Vorwort
Der Ausbau von Marken zu Markenfamilien ist en vogue, da Markenartikler zunehmend dem Wettbewerb ausgesetzt sind, ständig neue Marktchancen zu identifizieren und für sich konsequent zu nutzen. Solche Markendehnungen sind aber leichter vorbereitet als auch wirklich erfolgreich umgesetzt. Auf den ersten Blick erscheinen starken Marken, also Marken die sowohl über einen hohen monetären als auch psychographischen Wert verfügen, als leichte Kandidaten für eine Markenerweiterung: Es wird erwartet, dass eine solche Markendehnung einen positiven Imagetransfer von der starken Stammmarke zur Erweiterungsmarke bewirkt. Dieser positive Effekt ist aber mitnichten kein Automatismus, sondern bedarf einer Vielzahl stimmiger Faktoren. Mit anderen gesprochen: Markenerweiterungen erfordern eine fundierte konzeptionelle Analyse.
Michael Kunsch greift in seiner Abhandlung konzis die weiterführende Frage auf, welche Einflüsse und Auswirkungen Markenerweiterungen auf die Markenstärke wiederrum haben können. Damit setzt Herr Kunsch auf eine Perspektive, die eher rudimentär in der Marken-dehnungsforschung abgebildet ist. Es gelingt Herrn Kunsch eine überaus schlüssige Analyse seiner Fragestellung.
Oldenburg, Herbst 2007
Dipl.-Oec. Jörg Hammermeister
2
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 2
Inhaltsverzeichnis. 3
Abbildungsverzeichnis 3
Abk ürzungsverzeichnis 4
1. Einleitung 5
2. Begriffe und Erklärungen. 6
2.1. Der Begriff Marke. 6
2.2. Der Begriff Markenstärke 6
2.3. Der Begriff Markenerweiterung. 8
3. Markenerweiterung und Markenstärke 9
3.1. Chancen und Risiken der Markenerweiterung 9
3.1.1. Chancen der Markenerweiterung 9
3.1.2. Risiken der Markenerweiterung 11
3.2. Analyse der Markenstärke als Grundlage für Markenerweiterung 12
4. Hypothesen zum Einfluss von Markenerweiterungen auf die Markenstärke 14
4.1. Wirkungsweisen und Einflüsse anhand von zwei Experimenten und einer Studie 14
4.1.1. Generelle Wirkung von Markenerweiterungen. 14
4.1.2. Einfluss bisheriger Erweiterungen 15
4.2. Ergebnisse zur Wirkung von Markenerweiterungen auf die Markenstärke. 17
4.2.1. Ergebnisse der Experimente. 17
4.2.2. Ergebnis der Studie 18
4.2.3. Zusammenfassung und Fazit der Untersuchungen. 19
5. Schlussbetrachtungen 21
Literaturverzeichnis. 22
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:Markenstärke in Zusammenhang mit Markenerfolg. 7
Abbildung 2: Idealtypischer Markterweiterungsprozess. 9
3
Abk ürzungsverzeichnis
Anm. d. Verf. Anmerkung des Verfassers
Bd. Band
bzw. beziehungsweise
ebd. ebenda
etc. et cetera
HP Hypothese
Hrsg. Herausgeber
i.d.R. in der Regel
Kap. Kapitel
NJ New Jersey
Nr. Nummer
PoS Point of Sale
pp. pages / Seiten
S. Seite(n)
Vol. Volume
z.B. zum Beispiel
4
1. Einleitung
„Zu den wertvollsten Ressourcen eines Unternehmens gehört der Ruf seiner Marken.“ (Dacin / Smith, 2001, S. 869)
Vor dem Hintergrund des wettbewerbsinduzierten Preis- und Absatzdrucks in zunehmend fragmentierten und oftmals stagnierenden Märkten, 1 stehen die Unternehmen vor der Heraus-forderung diesen Ruf gerecht zu werden. Daher dehnen viele Unternehmen ihre Marke in eine Vielzahl von Produktkategorien aus, um die Marke zu stärken.
Markentransferstrategien erfreuen sich über vielen Branchen hinweg einer außerordentlichen Beliebtheit. Als Resultat der zunehmenden Anwendung dieser Strategie, stehen viele Marken für ein Portfolio verschiedener Produkte. Als Beispiel könnte die Marke „Yamaha“ aufgeführt werden. „Yamaha“ steht nicht nur für Motorräder, sondern darüber hinaus für Sportgeräte, Musikinstrumente und Haushaltselektronik.
Aufgrund der zunehmenden Popularität von Markenerweiterungen in der Praxis, hat sich die Forschung immer intensiver mit den Erfolgsfaktoren auseinandergesetzt. Dabei hat sie sich aber nur im geringen Maße mit den Auswirkungen von Markenerweiterungen auf die Markenstärke befasst. 2 Daher wird versucht, in dieser Hausarbeit diesem Aspekt besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Die vorliegende Hausarbeit ist in drei Themenbereiche eingeteilt. Um in das Thema einzuführen werden die grundlegenden Begriffe „Marke“, „Markenstärke“ und „Markenerweiterung“ erläutert.
Das nächste Kapitel befasst sich schwerpunktmäßig mit der Markenerweiterung und zeigt Chancen und Risiken eines solchen Transfers auf. Des Weiteren wird die Markenstärke als Grundlage für eine Markenerweiterung betrachtet.
Vor dem abschließenden Fazit werden Hypothesen über den Einfluss von Markenerweiterungen auf die Markenstärke aufgestellt und anhand von zwei Experimenten, sowie einer Studie untersucht. In der anschließenden Zusammenfassung werden die Ergebnisse präsentiert und analysiert.
