2
Inhalt
Inhalt............................................................................................................ 2
A. Einleitung 3
1. Aufgaben im Unterricht 3
2.Vor- und Nachteile des Einsatzes von Bildquellen im Unterricht 6
2.1 Vorteile 6
2.2 Nachteile 6
3. Vorgehensweise: Bilder als Informationsquelle 8
4. Bildtypen 9
4.1 Episodische Bilder 9
4.2 Porträts 9
4.3 Karikaturen 9
4.4 Fotografien 10
4.5 Film 10
4.6 Weitere optische Mittel 11
5. Zeitpunkt des Einsatzes von Bildern im Geschichtsunterricht 12
6. Comics 13
6.1 Gruppen der Comics 13
6.2 Nutzen des Comics für den Geschichtsunterricht 14
C. Schluss 16
Literaturverzeichnis 17
3
A. Einleitung
Bei Bildern handelt es sich um eine der wichtigsten Informationsquellen für den Geschichtsunterricht. Bildern ist es auf einzigartige Weise möglich Emotionen frei zu setzen und ein Unmittelbarkeitserlebnis hervorzurufen. Um das Bildmedium im Unterricht effektiv einsetzen zu können, ist jedoch der richtige Umgang mit dieser Art von Quellen unumgänglich. Damit soll sich diese Arbeit auseinandersetzen.
1. Aufgaben im Unterricht
Historienbilder werden, wenn überhaupt, meist nur mit illustrierender Funktion oder als ansprechendes Layout im Geschichtsunterricht eingesetzt. Der Einsatz von Bildern als Quellen ist allerdings nach wie vor die Ausnahme. 1
Es bedarf eines wissenschaftlichen Instrumentariums, wenn Kunstwerk und Bilder im wissenschaftlichen Sinn als historische Quelle genutzt werden sollen, um sie auch als solche zu erschließen. Dabei muss, wie bereits erwähnt, beachtet werden, dass Bilder zwar geschichtliche Quellen, jedoch stets objektiv, sind. Von daher sollte es auch als selbstverständlich angesehen werden, wenn ein Bild als Quelle eingesetzt werden soll, dass dieses auch jenen wissenschaftlichen Kriterien genügen muss, die eine wissenschaftliche Quellenkritik aufstellt. 2 Bilder können ebenso auch mit Blick auf den politischen und geistesgeschichtlichen Hinter-grund gesehen werden und vermitteln nicht nur personengeschichtliche, familienbezogene, soziale und realkundliche Aussagen. Es lassen sich Erkenntnisse erschließen über den denkenden und fühlenden, handelnden und leidenden Menschen, über den „historischen Dokumentsinn“ eines Kunstwerks. Hierbei kann der Mensch als Individuum und kollektives Wesen verstanden werden.
1 Schädler, Yvonne-Luise: Bilder erzählen Geschichte - Bilder als historische Quellen, ausgewählt aus der
Karlsruher Kunsthalle und ihr möglicher Einsatz im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I. Karlsruhe, Sin-
gen: 1999, S. 175.
2 Pandel, Hans-Jürgen: „Visuelles Erzählen - Kritik des Bildgebrauchs“, in: Pandel, Hans-Jürgen/ Schneider,
Gerhard u.a. (Hrsg.): „Handbuch Medien im Geschichtsunterricht“, Düsseldorf: 1985, S. 390.
4
Durch Fragen an das Bild erfährt man etwas über die geistige und soziale Befähigung des Menschen, sich mit seinem Umfeld zu befassen und auseinanderzusetzen, was bei den Schülern unter anderem die Interpretationsfähigkeit intensiviert. 3
Ein Bild kann auch die sozialen Bedingungen, die gesellschaftlichen Probleme und die Widersprüche seiner Zeit widerspiegeln, die vornehmlich über den Dokumentsinn herausgearbeitet und gedeutet werden können. Bei der Interpretation eines Bildes sollten die, bei einem folgenden Gliederungspunkt auch näher beschriebenen Schritte, wie Vorstellung des Bildes, Spontanäußerungen der Schüler, Beschreibung des Bildinhaltes von Schülern, Erarbeiten einer Aussageanalyse und des Bildgehalts, sowie abschließend die Ergebnisfeststellung, beachtet werden. 4
Dabei können Bilder im Unterricht heuristisch oder illustrativ eingesetzt werden. Heuristisch eingesetzt werden die Bilder als Basis für neu zu gewinnende Kenntnissen und Einsichten genutzt. Bei der wie schon oben genannten illustrativen Funktion werden Bilder genutzt, um anderweitig vermitteltes Wissen zu veranschaulichen und anzureichern. Dabei sollten die synthetische Deutung, das Begreifen von Gesamtinhalten und der Versuch zur Herstellung von Zusammenhängen im Vordergrund stehen. Wenn diese Basis gegeben ist, kann dann vor diesem Hintergrund das Spezifische artikuliert und eingeordnet werden.
