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4
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5 2.1. Definition 5
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5 2.2.1. Hauttrockenheit 6
2.2.2. Störungen der vegetativen Hautfunktion 6
2.2.3. Veränderte Keimbesiedlung der Haut 7
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8
'LDJQRVH
9
2.4.1. Abgrenzung der Neurodermitis zu ähnlichen Hauterkrankungen 9 2.4.2. Abgrenzung der Neurodermitis zu Allergien 10
8UVDFKHQ$XVO|VHU
11 2.5.1. Genetische Faktoren 12 2.5.2. Psychische Faktoren 12
(SLGHPLRORJLH+lXILJNHLW
14
7KHUDSLHQ
15
2.7.1. Antientzündliche Behandlung 15
2.7.2. Maßnahmen gegen der Juckreiz 16
2.7.3. Vermeidung von Provokationsfaktoren 17 2.7.4. Darmsanierung 17 2.7.5. Klimatherapie 18
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19
2
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22
3.1. Krankheitszeichen einer Nahrungsmittelallergie 22
3.2. Verträglichkeiten von bestimmten Nahrungsmitteln 23
3.3. Auf welche Weise werden Nahrungsmittelallergien ausgelöst? 26
7HVWYHUIDKUHQ]XU)HVWVWHOOXQJHLQHU1DKUXQJVPLWWHODOOHUJLH 27
3.4.1. Der Prick- und Intrakutantest 27
3.4.2. Der Scrach- und Reibe- Test 28 3.4.3. Der RAST- Test 28 3.4.4. Der Provokationstest 29
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29 3.5.1. Die Eleminationsdiät 31 3.5.2. Die Rotationsdiät 31
6&+8/81*60$661$+0(1
32
6FKXOXQJVLQKDOWH
34 4.1.1. Prävention 34
4.1.2. Akzeptanz und Mitwirkung bei der Behandlung 35 4.1.3. Soziale Fertigkeiten 36
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40
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3
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Die Neurodermitis ist die häufigste Hauterkrankung im Kindes- und Jugendalter. In ihrer Erscheinungsform und ihrem Verlauf stellt sie sowohl für die betroffenen Kinder, als auch für die Eltern und das unmittelbare Umfeld eine große Belastung dar. Die körperlichen Symptome, insbesondere der quälende Juckreiz, sowie das soziale Stigma, das die Betroffenen aufgrund der deutlich sichtbaren Entstellung der Haut erleben, wirkt sich gerade im Kindes- und Jugendalter nachteilig auf die Entwicklung der Erkrankten aus.
Obwohl die Erkrankung Neurodermitis schon seit Ende des 19. Jahrhunderts beschrieben und namentlich benannt ist, ist sie für Mediziner immer noch ein kleines Rätsel. Bis heute bestehen keine genauen Kenntnisse über die Ursachen für die Entstehung der Erkrankung. Dennoch ist die Erkrankung sehr aktuell, da sie an Häufigkeit zunimmt.
Das Thema hat unser Interesse geweckt, da wir in einer Einrichtung für behinderte Menschen tätig sind und dort eine junge Frau betreuen, die an Neurodermitis erkrankt ist. Durch die intensive Arbeit mit der Klientin ist uns die Auswirkung der Erkrankung bewusst geworden und folglich die Notwendigkeit zur Beschaffung von umfangreichen Informationen.
Wir werden in unserer Arbeit zunächst einen Überblick über die Erkrankung geben. Dabei gehen wir auf das Krankheitsbild, den Krankheitsverlauf , die Diagnosestellung und mögliche Ursachen ein. Weiterhin möchten wir beleuchten, welche Faktoren die Entstehung und Aufrechterhaltung der Erkrankung begünstigen und
Interventionsmöglichkeiten aufzeigen. Insbesondere die Themen „Ernährung“ und „Patientenschulung“ werden wir genauer herausarbeiten.
