INHALTSVERZEICHNIS
1. VORWORT 3
2. DAS LUKASEVANGELIUM 4
3. DIE GLEICHNISSE JESU 7
3.1 GLEICHNIS UND PARABEL 7
3.2 BEISPIELERZÄHLUNG 8
3.3 ALLEGORIE. 8
3.4 ERZÄHLUNGSGESETZE VON GLEICHNIS UND PARABEL 8
4. EXEGESE VON LK 15. 11-32 10
4.1 GLEICHNIS VOM VERLORENEN SOHN (TEXTGRUNDLAGE) 10
4.2 EINORDNUNG IN DEN KONTEXT DES EVANGELIUMS. 11
4.3 SCHLÜSSELBEGRIFFE. 12
4.4 GLIEDERUNG 13
4.5 EXEGESE 14
5. DIE VERLORENE-N GLEICHNISSE 19
6. SCHLUSSBETRACHTUNGEN 21
7. NACHWORT. 22
8. LITERATURVERZEICHNIS 23
2
1. Vorwort
In der hier vorliegenden Arbeit werde ich mich mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk. 15, 11-32) beschäftigen.
Der Grund für die Auswahl dieser Thematik liegt für mich in der Besonderheit der Perikope des Lukasevangeliums, dieses verdeutlicht im Besonderen die Einstellung des Verfassers. Hauptanliegen dieser Arbeit ist es, diese Eigentümlichkeit im Hinblick auf die lukanischen Verlorenen-Gleichnisse herauszustellen.
Im Anschluß an allgemeine Informationen über die Merkmale des Lukasevangeliums werde ich mich mit der literarischen Gattung ‚Gleichnis’ beschäftigen und mich anschließend der dieser Arbeit zugrunde liegenden Perikope nähern, indem ich diese in den Kontext des Evangeliums einordne, Schlüsselbegriffe kläre und das Gleichnis vom verlorenen Sohn gliedere. Darauf folgend wird Exegese, die Gegenüberstellung der lukanischen Verlorenen-Gleichnisse mündet, wodurch die Aussageabsicht des Gleichniskapitels 15 verdeutlicht werden soll.
Für die zu nennenden Bibelstellen werde ich die Elberfelder Übersetzung zugrunde legen.
3
2. Das Lukasevangelium
Das Evangelium nach Lukas ist sowohl das längste, als auch das sprachlich am sorgfältigsten gestaltete Evangelium. Sein Wortschatz ist umfangreich und stilistisch auf höherer Stufe. Schon der Prolog (Lk.1, 1-4) macht deutlich, dass Lukas literarische Ansprüche erhebt.
Das Lukasevangelium lässt sich in sechs Abschnitte gliedern: - Vorgeschichte (Kap. 1-2) - Jesu Wirksamkeit in Galiläa (Kap. 3-9) - Der lukanische Reisebericht (Kap. 9-19) - Jesu Wirken in Jerusalem (Kap. 19-21) - Leidensgeschichte (Kap. 22-23) - Auferstehungsberichte (Kap. 24). 1
Eine Fortsetzung seines Evangeliums stellt die Apostelgeschichte dar. Lukas sieht das Ganze der Geschichte in drei aufeinander folgenden Epochen (vgl. 16, 16): die mit der Schöpfung beginnende Zeit Israels, die Erdenzeit Jesu, die Zeit der Kirche und Mission von der Himmelfahrt Jesu bis zu seiner Wiederkunft. Aus diesem Grunde lässt sich Jesu Auftreten als die Mitte der Zeit verstehen. Das Evangelium stellt die zweite Epoche dar, die Apostelgeschichte den Anfang der dritten. 2
Das Leben Jesu wird bei Lukas als Erzählung entfaltet und zugleich in die allgemeine Geschichte eingebunden, indem Lukas an entscheidenden Punkten Querverweise bringt (vgl. 1,5; 2,1f; 3,1f). Aufgrund der bewussten historischen Verortung der Geschichte Jesu kann man von einer Historisierung sprechen. Parallel dazu spricht man von der Spiritualisierung der Geschichte, da der Gegenstand der Darstellung die Gottesbegegnung ist, die durch Jesus geschieht. Dadurch wird sie zur Heilsgeschichte. 3
1 (vgl. Westermann, S. 257 f)
2 (vgl. Westermann, S. 257)
3 (vgl. Niebuhr, S. 111 f)
4
Lukas verweist als einziger Evangelist ausdrücklich in seinem Prolog (Lk. 1,1-4) auf viele Vorgänger seines Evangeliums, die er zu kennen und zu benutzen scheint. Diese Quellen sind das Markusevangelium, die Logienquelle (Q) sowie Sondergut des Lukas.
