Wohnimmobilienmarketing für die Zielgruppe Käufer I
Unter Einbeziehung demographischer Entwicklung Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
1. Einleitung 1
2. Das Wohnimmobilienmarketing 3
2.1 Begriffsdefinition, Ziele und Aufgaben des Marketings 3
2.2 Das Produkt Wohnimmobilie - ein Überblick 4
2.3 Entstehung und Bedeutung des Wohnimmobilienmarketings 4
2.4 Merkmale des Wohnimmobilienmarketings 5
2.5 Instrumente des Wohnimmobilienmarketings 6
3. Die demographischen Entwicklung auf Seiten der Nachfrager 7
3.1 Einführung
3.2 Soziodemographische Entwicklung 7
3.3 Ökonomische Entwicklungen 8
3.4 Ausblick 9
4. Konsumentenbild im Wandel 10
4.1 Leitfaden zum Kapitel 10
4.2 Das Kaufverhalten 10
4.3 Erwerbertypen am Wohnimmobilienmarkt - 11
eine Zielgruppenbeschreibung
5. Ansätze zur Marketingplanung für die Zielgruppe „Junge Alte“ 14
5.1 Festlegungen von Marketingzielen 14
5.2 Nachfrageanalyse 14
5.3 Ansätze zur Marketingplanung 15
5.3.1 Ausgangssituation und Einschätzung 15
der Bedürfnisse der Zielgruppe
5.3.2 Produktpolitik 16
5.3.3 Preispolitik 17
5.3.4 Kommunikationspolitik 18
5.3.5 Distributionspolitik 19
6. Gedanken zum Wohnimmobilienverkauf der Zukunft 20
Abbildungsverzeichnis II
Literaturverzeichnis III
Seite 1 Wohnimmobilienmarketing für die Zielgruppe Käufer unter Einbeziehung demographischer Entwicklung Einleitung
1. Einleitung
Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Immobilienmärkte rückt heute das Wohnimmobilienmarketing viel stärker in das Betrachtungsfeld der Wohnimmobilienanbieter. Der Wohnimmobilienmarkt ist mit rund 80% des Gesamtumsatzes der Immobilienbranche das wichtigste Teilsegment des gesamten Immobilienmarktes. Durch die Zerstörungen während des zweiten Weltkrieges, kam es in Deutschland in den 50er Jahren in erster Linie darauf an Wohnraum zu schaffen, um den Nachfrageüberhang zu befriedigen. Doch dieser „Verkäufermarkt“, auf dem die Nachfrage größer war als das Angebot, entwickelte sich im Lauf der Jahre zu einem „Käufermarkt“, auf dem das Angebot die Nachfrage übersteigt.
Die Bau- und Immobilienwirtschaft steht heute bei der Planung von Wohnimmobilien vor neuen Herausforderungen. Das Überangebot an oft leer stehenden Immobilien, welche am Bedarf vorbei geplant wurden und die steigenden Ansprüche der Nachfrager an das Produkt Wohnimmobilie auf einem Markt mit Überangebot, machen es notwendig, konkreter auf die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen, um Leerstand zu vermeiden. Die demographische Entwicklung der Bevölkerung und die damit in Verbindung stehende zunehmende Pluralisierung der Lebensstile beeinflussen den Wohnimmobilienmarkt zunehmend. Bei der Marketingplanung müssen diese Entwicklungen deshalb beachtet werden und der zukünftige Käufer oder Nutzer muss im Mittelpunkt der Planung stehen.
Die Wohnimmobilie als Bestandteil des Lebens wird immer ihren Stellenwert am Markt behalten. Der Wunsch vieler Menschen, in den eigenen vier Wänden zu wohnen, zählt zu den Urbedürfnissen und wird auch zukünftig ausreichen, kundenorientierte und finanzierbare Angebote zu platzieren. Das Marketing kann die Schäden der Fehlplanungen der Vergangenheit zwar nicht beseitigen, ist jedoch in der Lage die größtmöglichen Chancen des Marktes ausfindig zu machen und zu nutzen. 1
1 Vgl. Nielen, Klaus, Immobilien-Marketing, Düsseldorf 1996 Seite 18-24
Seite 2 Wohnimmobilienmarketing für die Zielgruppe Käufer unter Einbeziehung demographischer Entwicklung Einleitung
Anhand dieser Studienarbeit sollen die Ambitionen der Menschen beim Wohnimmobilienkauf untersucht werden und eine Einführung in erfolgreiches Wohnimmobilienmarketing am Beispiel der Zielgruppe „Junge Alte“ auf regionalen Märkten gegeben werden.
Hierzu werden im Anschluss die Grundlagen des Wohnimmobilienmarketings dargelegt. In Kapitel drei wird auf die demographische Entwicklung in Deutschland eingegangen, um daraus resultierend in Kapitel vier die verschiedenen Zielgruppen des Wohnimmobilienmarketings herauszuarbeiten. Im fünften Abschnitt wird eine Marketingplanung für Neubauimmobilien unter Einbeziehung sämtlicher Marketingtools für die größte Zielgruppe „Junge Alte“ skizziert. Im sechsten Kapitel werden die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal zusammengefasst und Gedanken zum Wohnimmobilienverkauf der Zukunft festgehalten.
