Inhalt
Inhalt....................................................................................................... 2
Vorwort................................................................................................... 3
1 Definition Sportpädagogik 4
2 Die Geschichte des Sports 4
2.1 Einleitung. 4
2.2 Geschichtlicher Ablauf 5
2.2.1 Rousseau 5
2.2.2 Die Philanthropen 6
2.2.3 Jahn. 7
2.2.4 Spieß 8
2.2.5 Die Reformpädagogik 9
2.2.6 Entwicklung der Sportpädagogik in der nationalsozialistischen
Bewegung 9
2.2.7 Die Zeit nach 1945. 10
3 Sportpädagogik als theoretische und praktische Disziplin. 12
3.1 Der wissenschaftssystematische Standort der Sportpädagogik 12
3.1.1 Das Verhältnis von Sportpädagogik und Pädagogik 12
3.1.2 Das Verhältnis von Sportpädagogik und Sportwissenschaft. 13
3.1.3 Zusammenfassung 14
Sportwissenschaft 14
Sportp ädagogik 14
P ädagogik 14
3.2 Das Theorie-Praxis-Verhältnis der Sportpädagogik 15
3.2.1 Der Praxisschock 15
3.2.2 Linderung des Praxisschocks / Leistung der Theorie 17
4 Der Gegenstand der Sportpädagogik. 18
4.1 Sportpädagogik als Wissenschaft 18
4.2 Der Wissenschaftscharakter 20
4.2.1 Sportpädagogik und Wissenschaftstheorie 20
4.2.2 Wissenschaftliche Forschungsmethoden der Sportpädagogik am
Beispiel Kinderhochleistungssport 21
Kriterien 22
Anthropologie 24
5 Grundbegriffe der Sportpädagogik. 25
6 Fazit 29
Literaturverzeichnis 30
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Vorwort
Diese Hausarbeit zum Thema „Standortbestimmung der Sportpädagogik“ ist bemüht
wesentliche Fragen und Probleme der Disziplin und der ihr nahestehenden Wissen-
schaften anzusprechen, einzuordnen und nach Möglichkeit auch zu erläutern. In fünf
Kapiteln soll ein grober Einblick in ihre momentane Situierung, aber auch historische
Entwicklung gewährt werden, der mit einer Definition beginnt, die zunächst einfach in
den Raum gestellt wird.
Die nötige Erläuterung dazu ergibt sich aus der Abhandlung als Ganzes, da immer wie-
der auf das erste Kapitel verwiesen werden wird. Und zu guter Letzt möchten wir mit
einem kurzen Fazit über mögliche Mängel und Perspektiven der modernen Sportpäda-
gogik die Arbeit ausklingen lassen.
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1 Definition Sportpädagogik
„Sportpädagogik ist diejenige Teildisziplin der Erziehungs- und Sportwissenschaft, die das sportliche und spielerische Bewe-gungshandeln in seinen institutionalisierten und nichtinstitutionalisierten Formen vorrangig unter den Motiven Bildung, Erziehung, Sozialisation und Lernen mit Hilfe verschiedenartiger Forschungsmethoden untersucht.“ (Meinberg 1996, S. 17)
2 Die Geschichte des Sports
2.1 Einleitung
Das heutige Unterrichtsfach Sport hat eine lange Entwicklung hinter sich. Der Geschichte des Sports nachzugehen ist sehr interessant und wichtig, und dient u.a. dazu, den heutigen Standpunkt besser einordnen und verstehen zu können. Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über die verschiedenen Entwicklungsstufen der Sportpädagogik gegeben werden. Die Geschichte der Sportpädagogik reicht bis in die Antike zurück. Platon beteuerte schon damals die Notwendigkeit der „gymnastischen Erziehung“. Im 18. und 19. Jahrhundert sind verschiedene Konzepte der körperlichen Erziehung entworfen und erprobt worden. (Meinberg 1996, S. 2)
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2.2 Geschichtlicher Ablauf
2.2.1 Rousseau
Jean Jacques Rousseau (1712- 1778) beschäftigte sich verstärkt mit dem Stadium der Kindheit. (Meinberg 1996, S. 3) Das Kind galt vorher nicht als vollwertiges Wesen, sondern als ein unfertiger Erwachsener.