Der Verfasser des dritten Evangeliums ist uns nicht bekannt. Von Irenäus (um 180) erfahren wir erstmals, dass Lukas, ein Begleiter des Paulus (vgl. Kol. 4, 14; Philem. 24; 2.Tim. 4,11), der Autor des Doppelwerkes sei. Jedoch dürfte diese Angabe nicht zutreffend sein, da die bezeichnenden theologischen Ansichten und Begriffe des Verfassers nicht aus der Schule des Paulus stammen. Zudem zeigt sich der Autor der Apostelgeschichte verhältnismäßig schlecht über das Leben und Denken des großen Heidenapostels informiert. 4
Die Widmung seines Doppelwerkes gilt „Theophilus“, den er anredet wie einen hohen römischen Beamten. Als Adressaten hat Lukas die römische Oberschicht im Blick. 5
Die Abfassungszeit des Lukasevangeliums lässt sich nur ungefähr bestimmen. Lukas hat Markus gekannt und konnte auf die Zerstörung Jerusalems (21, 20-24) zurückblicken.
Über den Entstehungsort lässt sich lediglich sagen, dass dem Verfasser Palästina unbekannt war. 6
Signifikant für das Lukasevangelium ist, dass sein Verfasser von Anfang an den ganzen jüdischen Raum als Wirkungsstätte Jesu nennt, anstatt sich lediglich auf Galiläa zu beschränken. Auf der anderen Seite werden jegliche Hinweise auf ein Auftreten Jesu außerhalb dieses Gebiets konsequent ausgeklammert. Damit beabsichtigt Lukas die Verdeutlichung der heilsgeschichtlichen Abfolge der Mission. 7
Das Christusbild des Lukas - nämlich Jesu Zuwendung zu den Armen und Unterprivilegierten- zieht sich wie ein roter Faden durch das Evangelium. Von seinen Gegnern wird Jesus als „Freund der Zöllner und Sünder“ beschimpft (Lk. 7,84). Keiner, der umkehrt und ernsthaft Gott sucht, wird missachtet oder aufgegeben. Lukas will die Botschaft Jesu hervorheben, welche die Umkehrung der Verhältnisse darstellt. Dies geschieht ebenso bei der Darstellung der Jesusfigur. Angefangen bei der
4 (vgl. Schmithals, S. 9)
5 (vgl. Theißen, S. 76)
6 (vgl. Conzelmann, S. 272)
7 (vgl. Conzelmann, S. 272 f)
5
Weihnachtsgeschichte, bei der Jesus als Fremder außerhalb der menschlichen Herberge geboren wird, sowie auf dem großen Reisebericht, bei dem er ein heimatloser Wanderer ist bis hin zu seinem einsamen Tod am Kreuz. 8
Lukas versteht das Evangelium als Einladung zur Begegnung mit Jesus Christus und damit zur verändernden Begegnung des Sünders mit dem vergebenden Gott. Dies wird besonders deutlich am Gleichniskapitel 15 9 , welches später noch näher beleuchtet werden soll.
8 (vgl. Niebuhr, S. 134 f)
9 (vgl. Westermann, S. 263)
6
Arbeit zitieren:
Dagmar Klosowski, 2005, Das Gleichnis vom verlorenen Sohn, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Unterrichtsstunde: Der verlorene Sohn LK 15,11- 32: Wir hören die Erzä...
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Unterrichtsentwurf, 12 Seiten
Didaktik des Projektunterrichts im Sachunterricht - Wie lässt sich Pro...
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Hausarbeit, 24 Seiten
Exegese der Bibelstelle Lukas 2, 1-21
Theologie - Biblische Theologie
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Das Konzil von Konstantinopel 381
Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Seminararbeit, 13 Seiten
Planung und Gestaltung einer Lesenacht mit Schülern und Schülerinnen e...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Examensarbeit, 41 Seiten
Unterteilung von Gleichnissen des NT - Ihre Auslegung am Beispiel de...
Theologie - Biblische Theologie
Hausarbeit, 17 Seiten
Nutzung von Social Networking Sites zur Aufrechterhaltung sozialer Bez...
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Bachelorarbeit, 97 Seiten
Die Beginen - Eine Frauenbewegung im Mittelalter
Entwicklung und Scheitern
Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Examensarbeit, 55 Seiten
Zur Umsetzung von Exodus 2, 1-10 in der Neukirchener Kinderbibel
Theologie - Biblische Theologie
Referat (Handout), 16 Seiten
Unterrichtsstunde, katholische Religion: Mose wird durch Gott gerettet
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Unterrichtsentwurf, 11 Seiten
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit (Hauptseminar), 30 Seiten
Buddhismus - Lernen an fremden Religionen
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Seminararbeit, 14 Seiten
Die Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Hausarbeit (Hauptseminar), 28 Seiten
Gesprochenes Deutsch und deutsche Standardaussprache
Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
Seminararbeit, 23 Seiten
Dagmar Klosowski's Text Das Gleichnis vom verlorenen Sohn ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Dagmar Klosowski hat den Text Das Gleichnis vom verlorenen Sohn veröffentlicht
Dagmar Klosowski hat einen neuen Text hochgeladen
Einführung in die griechische Sprache des Neuen Testaments
Grammatik und Übungsbuch. Ianu...
Molly Whittaker, Horst Holtermann, Andreas Hänni
Einleitung in das Neue Testament
Seine Literatur und Theologie ...
Petr Pokorný, Ulrich Heckel
0 Kommentare