University of Applied Sciences, Fachhochschule Dortmund
Fachbereich Wirtschaft, Wintersemester 06/07
Browserbetreiber - Große Geschäftsmodellanalyse
von
Martin Polifke
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 1
1. Geschichtliche Einführung 2
2. Themenabgrenzung 4
3. Gang der Untersuchung 5
4. Das Marktmodell 7
4.1. Das Nachfragermodell 7
4.2. Das Wettbewerbsmodell 10
4.2.1. Der 1. Browserkrieg 10
4.2.2. Wichtige Browserbetreiber 13
4.2.2.1. Profil Microsoft Internet Explorer 13
4.2.2.2. Profil Netscape Navigator 14
4.2.2.3. Profil Mozilla Firefox 15
4.2.2.4. Profil Opera Software ASA 16
4.2.2.5. Profil Apple Safari 17
5. Das Leistungsangebotsmodell 19
5.1. Leistungsangebot des Internet Explorers 19
5.2. Leistungsangebot des Firefox 20
5.3. Leistungsangebot des Opera 22
5.4. Leistungsangebot des Safari 23
6. Das Distributionsmodell 24
7. Kapitalmodell 25
7.1. Preisstrategie 25
7.2. Erlösgenerierung der Browserbetreiber 26
7.3. Erfolgskennzahlen der Browserbetreiber 28
8. Schlussbetrachtung 30
Literatur- und Quellenverzeichnis 32
Zeitschriften 33
Onlinequellen 34
Sonstige Quellen 38
Abkürzungsverzeichnis
ARPANET = Advanced Research Projects Agency Network
CSS = Cascading Style Sheets
FTP = File Transfer Protocol
HTML = Hypertext Markup Language
KDE = K Desktop Environment
MILNET = Military Network
NCSA = National Center for Supercomputer Applications
NSFNET = National Science Foundation Network
MSN = Microsoft Network
RSS = Really Simple Syndication
SMTP = Simple Mail Transfer Protocol
WYSIWYG = What You See Is What You Get
Einleitung
„Die größte Gefahr für unser Geschäft ist, daß ein Tüftler irgendetwas erfindet, was die Regeln in unserer Branche vollkommen verändert, genauso, wie Michael und ich es getan haben.“
Bill Gates (*1955), amerik. Software-Unternehmer, Gründer u. b. 2000 Chairman "Microsoft" Corp.
Das Internet bietet derzeit einen extrem dynamischen Markt für Unternehmen des ECommerce und des E-Business. Das Zitat von Bill Gates zeigt dies sehr deutlich.
Vorab soll daher zur Einordnung ein kurzer geschichtlicher Rückblick die Bedeutung der Softwareanwendung Browser verdeutlichen.
1. Geschichtliche Einführung
Wie alle großen Erfindungen der Menschheit, basiert das Internet ebenfalls auf militärische Intentionen. In den 50er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts sollte von der US-Regierung ein, im Kriegsfall ausfallsicheres Kommunikationsnetz aufgebaut werden. Die Basis dazu stellt die Zerlegung der Daten in einzelne Pakete, die über ein Netzwerk zum Empfänger gesendet und dort in der richtigen Reihenfolge wieder zusammengesetzt werden.1
Erstmals 1969 vernetzten sich die Universitäten Stanford, Los Angeles, Santa Barbara und Salt Lake City zum ARPANET. Zu Beginn des Projektes umfasste das ARPANET 40 Computer. In den folgenden Jahren wurde es für andere Universitäten freigegeben und diente der Forschung als Möglichkeit zum Informationsaustausch. Aus diesem Grund wurde der Militärische Teil des ARPANET ausgegliedert und wurde 1983 zum MILNET – das akademische Netz wurde 1985 zum NSFNET, das durch die National Science Foundation zu einem offenen Netzwerk für alle Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen ausgebaut wurde. Diese Entwicklung führte 1990 zur Auflösung des ARPANET, woraus die Verbindung von NSFNET und dem europäischen Netzwerk unter dem Namen Internet entstand.2