Zu diesem historischen Lernprozess zählen unter anderem Analysen wie welche Interessen eine Bildaussage bestimmen, welche Funktion dem Werk zugedacht war, wer es in Auftrag gab und welchen Bedingungen es unterworfen wurde. Bei der Interpretation zeitgenössischer Kunstwerke geht es bei Rohlfels vor allem um zwei Aspekte:
- Authentizität des Dargestellten.
- Absicht des Dargestellten.
„Die Frage nach der „Echtheit“ ist ein quellenkritisches Problem: Wie gut wusste der Künstler bescheid? Nach welchen Vorlagen hat er gearbeitet? [...] Die Frage nach der Darstellungsabsicht lässt sich weitgehend in der Analyse des Werkes selbst klären. Dabei hat man mehr auf die Darstellungsart als auf das Dargestellte zu achten.“ 5
3 Wohlfeil, Trudl: „Methodische Erfassung eines Bildes als historische Quelle“, in: „Journal für Geschichte“ 4/
87, S. 78.
4 Schädler, Yvonne-Luise: Bilder erzählen Geschichte, S.175f.
5 Rohlfes, Joachim: „Geschichte und ihre Didaktik“, Göttingen 1986, S.333f.
5
Mit dieser Grundlage können Bildquellen im Unterricht genutzt werden, um den Blick auf politische und gesellschaftliche Hintergründe zu richten, um Erkenntnisse über den handelnden und fühlenden Menschen und sein Umfeld zu gewinnen, denn Bilder spiegeln soziale Bedingungen, gesellschaftliche Probleme und Widersprüche einer Zeit wider und durch sie kann Interpretationsfähigkeit angelegt und geschult werden. 6
6 Schädler, Yvonne-Luise: Bilder erzählen Geschichte, S.176ff.
Arbeit zitieren:
Felix Brenner, Isabel Walther, 2007, Bilder im Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Bedeutung und Funktion von Bildern im Geschichtsunterricht
Seminararbeit, 19 Seiten
Der Einsatz von Bildern im Geschichtsunterricht
Hausarbeit (Hauptseminar), 15 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Hausarbeit (Hauptseminar), 28 Seiten
Der praktische Umgang mit Bildern und bildhaften Darstellungen im Gesc...
Seminararbeit, 11 Seiten
Prüfungslehrprobe im Fach Deutsch: "Der Knabe im Moor" von A...
Balladen und Erzählgedichte
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 19 Seiten
Zu: Hartmut von Hentig - Die Schule neu denken
Hausarbeit (Hauptseminar), 30 Seiten
Welches Bild von 'Dyl Ulenspiegel' vermittelt der Deutschunter...
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Unterrichtsstunde: Jugend im Nationalsozialismus - Die Schülerinnen un...
Unterrichtsentwurf, 15 Seiten
Wahnsinn als Thema in der Erzählprosa Ludwig Tiecks und E. T. A. Hoffm...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Magisterarbeit, 144 Seiten
Felix Brenner's Text Bilder im Geschichtsunterricht ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Felix Brenner hat den Text Bilder im Geschichtsunterricht veröffentlicht
Felix Brenner hat einen neuen Text hochgeladen
Fenster zur Vergangenheit 2. Bilder im Geschichtsunterricht
Von der Frühen Neuzeit bis zur...
Fenster zur Vergangenheit 1. Bilder im Geschichtsunterricht
Von der Frühgeschichte bis zum...
Erinnerung an Viktor Hartmann....
Modest Mussorgskij, Manfred Schandert
Florian Süssmayr. Bilder für Deutsche Museen
Buch zur Ausstellung in Münche...
Florian Süssmayr, Dominik Wichmann
Deutsche Bilder - Eine Spurensuche 1992-2008
Ausstellungskatalog Pinakothek...
Eva Leitolf, Meredith Dale
Zumthor sehen. Bilder von Hans Danuser
Nachdenken über Architektur un...
Köbi Gantenbein, Philip Ursprung, Hans Danuser
0 Kommentare