II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis. IV
1. Einführung. 1
1.1 Problemstellung. 1
1.2 Zielsetzung 1
1.3 Vorgehensweise 2
2. Entwicklungen und Trends auf dem Rohstoffmarkt 2
2.1 Begriffsabgrenzung 2
2.2 Knappheit und Preisentwicklungen 2
2.3 Auswirkungen auf Unternehmen. 5
2.3.1 Beschaffungsdruck 5
2.3.2 Kostendruck 5
2.3.3 Planungsunsicherheit. 5
3. Theoretische Grundlagen zu Derivativen Finanzinstrumenten. 6
3.1 Definition. 6
3.2 Termingeschäfte 6
3.2.1 Unbedingte Termingeschäfte 7
3.2.1.1 Forwards 7
3.2.1.2 Futures 7
3.2.1.3 Swap, Cap, Floor und Collar 8
3.2.2 Bedingte Termingeschäfte / Optionen. 9
3.2.2.1 Call 10
3.2.2.2 Put. 10
3.2.2.3 Positionen im Optionsgeschäft 11
3.2.3 Ausübung 11
3.2.3.1 Effektive Erfüllung 11
3.2.3.2 Barausgleich (Cash Settlement) 12
3.3 Handelsplätze. 13
3.3.1 Börse 13
3.3.2 Over-The-Counter (OT)C 14
3.4 Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen. 15
4. Anwendungen der Derivate im Commodity-Management 16
4.1 Physische Bedarfssicherung 16
4.1.1 Forwards und Futures. 16
4.1.2 Long-Call-Option 17
4.2 Hedgingstrategien zur Preissicherung 17
4.2.1 Hedging mit Forwards/Futures. 17
4.2.2 Hedging mit Optionen 18
4.2.3 Hedging mit Swaps 19
4.2.4 Hedging mit Cap/Floor/Collar. 20
5. Schlussbetrachtung 21
5.1 Fazit 21
III
5.2 Ausblick................................................................................................................................................ 22 Anhang ..............................................................................................................................................23 Literaturverzeichnis ..........................................................................................................................24
Abkürzungsverzeichnis
CBOT Chicago Board of Trade CME Chicago Mercantile Exchange DTB Deutsche Terminbörse EUR EURO GSCI Goldman Sachs Commodity Index HVB Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG HWWI Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut IPE London International Petroleum Exchange KC Kansas City Board of Trade LIFFE London International Financial Futures Exchange LME London Metal Exchange NYBOT New York Board of Trade NYMEX New York Mercantile Exchange NYSE New York Stock Exchange OTC Over-The-Counter o.V. ohne Verfasser SOFFEX Swiss Options and Financial Future Exchange SWX Swiss Exchange (Schweizer Börse) USD US Dollar
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Preisentwicklung der einzelnen Rohstoffkategorien
Abbildung 2: Preisentwicklung einzelner Rohstoffe von Januar 2006 bis Januar 2007 Abbildung 3: Klassifizierung der Derivate Abbildung 4: Positionen im Long-Hedge mit Future Abbildung 5: Preisverlauf mit Long-Call-Option Abbildung 6: Preisverlauf mit Swap Abbildung 7: Preisverlauf mit Collar (Cap und Floor)
IV
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Vergleich zwischen Forwards und Futures Tabelle 2: Positionen im Optionsgeschäft Tabelle 3: Vergleich zwischen Over-The-Counter und Börse Tabelle 4: Kurzbeschreibung der Derivate
1
1. Einführung
1.1 Problemstellung
Unternehmen werden heutzutage von einem globalen Umfeld geprägt. Das Entstehen und Erschließen neuer Märkte ist zum ‚unternehmerischen Alltag’ geworden. Die Heterogenität der Weltwirtschaft hat eine zunehmende Dynamisierung der Märkte zur Folge. Diese Entwicklungen bringen zwar große Chancen, aber auch bedrohliche Risiken mit sich.
