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Einleitung. 3
1. Demografische Alterung Deutschlands. 5
2. Ursachen der demografischen Alterung 5
2.1 Niedriges Geburtenniveau. 5
2.2 Sinkende Sterblichkeit und steigende Lebenserwartung. 8
3. Demografische Alterung und entstehende Kosten. 9
4. Einfluss der Migration. 11
4.1 Migration und demografische Alterung. 11
4.2 Migration und Durchschnittsalter 12
4.3 Migration - Vorteile und Nachteile. 12
5. Geschichte der Rente. 14
5.1 Von Bismarck bis zur Weimarer Republik. 14
5.2 Von der Weimarer Republik bis zur Bundesrepublik Deutschland. 14
5.3 Von der Gründung der Bundesrepublik bis zur Wiedervereinigung. 15
5.4 Von der Wiedervereinigung bis zum Jahr 2003 16
6. Die Rente - Gegenwart und Ausblick 18
Fazit. 20
Abk ürzungsverzeichnis 21
Literaturverzeichnis 22
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Einleitung
Die Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung hat auf jeden, von Menschen besiedelten, Raum einen enormen Einfluss auf alle gesellschaftlichen Bereiche. Sehen oder merken tun wir das aber im Gegensatz zur technischen Entwicklung meistens nicht, da die so genannte demografische Entwicklung ein langsamer Wandel, ähnlich dem altern eines Menschen ist. Man bemerkt Veränderungen erst dann, wenn sie schon geschehen sind und auch nur wenn man sich den Unterschied zu damals in Erinnerung zurück ruft. Es bedarf also einer wissenschaftlichen Untersuchung über die Zusammensetzung der Bevölkerung, der Demografie. „Die Demografie befasst sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung der Bevölkerung hinsichtlich ihrer Größe und Struktur sowie deren Veränderungen.“ (vgl. Roloff, 2003: 8)
Es ist also wichtig zu wissen, wie die demografische Entwicklung aussehen wird, um als Gesellschaft entsprechend darauf vorbereitet zu sein. In einer interaktiven globalisierten Welt spielt da für uns Europäer die demografische Entwicklung vieler Länder und Regionen eine wichtige Rolle, insbesondere für die deutsche stark exportabhängige Industriegesellschaft.
In dieser Arbeit soll es aber aus Gründen des enormen Umfangs nur um die Schwerpunkte demografische Alterung, dem Einfluss der Migration auf die demografische Entwicklung und vor allem um die Zukunftsperspektiven der Rente gehen. Diese drei Schwerpunkte beziehen sich nur auf Deutschland, das mit dem Phänomen der demografischen Alterung aber weltweit nicht alleine dasteht. Ähnliche Entwicklungen lassen sich in fast allen europäischen und westlichen Indutrieländern beobachten. Besonders gravierend ist der Bevölkerungsrückgang aber in Deutschland, Japan und den osteuropäischen Staaten.
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Es ist also kein Geheimnis mehr, dass die Bevölkerung in Deutschland seit 30 Jahren altert und nun auch anfängt zu schrumpfen. Die Auswirkung dieser Entwicklung auf unser Rentensystem möchte ich in dieser Arbeit versuchen darzustellen.
Als erstes möchte ich die demografische Alterung, deren Ursachen und Folgen beschreiben. Als zweites gehe ich auf den Einfluss der Migration auf die demografische Alterung ein. Das erscheint mir wichtig, da Deutschland kein isolierter Staat ist und der Faktor Migration für die demografische Entwicklung eine zu große Rolle spielt, als ihn einfach zu übergehen. Und drittens werde ich einen Abriss der deutschen Rentengeschichte geben, um die Entwicklung hin zu den heutigen Rentenverhältnissen aufzuzeigen und um schließlich einen Ausblick auf zukünftigen Rentenverhältnissen geben zu können.