2. Das Wohnimmobilienmarketing
2.1 Begriffsdefinition, Ziele und Aufgaben des Marketings
Marketing setzt sich zusammen aus den Begriffen Market, zu Deutsch der Markt, auf welchem Angebot und Nachfrage aufeinander treffen und dem Gerundium -ing, welches für eine Aktion steht. Der Begriff wurde in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg aus dem Amerikanischen übernommen. Marketing ist somit die Summe aller Maßnahmen, die dazu dienen Angebot und Nachfrage zusammen zu bringen. 3 Marketing ist die „Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die aktuellen und potentiellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten. Durch eine dauerhafte Befriedigung der
Kundenbedürfnisse sollen die Unternehmensziele im gesamtwirtschaftlichen Güterversorgungsprozess verwirklicht werden“ 4
Die Ziele des Marketings lassen sich in verschiedene Teilziele gliedern, welche von den Zielen der Unternehmensführung abhängen. Alle Zielsetzungen ergeben sich aufgrund des Ausgangspunktes, dem Gewinnstreben. Ziele liegen auf verschiedenen Ebenen vor, die aufgrund von Mittel-Zweck-Beziehungen miteinander verbunden sind (Vgl. Anhang A, Abbildungsverzeichnis, Abbildung 1, Seite II ). 5 Aus den Zielen lassen sich bestimmte Aufgaben für die strategische Marketingplanung ableiten. Diese bestehen unter anderem in der Suche attraktiver und umsatzfähiger Märkte, in der Erzeugung von Nachfrage und dem Einsatz der erforderlichen Instrumente (vgl. Kapitel 2.5) zur Erreichung bestimmter Ziele.
Marketing liefert dem Kunden den Beweggrund ein bestimmtes Produkt zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen und hat auch die Absicht Kunden an ein Unternehmen oder eine bestimmte Marke zu binden. Marketing befasst sich mit der taktischen Vorbereitung der geplanten Absätze. Marketing ist die Basis für eine erfolgreiche Unternehmensführung.
3 Vgl. Marks, Andreas, Marken, Märkte, Marketing, Schwetzingen 2003 Seite 15
4 Vgl. Meffert, Heribert, Marketing, 7. Auflage, Wiesbaden 1991 Seite 31
5 Vgl. Homburg, Christian; Krohmer, Harley, Marketingmanagement, Wiesbaden 2005 Seite 342 ff
2.2 Das Produkt Wohnimmobilie - ein Überblick
Die Wohnimmobilie ist ein empfindsames Gut. Ein Großteil des Lebens eines Menschen hängt mit der Immobilie zusammen. Der Ausgangspunkt einer jeden Immobilie ist ein Grundstück. Zu den Wohnimmobilien gehören alle Wohnbauten, d.h. Gebäude, die mindestens zur Hälfte (gemessen an der Gesamtnutzfläche) Wohnzwecken dienen. 6 Dabei kann innerhalb des Bereiches der Wohnimmobilien eine Vielzahl unterschiedlicher Typen differenziert werden: Eigentumswohnungen, Reihenhäuser, Doppelhäuser, freistehende Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Villen etc.
2.3 Entstehung und Bedeutung des Wohnimmobilienmarketings Die Einführung von Marketing vollzog sich im Vergleich zu anderen
Wirtschaftszweigen relativ spät. Die erste wirtschaftliche Rezession Mitte der 80er Jahre wurde von der Immobilienbranche durch die Wiedervereinigung abgefangen und mit gleich bleibenden bis steigenden Umsätzen kompensiert. Es gab speziell im Osten einen hohen Nachholbedarf an Wohnraum. Erst Mitte der 90er Jahren stoppte der Boom und die ersten Immobilienunternehmen begannen, sich stärker mit dem Wettbewerb auf den relativ gesättigten Märkten auseinanderzusetzen. Die einfachen Werbekampagnen hatten ausgedient und die Branche fing an gezielte Bedarfs- und Marktanalysen vor der Bebauung eines Grundstückes durchzuführen, um einzelne Zielgruppen für bestimmte Standorte bei der Vermarktung systematischer ansprechen zu können. Anlässlich der zunehmenden Mobilität der Menschen, welche sie nicht mehr zwingt Wohnen und Arbeiten an einem Ort stattfinden zu lassen und des großen Angebots an Wohnraum, lässt man sich heute in der Regel mehr Zeit für die Entscheidung zum Kauf einer Immobilie. Deshalb ist es für den Immobilienanbieter umso wichtiger, den Entscheidungsprozess so intensiv wie möglich zu begleiten. Marketing in der Immobilienwirtschaft wird gerade vor erfahren. 7 diesem Hintergrund eine zunehmende Bedeutung
Marktforschungsorientierte Basisrecherchen können hier helfen das Risiko für
6 Definition des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden, vgl. www.destatis.de
7 Vgl. Marks, Andreas, Marken, Märkte, Marketing, Schwetzingen 2003 Seite 33