Die Wirtschaftskrise in Asien Ende der 90er Jahre zeigte, dass von Unternehmen unbeeinflussbare Faktoren, beispielsweise der Wert ausländischer Devisen, zu unternehmerischen Finanzkatastrophen führen können. 1 Während sich mittlerweile ein Devisen-Risiko-Management in vielen großen und mittelständischen Unternehmen institutionalisiert hat, stößt die Wirtschaft auf einen sich neuerdings radikal verändernden Markt, der Unternehmen finanziell schaden kann: der Rohstoff-Markt (Commodity-Markt). Die Rohstoffpreise, insbesondere Energiepreise und Industriemetalle wie Kupfer, Stahl, Nickel etc. stiegen in den letzten Jahren stark an, was für viele Industrieunternehmen schwerwiegende Folgen hatte. Zum Beispiel musste die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH aufgrund des hohen Stahlanteils bei Hausgeräten die Preise Anfang 2005 um bis zu 10% erhöhen. 2 Ähnlich bei dem Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall AG: Das Unternehmen musste im vierten Quartal 2006 sogar eine zusätzliche, unerwartete Ergebnisbelastung von EUR 20 Mio. aufgrund gestiegener Rohstoffpreise hinnehmen. 3 „Die steigenden Rohstoffpreise basieren auf einer fundamentalen Stärke und nicht auf spekulativem Schaum“, sagt Rohstoffexperte Jim Lennon. 4 Er begründet seine These mit dem Rohstoffhunger der neuen Märkte. Vor allem China, aber auch Indien verursachen durch wachsenden Konsum eine Knappheit der Rohstoffe. 5 Das Risiko dehnt sich durch die Knappheit sogar auf die Bedarfssicherung aus. Dadurch bleibt der Commodity-Markt auch längerfristig dynamisch und stellt ein Risiko dar. Wie auch bei Devisen können auf Rohstoffe Finanzderivate im Sinne eines Risiko-Managements angewendet werden. Laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ist ein adäquates Risiko-Management zunehmend ein essentieller Wettbewerbsfaktor. 6 Commodity Trading hat an Bedeutung gewonnen. Commodity Trading ist der (insbesondere börsliche) Handel mit Rohstoffen. 7
1.2 Zielsetzung
Die Zielsetzung dieser Arbeit ist es, zu erörtern, mit welchen Mitteln Unternehmen bestehende Rohstoff-Risiken absichern können. Dieses Risiko-Management kann sowohl die Bedarfssicherung als auch
1 Vgl. Kern (1998); o.V., Der Tagesspiegel (1998), o.S.
2 Vgl. BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (2004), o.S.
3 Vgl. o.V., Financial Times Deutschland (2006), o.S.
4 Jim Lennon ist Rohstoffexperte bei Macquarie Research; zitiert in o.V., Frankfurter Allgemeine Zeitung (2006), o.S.
5 Vgl. Dowen (2006), o.S.
6 Vgl. KPMG (1998), S.14
7 Commodity: Engl. für Rohstoffe; Trading: Engl. für Handel; im Wirtschaftsjargon wird unter Commodity Trading generell der Handel (vor allem börslich) mit Rohstoffen verstanden.
2
Preisschwankungen betreffen. Die Thematik wird dabei aus finanzwirtschaftlicher Sicht betrachtet. Standard-Beschaffungs-Tools aus der Materialwirtschaft werden außer Acht gelassen. Der Fokus liegt auf Finanzderivaten. Bei diesen ist es wichtig, konsequent adäquate Strategien zu verfolgen. 8 Es wird untersucht, welche Verfahren in einzelnen Situationen effektiv sind.
1.3 Vorgehensweise
Nach der Einführung wird in Kapitel Zwei auf die Entwicklungen und Trends auf dem Rohstoffmarkt eingegangen. Nachdem der Begriff Rohstoff eingegrenzt wird, werden die Knappheit und Preisentwicklungen dargestellt. Hieraus ergeben sich die Auswirkungen auf Unternehmen. In Kapitel drei werden die theoretischen Grundlagen zu relevanten derivativen Finanzinstrumenten erarbeitet. Zuerst werden die unbedingten und bedingten Termingeschäfte erläutert, bevor dann auf die Ausübungsmöglichkeiten eingegangen wird. Die Erläuterung der verschiedenen Handelsplätze schließt die theoretischen Grundlagen ab. In Kapitel Vier werden mögliche Anwendungen der Finanzderivate im Commodity Management dargestellt. Zunächst wird auf die physische Bedarfssicherung, dann auf die Strategien zur Preissicherung (Hedging 9 ) eingegangen. Kapitel Fünf stellt eine Schlussbetrachtung mit einem Fazit und einem Ausblick dar.
2. Entwicklungen und Trends auf dem Rohstoffmarkt
2.1 Begriffsabgrenzung
Unter den Begriff ‚Rohstoffe’ fallen sehr viele Materialien; zum Einen natürlichen Ursprungs (z.B. Mais), zum Anderen industriell bearbeitete Materialressourcen (z.B. Stahl). In der Wirtschaft wird in die Kategorien Agrarprodukte, Energie und Metalle unterteilt 10 .