Im Jahr 1992 wurde die wichtigste Entwicklung in der bisherigen Geschichte des Internets vollzogen – das World Wide Web wurde als Multimediakomponente in schweizerischen Kernforschungszentrum Cern entwickelte, welches ein hypertextbasiertes Informationssystem darstellt. Die dabei entwickelte Hypertext-Markup- Language (HTML) erlaubt es, Dokumente zu systematisieren und zu visualisieren.3 Die ursprüngliche Idee basiert auf dem Client-Server-Modell. Das aufgerufene HTML Dokument wird auf dem Client Computer im Webbrowser aufbereitet und angezeigt – also visualisiert. Dabei können multimediale Elemente wie Texte, Bilder, Audio und Videodaten im Browser angezeigt bzw. ausgegeben werden.4
Besonders das Arbeiten mit sogenannten WYSIWYG-Editoren zur Erstellung von Webdokumenten nehmen das Eingeben der HTML-Befehle ab – somit wird das erstellen von Dokumenten im WWW auch für Leihen enorm erleichtert. Anhand dieser technischen Neuerung kann das Ausmaß dieser Entwicklung leicht erkannt werden; wo in den 80er Jahren in Deutschland nur wenigen Interessierten die Möglichkeit gegeben war, komplizierte BTX Ausgabedokumente zu erstellen, hat sich nun ein Zugang für jeden Computernutzer ohne finanzielle Restriktionen sowie Kenntnisbarrieren eröffnet.5
Der erster revolutionäre Browser, der zur Umsetzung der Hypertext-Markup- Language angeboten wurde, war Mosaic vom National Center for Supercomputer Applications (NCSA) der Universität von Illinois. Das Team am NCSA wurde von Eric Bina und Marc Andreessen geleitet. Vor dem Mosaic gab es bereits den Ur-Browser von Tim Berners-Lee und den populären Viola Browser, jedoch konnte nur der Mosaic Browser Bild und Text gleichzeitig anzeigen. Die älteren Browser zeigten nur das Bild an, wenn auf den entsprechenden Verweis geklickt wurde – der Mosaic Browser führte am 21. April 1993 das Internet in unserer heute bekannten Form ein.6
Abbildung 1: Mosaic 1.07 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2. Themenabgrenzung
Die Geschichte des Internets zeigt uns heute, das der Browser als Schlüssel zur Nutzung des Internets den Durchbruch in der multimedialen Form des Netzes der Netze gebracht hat. Allerdings hat sich das Angebot der verschiedenen Browserbetreiber über die Jahre oft extrem verändert und neue Formen der Geschäftsmodelle hervorgebracht.
Diese Arbeit wird sich mit der Analyse der Geschäftsmodelle der Browserbetreiber und der vorangegangen Entwicklungen beschäftigen. Aufgrund des enormen Umfangs und der Tiefe des Themas sollen die fünf wichtigsten Browserbetreiber in groben Zügen beschrieben und die wesentlichen Erfolgsfaktoren anhand der einzelnen und relevanten Modelle aufgezeigt werden.
3. Gang der Untersuchung
Als Grundlage der Untersuchung soll die Definition des Geschäftsmodells von Paul Timmers herangezogen werden. Timmers definierte das „Geschäftsmodell“ (Business Model) wie folgt: „A business model is defined as the organization (or ′architecture′) of product, service and information flows, and the sources of revenues and benefits for suppliers and customers.”8
Demnach bildet das Geschäftsmodell den Material-, Arbeits- und Informationsfluß innerhalb des Unternehmens ab und zeigt die Flüsse zwischen Unternehmen und Umwelt. Auch die Erlösströme werden laut Timmers als Bestandteil aufgezeigt.9 Um die Analyse durchzuführen, wird die Untersuchung auf die Untergliederung des Geschäftsmodells von Bernd W. Wirtz aufbauen. Das Partialmodell von Wirtz untergliedert das Geschäftsmodell in die wesentlichen 6 betriebswirtschaftlichen Teildisziplinen: Abbildung 2: Partialmodell eines integrierten Geschäftsmodells10 Das Marktmodell unterscheidet die Akteure auf den Märkten, dabei erfolgt eine Untergliederung in das Wettbewerbsmodell und das Nachfragermodell. Das Wettbewerbsmodell gibt Auskunft über das Wettbewerbsumfeld und zeigt die Determinanten, die Einfluss auf Marktstruktur und Marktverhalten haben. Das Nachfragermodell zeigt die Bedürfnisse der Kunden auf und segmentiert sie in Teilmärkte.11
[...]
