Inhaltsverzeichnis
1. Themenstellung 3
2. Der praktische Umgang mit Bildern und bildhaften Darstellungen im
Geschichtsunterricht 4
2.1 Zweck und Nutzen der Verwendung von Bildern im Geschichtsunterricht
4
2.2 Unterrichtsplanung und Vorbereitung 5
2.3 Schülerorientierter Umgang mit Bildern im Geschichtsunterricht 7
3. Resümee 9
4. Literaturverzeichnis: 10
2
1. Themenstellung
In modernen Schulbüchern finden die Geschichtslehrerin und der Geschichtslehrer heute eine Vielzahl von Bildern und bildhaften Darstellungen zu historischen Ereignissen oder Persönlichkeiten. Jedoch werden diese, trotz des reichen Angebotes, wie eh und je als farbige Abwechslung, allenfalls als Dekoration des Textes, angesehen. 1 Einen Grund hierfür sehen Bergmann und Schneider in der mangelhaften Lehrerausbildung auf diesem Gebiet. 2
Um diesem möglichen Defizit entgegenzuwirken, sollen im Rahmen dieser Arbeit vor allem praktische Aspekte beim Umgang mit Bildern und bildhaften Darstellungen im Geschichtsunterricht geklärt werden. Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt der Betrachtung: Wie gehe ich als Lehrerin mit Bildern um und welche Art der Vorbereitung ist nötig, um diese für die Geschichtsvermittlung sinnvoll zu nutzen? Und: Wie kann ich den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu und den Umgang mit Bildern im Geschichtsunterricht erleichtern?
Vorweg ist jedoch zu klären, warum Bilder überhaupt im Geschichtsunterricht verwendet werden sollten, gelten sie doch, wie Bergmann und Schneider es nennen, als unhistorische Momentaufnahmen. 3
Zur Bearbeitung der oben genannten Fragen wird vor allem das im Jahre 2005 in 3. Auflage erschienene „Handbuch Medien im Geschichtsunterricht“ von Schneider und Pandel herangezogen. 4
1 Bergmann, K./ Schneider, G.: Das Bild. In: Pandel/Schneider (Hg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2005. S. 213.
2 Ebd.: S. 216.
3 Ebd.: S. 211.
4 Pandel, H.-J. / Schneider, G. (Hg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht. (Forum Historisches Lernen), Schwalbach/Ts.: Wochenschau-Verlag, 2005.
3
2. Der praktische Umgang mit Bildern und bildhaften Darstellungen im Geschichtsunterricht
2.1 Zweck und Nutzen der Verwendung von Bildern im Geschichtsunterricht
Bilder im Unterricht gezielt als Informationsquelle der Vergangenheit zu verwenden, ist sinnvoll, weil sich so abstrakte und lebensferne Sachverhalte, mit denen man es gerade im Geschichtsunterricht aufgrund der zeitlichen Entfernung häufig zu tun hat, veranschaulichen lassen. 5 Bilder sprechen zudem emotional an, wodurch sich Betroffenheit und somit erhöhte Aufmerksamkeit bei Schülerinnen und Schülern erzeugen lässt. 6 Von Bildern gehe, so Bergmann und Schneider, zudem ein Motivationsschub aus, der von Textquellen kaum mehr zu überbieten sei, da sich das Unterrichtsmedium Text im Laufe der Zeit abgenutzt habe. 7
In der Vorrede seines Werkes „Orbis pictus“ formulierte Comenius den noch heute geltenden Gewinn der Bebilderung des Unterrichts: „Es ist aber nichts in dem Verstand, wo es nicht zuvor im Sinn gewesen.“ 8 Hierin wird deutlich, dass sich auch neue Gegenstände für Kinder eröffnen bzw. erschließen lassen, wenn man sie „versinnlicht“, also über die Sinne wahrnehmbar macht. Geschichte kann also, wenn sie sichtbar, hörbar, fühlbar oder sogar schmeckbar gestaltet wird, dem Lernenden greifbar und begreifbar gemacht werden und verliert somit vielleicht sogar einen Teil des verstaubten, lebensfremden Images, mit dem sich das Fach auch heute noch auseinanderzusetzen hat.
5 Bergmann, K./ Schneider, G.: Das Bild. S. 213.
6 Ebd.
7 Ebd.: S. 215.
8 Ebd.: S. 212.
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Mandy Schleer, 2006, Der praktische Umgang mit Bildern und bildhaften Darstellungen im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Publishing GmbH
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