4
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Die Neurodermitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, für die es verschiedene Bezeichnungen gibt. Sie ist auch unter dem Namen atopisches Ekzem, atopische Dermatitis oder endogenes Ekzem, bekannt. Zwischen den Bezeichnungen Ekzem und Dermatitis gibt es keine bedeutsamen Unterschiede. Beides sind Begriffe, die eine Entzündung kennzeichnen. Die Entzündung ist die häufigste krankhafte Veränderung der Haut. Sie ist immer mit Juckreiz verbunden. Atopie bedeutet "erbliche Veranlagung zum Anders-Reagieren". Der Körper und sein Immunsystem neigen zu
übermäßigen Reaktionen. Die Bezeichnung Neuro- dermitis besagt, dass bei den auftretenden Hautveränderungen neurologische Aspekte eine Rolle spielen, die Nerven und auch die Psyche sind beteiligt (vgl. Hellermann, Mechthild; 1999; S. 10).
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Die Neurodermitis ist gekennzeichnet durch auffällige Hautreaktionen, wie Rötungen, knötchenartige Verdickungen (Papeln), Bläschen (Ödeme) und Verkrustungen. Insgesamt ist die Haut der Neurodermitiker sehr trocken, überempfindlich und hyperreagibel (vgl. Allergie konkret, 3/2000, S. 36).
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Die Haut der Neurodermitiker weist verschiedene typische Funktionsstörungen auf. Die drei wichtigsten Störungen der Haut werden nachfolgend erläutert:
5
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Die Neurodermitishaut ist insgesamt trocken. Merkmale sind die verstärkte uhigkeit und eine Schuppung der Haut. Die Folge ist eine gestörte Barrierefunktion. Das bedeutet, die Neurodermitis- Haut verliert zuviel Feuchtigkeit und enthält dadurch auch zuwenig Feuchtigkeit. Durch die gestörte Hautbarriere können Umweltstoffe, wobei es sich dabei nicht nur um schädliche Stoffe handeln muss, leichter die irritierte Haut durchdringen.
Ebenso wie eine verminderte Fähigkeit der Haut Feuchtigkeit zu speichern ist auch eine Verminderung spezieller Hautfette, besonders der Ceramide, typisch für die Neurodermitiker- Haut. Die Zusammensetzung und Funktion der Haut lässt sich durch bestimmte Methoden nachweisen. Die Veränderungen zeigen sich bereits in der nicht entzündeten Haut, die auf dem ersten Blick gesund erscheint. Im Falle der akuten Entzündung sind die Merkmale jedoch wesentlich stärker ausgeprägt. Die Bedeutung der Hautfette, besonders der Ceramide, wird in letzter Zeit vermehrt untersucht. Man geht davon aus, dass die Ceramide die Funktion eines Botenstoffes in der Zelle erfüllen können und dadurch Einfluss nehmen auf die Differenzierung der Zellen und die Regulation des Zellzyklus. Manche Experten betrachten die trockene Haut der Neurodermitiker als genetisch bedingte Eigenschaft, während andere auf die variable Natur der Trockenheit hinweisen, die sich bei vielen Patienten im Verlauf ihrer Erkrankung schnell ändern kann. (vgl. Ring, Johannes; 2000; S. 17 f.)
2.2.2. 6W|UXQJHQGHUYHJHWDWLYHQ+DXWIXQNWLRQHQ
Das vegetative Nervensystem regelt alle automatisch ablaufenden Vorgänge im Körper, so z. B. die Weite der Blutgefäße, die Aktivität der Schweißdrüsen, die Verdauungsvorgänge usw. Bei Menschen mit Veranlagung zur Neurodermitis geht man von einer angeborenen Störung dieses komplizierten Regulationssystems aus.
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Der Mechanismus der Regulationsstörung im vegetativen
Nervensystem konnte bis heute noch nicht vollständig geklärt werden. Bisher bekannt ist, dass Nervenzellen Botenstoffe, sog.
