1) Formales:
Der Kinofilm „Fight Club“ ist 1999 unter der Regie von David Fischer nach einem Drehbuch von Jim Uhls und einer Romanvorlage von Chuck Palahniuk in der USA erschienen. In den Hauptrollen spielen:
- Brad Pitt als Tyler Durden
- Edward Norton als Erzähler
- Helena Bonham Carter als Marla Singer
- Meat Loaf Aday als Robert Paulsen
Er ist von „Linson Films/New Regency Productions“ produziert worden und hat eine Länge von 139 Minuten. „Fight Club“ ist ab 18 Jahren freigegeben, und hatte seine Deutschlandpremiere am 11.11.1999 in Bremen. Während seiner Spielzeit wurde er von 1.055.000 Kinobesuchern deutschlandweit gesehen. In den USA spielte der Film 38 Mio Dollar ein.
2) Inhaltliches:
2.1) Verschiedene Ebenen:
Durch die Vielzahl von verknüpften Thematiken im vorliegenden Film, versuche ich mich hier auf die sozialpädagogisch relevanten zu beschränken. Der Film stellt ein gesellschaftskritisches psychologisches Persönlichkeitskonstrukt dar. Hierbei habe ich mich für eine kurze Beschreibung der Ausgangsperson, also des Erzählers, einen kurzen Überblick über die Symbolik der wichtigsten Charaktere sowie die Bedeutung der Gewalt entschieden.
2.1.2) Gesellschaftskritik
- Determinanten der Hauptfigur- Wie kam die Ausgangssituation zu Stande?
„Fight Club“ kritisiert den aktuellen moralischen Zustand der Gesellschaft. Genauer wird hier die kapitalistische Haltung mit ihrer uneingeschränkten Gewinnmaximierung und ihrem Streben nach dem perfekten repräsentativen Schein nach außen aufgezeigt. Ansatzpunkt für diese Kritik bildet die Gestaltung der Arbeits- und Freizeitwelt in der sich die Hauptfigur, der namenlose Erzähler, Tag ein und Tag aus bewegt. Seine berufliche Aufgabe besteht darin, für eine Automobilfirma im Einzelfall zu klären, ob sich bei einem schwerwiegenden Produktmangel eine Rückrufaktion lohnt oder nicht. Mit
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anderen Worten muss er beruflich Menschenleben gegen Profit aufrechnen und in diesem Zusammenhang oftmals gravierende Entscheidungen treffen. Das zwischenmenschliche Klima am Arbeitsplatz ist geprägt von den Anforderungen einer scharfen Konkurrenz. Hierdurch fühlt sich der Erzähler gezwungen nach außen hin eine gewisse Fassade aufzubauen und keine Schwächen zuzulassen. Dieser Fassadenzwang verlängert sich bei ihm allerdings in den Privat- und Freizeitbereich hinein. Selbst hier bleibt ihm kein Platz für Persönliches, alles verläuft in normierten Bahnen. Die Werbung vermittelt stereotype Bedürfnisse und liefert gleich den Weg ihrer Erfüllung mit. Der Erzähler bezeichnet sich in diesem Zusammenhang einmal als „Sklave des Ikea Nestbautriebs“. Es ist eine Art von Zwang der ihn dazu treibt seinem Komplettierungsdrang nachzukommen. Er strebt nach einem künstlichen Ideal, um nach außen sein Scheinbild zu perfektionieren. Dieser ausgeprägte Materialis-mus erdrückt seine Persönlichkeit, so dass die Hauptfigur eigentlich nur noch auf seine Umwelt reagiert, diese aber in der frühen Phase des Films nicht beeinflussen kann. Er pendelt zwischen den von der Gesellschaft suggerierten Bedürfnissen und dem entsprechenden Zwang zur Geldbeschaffung. Die Position des Erzählers kann also mit der eines Hamsters in einem Laufrad verglichen werden. Es geht immer im gleichen Rhythmus in die gleiche Richtung ohne Hoffnung auf Veränderung.
2.1.3) Selbstfindung
- Lebenseinstellungen/ Leitmotive der einzelnen Personen- Wer steht für was?
„Fight Club“ kann weiter als Geschichte einer Selbstfindung gesehen werden. Verschiedene Figuren die dem Erzähler begegnen, repräsentieren seine einzelnen Entwicklungsphasen.
