass nicht unbedingt alle Wertvorstellungen sich auf ein Handeln beziehen. Bahrdt beleuchtet so den Begriff von allen Seiten. In seinem nächsten Abschnitt beschreibt er, dass Normen in
Arbeit zitieren:
Janet Haertle, 2005, Buchrezension zu Bahrdt, Hans Paul (2003): Schlüsselbegriffe der Soziologie. Eine Einführung mit Lehrbeispielen. München: C. H. Beck, 9. Auflage, München, GRIN Verlag GmbH
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