Für Rousseau aber ist das Stadium der Kindheit bedeutsam. Er erachtet die physische Erziehung in jungen Jahren als so wichtig, weil es im Kind die Lebensfreude weckt, die es braucht, um sich gut zu entwickeln. Somit gilt er oft als der Entdecker der Kindheit. Er befasste sich jedoch nicht nur mit dem Kindes-, sondern auch mit dem Jugendalter und der „Leiblichkeit des Menschen“ allgemein. Eines seiner bekannten Werke ist der Erziehungsroman „Emile oder über die Erziehung“, den er 1762 schrieb. Rousseau begründete die Theorie einer „natürlichen Erziehung.“ In seinen Augen kann eine Erziehung nur vollständig sein, wenn sie die körperliche Erziehung berücksichtigt. Seine pädagogische Leistung ist v.a. in der Frage nach dem Ziel der Erziehung zu sehen. Meinberg (1996) betont, dass noch heute viele der Ideen Rousseaus zum Allgemeingut der Pädagogik gehören. Die Theorie der „natürlichen Erziehung“ wird von den Philanthropen weitergeführt mit dem bedeutenden Unterschied, dass Rousseau den Schwerpunkt auf die „Natürlichkeit“ setzte und die Philanthropen auf die „Nützlichkeit“. Sie wollen den Menschen in das bestehende Gesellschaftssystem integrieren, wohingegen Rousseaus Theorie Kritik an dem System übt und dem Menschen eine Möglichkeit aufzeigt, zurück zur Natur zu finden.
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2.2.2 Die Philanthropen
Die Philanthropen waren treue Anhänger Rousseaus, die Ende des 18. Jahrhunderts sein Gedankengut fortführten. Sie zeichneten sich durch ihre Experimentierfreudigkeit aus. Meinberg schreibt, dass die Philanthropen ohne weiteres als die „Reformpädagogen der Neuzeit“ bezeichnet werden können. (Meinberg 1996, S. 4) Um dem Menschen dabei zu helfen zu einer möglichst vollkommenen geistigen und körperlichen Entwicklung zu gelangen, forderten die Philanthropen eine „Einheit zwischen Körper und Geist.“ Ein Bericht in der Zeitschrift Sportunterricht schreibt folgendes dazu:
„Leibesübungen („Gymnastik“) sind integraler Bestandteil dieser der jungendlichen Entwicklung angepassten, auf Vernunft bauenden, aber auch auf berufliche Brauchbarkeit (Nützlichkeit) zielenden ganzheitlichen Erziehung: durch umfassende Bildung des Körpers soll der vervollkommnete Mensch irdisches Glück erleben.“ (Huber, ohne Erstellungsdatum)
Hauptvertreter dieser neuen Theorie eines Erziehungszieles war Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759- 1839). Er schrieb im Jahr 1793 ein Buch über Leibeserziehung mit dem Titel „Gymnastik für die Jugend. Enthaltend eine praktische Anweisung zu Leibesübungen. Ein Beitrag zur nötigsten Verbesserung der körperlichen Erziehung.“ (Gruppe/Krüger 1997, S.88) Bewusst verwendete er wohl den Begriff der Gymnastik, um einen Bezug zu der griechischen Gymnastik herzustellen, die als vorbildlich galt und die v.a. in der gebildeten Oberschicht in Deutschland anerkannt war. Das Ziel des Lehrers und Erziehers GutsMuths war es, die Kinder durch körperliche Bewegung und gezielte Schulung vor Krankheiten und Unfällen zu schützen. (Grupe und Krüger 1997, S. 90) Er versuchte nicht, die Schüler vor Gefahren zu schützen, indem er Bewegung vermied, sondern lehrte, dass diese gesund ist.
