I Inhaltsverzeichnis I
II Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen II
1. Einleitung 1
2. Allgemeine Definition Lernen 2
3. Lernstile 3
3.1 Lernstile nach Kolb 3
3.2 Lernstile nach Honey und Mumford 6
3.3 Lernstile nach Felder 8
4. Lerntypen nach Vester 9
5. Schlussbetrachtung 11
6. Quellenverzeichnis 12
I
II Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen:
Abb. Abbildung
bzw. beziehungsweise
ebd. ebenda (zitierte Stelle ist mit der vorher genanten identisch)
etc. et cetera
vgl. vergleiche
z.B. zum Beispiel
II
1. Einleitung
In einer Umwelt, dessen Zustandform als unkontrollierbar und unüberschaubar gilt, existieren Lebewesen, die als schwierig aufgebaute und verletzliche Systeme beschrieben werden. Ihre Existenz ist ständig in Gefahr, da sie sich in dieser noch komplizierteren Umwelt bewähren müssen. Um ihren Bestand zu erhalten, haben Lebewesen eine spezielle Form der Bewährung entwickelt. In bestimmten Situationen können sie ihren Zustand verändern. Des Weiteren ist es ihnen möglich später diese Veränderung, bei ähnlichen vorkommenden Verhältnissen, erneut zu aktivieren. „Durch diese Möglichkeit eines Systems, auf Veränderungen in seiner Umwelt durch Rückgriff auf früher erworbene Verhaltensoptionen zu reagieren und sich den neuen Bedingungen dadurch anzupassen, erhöht es die Chance, seinen Bestand zu bewahren, denn es kann nicht voraussehbare Änderungen der (Über-) Lebensbedingungen durch ein flexibles Verhalten abfedern“ (Treml 2002, S. 94). Diese Möglichkeit der kontinuierlichen Zustandsveränderung eines Lebewesens, wird als der allgemeinste Begriff des Lernens festgehalten - Leben heißt Lernen (vgl. Treml 2002, S. 94).
Diese Arbeit befasst sich im Rahmen des Seminars Aktuelle Themen in der Pädagogischen Psychologie mit dem Themenkomplex „Lernen durch Lehren“. Kapitel 2 bildet die Grundlage dieser Arbeit und stellt demnach den Begriff des Lernens und der Lernstile ins nähere Blickfeld. Anschließend (Kapitel 3) erfolgt eine Darstellung der Lernmodelle und Lernstile von Kolb (1981), Honey&Mumford (1992) und Felder. Der 4. Themenkomplex umfasst den Ansatz von Vester (1995), der zu den bekanntesten zählt. Abschließend erfolgt eine Schlussbetrachtung, welche die persönliche Meinung des Autors dieser Arbeit beinhaltet. Ziel dieser Arbeit ist es verschiedene Lernstile und Lerntypen darzustellen sowie aufzuzeigen, dass sich nicht jedes Individuum auf die gleiche Art und Weise einen Lernstoff aneignet.
1
2. Definition Lernen
Bevor sich diese Arbeit mit dem Thema „Lernstile und Lerntypen“ beschäftigt, soll zunächst ein grundlegendes theoretisches Begriffsverständnis gegeben werden. Der allgemeine Begriff des Lernens sowie der Lernstile stehen dabei im Mittelpunkt. Der Begriff des Lernens beschreibt eine „allgemeine, umfassende Bezeichnung für Veränderungen des individuellen Verhaltens auf bestimmte Reize, Signale, Objekte oder Situationen. Sie haben ihre Grundlage in (wiederholten) Erfahrungen, die automatisch registriert und/oder bewusst verarbeitet werden. Lernen ist nur dann gegeben, wenn ausgeschlossen werden kann, daß dieselben Veränderungen des Verhaltens auf (a) angeborenen Reaktionstendenzen (z.B. Reflexe, Instinkte), (b) Reifungsprozesse oder (c) vorübergehende Veränderungen des Organismuszustandes (z.B. durch Ermüdung, Drogen, Pharmaka, biologische Bedürfnisse, Erkrankungen) zurückgehen. Die vermittelnden Prozesse
des Lernens beziehen sich auf Veränderungen der Verhaltensmöglichkeiten oder -bereitschaften und bilden die latente Grundlage für im Situationsbezug manifeste Verhaltens, Auffassungs- und/oder Denkweisen“ (Fröhlich 2000, S. 282).
Betrachtet man den Begriff des Lernens in Bezug auf das schulische Lernen, so werden hier speziell Verhaltensveränderungen beschrieben, die sich entwickeln, durch das Verstehen, die Erinnerung und die Anwendung von Dingen sowie auch darauf bestimmte Einstellungen und Wertvorstellungen zu haben (vgl. Gage/Berliner 1996, S. 231).
Unter den Begriff der Lernstile fasst man häufig verschiedenen Persönlichkeitsmerkmale und individuelle Präferenzen des Lernenden zusammen. Persönlichkeitsmerkmale wie
abweichende Vorkenntnisse, die Motivation des Lernenden sowie dessen grundsätzliche intellektuelle Fähigkeit führen dazu, dass verschiedene Personen bei konstanten Lernverhältnissen ungleiche Ergebnisse erzielen. Als individuelle Präferenzen werden die unterschiedlichen Fähigkeiten in Bezug auf die Sinnesmodalität, über die gelernt wird, verstanden. Das heißt, es wird vermutet, dass Personen in unterschiedlicher Art und Weise ihre Sinne nutzen, um einen Lernstoff zu begreifen. Daraus lässt sich annehmen, dass verschiedene Bedürfnisse beim Lernen und eine unterschiedliche Lerneffektivität die Gründe für diese Differenzen in Bezug auf den Lernerfolg darstellen (vgl. Stangl 2005, S. 1).
2
Arbeit zitieren:
Tina Mauersberger, 2006, Lernen durch Lehren - Lernstile und Lerntypen, München, GRIN Verlag GmbH
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