Anfänglich erleben wir den Erzähler als eine neurotisch angepasste Persönlichkeit mit ausgeprägten Lebensängsten, der jede Möglichkeit zur Beeinflussung der Welt abhanden gekommen ist. Er hat weder Zugang zur Welt, noch zum weiblichen Geschlecht. Nachdem er anfängt, durch Schlafstörungen getrieben, an verschiedensten Selbsthilfegruppen teilzunehmen, vollzieht sich bei ihm ein erster Entwicklungsschritt:
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Der Erzähler lernt Gefühle zuzulassen. Er merkt dass er sich durch das Leid anderer Menschen gut fühlt und er in ihrer Gegenwart seinen Emotionen freien Lauf lassen kann. Aber diese Tatsache löst wiederum eine neue Unsicherheit in seinem männlichen Selbstverständnis aus. Bob, der Hodenkrebspatient mit den Riesenbrüsten, verkörpert exakt diesen Wiederspruch. Ein äußerliches Zwitterwesen zwischen zwei Extremen: Als ehemaliger Bodybuilder durch den Hodenkrebs seiner „Manneskraft“ beraubt und verweichlicht, taucht er zu späterer Stunde erneut im Fight Club auf um seinen Aggressionen freien Lauf zu lassen, unter dem Motto „Wir sind immer noch Männer!“ Durch die Selbsthilfegruppen von der anfänglichen totalen Blockade ein Stück weit gelöst, geraten die Ereignisse erst recht ins „gleiten“. Er begegnet einer weiteren Person: Marla Singer. Sie lebt vom einem Tag zum anderen und nimmt die Dinge wie sie kommen. Marla pfeift auf Status und Repräsentation, da sie sowieso davon ausgeht jeden Moment sterben zu können. Sie sieht dem „Nullpunkt“ permanent ins Auge. Während einer Meditationsübung sieht der Erzähler in Marla Singer sein „Krafttier“, so kann sie auch als seine weibliche, empfängliche Seite gesehen werden: Sie lässt die Welt einfach vorbehaltlos auf sich wirken. Diese Begegnung mit der Figur Marla Singer erschüttert das männliche Selbstbild des Erzählers entgültig. Genau zu diesem Zeitpunkt tritt Tyler Durden in sein Leben. In ihm materialisiert sich das männliche Ich- Ideal des Erzählers und damit dessen Abwehr des Weiblichen. Dies findet sich auch im Umgang der Beiden mit Marla wieder: Tyler behandelt sie ausschließlich als Sexobjekt, der Erzähler weist jede Annährung auf einer persönlich emotionalen Ebene zurück. Tyler und Marla haben aber auch etwas gemeinsam: Sie ähneln sich in ihren Bemühungen zum „Nullpunkt“ zu gelangen, das heißt einen Ort jenseits der beengenden Normen zu finden. Während Marla allerdings durch den Verzicht auf Selbstbestimmung und eine passive Hingabe ans Leben dorthin gelangen will, strebt Tyler die totale Selbstbestimmung an. Er möchte sich von allen Beschränkungen und Fesseln des Körpers befreien. In seinem Idealbild dürfen Leiden und Schmerz nicht länger Schranken darstellen, so dass für ihn das eigene sowie das fremde Leben zu einer gleichgültigen Angelegenheit wird.
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Nicole Voß, 2004, Filmanalyse des Filmes „Fight Club“ unter dem Gesichtspunkt: Inwiefern kann der Film in der sozialpädagogischen Praxis Verwendung finden?, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Fightclub - Für mich einer der besten Filme überhaupt
Grundbedeutung ist die Aufregung darüber das man in eine Welt geboren wird in der alle Karten schon verteilt, alle Monopoli Straßen verkauft sind.....sprich "man im Grunde keine Chance hat etwas zu werden wenn man es nicht in einer gewissen Weise schon ist"
..wir sind alle "Spacemonkeys die für ein gutes Leben der Obrigkeit jeden Tag schuften gehen"
Daher auch das erklärte Ziel "ALLES AUF POINT ZERO"......Rechnergebäude zerbombt Personenbezogene Daten gelöscht...
...frische Karten für alle!!!
Wenn es nur so "einfach" wäre..(szylla)
on Tuesday, February 23, 2010-