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1. Demografische Alterung Deutschlands
Mit der demografischen Alterung 1 (Demographische Alterung = Anstieg des Durchschnittsalters einer Bevölkerung gemessen durch den Altenquotienten oder das Medianalter) bezeichnet man gravierende strukturelle und quantitative Veränderung der Alterstruktur einer Bevölkerung (vgl. Roloff 2003: 10). Anfang des 20. Jhd. betrug das Durchschnittsalter, also die Summe der Alter in Jahren jedes Einwohners geteilt durch die Gesamteinwohnerzahl, in Deutschland 23 Jahre. Anfang des 21. Jhd. hat sich das Durchschnittsalter fast verdoppelt und liegt jetzt bei 40 Jahren. Waren damals also noch rund 43% der Bevölkerung Kinder und Jugendliche, so sind es heute nur noch 21% (vgl. ebd.: 89).
2. Ursachen der demografischen Alterung
2.1 Niedriges Geburtenniveau
Die wichtigste Ursache ist wohl das niedrige Geburtenniveau, welches statistisch anhand der zusammengefassten Geburtenziffer gemessen wird. „Diese statistische Kennziffer gibt die durchschnittliche Zahl der Geburten von Frauen im gebärfähigen Alter innerhalb eines ... Sie wird in der Regel für ein Kalenderjahr aus der Summe der altersspezifischen Geburtenziffern aller Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren berechnet.“ (DF S. 11) In Deutschland betrug die zusammengefasste Geburtenziffer nach dem ersten Weltkrieg 3,4 Kindern je Frau. Nach dem zweiten Weltkrieg bis zum sogenannten Pillenknick Ende der 1960er Jahre stieg das Geburtenniveau in der BRD und
1 Demographische Alterung:
Anstieg des Durchschnittsalters einer Bevölkerung, gemessen durch den Altenquotienten oder das Medianalter.
Altenquotient:
Zahl der Menschen im Alter von 60 und mehr Jahren auf 100 Menschen im Alter von 20 bis unter 60. Statt der
Altersschwellen 20/60 werden gelegentlich auch andere Schwellen wie 15/65 verwendet.
Medianalter:
Jede Bevölkerung lässt sich nach dem Alter in eine jüngere und eine ältere Hälfte teilen, das entsprechende
Teilungsalter wird als "Medianalter" bezeichnet. (PB 282 S. 55)
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DDR von unter 2 noch mal auf 2,5 Kinder je Frau. Mit der Einführung der Pille und der Liberalisierung der Gesetzgebung zum Schwangerschaftsabbruch 1972 in der BRD sank dann das Geburtenniveau bis 1975 auf 1,4 und in der DDR auf 1,5. Während in der BRD / den alten Bundesländern bis heute das Geburtenniveau bei ungefähr 1,4 Kinder je Frau konstant blieb, so gab es in der DDR 1977 - 1982 aufgrund einer sehr forcierten Bevölkerungspolitik noch mal einen Anstieg auf 1,9 Geburten je Frau. Noch der deutschen Einheit sank jedoch das Geburtenniveau in den neuen Ländern rapide bis zu seinem Tiefstand 1994 auf 0,8 Kinder je Frau. Heute ist das Geburtenniveau in West (1,4) und Ost (1,3) wieder fast gleich und unterschreitet damit nun schon seit über 30 Jahren kontinuierlich das Bestandhaltungsniveau 1 von 2,1 Kindern je Frau was bedeutet, dass jede Frau heutzutage mindestens 2,1 (um 1900 noch 3,0) Kinder bekommen müsste, damit die nachfolgende Generation zahlenmäßig voll ersetzt werden würde. (DF S. 10ff)
Grafik: Zusammengefasste Geburtenziffer - 1900 bis 2000 (DF S. 12)
1 Bestandserhaltungsniveau der Geburtenrate:
Diejenige Geburtenrate, die bei einem bestimmten Niveau der Mortalität langfristig die gleiche Zahl von Geburten
und Sterbefällen zur Folge hat, so dass die Bevölkerungszahl (ohne Wanderungen) konstant ist.
Mortalität:
Niveau der Sterblichkeit in einer Bevölkerung. Die Mortalität wird durch verschiedene demographische Kennziffern
gemessen, zum Beispiel durch die Sterberate.
Sterberate:
Die Sterberate ist analog zur Geburtenrate als Zahl der Sterbefälle auf 1000 Einwohner definiert. (PB 282 S. 55)
Arbeit zitieren:
Sebastian Puhle, 2004, Demografie und Rente - Einfluss der demografischen Entwicklung auf die Rente, München, GRIN Verlag GmbH
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