Neurotransmitter, in die Blutbahn oder ins Gewebe ausschütten. Welche Funktion diese Botenstoffe haben, ist nicht genau bekannt, man vermutet eine Wirkung auf die Blutgefäße und auf die in der Blutbahn befindlichen Zellen, die einen wichtigen Bestandteil des Immunsystems darstellen. Der genaue Ablauf dieser komplizierten "Dialoge" im Körper konnte noch nicht im einzelnen erforscht werden. Auf der Ebene der Neurotransmitter kann vielleicht eines Tages der Zusammenhang zwischen Hauterscheinungen und seelischen Zuständen erklärt werden. Hierzu ist jedoch bisher sehr wenig gesichertes bekannt. (vgl. Ring, Johannes; 2000; S. 18)
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Unsere Umwelt und somit auch unsere Haut sind von einer Vielzahl verschiedenster Bakterien und Pilze (Keime) bevölkert. Grundsätzlich sind nicht alle Keime schädlich. Unser Immunsystem ist so konzipiert, dass es normalerweise mit den uns umgebenden Keimen zurechtkommt. Wenn jedoch durch bestimmte Umstände das Gleichgewicht der Keime auf unserer Haut gestört ist, kann es einzelnen Keimen gelingen sich unverhältnismäßig stark zu vermehren und andere verdrängen. Diese Situation kann krank machen und den Hautzustand verschlechtern. Die Keimbesiedelung der Neurodermitis-Haut unterscheidet sich vor allem dadurch, dass der Eitererreger
6WDSK\ORFRFFXV DXUHXV bei über 90 % der Patienten der
vorherrschende Hautkeim ist. Die Anzahl dieses Eitererregers nimmt, abhängig vom akuten Krankheitsbild der Hautveränderungen, zu. Im Einzelfall kann es notwendig sein diese Keime entweder von außen oder manchmal sogar von innen mit Antibiotika zu bekämpfen. (vgl. Ring, Johannes; 2000; S. 18 f.)
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Das Ekzem zeigt grundsätzlich einen lebensalterbezogenen stadienhaften Verlauf, mit unterschiedlicher Ausprägung und unterschiedlichem Befallsmuster. Die Neurodermitis beginnt in den meisten Fällen schon sehr früh, im Säuglingsalter zwischen dem 2. und 6. Lebensmonat. Spätere Erkrankungen sind eher selten. Im ersten Lebensjahr treten die Hautveränderungen vorwiegend im Gesicht (Stirn, Kinn und Wangen) sowie an Armen und Beinen auf und äußern sich als Rötungen, Schwellungen und nasse Stellen, zum Teil mit Bläschenbildung. Ein besonders charakteristisches und für die Betroffenen belastendes Symptom ist ein intensiver Juckreiz. Der Juckreiz wird von den kleinen Patienten mit starkem Kratzen beantwortet, was vorübergehend Erleichterung verschafft. Die aufgekratzten Stellen nässen jedoch sehr bald und es bilden sich Krusten auf der Haut. Häufig entsteht eine Sekundärinfektion. Nach dem ersten Lebensjahr zeigt sich die Neurodermitis eher als Beugenekzem, es sind dann besonders die Gelenkbeugen (Ellenbogen, Hand-, Knie-, und Fußgelenke) sowie der Nacken und die seitlichen Halspartien betroffen.
Im Laufe der Kindheit nimmt die Krankheit in der Schwere häufig ab, kann aber in der Pubertät exazerbieren. Im Jugend- und Erwachsenenalter können zusätzlich Gesicht und Oberkörper befallen sein. Im späteren Verlauf können Kontaktallergien hinzukommen. In ca. 50 % der Fälle folgen der Neurodermitis ein Asthma bronchiale oder ein Heuschnupfen (vgl. Christophers, Enno; Haut-und
Geschlechtskrankheiten, 1997, S. 76).
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Arbeit zitieren:
Christel Liegl-Prokein, 2002, Neurodermitis im Kindesalter. Bedeutung der Ernährung und Patientenschulung als mögliche Interventionsmaßnahme, München, GRIN Verlag GmbH
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