1 Vgl. Meffert, 2005, S. 267.
2 Vgl. Dacin / Smith, 2001, S. 869.
5
2. Begriffe und Erklärungen
Eine notwendige Voraussetzung für die Auswirkungen der Markenerweiterungen auf die Markenstärke ist die Erfassung dessen, was unter den Begriffen „Marke“, „Markenstärke“ und „Markenerweiterung“ zu verstehen ist. Daher werden in diesem Kapitel diese drei Begriffe definiert.
2.1. Der Begriff Marke
Der Begriff Marke wird nach Aaker folgendermaßen definiert: „Eine Marke ist ein charakteristischer Name und/oder Symbol (wie zum Beispiel ein Logo, ein Warenzeichen oder eine besondere Verpackung), die dazu dienen, die Erzeugnisse oder Dienstleistungen eines Anbieters [...] wieder zu erkennen und sie von denen der Konkurrenz zu unterscheiden. Eine Marke zeigt also dem Kunden die Herkunft des Produkts an und schützt sowohl den Kunden als auch den Hersteller vor Konkurrenten, die gleichartige Produkte anbieten“. 3 Die Marke soll eine Ware begehrenswert machen und gegenüber herkömmlichen Produkten vorziehen.
Neben dieser materiellen Ebene geht Dingler einen Schritt weiter und zweiteilt den Begriff Marke in die von Aaker beschriebenen materiellen, und in einer zusätzlichen immateriellen Ebene. Die immaterielle Ebene ist vielmehr als „Geist“ der Marke, der sich außerhalb des Produktes befindet, zu verstehen. Die Ausstrahlung, Intelligenz und Emotion der Marke sei in den Köpfen der Menschen und ist so von vielen subjektiven Eindrücken geprägt. 4 Daher auch der Ausdruck: „Die Marke hat ein Gesicht wie ein Mensch“. (Domizlaff, 1992, S. 97)
2.2. Der Begriff Markenstärke
In Verbindung mit dem Markenwert, wird die Markenstärke 5 zur Messung des Markenerfolgs herangezogen (vgl. Abbildung 1). 6 Unter Markenstärke versteht man „[...] das Resultat der Bewertung des Markterfolgs im Hinblick auf die Gesamtheit der relevanten potentialbezogenen und markterfolgsbezogenen Kriterien [...]“, 7 die es einer Marke ermöglichen, im Wettbewerb eine vorteilhafte Position zu behaupten. 8
3 Aaker, 1992, S. 22.
4 Vgl. Dingler, R., 1997, S. 44.
5 auch „Brand Strength“ genannt. Vgl. Bekmeier-Feuerhahn, 1998; Biel, 2001.
6 Vgl. Meffert, 2005, S. 38.
7 Homburg C. / Krohmer H., 2003, S. 538.
8 Vgl. Dacin / Smith, 2001, S. 870.
6
Arbeit zitieren:
Michael Kunsch, Jörg Hammermeister, 2006, Auswirkungen von Markenerweiterungen auf die Markenstärke, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Der weltweite Erfolg des Apple i-Pods
Anhand welcher Unternehmensstr...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 15 Seiten
Strategische Markenführung durch Markentransfers
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 22 Seiten
Die Bedeutung von Markenidentität und –image im Marketing
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 22 Seiten
Unterrichtsstunde: Geschäftsfähigkeit - eine fallorientierte Erarbeitu...
BWL - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Unterrichtsentwurf, 22 Seiten
Design als Instrument der Markenführung
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Bachelorarbeit, 40 Seiten
Erweiterung des Euro-Währungsgebietes
Konvergenzkriterien der WWU
Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Celebrity Marketing - Chancen und Risiken beim Einsatz von Prominenten...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 24 Seiten
Die 'Nicht – Rechtzeitig – Zahlung': Anwendung auf eine Falls...
Unterrichtsentwurf, 30 Seiten
HUGO BOSS - eine schwäbische Weltmarke
Analyse des Markenauftritts un...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 13 Seiten
Merkmale und Inhalte eines Marketingplanes
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 32 Seiten
Die Gestaltungsebenen eines Fernsehbeitrages: Bild, Text, Ton, O-Ton,...
Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Seminararbeit, 10 Seiten
Gestaltungsüberlegungen im Hinblick auf eine Reform der Erbschaftssteu...
Kritische Behandlung der Erbsc...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Studienarbeit, 22 Seiten
Qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen binden mit dem "Empl...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 23 Seiten
Einführung in die Biographieforschung mit geschichtlichem Rückblick
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Hausarbeit, 11 Seiten
Die Bedeutung der virtuellen Werbung im Rahmen der Markenführung
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 26 Seiten
Erfolgsfaktoren von Markenerweiterungen
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Marketingkonzept am Beispiel von Nutella
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 30 Seiten
Michael Kunsch's Text Auswirkungen von Markenerweiterungen auf die Markenstärke ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Michael Kunsch hat den Text Auswirkungen von Markenerweiterungen auf die Markenstärke veröffentlicht
Michael Kunsch hat einen neuen Text hochgeladen
Auswirkungen des Internet-Handels auf Shopping-Center
Eine empirische Analyse zu den...
Tobias Wengler
Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf deutsche Wohnimmobili...
Katharina Tilleczek
Die Auswirkungen der neuen Abgeltungssteuer auf die Steuerbelastung vo...
Eine kritische Betrachtung mit...
Ulrich Kleining
0 Kommentare