1 vgl. Wirtz, B., Electronic Business, in Gabler Verlag, Wiesbaden, 2. Auflage, 2001, S. 602
2 ebenda, S. 603
3 vgl. Wirtz, a.a.O., S. 603
4 vgl. Abts, A. et al., Grundkurs Wirtschaftsinformatik, in Vieweg, Braunschweig, 4. Auflage, 2002, S.115
5 vgl. Computerclub:² , http://www.cczwei.de/archiv.php, Sendung vom 30.10.2006, Stand 11.11.2003
6 vgl. c´t, Das erste Steinchen, http://www.heise.de/ct/03/10/064/, Stand 11.11.2006
7 vgl. NCSA, Images, http://www.ncsa.uiuc.edu/News/Images/, Stand 15.11.2006
8 vgl. Timmers, P., Electronic Commerce, in John Wiley & Sons, Inc., New York, Reprinted February 2000, S. 31
9 vgl. Wirtz, a.a.O., S. 210
10 ebenda, S. 211
11 ebenda, S. 211
Citation du texte:
Martin Polifke, 2007, Browserbetreiber - Große Geschäftsmodellanalyse, Munich, Editeur GRIN GmbH (SARL)
Ce texte peut être téléchargé et cité sur l'URL suivante
Incorporer
DOI
Die Regulierung von Monopolen - Theorie
Economie politique - Microéconomie, en général
Exposé écrit pour un séminaire / cours, 31 Pages
Der Fall Microsoft zwischen Harvard- und Chicago School - Eine wettbew...
Gestion d'entreprise - Politique économique
Dossier / Article / Fiche de lecture, 37 Pages
Marktversagen infolge von externen Effekten
Economie politique - Macroéconomie, en général
Travail d'étude, 18 Pages
Wettbewerb in Netzwerkmärkten - Netzwerkeffekte, natürliches Monopol, ...
Gestion d'entreprise - Généralités
Exposé écrit pour un séminaire / cours, 20 Pages
Die Entwicklung und Verbreitung des Videorecorders
Médias / Communication - Histoire des médias
Dissertation / Travail de séminaire de deuxième cycle, 30 Pages
Current and Past Marketing Strategies of Microsoft
Gestion d'entreprise - Marketing, Communication d'entreprise,GRC, Analyse de marché
Travail de recherche, 9 Pages
Der 'Browser-Krieg' - eine wettbewerbsstrategische Analyse
Informatique - Informatique Appliquée à la Gestion
Dissertation / Travail de séminaire de deuxième cycle, 23 Pages
Regulierungsmechanismen - kostenbasierte Regulierung
Exposé écrit pour un séminaire / cours, 26 Pages
Regulierung des Internet durch Standards
Politique - Politique internationale - Sujet: Organisations internationales et associations
Mémoire pour le diplôme intermédiaire , 20 Pages
Monopole in der Informationswirtschaft - Microsoft: Ein natürliches Mo...
Economie politique - Théorie et Politique de compétition
Dossier / Article / Fiche de lecture, 18 Pages
Informatique - Informatique Appliquée à la Gestion: Browserbetreiber - Große Geschäftsmodellanalyse est maintenant disponible sur le marché du livre
Martin Polifke a publié le texte Browserbetreiber - Große Geschäftsmodellanalyse
Martin Polifke a téléchargé un nouveau texte
Geschäftsmodelle im "Internet der Dienste"
Aktueller Stand in Forschung u...
Nico Weiner, Thomas Renner
Geschäftsmodelle im "Internet der Dienste"
Trends und Entwicklungen auf d...
Nico Weiner, Thomas Renner, Holger Kett, Dieter Spath
Internet-Geschäftsmodells Virtuelle Community
Analyse zentraler Erfolsfaktor...
Gregor Panten
Konzept und Anwendung in der N...
Thomas Bieger, Nils Bickhoff, Rolf Caspers, Kurt Reding, Dodo Knyphausen-Aufseß
Lextra. Großes Themenwörterbuch Spanisch. Spanisch - Deutsch
20.000 Stichwörter und Wendung...
0 commentaires