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Dieser Ansatz war neu und deshalb in der Gesellschaft mitunter umstritten. Aber die Philanthropen verfolgten ihr Konzept. Sie ließen die Schüler die Übungen nicht nur einfach machen, sondern bauten den Unterricht systematisch auf. Sie setzten die neuen Erziehungsansätze einer vernünftigen und natürlichen Erziehung nicht nur in der Praxis um, sondern legten sie auch schriftlich nieder, um die Theorien besser verbreiten zu können. Das von GutsMuths formulierte methodische Prinzip „beim Leichten anzufangen und allmählich zum Schweren fortzuschreiten“ ist noch heute gültig. (Grupe und Krüger 1997, S. 91). Weitere bedeutsame Philanthropen sind noch Salzmann, Basedow und Campmann zu erwähnen. Sie alle einte die Wertschätzung der Leibeserziehung durch deren intensive Beschäftigung sie viel erreichen konnten. Die Leistung der Philanthropen ist für uns heute v. a. in der Schaffung einer ersten Theorie der Leibeserziehung zu sehen.
2.2.3 Jahn
Der auch als Turnvater bezeichnete Friedrich Ludwig Jahn (1778- 1852) führte das Interesse der Philanthropen fort. Er trainierte mit seinen Turnern in der Berliner Hasenheide, wo er einen Turnplatz in der Natur errichtete. Das Vorgehen Jahns erinnert an die „natürliche Erziehung“ Rousseaus. Die Gruppe um Jahn wuchs stetig an. Dieser Umstand schien die damalige Regierung stark zu beunruhigen. Die demokratische Gesinnung der Turner, bei denen die Vaterlandsliebe, die Gemeinschaft, der Zusammenhalt und das Stählen des Körpers, um wehrfähig zu sein im Vordergrund standen, hatten eine gefährliche Wirkung auf die Regierung. Unrecht hatte der Staat mit diesen Bedenken nicht. Denn das Turnen auf der Hasenheide war auch Ausdruck des Protests gegen die „spießbürgerliche Enge“, die zu dieser Zeit in Deutschland herrschte, wie es Grupe und Krüger (1997) ausdrücken. Als Karl Ludwig Sand, der selbst Student und Turner war, am 23.3.1819 den russischen Staatsrat
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August von Kotzbue in Mannheim erstach, war für die Regierung eine Verbindung zwischen den Turnern und der Bewegung der Burschenschaften gegen den Staat mehr als eindeutig. 1820 wurde deshalb in Preußen die Turnsperre verhängt. Mit der Auflösung dieser Sperre im Jahre 1842 begann ein neuer Entwicklungsabschnitt. Turnen wurde als Unterrichtsfach in der Schule eingeführt und Experten in diesem Bereich mussten ausgebildet werden. Diese Art von Turnen war selbstverständlich nicht mehr genau das Turnen welches Jahn und seine Turnfreunde auf der Hasenheide betrieben hatten. Feste Formen wurde eingeführt, damit der Unterricht an Schulen überhaupt möglich war. Jahn zielte mit seiner Bewegung nicht nur auf die „Erziehung des einzelnen ab, sondern auf die Erziehung einer ganzen Nation.“ (Grupe und Krüger 1997, S.97) Zu Jahns Hauptwerken zählt das 1816 erschienene Werk „Die Deutsche Turnkunst“, das er zusammen mit seinem Freund und Mitarbeiter Ernst Eiselen schrieb. Darin formulieren die beiden ihr Turnkonzept und dessen Ziele.
2.2.4 Spieß
Nach der Auflösung der Turnsperre, wurde das Fach Turnen in den Lehrkanon aufgenommen. Im Jahre 1840 begann Adolf Spieß (1810- 1858) ein bedeutendes Werk für den damaligen Schulsport „Die Lehre der Turnkunst“ zu schreiben, das er 1846 fertig stellte. Und weil er 1847 in seinem „Turnbuch für Schulen“ methodische Ansätze des Turnens veröffentlichte, gilt Spieß auch als der „Ahnherr“ des Schulturnens. Die Teilnahme an seinem Unterricht war für alle Schüler verpflichtend. Er schuf ein System von Übungen, bei denen die Schüler zur gleichen Zeit „die- selbenÜbungsabfolgen auf Kommando des Lehrers“ machen mussten. (Grupe und Krüger 1997, S. 101) So wurden Turnen und Gymnastik unterrichtsfähig gemacht. Verschiedene Altersgruppen konnten gleichzeitig die Übungen machen, und auch die Anzahl der Schüler spielte keine so
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Arbeit zitieren:
Anna Kozok, 2004, Standortbestimmung der Sportpädagogik, München, GRIN Verlag GmbH
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