Agrarprodukte sind Weizen, Kakao, Schweinebäuche, lebende Rinder, Holz, Baumwolle, Zucker u.v.m. Unter Energierohstoffen versteht man vor allem Erdöl, aber auch Gas und Elektrizität. Metalle werden in Edelmetalle (Gold, Silber, Platin) und Industriemetalle aufgeteilt. Industriemetalle sind Stahl, Aluminium, Kupfer, Zink, Nickel, Blei u.v.m. 11
2.2 Knappheit und Preisentwicklungen
In allen Rohstoffkategorien sind seit einigen Jahren signifikante Preissteigerungen zu beobachten. Auch wenn die Strukturen und Einflussfaktoren verschieden sind und auch nicht jeder einzelne Rohstoff davon betroffen ist, zeigt sich eine Tendenz zu längerfristig höheren Preisen. Auf dem Börsenparkett gehandelte Rohstoffindices konnten in den letzten Jahren deutliche Erfolge vorweisen. Die Zertifikat-Indices 12 von Jim
8 Vgl. Froot / Scharfstein / Stein (1994), o.S.
9 Unter Hedging wird generell die Absicherung von Preisrisiken verstanden.
10 Vgl. Oehler / Unser (2002), S.65
11 Vgl. Priermeier (2005), S.217 ff.
12 Zertifikate sind Anteilsscheine an Investmentfonds (grobe Definition), zur weiteren Vertiefung siehe Pilz (2006), S.223
3
Rogers 13 und von Goldman Sachs (GSCI) 14 sind seit 1998 um jeweils über 150 Prozent gestiegen. 15 Im folgenden Chart sind die Entwicklungen der einzelnen Rohstoffkategorien zu sehen. Die Preise der Rohstoffe sind absolut gerechnet nicht vergleichbar, da sie unterschiedliche Größenordnungen haben (Öl pro Barrel > USD 50, Mais pro Kilogramm < USD 50). Daher wird die Entwicklung in einem Index mit dem Basiswert Jahr 2000 = 100 (Berechung auf USD) dargestellt:
Abbildung 1: Preisentwicklung der einzelnen Rohstoffkategorien
Es gibt unter den Rohstoffen unterschiedliche Entwicklungen. Manche Rohstoffe wurden bis heute verschont von dem Preisanstieg, und andere fallen wegen extremen Kursanstiegen aus dem Rahmen. Die folgende Darstellung zeigt die Preisentwicklung verschiedener Rohstoffe in den 12 Monaten von Januar 2006 bis Januar 2007:
13 Jim Rogers ist in den Medien bekannt als „Börsen-Guru“ und Rohstoffexperte. Sein Buch „Rohstoffe - der attraktivste Markt der Welt - Wie jeder von Öl, Kaffee und Co. Profitieren kann“ war international ein Beststeller
14 Goldman Sachs Group Inc. ist global einer der führenden Investment-Banken. Der Goldman Sachs Commodity Index (GSCI) wird weltweit an Börsen gehandelt
15 Vgl. Eder (2004), o.S.; Onvista (2007), o.S.; Goldman Sachs (2007), o.S.
4
Abbildung 2: Preisentwicklung einzelner Rohstoffe von Januar 2006 bis Januar 2007
An dieser Darstellung ist zu erkennen, dass im Jahr 2006 Energiekurse wieder gesunken sind, während jedoch die Kurse einzelner Metalle stark angestiegen sind. Folglich können die Preisstrukturen der verschiedenen Rohstoffkategorien differenziert werden. Bei Energierohstoffen spielen häufig politische Ereignisse eine Rolle; 16 So hat insbesondere der Irak-Krieg seit 2003 die Öl-Preise in die Höhe getrieben. 17 Agrarrohstoff-Märkte sind zumeist von den Witterungsbedingungen getrieben, 18 wobei auch hier politische Ereignisse eine Rolle spielen können: Der Mais-Kurs stieg Ende 2006 stark an, nachdem die USA Investitionen in „Biosprit“, welches aus Mais gewonnen wird, angekündigt haben. 19 Metalle sind jedoch sehr stark von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Hier ist das ökonomische Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage bedeutend. Die Nachfrage steigt ständig, aber das Angebot bleibt begrenzt. 20 Eine Ankurbelung der Weltwirtschaft kann eine Knappheit von Rohstoffen verursachen, was einen Preisanstieg zur Folge hat. 21 Experten begründen den Preisanstieg von Industrierohstoffen mit dem wachsenden Konsum der zwei Boom-Länder China und Indien. 22 Allein China machte im Jahr 2005 ca. ein Drittel des Stahl-
16 Vgl.Pilz (2006), S.223
17 Vgl. Vardi (2006), o.S.
18 Vgl. Kleinmann (2006), S.240
19 Vgl. Fischer (2007), o.S.
20 Vgl. Heinritzi / Kühn (2007), S.28 f.
21 Vgl. Holland (2004), o.S.
22 Vgl. o.V. ,Märkte und Trends (2006), S.21
Arbeit zitieren:
Hassan Moeini, 2007, Commodity Trading - Instrumente der Bedarfssicherung und des Risikomanagements, München, GRIN Verlag GmbH
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