Fehlinvestitionen minimieren. Immobilienmarketing ist somit vor allem eine auf Informationslogistik beruhende Ausrichtung innerhalb eines Immobilienunternehmens. 8
2.4 Merkmale des Wohnimmobilienmarketings
Wohnimmobilienmarketing ist insofern speziell, als dass es sowohl auf die Marktgegebenheiten, als auch auf die Besonderheiten des Gutes Immobilie abgestellt sein muss. Solche Besonderheiten bestehen in der Standortbezogenheit (Immobilität), Dauerhaftigkeit (Langlebigkeit), hohem Produktionsdauer. 9 Investitionsaufwand und langer Durch die
Standortbezogenheit der Immobilie ergibt sich eine klare räumliche Zuordnung bestimmter Marketingaktivitäten (z.B. der Absatzwerbung). Infolge der Langlebigkeit bleibt die Immobilie entsprechend lange potentiell marktwirksam und kann während ihrer Lebensdauer mehrmals am Markt angeboten werden. Die Investitionsentscheidungen sind in der Regel von langfristiger Dauer. Daraus folgt, dass ein Produkt erstellt werden muss, das auch längerfristig den Erfordernissen des Marktes gerecht wird. Für das Wohnimmobilienmarketing sind daher besonders wichtig: die bewusste Absatz- und Kundenorientierung, das Eingehen auf alle speziellen Wünsche der Konsumenten,
die Erfassung und Beobachtung der für das Unternehmen wichtigen Umweltschichten z. B. Käufer, Konkurrenten, die Funktion der systematischen Marktsuche und Markterschließung sowie eine differenzierte Marktbearbeitung, die Festlegung der Marketingstrategien, d.h. die Festlegung eines längerfristigen, auf den Immobilienmarkt und die relevante Umwelt ausgerichteten Verhaltensplanes,
der planmäßige Einsatz aller marketingpolitischen Instrumente, welche im Anschluss unter Punkt 2.5 besprochen werden und die Koordinierung aller Marketingaktivitäten.
8 Vgl. Marks, Andreas, Marken, Märkte, Marketing, Schwetzingen 2003 Seite 34
9 Vgl. Meissner, Hans Günther, Marketing für gemeinnützige Wohnungsunternehmen, Stuttgart 1987 Seite 2 f
2.3 Instrumente des Wohnimmobilienmarketings Das Wohnimmobilienmarketing bedient sich zur Umsetzung seiner Ziele verschiedener Instrumente:
Unter Produktpolitik versteht man alle mit dem Produkt Immobilie zusammenhängenden Maßnahmen, wie die Zusammensetzung des Produktprogramms und die Gestaltung des Produktes. So zählen alle Entscheidungen und Maßnahmen zur Produktpolitik, die die Entwicklung und Einführung neuer bzw. die Änderung vorhandener Produkte betreffen, sowie weiterhin die Programmbildung, -erweiterung und -verkleinerung. 10 Preispolitik beinhaltet die Gestaltung des Preises, die Setzung und den Vergleich von alternativen Preisforderungen gegenüber potentiellen Abnehmern, die Entscheidung für eine Alternative und den Versuch der Durchsetzung unter Ausschöpfung des gegebenen Entscheidungsspielraumes. Es soll das jeweils beste Verhältnis zwischen Preishöhe und Aufnahmefähigkeit des Marktes für jedes einzelne Angebot gefunden werden. 11 Unter die Distributionspolitik fallen Entscheidungen über Absatzwege. Hier besteht die Wahl zwischen direktem Vertrieb, bei welchem das Unternehmen selbst den Vertreib übernimmt oder indirektem Vertrieb, bei dem die Aufgabe des Vertriebs extern vergeben wird.
Aufgabe der Kommunikationspolitik ist es, den Kontakt zwischen Anbieter und Kunde herzustellen 12 . Hierbei geht es darum, die potentiellen Abnehmer zu informieren und zu aktivieren, sie von der Vorteilhaftigkeit des Angebotes zu überzeugen und sie letztendlich zum Kauf zu bewegen. 13 Die Kombination dieser vier Säulen wird als Marketing-Mix bezeichnet. Die Festlegung der Schwerpunkte und des jeweiligen Wirkungsgrades der Instrumente erfolgt anhand der jeweiligen Zielsetzung und der Marktgegebenheiten.
10 vgl. Meffert, Heribert, Marketing, 7. Auflage, Wiesbaden 1991 S. 361
11 vgl. Meffert, Heribert, Marketing, 7. Auflage, Wiesbaden 1991 S. 62
12 Vgl. Weis, Hans Christian, Olfert, Klaus [ Hrsg. ], Marketing, 12. Auflage, Ludwigshafen 2001 Seite 99 f
13 vgl. Nieschlag, Robert; Dichtl, Erwin; Höschgen, Hans, Marketing, 16. Auflage, Berlin 1991 Seite 17
Arbeit zitieren:
Christina Bender, 2007, Wohnimmobilienmarketing für die Zielgruppe Käufer unter Einbeziehung demographischer Entwicklung - Ansätze zur Marketingplanung für die Zielgruppe „Junge Alte“, München, GRIN Verlag GmbH
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